Diese Frage quält mich seit einigen Wochen. Ich bereite mich nach Plan auf einen HM vor und bin dadurch ganz gut motiviert. Nicht mal die minus 20 Grad im Februar haben als Ausrede für's Nichtlaufen herhalten müssen. Ich hab es ohne größere Probleme durchziehen können. Allein dieses Phänomen bereitet mir Kopfzerbrechen. Ich wäre total demotiviert, würde ich dieses Programm nicht wegen des HM sondern wegen der Gewichtsreduzierung absolvieren. Hier gibt es nämlich seit Januar nicht die Spur eines Effektes. Kein Gramm habe ich seither verloren, obwohl ich jede Woche dreimal zwischen 5 und 18 km laufe.

Wenn der Grund (wie ich es hier häufiger schon mitgelesen habe) darin begründet wäre, dass ich Fett ab- und Muskelmasse aufbaue, was in Summe eben nicht zur Gesamtreduzierung führt, müsste ich aber wenigstens den Gürtel enger schnallen können. Denn so lustig, dass ich nur Bauchmuskeln aufbaue sind meine Einheiten selten. Zusätzlich verwundert mich dieser Effekt, bzw. der eben ausbleibende, da ich parallel auch die Ernährung umgestellt habe: Abends fast keine Kohlenhydrate, nach dem Sport nur noch Alkoholfreies und mittags gibt's statt der früher obligatorischen Cola einen ordentlichen Salatteller.

Meine Hoffnung, dass ich besser, leichter und auch schneller laufen kann, wenn ich weniger wiege hat sich bislang nicht erfüllt.

Hat jemand Ideen, an welchem Schräubchen ich noch drehen könnte, um auch in dieser Hinsicht Effekte zu erzielen?

Die Frage kann dir nicht

Die Frage kann dir nicht wirklich jemand beantworten, weil niemand weiß, wie deine Kalorienzufuhr aussieht. Wenn du zum Beispiel statt eine Cola zu trinken einen "ordentlichen Salatteller" verspeist, ist das sicherlich gut für die Ernährung im Sinne von Nährstoffen zuführen. Aber wenn der Salatteller ein "fettes" Dressing hat, dann muß das Kalorientechnisch keine Verbesserung darstellen. Habe mal auf das Ettiket einer Wellness-Brause geschaut und wäre fast vom Ergometer gefallen. Eine Stunde radeln verbrauchte nicht viel mehr Kalorien, wie diese Wellness-Brause. Da nütze auch das Alkoholfrei nicht viel. Abends keine Kohlenhydrate bringt nur etwas, wenn es die Gesamtkalorienzufuhr verringert. Du wirst dann abnehmen, wenn du weniger Kalorien zu dir nimmst, als du verbrauchst (Kalorienbilanz) über einen ganzen Tag betrachtet. Ob du das Kaloriendefizit dadurch erreichst, dass du weniger Kalorien zuführst oder mehr verbrauchst, spielt keine Rolle.

Ich würde dir raten, auch wenn das etwas ungewohnt und mühselig ist, schreibe dir ein paar Wochen lang auf, was du dir täglich in den Mund steckst und rechne aus, wieviel Kalorien drin stecken. Dann und erst dann wirst du dein Rätsel lösen und ich verspreche dir jetzt schon, dass du dich teilweise wundern wirst, was da so zusammen kommt. Schreibe zu deiner Übersicht über die tägliche Kalorienzufuhr auch dein aktuelles Gewicht und die durch Sport verbrauchten Kalorien. Wenn du diese Übersicht hast, kennst du die Schrauben , an denen du drehen kannst. Sei es durch austauschen, reduzieren oder weglassen. Die Kalorienangaben findest du auf Verpackungen und im Internet.

Viel Erfolg.

Ausdauer

Hallo ddvp,

Du betreibst Ausdauersport, d.h. Du musst Ausdauer haben bis sich etwas tut. Mach weiter, es wird schon - nur nicht die Geduld verlieren.

