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(Quelle: TCEC Mainz)

gefunden bei TRI POST Trier.

viel Spass, Mutter

Wie werde ich ein toller Triathlet…

Vor zwei Wochen, als ich bei 28 Grad Außentemperatur und 25 Grad Wassertemperatur wartend am Beckenrand saß und meine Vereinskollegen zum Großteil im Neoprenanzug trainieren sah, wurde ich inspiriert. Man könnte auch meinen, ich schwämme selbst mit Pelle in der Brühe..

Es wird Zeit, mal ein paar gaaaaanz wichtige Grundsätze fürs Triathleten-Dasein aufzuführen. Ab wann ist man eigentlich Triathlet?

Gaaanz klar: je mehr Schmerz, umso größer der Athlet. Also nicht der Schnelle ist der König, sondern der, der am längsten trainiert und beim Wettkampf am längsten braucht, weil er seine Schmerzen am längsten genießen kann. Das sind die richtigen Vorbilder, danach muss man streben. Nach dem Motto: hart, härter, Masochist.

1. Trainingsprinzip: Viel hilft viel

Es ist absolut notwendig, jeden Tag zu trainieren. Es gilt, je länger, desto besser. Das einzige was zählt, sind Kilometer. Ruhetage sind nur für Weicheier.

Wenn’s dir scheiße geht, erst recht trainieren, das macht hart. Denn: Was mach ich, wenn’s mir am Wettkampftag schlecht geht? Heimfahren? Auf keinen Fall!

Die Trainingsplanung bestimmt der Tageslichtfaktor. Im Winter müssen es mindestens 20 Stunden pro Woche sein, im Sommer mindestens 40. Man soll sich ja kontinuierlich steigern, das ist auch für den Hobbyathleten mit Job und Familie absolutes Muss! Wenn man von seiner Frau geschieden ist, den Namen von den Kindern vergessen hat und alle Freunde vergrault hat, kann man auch mehr trainieren. Wenn man es dann genau ausrechnet, hat man auch mehr Geld zur Verfügung, um sich hochwertigeres Material zu holen. Falls man schon alles hat, kein Problem: Halbtagsjob, also mehr Zeit fürs Training!!!

Es gilt die Gleichung:

Training des Schwimmers + Training des Radfahrers + Training des Marathonläufers
=
Training des Triathleten

Eine Schwimmeinheit unter 1 Stunde, Radfahren unter 3 Stunden und Laufen unter 1,5 Stunden sind absolut nutzlose Trainingseinheiten. Egal, welche Strecke man trainiert: je länger, desto besser. Wenn man nach dem Radfahren noch laufen geht, muss man noch längere Strecken trainieren. Optimal sind, 180 km zu radeln und danach 30 km zu laufen, ein super Sonntagsprogramm. Das hat dann auch den Vorteil, dass die nachfolgenden 5 Tage Arbeit fast im Schlaf vergehen. Wegen der blöden Arbeit kann man ja auch unter der Woche nicht so viel trainieren, wie es eigentlich sinnvoll wäre. Also muss man samstags und sonntags wirklich bis an die Schmerzgrenze gehen.

2. Trainingsprinzip: Monotonie macht hart.

Immer das Gleiche zu trainieren, immer ganz locker zu trainieren, das ist super für die Kapillarisierung. Da bekommt man so viele Blutgefäße, dass man mit einem Puls von 110 schneller fährt, als so mancher Untrainierter mit 150. Mit ein bisschen Glück schafft man auch einen 30er Schnitt auf der Geraden und kann 5 Stunden am Stück laufen. Falls das nix hilft, mit Scheibe fürs Hinterrad und ultraleichten Laufschuhen klappt es bestimmt.

Intensive Einheiten sind sehr schlecht, da könnten die Muskeln beansprucht werden, was unumgänglich zu Muskelwachstum führt und uns schwerer macht. Mental ist das auch ein super Training. Je mehr man sich im Training langweilt, umso besser ist man auf den Wettkampf vorbereitet. Man hat ja auch einen langen Tag vor sich, an was soll man da die ganze Zeit denken? Besser man übt das schon mal im Training. Im Schwimmtraining immer lange Strecken am Stück schwimmen und schön Bahnen zählen, besser kann man Langeweile nicht trainieren. Sehr wichtig ist es auch, immer mit Neoprenanzug zu trainieren, da kann man mehr schwimmen, was gleichbedeutend mit besserem Training ist. Wer braucht schon Wassergefühl?! Das ist doch nur für Weicheier!

Wichtig ist auch, dass man immer die gleiche Strecke läuft und fährt. Wobei das beim Rad fahren noch wichtiger ist. Kurvenanbremsen immer schön üben und bergab nie treten, da ruht man sich aus. Am besten schon im Training immer nah am Mittelstreifen fahren, dann kann auch bergab keiner überholen, ohne dass er im Wettkampf eine Zeitstrafe kassiert.

Kurze Laufrunden sind auch ganz wichtig. Am besten 30 km auf der Bahn laufen, danach schafft man alles und man hat auch keine Probleme mit der Verpflegung. Denn: Ist das Hirn erst wegtrainiert, läuft es sich ganz ungeniert.

Absolut tödlich sind Tempovariationen, es ist wichtig, immer alles im gleichen Tempobereich zu trainieren. Im Wettkampf fangen wir ja auch nicht an, schnell zu fahren!

