Benutzerbild von thebestcoach

Nachdem jetzt die letzten Tage die Sonne so gelacht hatte wurde mein TriBikeCervelo P2 endlich wieder wach und für die erste Ausfahrt bereit gemacht.Entstauben, etwas ölen, Radcomputer mit neuen Batterien bestückt und die Schlappen mit 7 bar Trainingsluftdruck versorgt.
Den ganzen Winter über musste das mind. 12 Jahre alte Rennrad mit Stahlrahmen seinen Dienst erweisen und bekam deshalb mal eine Pause.
Schon früh um 6 Uhr ging es mit dem Rucksack los zum Brötchen holen. Ausgerüstet mit Stirnlampe, Winterhose und leichter Radjacke und ohne Handschuhe, was ich bitter bereute, nahm ich die ersten beiden Kilometer den Berg hinunter mit. Bei einer max. Geschwindigkeit im Dunkeln von 54,87 km/h wird es doch schnell kalt. Und aus Angst vor Schlaglöchern, die der Winter da ließ, und vor unvorsichtigen Autofahrern die mit angelaufen Autoscheiben unterwegs waren klammerte ich mich doch mächtig an der Bremse fest und beendete schnell den Geschwindigkeitszuwachs.
Nach knapp 6 km war die erste Etappe erreicht und ein herrlich gedeckter Tisch (bis auf die Brötchen, die stießen dann hinzu) lud zu einen Frühstück ein. Danke. Nach etwas Wärme tanken ging es dann wieder aufs das Rad und Richtung Arbeit.
Dieses Mal aber mit Handschuhen. Gemächlich mit einen 25’er Schnitt (war ja noch im Tiefschlaf) kam ich nach 18 Kilometern auf der Arbeit an. Dabei hatte ich Glück und man nahm mir nur zweimal die Vorfahrt.
Nun kam der nicht so erfreuliche Teil, die Arbeit. Hoffentlich liest mein Arbeitgeber nicht mit……
Endlich 15 Uhr, Feierabend. Die Sonne lockt und ich will nur noch raus auf die Piste.
So schnell war ich noch nie in den Kleidern, nur beim Triathlon geht der Wechsel noch viel schneller.
Also mit dem Sommeroutfit rauf auf das Bike und Richtung Heimat im Sauseschritt. Nach 30 Kilometern stieß ich dann auf den Nachbarn der sein neues Bike etwas gemütlich einfahren wollte. Kurzer Blick auf die Uhr, ups der Gesamtschnitt war von den morgendlichen 25 km/h auf den 18 km mit nur zusätzlichen 12 Kilometern auf eine Gesamtschnitt von 29,8 km/h gesprungen. Das rollt ja super und das durch den Berufsverkehr. Diesen Temporausch habe ich den Winter über vermisst.
Da Sonntag ja Wettkampftag in Berlin ist und heute ein Ruhetag (Laufpause) sein soll musste ich jetzt etwas zügeln. Gemütlich ging es dann abseits der Autos im Sprochtempo entlang der Saar Richtung Saarlouis. Wie ich das vermisst habe das lockere dahingleiten mit dem TriBike. Mit minimalen Krafteinsatz und ständig auf der Überholspur. Die Kilometer rinnen nur so davon.
Kurzer Uhrencheck und ab auf den Rückweg zusammen mit Roman. Ich hatte ja noch ein wichtiges Date vor mir. Nach 70 Kilometern ging es wieder in das Verkehrschaos. Hab ich das vermisst 200m Fahren – Stehen – Fahren – Stehen. Von einer roten Ampel zur anderen. Letzte Ampel für heute. Geschafft. Nur noch einen Berg von knapp 3 km hinauf. Hinter mir wird es stiller mit 18 km/h ging es den letzten Berg hinauf. Eigentlich wie immer zum Ausrollen, verdammt warum wohne ich soweit oben? Ist Roman noch da? Seinen Schatten sah ich nicht mehr. Ich war zwar müde aber einen Bergsprint gab es dann noch. Kurz raus aus dem Sattel und die Trittfrequenz für zwei Minuten erhöhen. Oben angekommen dauerte es dann noch ein paar Sekunden bis Roman wieder neben mir fuhr. Mein Mitfahrer lies sich erst Recht nichts anmerken.
Nach 75,85 km in 2h36min (im Schnitt knapp über 29 km/h) war die entspannte Ausfahrt dann leider schon beendet und ich wurde freundlich Empfangen.
Roman zeigte jetzt kurz auf seinen Helm und sagte pustend du „Sack“.
Unter dem Helm lief nur so der Schweiß, dabei hatte er insgesamt 30 km wenig auf dem Tacho.
Der Winterschlaf hat meinem Rad also nicht geschadet, es ist in Form trotz der langen Standpause.

0

DAS ist deine Welt

schön dass du sie wiederentdeckt hast.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Da lacht das Radfahrerherz.

Und nicht nur der Renner scheint den Winter unbeschadet überstanden zu haben, sondern auch der Fahrer.

In dem Sinne: gutes, gemütliches 30er-Tempo-Rollen! Und immer die Daumen des Schutzengels zwischen Rad und Autos.

da, wo ich grad her komme...

... hättest du bestimmt noch mehr Spaß gehabt. da drücken sich ganze Radkolonen rum.
Aber schön, dass du das wieder genießen konntest. und richtig, jetzt ist Tapern.
bis Samstag!
;-)

Ja und wer ist jetzt

Ja und wer ist jetzt Dornröschen? Du oder dein Renner? ;)
Ein Kollege von mir nennt sein Rennrad "Göttin" und das MTB ist die "Prinzessin"
Und wenn es heißt "heute führe ich die Göttin aus" weiß jeder was gemeint ist!
(wie er seine Frau nennt weiß ich allerdings nicht)
Viel Spass noch!

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Ampeln?

...das mit den Ampeln habe ich nicht verstanden!
Auch hier bei uns im NordWesten sind die Ampeln in unterschiedlichen Farben montiert und dienen so, neben ästhetischen Aspekten, der allgemeinen Beleuchtung, sowie offensichtlich als Farbfleck im sonst eher grauen urbanen Umfeld.
Eine daraus abzuleitende Konsequenz im Hinblick auf das Radfahren ist mir bisher nicht bekannt oder auch nur nachvollziehbar.Ein, wenn auch zugegeben eher flüchtiger Blick, in die online-Ausgabe der STVO hat mir da auch keine weiteren Erkenntnisse gebracht; wobei die STVO ja bekanntermaßen auch mehr als unverbindliches Vorschlagswesen zu interpretieren ist.
Also, ist das im Süden der Republik anders? Haben da die Ampeln im Radverkehr eine besondere Bedeutung in Bezug auf Geschwindigkeit, Richtung, Fahrverhalten...?
Oder gilt das nur in Höhenlagen?
Ich blick nicht mehr durch ;-)
Grüsse von Fritze (der sein Rad erst nächste Woche reaktiviert)

"To finish, you have to start!!"

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links