Grüße

Gerd

Ich habe 7 KG abgenommen und

Ich habe 7 KG abgenommen und habe dann meine Bestzeiten über 5 KM, 10 KM und im HM um mehrere Minuten verbessert, beim zweiten Marathon war ich sogar 24 min schneller.

Weniger Gewicht macht schon was aus.

Laufen allein baut auch eher

Laufen allein baut auch eher wenig Muskeln auf. Und auf der anderen Seite kommt es ja auch ein wenig auf dein Grundgewicht an wie schnell und wieviel man ab nimmt. Wenn du eh schon kein Übergewicht hast was willste dann großartig ab nehmen.
Alles andwere ist hier ja schon erwähnt worden.
Und "Man" du bist doch schon einige Jahre dabei da wirste doch dies und das schon mal aufgeschnappt haben

Ich danke Euch vor allem

Ich danke Euch vor allem für die mutmachenden Worte. Im Grunde habt Ihr ja recht. Einfach den gesunden Menschenverstand bemühen und nicht so viel theoretisieren. Mich wundert eben nur, dass ich mit wenigen Läufen rel. konstantes Gewicht hatte (also offensichtlich nicht deutlich mehr zugeführt als verbraucht habe) und sich nun mit der deutlich höheren wöchentlichen Bewegung daran kaum etwas geändert hat.

Mein Ziel für den HM ist ja keine Zeit, sondern das Durchkommen. Und da hatte ich die Hoffnung, dass mir das besser gelingt, wenn ich etwas leichter bin. (82kg bei 173cm - also 10kg zu viel aber eben auch nicht extrem übergewichtig)

Die Antwort ist : Ja

Man rechnet zum Beispiel beim Marathon, dass 1 kg mehr Gewicht etwa 1 Minute schlechtere Zeit bedeutet.
Ich habe damit im Moment auch zu kämpfen, weil ich nach meiner Meniskus-Verletzung und der damit verbundenen Auszeit fürs Laufen wegen OP mehr als 15 kg zugenommen hatte. Meine Pace nach dem Wiederbeginn war eine einzige Katastrophe. Inzwischen sind wieder etwa 8 kg runter, wodurch ich auch wieder schneller geworden bin. Aber um meine alte Leistungsfähigkeit wieder zu erreichen, müssen noch einige Kilos runter. Und leider ist es so, dass die Kilos anfuttern wesentlich schneller geht, als sie hinterher wieder abtrainieren... :-(

Liebe Grüße
Renate

"Not Because It Is Easy, But Because It Is Hard" JFK

07.04. Osterlauf Paderborn 10 km

ich glaub schon.

vor drei Jahren war ich 6 Kilo leichter und 4 Minuten schneller auf HM-Distanz.
Ok, könnte auch am Training liegen....
Fette Grüße von der kalorisch unausgeglichenen WWConny

Son Haufen Fragen....

und alle von ganz verschiedenen Baustellen!
Also, um abzunehmen, musst du weniger und anders essen, Punkt. Um schneller zu laufen, musst du mehr laufen, abwechslungsreich und vor allem Tempotraining, ebenfalls Punkt. Ich zitiere Schalk: "Dembo kommt von Dembo"
Dieses Fett-/Muskelmärchen ist scheinbar kaum auszurotten. (Sowie früher das Training "zur Fettverbrennung")
Letztens las irgendwo mal (war das nicht sogar hier im Forum?) ganz genau berechnet wieviel man trainieren müsste, um 1kg Fett durch 1 kg Muskeln zu ersetzen, etwas dass man mit Ausdauertraining garantiert nicht schafft... Bodybuilding ist da ne ganz andere Hausnummer. Allerdings ist Krafttraining trotzdem gut, fürs laufen wie fürs abnehmen, denn Muskeln habens gern warm und verbrennen daher mehr Kalorien (während Fett eher sich selbst erhält und uns ja auch passiv warm hält).
Die mit den schicken Muckis beim Laufen scheinen mir doch eher die Triathleten zu sein.

