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Nach dem eben beschriebenen Katastrophen-Wochenendlauf wollte ich mich nicht entmutigen lassen und endlich mal auch die in nächster Nähe gelegene 400m-Tartanbahn nutzen, zu Intervallen natürlich.

Eigentlich hatte ich das heute machen wollen, aber da Schwiegermuttern heute zum Geburtstag-Kaffee bittet, hab ich dann auf gestern vorgezogen.
Nicht dass das ein leidiger Pflicht-Termin wäre - man hätte sogar meine "Unabkömmlichkeit" auf der Bahn akzeptiert aber ich wollte da auch gern hin - ist nett und Kaffee und Kuchen pflegen auch lecker zu sein ;-)

Tja, nun war der Driss-Lauf vom Samstag gestern natürlich noch nicht lang her und da war's dann doch fraglich, wie das werden würde.
Vor-Kraft-strotzen war jedenfalls keine treffende Zustandsbeschreibung für meine Beine und das mit der A-Sehne ist ja auch noch nicht ausgestanden. Außerdem war das Ganze in ein enges zeitliches Korsett gepresst zwischen Von-der-Arbeit-heimkommen-und-erleichtern-und-trinken-und-umziehen und wieder zur Kleiner-Mann-Hütung-zur-Verfügung-stehen ab spätestens 18:45.

Die Unvernunft siegt:
Ich war schon umgezogen als ich mich heftigste Zweifel befielen ob das den wirklich Sinn hätte. Aber dann siegte die Unvernunft ;-)
Und ich zog los - erstmal zum Sportplatz hin warmlaufen.
Beinmuskulatur fühlte sich sogar halbwegs OK an aber die A-Sehne schien nun wirklich kein hohes Tempo zuzulassen - na man würde ja sehen …
Der Weg zum Sportplatz ist wirklich arg kurz und so lief ich dann noch 1½ Runden um die Bahn.

Ganz schön was los:
Während ich dort rumlief, stellte ich fest, dass es ein kleines Problem geben könnte. Außer den Fußballern auf der einen Platzhälfte war auch noch eine erfreulich große Schüler-Gruppe vom örtlichen Leichtathletik-Verein dort und übte Schlagball-Weitwurf mit Wurfzone auf dem Fußballfeld und Anlauf quer über die (sehr schmale) Bahn! An der Stelle 4 Bahnen, sonst nur 2. Na, das würde ja toll werden!
Schaun mer mal - erstmal ordentlich, vorsichtig dehnen, etwas Lauf-ABC, leichte vorsichtige Steigerungen und dann fühlte sich das alles schon recht annehmbar an.
Ich ging dann zum Trainer und teilte ihm mein Vorhaben (5×1000m mit 5min-Trabpausen) mit und frug ob das irgendwie hinzubekommen wäre? Der war auch sehr nett, gab seinen Jungs & Mädels entsprechende Anweisungen und die haben dann auch prima aufgepasst, immer gewartet und Platz gemacht, wenn ich kam und mich sogar angefeuert :-)
Vielleicht war dass ja ein Grund dafür, dass es eigentlich ganz gut geklappt hat.
Ich hatte mich mit mir selbst auf 4:15/1000m geeinigt, war aber komplett unschlüssig ob das denn passen würde, die letzten Bahn-Intervalle sind schon seeehr lange her.

Um's mit den hier mittlerweile üblichen Worten zusagen:
Ich intervallierte also:

Intervalle (1000m):
1. 4:07
2. 4:09
3. 4:11
4. 4:08
5. 4:02
Bei 400m war ich immer nach 1:36-1:38 - war also doch recht gleichmäßig. Und dass der letzte nochmal schneller ging, erfüllt mich doch mit Freude. Ich hätte also auch noch einen 6. machen können aber dazu fehlte die Zeit.
Noch nach Hause austraben und es war schon 18:31, Duschen , umziehen und um 18:44 stand ich bereit zur Kleiner-Mann-Betreuung und meine Holde konnte los ziehen.

Ich war recht zufrieden, was mal wieder den Wert von nicht zu hoch gegriffenen Zielen zeigt. Ansonsten hätte ich mir in den meisten der letzten 30 Jahre kaum je träumen lassen, mit so etwas zufrieden zu sein - aber jetzt bin ich's - zumal nach der Vorgeschichte.
Und die A-Sehne scheint es auch nicht zu übel genommen zu haben, vielleicht braucht die sogar Bewegung?

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

4
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