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Vor zwei Wochen brach in mir eine Welt zusammen, als ich auf der zweiten Alsterrunde urplötzlich einen höllischen Schmerz im rechten Knie spürte, nur noch langsam nach Hause joggen konnte, teilweise gar nur im Gehtempo.

Zunächst stieg die Angst in mir hoch, erneut etwas mit dem Meniskus zu haben, zumal am darauf folgenden Sonntag die Schmerzen ins Unermessliche stiegen. Montags beim Arzt stellte sich heraus, dass das Außenband einen ,,Ditsch" abbekommen hatte.

Was tun? Der Marathon in Hamburg ist gebucht, natürlich ohne Rücktrittsversicherung. Die Rückgabe oder Weitergabe des Startplatzes also kaum oder gar nicht möglich. Folglich begann ich am Dienstag vor einer Woche mit dem Fahrradfahren im Studio. Täglich eine Stunde, damit ich mein Knie bewege, jedoch die Gelenke entsprechend entlaste.

Vergangenen Montag bin ich dann das erste Mal vorsichtig gelaufen, allerdings mit einer Bandage, doch die Schmerzen waren sofort wieder da. Also ... erneut kürzer treten und hoffen, dass der ,,Ditsch" irgendwie mit Medikamenten in den Griff zu bekommen ist.

Heute nun am Karfreitag bin ich gegen 06.00 Uhr erstmals wieder gelaufen. Anfangs wollte ich eine 7-Kilometer-Strecke abtraben, dann entschloss ich mich bei wunderschönem Wetter die Alster zu umqueren. Gesagt - getan: Auf in die City und dann am US-Konsulat vorbei in Richtung ,,Alster-Perle", genau dort, wo dieser ,,Ditsch" meine Hoffnungen auf eine 2. Teilnahme am Hamburg-Marathon fast vorzeitig beendete.

Die Gedanken schwelgten, als ich an dem Lokal vorbei kam. Doch diesmal ohne Probleme, locker weiter Richtung ,,Atlantik", Kennedy-Brücke zurück in ,,Planten un Bloomen" und dann nach Hause. Das Knie hat gehalten.

Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, habe ich leichte Schmerzen verspürt, aber da scheint normal zu sein, schließlich habe ich fast vierzehn Tage pausieren müssen. Morgen nun wird die nächste Runde genommen, vielleicht klappt es ja noch, dass ich fit werde für das große Hamburg-Ereignis.

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Schon dein Knie ....

Ich drücke dir ganze feste die Daumen, dass du in 16 Tagen starten kannst. Ich bin diesmal auch wieder dabei, meine dritte Teilnahme beim HH-Marathon.

Ich kann deine Ungeduld und die Zweifel sehr gut verstehen. Alle Läufer haben diese Situation schon einmal erlebt. Man freut sich wie blöd auf ein bestimmtes Laufereignis und plötzlich eine Verletzung. Jetzt darf man nicht die Nerven verlieren. Ist die Verletzung zu groß, dann geht ohnehin nichts mehr; ist sie aber noch rechtzeitig in den Griff zu bekommen, dann darf man nichts überstürzen.

Mein Tipp an dich: Auch wenn es heute gut lief, schone dich die kommende Woche noch komplett und steig lieber noch 2-3 Mal aufs Rad. 14 Tage vor einem Marathon ist in der Regel sowieso Runterfahren angesagt. Konditionell kannst du nichts mehr verlieren, aber durch ein unnötiges Reizen der Sehne/Bandes alles kaputt machen.

Bleib geduldig. Laufe in der letzten Woche vor dem Marathon dann noch 2-3 ganz lockere Einheiten. Die nächste Woche bringst du deinen Puls mit Radfahren in Schwung, hat den gleichen konditionellen Effekt.

Wünsche dir viel Glück, Geduld und gute Besserung. Du schaffst das!!

Sportliche Grüße,

DieLunge
80807 München

Danke für den Tipp mit dem

Danke für den Tipp mit dem Kortison ... liebe Grüße Torsten

Solskinn
20359 Hamburg

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