Es läuft sich allerdings wesentlich leichter mit weniger Gewicht. Als ich noch 45 kg mehr wog, hätte ich gar nicht erst laufen können. Nur schnell bin ich auch jetzt noch nicht, gestern gerade überfiel mich beim Halbmarathon mehrfach der Gedanke: Wieso läuft der/ die eigentlich soviel schneller als ich, der/die hat doch mindestens 15-20kg Übergewicht? Natürlich weiß kein Mensch, wie schnell die ohne wären, oder wie langsam ich damit gewesen wäre...

Meine Devise ist: Ich laufe, um zu laufen, um abzunehmen achte ich auf meine Ernährung. Wiege ich mehr als für mich gut ist, muss ich weniger essen als ich wünschte, dass für mich gut wäre...
Es macht aber tatsächlich einen kleinen Unterschied, ob ich nun 100 oder 200km im Monat laufe, bei gleicher Ernährung nämlich genau 1,5 kg in 2 Monaten (so getestet in diesem Winter), Konsequenz also: solange weniger gegessen bis ich wieder mehr laufen konnte.

zausel

>

Solange du noch im Gemüt bist, wie du bist ...

... ist doch alles in bester Ordnung, Conny!
;-)

Formel

Nach Steffny folgt aus einer 1 prozentigen Gewichtsabnahme eine Geschwindigkeitssteigerung um 0,66%. Auf dieser Seite gibt es einen Online-Rechner:
http://gesuender-abnehmen.com/abnehme/cont/417f797f874212358105456e514f4d2a2a5c724f

Unter der Prämisse, dass der Gewichtsverlust keine Fitness-Einbuße mit sich bringt, müsste das in etwa stimmen.
Ich bin auch grad frustriert: Noch 5 Wochen bis zum Marathon in HH, 4 kg sollen noch runter, und dazwischen liegt auch noch Ostern... Auf der Waage tut sich trotz 60km die Woche und absoluten KH-, Alkohol-, Kuchen, Süßigkeiten-, und alles-was-sonst-lecker-ist-Verzichts kaum was.

Also, ...

... ich esse immer viel und wiege immer gleich viel. Warum weiß ich nicht. Ist aber so.
Ja, und Dembo gommd von Dembo. Der Vergleich von Zausel bzgl. seines HM fiel mir auch sofort ein. Schau mal was für Leute so einen M in 3h laufen können. da war ich schon mehrfach erstaunt warum Leute mit deutlich mehr kg genauso schnell waren wie ich.
Gefühlsmäßig hätte ich jetzt gedacht mit viel mehr laufen nimmt man auch mehr ab, aber Zausel fand da für sich was anderes raus. Würde mich echt interessieren, ob das auch anderen so geht.
;-)

wenig Gewicht ist nicht alles...

...ordentliches Training hilft auch für schnelles Laufen.

Ich esse und trinke gern. Auf Fleisch oder Weizenbier zu verzichten für ein paar Minuten mag ich nicht.
Ich laufe seit 2008 und kann trotz misserablem BMI bei 175cm und 82-84kg Halbmarathon unter 1:40std laufen. Alles eine Frage des Trainings und der Motivation. Ich laufe allerdings auch 60km+ pro Woche.

ciao jens
### den Wind im Gesicht, bei jedem Wetter... ###

Wohlfühlgewicht

vor vier Jahren wog ich noch 12kg mehr als heute, das war zuviel. Aber als ich dann innerhalb eines Jahres 14kg abnahm wurde ich zwar schneller, aber nur auf den kürzeren Strecken: Der Hamburg Marathon 2009 zeigte mir die Quittung kurz vor dem Ziel. Seit ich mein "Wohlgefühlgewicht" habe laufe ich auch den Marathon schneller.
Ja, weniger Gewicht hilft, aber Gewicht ist nicht alles ;-)