3. Wer viel trainiert, muss auch viel essen

Essen muss genauso geübt werden, wie die einzelnen Sportarten an sich. Das ist absolut rennentscheidend. Als Faustformel gilt: alle 20min ein Gel, wahlweise alle 30min einen Riegel. Das muss man auch schon im Training üben. Am besten mit einem kohlenhydrathaltigen Getränk hinunterspülen. Das macht den Magen hart wie Kruppstahl! Auch hier gilt, viel hilft viel und mehr hilft mehr.

Ich empfehle zur Aufbewahrung einen großen Trinkrucksack. Das zusätzliche Gewicht kann ganz leicht mit einem neuen Rahmen und neuen Laufrädern kompensiert werden. Beim Laufen empfiehlt sich ein Trinkgürtel mit möglichst viel Inhalt. Durch das zusätzliche Gewicht lernt man auch noch, ökonomischer zu laufen.

4. Ruhephasen machen langsam, vor allem nach Wettkämpfen

Nach dem Wettkampf, ist vor dem Wettkampf. Gerade wenn der Wettkampf nicht so toll gelaufen ist, ist es wichtig, direkt wieder hart ins Training einzusteigen, damit man nicht aus dem Rhythmus kommt. Falls ein Wettkampf schlecht lief, kann es nur am mangelnden Training liegen, an nichts anderem. Ruhetage in der Woche führen nur zu weniger Kilometern, also zu schlechtem Training. Übertraining ist nur eine Erfindung von Weicheiern.

5. Schmerzen sind zu ignorieren

Falls während dem Sport Schmerzen in Füßen, Knien oder Hüfte auftreten, sind das keine Warnzeichen, das ist der Schweinehund, der keine Lust mehr hat. Also länger schwimmen, länger Rad fahren und länger laufen. Falls die Schmerzen mehr als 4 Wochen anhalten, doch mal zum Arzt gehen, aber Vorsicht, die haben alle keine Ahnung. Wenn er euch sagt, ihr sollt zwei Wochen nichts machen, meint er das nicht so. Man macht nur in der Sportart Pause, in der die Schmerzen auftreten. Dafür steigert man den Umfang in den anderen Sportarten.

Ganz wichtig: Wenn die Schmerzen nachlassen, gleich wieder trainieren, um zu schauen, ob es besser wird. Wenn die Schmerzen weg sind, bloß nicht den Umfang in den anderen Sportarten reduzieren, das wäre tödlich.

Ja nicht langsam anfangen, sondern erst mal testen, ob die Verletzung wirklich weg ist. Am besten ist da ein 30km Testlauf auf der 400m Bahn. Wichtig: Anschlag laufen. Man hatte ja vorher so viel Pause, dass man ausgeruht ist und eine schnelle Einheit mal ganz gut tut.

Hier ein paar Faustregeln:

1. Schwimme immer im Neo.

2. Rad fahren immer im dicksten Gang, vor allem am Berg, denn je dicker der Gang, umso schneller der Radfahrer.

3. Laufen möglichst gebückt (Aerodynamik) und ohne Armbewegungen (um Energie zu sparen).

4. Esse und trinke immer bis zum Anschlag.

Beachte alles und Du wirst ein geiler Typ, ein knallharter Triathlet!

Wenn das nicht reicht und Du noch gut Aussehen möchtest noch ein paar Tipps:

1. Beine rasieren, den Popo aber behaart lassen wegen der Sitzpolsterung

2. Aerohelm kaufen, aber beim Wettkampf immer schön auf den Boden schauen, damit man dich auch schon früh von hinten erkennt.

3. Scheibenrad kaufen, egal wie schnell du fährst, das sieht gerade für Zuschauer sehr gefährlich aus. Aber Vorsicht: damit musst du noch mehr bergab bremsen und noch langsamer in die Kurven fahren wegen der Windanfälligkeit.

Jetzt der ultimative Geheimagententrick:

1. Melde dich so schnell wie möglich bei einem Halfironman an. Erzähle jedem der es hören will oder auch nicht, das du jetzt einen Ironman machst (keine Angst du lügst ja nicht, du lässt nur das „Half“ weg. Achte bei dem Wettkampf darauf, dass Du über acht Stunden bleibst, dann kannst du auch noch super mit deiner Zeit angeben und jeder wird dich für einen supergeilen Athleten halten.

4.4
Gesamtwertung: 4.4 (5 Wertungen)

;D

;D

hey - wo hast du mich

hey - wo hast du mich gesehen ???
:)

Ich bin noch nicht geschieden, aber ...

...jetzt weiß ich wieder, warum ich "nur" laufe!

Großartig verfasst, gut gefunden, aber hast Du denn das Copyright beachtet? ;-)))

ZüperOli

*Ist dir zu kalt, bist du zu langsam!*

Sehr gelacht...

...sehr witzig ;) endlich weiss ich was ich falsch mache *lol* - ich hoffe Fettiz liesst das auch damit er weiss was Sache ist.

Danke für diesen Beitrag

bis denne

Kramt =:o)

P.S. ich glaube ich gehe jetzt Beine rasieren ;)

I'm not big boned, I'm fat ;)

Hab gut gelacht

aber man kann nur hoffen das es keiner für voll nimmt!

LG

Dumbo

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