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Aloa,

Verletzungspause:
zuletzt hatte ja meine Achilles-Sehne mehr oder minder leise vor sich hin gejammert, vor allem nach dem eigentlich für mich sehr guten Lauf vorletztes Wochenende, wo ich immerhin einen "Dembo"-Dauerlauf über 11,5km im 4:35er-Schnit hinbekommen hatte. Danach war's dann aber wirklich übel und Intervalle am folgenden Dienstag waren ausgeschlossen. Für das folgende MI-Lauftreff-Training hatte ich mich schon umgezogen um dann aber beim Treppensteigen doch zur Einsicht zu gelangen, dass Schonung und Kühlen vielleicht doch besser wären - mumpf :-(

Wiedereinstieg - lang:
Letzten Samstag wollte ich, da nicht mehr soo viel zu spüren war und das Wetter einfach phantastisch dann doch mal wieder auf die Piste und damit sich's auch lohnt gern ein bisschen länger.

Strecke:
Die letzten 2/3 der Strecke hatte ich bereits im Kopf, das 1. Drittel war ungeplant und ergab sich im Laufen.
Von Daheim erst durch's Grundermühlbachtal, dann an Völlers Protz-Villa vorbei zum Quettinger Sportplatz, dort auf die LEV-HM-Strecke stoßend und ihr folgend in den Bürgerbusch - auf kürzestem Weg zur Dhünn, immer an ihr entlang bis zum LaGa-Gelände, über dasselbe zum Rhein, an ihm entlang zur Wuppermündung und dann immer nahe an ihr entlang nach Hause.
Weitestgehend eben, nur ganz am Ende steil hoch - naja, was soll's: soll ja ein ruhiger Lauf werden.

Ordentlicher Beginn:
Das war es dann auch, allerdings muckte die A-Sehne dann doch wieder aber nachdem sie dann einfach ignoriert wurde, beruhigte sie sich auch. Tempo schien OK, fühlte sich auch recht locker an und ich machte Schätzspielchen: Kurz hinter Völlers Villa waren 15 Minuten rum und ich überlegte mir, wann ich denn wohl im Bürgerbusch sein würde? Noch 10 Minuten nahm ich an und siehe als ich die Waldgrenze überschritt, liefen 24:53 durch - sauber! Also wieder schätzen: Wann bin ich an der Dhünn? Hmm - bei 40 Minuten. Also schön ruhig weiter, an der Dhünn angekommen auf die Uhr geguckt: 0:40:00 liefen gerade durch - jau :-)
Bis hierher war also alles prima.

Vorboten:
Dann merkte ich aber, dass ich mich irgendwie komisch, kraftlos (hungrig?) zu fühlen begann aber zunächst mal ohne großen Einfluss auf die Pace.
Als ich dann nach ca. 1¼h an der Wupper angekommen war, wurde es wirklich schwerer und schwerer.

"Zusammenbruch":
Als so ca. 1:30 rum waren, verkam das Ganze zur elenden Dahinschlepperei - überhaupt keine Power mehr in den Oberschenkel-Vorderseiten, jede kleine Buckel bergauf eine Mühsal. Nun hätte ich eigentlich etwas abkürzen können aber das hätte bedeutet eine langgezogene Steigung nach Hause zu bewältigen und dazu sah ich mich nicht in Lage. Also unten an der Wupper bleiben, möglichst flach und sich auf diese Weise so nah wie möglich an zu Hause heran arbeiten, oder vielmehr dahin kriechen. Also wie auch ursprünglich geplant.
Als ich dann soweit war, dachte ich mir könnte es ja zumindest versuchen laufend die Steigung hoch zu kommen. Die aber wird mit einer Treppe eröffnet und bereits nach der 1. Stufe war klar: gehen!
Und selbst das ging nur unter heftigster Anstrengung - ein paar mal hatte ich das Gefühl gleich rückwärts wieder runter zu fallen - gruselig.

Irgendwie geschafft - Nachwirkungen:
Oben angekommen schaffte ich es, mich dazu zu überreden, jetzt wenigstens noch das allerletzte ganz leicht ansteigende Stück heimwärts zu traben. Eigentlich hatte ich nach 2 Stunden meine Wiederkunft angesagt und 2:10 waren schon rum. Man will ja die Liebe daheim nicht unnötig ängstigen, zumal ich solche Vorhersagen normalerweise mit höchstens ±2 Minuten Abweichung erfülle, selbst wenn ich vorher gar nicht genau weiß, wie lange die Strecke überhaupt ist - siehe obige Schätzspielchen ;-)
Tja, und dann wollte ich zu Hause in die Dusche und musste die Treppe ins 1.OG rauf - Oh Gott, warum hast Du mich verlassen! Das hatte mehr von Am-Geländer-hochziehen als von gehen, Du liebe Sch31Be!
Das wurde auch zum Abend hin kaum besser und ich war dann froh im Bett zu sein.
Auch am SO spürte ich noch deutlichst, das ich total ausgepowert war ohne dabei aber irgendein Krankheitsgefühl zu haben - ich scheine nicht erkältet (gewesen) zu sein - bloß komplett schlapp aber eigentlich auch nur in den Oberschenkeln - verrückt. Die A-Sehne war übrigens auch nicht soo begeistert von der ganzen Nummer.

Die "glorreichen" Daten:
24,39km (gesamt inkl. Gehen) in 2:16:56 -> 5:36min/km

1. 22,92km in 2:03:48 -> 5:24min/km
1. 14,16km in 1:13:48 -> 5:12min/km
Folgende 8,76km bis Gehen in 0:49:59 -> 5:42min/km
Nach Hause schleppen (gehen + traben):
1,47km in 0:13:08 -> 8:56min/km - phantastisch!

Mund abputzen - weiter geht's:
Gestern am MO war's dann nur noch ein leichtes Ziehen und da es terminlich besser passte rang ich mich dazu durch, die für heute geplanten (und der JogMap-Tradition entsprechenden) DI-Intervalle halt montags zu machen.
Davon dann im später folgenden Posting.

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

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Na die

Na die Eingangkilometerzeiten sind doch echt mal beeindruckend für einen Hobbyläufer wie mich. Aber das Gefühl, wenn einem der Stecker rausgezogen wird, kenne ich ja auch ganz gut. Meinst du die Treppe hoch zum Europaring? Da laufe ich immer runter zur Wupper. Hoch möchte ich da nicht müssen, schon gar nicht nach so einer "Anreisegeschichte"...also Respekt für die Zwischenzeiten!

Hi ragnarök

Hobbyläufer sind wir alle - ich auch.

Mit dem Anstieg am Schluss meinte ich jenen steilen von der Wupper an der Wuppertalstraße in Berg. Neukirchen mehr oder weniger parallel zu dieser Straße hoch nach Hüscheid durch den Wald - endet oben auf einem Feldweg der dann zur Hüscheider Straße auf Höhe Hüscheider Gärten führt. Treppe ist zum größten Teil da keine, dafür Serpentinen und manchmal quer liegende/schräg hängende Bäume - für Spaß ist also gesorgt ;-) Der beginnt an der Wupper mit ein paar (5-10, weiß grad nicht) Stufen zur Wuppertalstraße hoch - die muss man dann überqueren - und da war mir schon die 1. zu viel.

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