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

@Schalk

"zausel bzgl. ihres HM" bitte: es ist ein Weibchen!!!! Und auch ich nehme ganz langsam zu, wenn ich weniger laufe, da hab ich nix anderes rausgefunden, nur mit zu viel oder falsch essen nehme ich noch viiiiieeeel schneller zu....

zausel

>

Gewichts-Laufzeiten-Rechner

Schau mal, was der Herr Greif da schönes hat:

Gewichts-Laufzeit-Rechner


12.05.2012 - Rennsteiglauf (HM)

Das Problem beim abnehmen

Das Problem beim abnehmen ist, das man eben nicht nur den Körperfettanteil senkt, sondern meist auch Muskeln abbaut. (Es sei denn man verhindert das.) ... und wer Diäten macht und den JoJo-Effekt "nutzt", bekommt so immer mehr Fett auf die Hüfte und reduziert gleichzeitig die Kalorienverbrauchende Muskelmasse. Um die Muskeln beim bzw. nach dem Training zu schützen, die Regeneration und den Aufbau zu unterstützen, helfen Kohlehydrat- und Fettarme Eiweißquellen.

Ansonsten hilft nur mehr Energie verbrauchen als zuführen. Wenn das Gewicht stagniert, halten sich Zufuhr und Verbrauch die Waage. Also mehr laufen oder weniger zuführen. Sinnvoll ist eine leichte Kalorienreduktion. Wenn man zuviel "hungert" geht der Stoffwechsel in den Keller und der Körper verbraucht weniger Kalorien. Also lieber die Ernährung so umstellen, das man gesünder lebt und langfristig abnimmt.

Erstmal grundsätzliches zu

Erstmal grundsätzliches zu deiner Frage:

Wenn die Strecken länger werden, spielt das Gewicht meiner Meinung nach schon ein große Rolle. Man muss ja nur mal die Statur der Top-Marathonläufer mit den Sprintern vergleichen. Irgendwo kommt der Punkt, wo du die Schnellkraft (Muskeln) vernachlässigen kannst und mit weniger Gewicht besser bedient bist...Körperfett dürfte bei diesen Leuten dann allerdings auch verschwindend gering sein.Es kommt also sicher auf die Zusammensetzung an, aber 3h Laufen ist mit 5-10kg weniger einfach angenehmer und vorallem besser für die Gelenke usw.

Ich selber kann mich im Bereich der Läufer, speziell im Bereich der Läufer in meinen Leistungsbereich durchaus zu den Schwergewichten zählen (1,78m, 70-72kg). Wenn ich bei den Läufen darauf achte, wie zB die Frauen gebaut sind, die noch vor mir landen (es ist immer mindestens eine, da kann ich machen was ich will ;) ), sehe ich schon den "Vorteil" von 20-30kg mehr oder weniger, wobei man natürlich auch darüber streiten kann, inwiefern so ein Körperbau noch schön ist und wieviel man in dieser Richtung bereit ist zu tun. Ich hab lieber einige Kilo mehr (in Form von Muskelmasse im Optimalfall) auf der Waage und kann auch aus 200m Entfernung noch gesehen werden bzw laufe nicht Gefahr durchzubrechen, wenn mich mal jemand anrempeln sollte...

Jetzt zur eigentlichen Frage der Gewichtsreduktion. Antwort: Fitnessstudio!

Um erste Bedenken auszuräumen. Ja, Muskeln wiegen natürlich auch was, aber abgesehen davon, dass 5kg Muskeln besser aussehen und sich besser anfühlen als 5kg Fett, baut man nicht mal eben so 5kg Muskeln auf, nur weil man 2 Mal die Woche ins Fitnessstudio geht. Mit der richtigen Anleitung kannst du seeehr effektiv gegen deine Fettpolster ankämpfen ohne dass du morgen nicht mehr durch die Tür passt, weil deine Schultern zu breit geworden wären (so einfach ist das leider nicht ;) ). Vor meinem ersten Halbmarathon wollte ich mein Gewicht ein gutes Stück reduzieren und hab mein Standardfitnesstraining (was eher auf Muskelaufbau abzielt) 5,5 Wochen lang auf Fettverbrennung umgestellt. In Summe also ca 35km pro Woche gelaufen und zweimal im Fitnessstudio gewesen. Ernährung: Kein Fastfood, keine Süßigkeiten, kein Alkohol, abends keine Kohlenhydrate außer Obst nach dem Laufen. Ergebnis: 6,5kg in 5 Wochen ohne dabei Hunger gelitten zu haben oder mich schwach zu fühlen. Am Ende wog ich erstmals seit gefühlten 10 Jahren wieder unter 70kg (von 75 auf 68,5).

Bei mir hat dieser Weg astrein funktioniert und ich werd die 5 Wochen vor meinem ersten Marathon ähnlich gestalten. Wichtig ist natürlich, dass du in diesem Fall an jemanden gerätst, der dir wirklich erklären kann, wie du das Training zu gestalten hast (ich will niemandem was böses, aber diese Standardtrainingsplangestaltung in den hiesigen Fitnessstudios scheint mir nicht optimal zu sein, wenn man wirklich effektiv trainieren will), wo ich eben das Glück hatte und habe, dass mein Bruder Personal Trainer ist und mir auch ungefragt Unmengen an Tipps zukommen lässt, wie ich trainieren und essen kann (von Laufen hatter allerdings keine Ahnung).

So, muss reichen, hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Falls du näheres Wissen möchtest, kannst du mich gern anschreiben.

Gruß,
Stefan

Hey, geht mir genauso: ich

Hey, geht mir genauso: ich nehme vom Laufen weder ab noch zu.
Dass passiert erst im Frühjahr mit dem Radtraining - dann purzeln die Winter-Pfunde bei mir immer.

Gehts nicht irgendwie vielen so?

Nachdem ich vor knapp vier Jahren innerhalb einen Jahres 14kg abgenommen hatte, war ich glücklich über das erreichte. Das gelang mir durch Laufen und Fitnessstudio.
Leider sind 4kg wieder drauf, die zwar weniger die Leistung schmälern, die sich aber sehr hartnäckig halten.
Mein Plan bis Ende April (und darüber hinaus) zum OEM... wieder statt 1x 2x Muckibude und 3x laufen/Woche in verschiedenen Längen und Intensitäten. Ich hoffe, dass mein Plan funktioniert, denn ich hab mir sagen lassen, dass Muskeln noch mehr Fett verbrennen, wenn sie vorher quasi aus der Reserve gelockt wurden.

Alternativ wäre da noch der Punkt des Nüchternlaufens vor dem Frühstück, doch da schlaf ich noch und kann nicht laufen... außer vllt am WE... :-)

Viel Erfolg wünscht
lonelysoul (noch 4kg bis zum Ziel :-))

PS: Bei fddb.info kannst du dir ein kostenloses Ernährungstagebuch anlegen, in dem du akribisch auflistest, was du so über den Tag alles gegessen hast. Ehrlich geführt kannst du schon mal da sehen, wo eventuelle Schwachstellen liegen.

Nicht unbedingt

Ich bin eher leicht, aber deshalb noch lange nicht schnell....

yazi (gerade irgendwie albern)

Ich danke Euch für die

Ich danke Euch für die vielen Anregungen. Was mache ich? Weiter an der Ernährungsumstellung basteln und weiter laufen. Immer weiter. Immer weiter.

Das mit dem Abnehmlaufen ^^

Morsche ersdammal,

bin zwar frisch hier in der Community, aber das Thema Abnehm-laufen begleitet mich jetzt doch schon das ein oder andere Jahr. Ich selbst bin so ne gewichtsmäßige Achterbahn, soll heißen, dass Schwankungen um die 10kg pro Jahr durchaus drin sind, je nachdem, ob ich diszipliniert am Ball bleib oder ich mich wieder für ein halbes- dreiviertel Jahr in ne Couchpotato wandel.
Ich glaube, das repräsentanteste Ergebnis hatte ich im Frühjar 2009 vorzuweisen. Anfangsgewicht 98kg bei 1,85cm im Februar, Schlußgewicht 82kg bei 6kg Muskelaufbau im Juli.
Anfangs ging ich hauptsächlich laufen, wobei ich im 2- 3 Wochen Takt immer etwa 1,5 - 2 km in Lauflänge gestiegen bin, beginnend bei 5km. Zusätzlich habe ich immer in der letzten Woche eines Abschnitts einen Lauf des Vorherigen Abschnittes mit eingebaut.
Soll heißen (Im Beispiel Aschnitt 2):
1. Woche Laufleistung 6,5km pro Woche zweimal
2. Woche Laufleistung 6,5km pro Woche zweimal
3. Woche Laufleistung 6,5km pro WOche zweimal + einmal 5 km

Das ganze hab ich dann hochgefahren, bis ich im Juli zweimal die Woche 17km und einmal 15km absolvierte. Laufzeiten lagen damals etwa bei 1:45:00 für die 17km.

Obwohl ich ja eigentlich in Laufleistung konstant gestiegen bin, hat sich mein Gewichtsverlust aber nicht proportional dazu verhalten. (logisch, wie denn auch :-) ) Gerade Anfangs schüttet der Körper schnell eingelagertes Wasser aus, warum die ersten drei Kilo immer schnell fallen und auch wieder kommen. mit Trainingsbeginn wird erstmal am Grundmuskelgerüst gearbeitet, wobei mehr im Muskelgewebe eingelagertes Fett verarbeitet wird. Die zu bekämpfenden Schwarten sind immer noch unberührt. Das Abnehmen "nur" durch das Essen passiert, wie oben beschrieben wird, ist, tut mir leid Leute: HUMBUG!
Es ist eine einfache Rechnung: eingenommene Kalorien - verbrauchte Kalorien = gewichtsverändernde Kalorien. 7000 Kalorien stehen etwa für 1kg Fett. Alles sehr pauschaliert, aber als grober Richtwert durchaus zu gebrauchen.

Ob ich nun weniger zu mir nimm (Input verringer) oder mehr Sport treibe (Output erhöhe) ist dabei grundlegend erstmal scheißegal, mit kleiner Einschränkung. Ich habe bei meinem Körper einen Gewöhnungseffekt entdeckt, wenn der betriebene Sport im Grunde immer dieselben Muskelpartien beansprucht und in etwa gleiche Bewegungsabläufe beinhaltet. Das ist jetzt rein subjektiv: Hier habe ich das Gefühl, dass auf Dauer mein Körper bei gleicher Sporteinheit immer weniger verbrennt (zu der Kalorieneinsparung aufgrund Gewichtsverlust on top).

Diesen Effekt habe ich Ende April 2009 sehr stark bemerkt, weshalb ich an zwei weiteren Stellschrauben gearbeitet habe: Ernährung und ergänzenden Kraftsport

Zu der Ernährung: Bloß nicht Kalorienzählen! Leute, ihr sollt Spaß haben am Leben, und wenn man an einem der grundlegendsten Dingen, der Ernährung, dreht, dann bloß nicht geizen anfangen. Ich war immer satt, habe nie mein Bauch grummeln lassen. Wichtiger ist vielmehr was ihr zu euch nehmt, wobei ich auch die Erfahrung gemacht habe, dass umso mehr Sport man treibt, der Körper auch nach anderen Nahrungsmitteln gelüstet! Gerade im Frühjahr und Sommer ist eine gute Ernährung kein Problem. Haut euch ordentlich Salat auf das Teller und bloß nicht am Dressing sparen. Und wenn ihr mal wirklich Lust habt auf Chips, dann zieht sie euch rein. Lieber heute ne Tüte, als morgen oder übermorgen wegen steigenden Gelüsten drei! Ich habe zeitweise mittags anstelle eines möchtegern Essen (also LKW oder ähnliches) mir ne ganze Honigmelone runtergezogen: war süß, lecker und hatte nen hohen Wasseranteil. Was ich in dem Sommer an Mozarella mit Tomaten verdrückt habe, will ich gar nicht wissen :-) Das einzige, was ich wirklich empfehle ist, lasst das Bier und die Cola mal im Keller und trinkt Wasser so viel ihr wollt, und wenn ihr Lust auf was anderes habt leicht gesüßten Tee.

und last but not least: der ergänzende Kraftsport
ihr müsst keine hunderte an Kilos stemmen um Kraftsport zu betreiben. Im Gegenteil, die meisten Übungen habe ich mit Körpereigengewicht vollzogen, also Liegestütze, Sit Ups, Butterflys, Klappmesser, usw. Zusätzlich noch mit leichten Gewichten bis max. 7.5 Kilo Hantelübungen. Lasst euch bei euren Trainingseinheiten zwischendurch auch ne Pause zum Durchatmen. Insgesamt habe ich dann auch immer etwa 1,5 - 2 Stunden im Fitness verbracht.

Meine Woche sah damals dann wie folgt aus:
Mo Laufen, Di Kraftsport, Mi Laufen (kurz), Do Kraftsport, Fr Laufen, Sa Kraftsport , So frei (yayyyy)

Ich hoffe, dass ich mit meinem Erfahrungsbericht ein wenig helfen konnte und wünsch euch allen noch viel Spaß beim Trainieren :-)

Wenn du auf unkomplizierte

Wenn du auf unkomplizierte Weise deine tägliche Kalorienzufuhr kontrollieren möchtest, empfehle ich dir die Seite "fddb.de" Dort kannst du kostenlos ein Ernährungstagebuch führen (du findest jedes nur denkbare Nahrungsmittel und brauchst lediglich ne kleine Waage) und dein Gewicht protokolieren.

Gruß nainen

Mein erstes Ziel

Mein erstes Ziel habe ich nun am Wochenende erreicht. HM in 2:31 ohne nennenswerte Probleme zu Ende gelaufen. Nun geht es an Ziel Nr. 2: Im nächsten halben Jahr werden die 30 Stück Butter, die ich zuviel mit mir rumschleppe, abgeschmolzen. Wenn das geklappt hat, werde ich im Selbstversuch testen, ob leichtere Läufer wirklich schneller laufen.

www.foodplaner.de ist auch

www.foodplaner.de ist auch eine ganz gute Seite, um den Kalorienverbrauch zu kontrollieren.

Es ist halt echt auch die Frage, wie man sich kasteien möchte ;-) Ich bin im Studium und danach echt viel gerannt und war mit 48 Kilo auf 160cm flott unterwegs, inzwischen kann ich das Gewicht aber (trotz gesunder Ernährung und Sport) mit fast 33 nicht mehr so halten und bin langsamer...53 Kilo, drunter gehts nicht, wenn ich mir noch irgendwas gönnen und nicht nur am Salatblatt lutschen will...außerdem siehts besser aus ;-)

.

Hallo,

aktuell bin ich ca. 2 KG schwerer als vor einem Jahr, aber meine Laufleistung ist eigentlich gestiegen.

Interessant wäre vielleicht mal eine Körperfettmessung, da ich laut BMI leicht Übergewichtig wäre (26. irgendwas) ich aber nicht unbedingt "moppelig" bin :-)

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