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Tourismus hört sich eigentlich nach Urlaub an. Urlaub war es allerdings nicht, sondern eine mehrtägige Dienstreise, die mich ins Schwabenland führte.

Vom Ort des Geschehens durfte ich die Aussicht auf den Hohenstaufen genießen, ein Berg, der den Albmarathon-Teilnehmern unter Euch wohlbekannt ist.
Just jenseits der Anhöhe beitet sich Vexland aus.
Was liegt näher, als mit dem Schottenrockträger Kontakt aufzunehmen und zu einem gemeinsamen abendlichen Lauf über den Höhenzug ins Nachbartal zu düsen.

Einen unverschämten Versuch, diesen Plan zu vereiteln, hat das Navi gewagt. Es hat mich oberhalb von Schwäbisch Gmünd an einem Berg entlang gelotst. Zunächst noch ein paar Häuser, dann Kleingartenanlagen, dann wurde das schmale Asphaltband holprig und führte steil in die Tiefe. Ausnahmsweise beachtete ich das Sperrschild und suchte mir einen anderen Weg, der ein ganzes Stück durch die Stadt führte. Obwohl mich das Navi bis zuletzt hartnäckig zurück an die Niagarafälle aus Asphalt zurück führen wollte widerstand ich und fand Vex vor dem von ihm angesagten Parkplatz im fahlen Schein einer Straßenlaterne stehen.

Vex hatte seine Gruselrunde ausgewählt. Zu Anfang ging es steil bergauf, dann liefen wir die ehemalige Bahntrasse hinab, über die der Albmarathon oberhalb der Stadt entlang führt. Am Ostende der Stadt bogen wir ins Hölltal ein.
Hölltal??? "Hölle" kam in letzter Zeit verdammt oft in meinem Läuferleben vor. Der TAR-Film, der im Februar Premiere hat, wurde "Heaven & Hell" genannt, der Braveheart Battle hat den Untertitel "Durch die Hölle gehen" und nun werde ich bei Nacht auf der Gruselrunde durch das Hölltal geschickt? Ich fürchte, eines Tages muss ich in der Hölle darben.

Vex warf seine Flutlichtanlage an, das würde der Gruselrunde schon den Schrecken nehmen.
Denkste. Gerade im Schein der Stirnlampe sahen wir eine Menge Kröten auf dem Weg sitzen. Die waren mindestens soooo groß, wenn nicht noch größer:
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Einige davon waren schon fast so platt wie die Linie. Wir taten unser Bestes, dass die anderen dreidimensional und unversehrt bleiben konnten.
Dann kamen tatsächlich einige trailige Stücke und zwei Brückchen. Hin und wieder raschelte es im Gebüsch und der Schein der Lampe ließ hier und dort lauernde Augenpaare aufblitzen.
Obwohl wegen Vex' gerade überstandener Erkältung eine moderate Runde vereinbart war, scheuchte er mich ganz schön flott eine Steigung hoch. Der Hohenrechberg als Sahnehäubchen blieb und glücklicherweise erspart.
Schön wars, Vex mal wieder zu treffen und vor allem mit ihm zusammen zu laufen.

Danke dem Edelguide Vex für den gemeinsamen Lauf und die Unterhaltung. Es hat Spaß gemacht.

cherry65

Die ganze Gegend ist schon tagsüber gruselig! ;-))

Wart ihr auch noch auf dem Heldenberg?
Dann gibt es ja noch das Kalte Feld! Vor allem im Winter hat das allein schon tagsüber was Mystisches!

:-)

Danke fürs vorbeischauen im

Danke fürs vorbeischauen im tiefen Süden. Ich hoffe, die Rückkehr gestaltete sich einfacher als die Hinfahrt?

Gut, das wir die Kröten nicht püriert haben. Aber was machen die Biester auch nachts im Wald?

Die Tour auf dem Rechberg habe ich übrigens am Sonntag vervollständigt und eine herrliche Aussicht bei Sonnenaufgang genossen.

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Mittlerweile habe ich ja den

Mittlerweile habe ich ja den kompletten Weg gemacht. cherry, das ist auch mal einen Besuch wert ;)

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Serh schön!

... und Gott sei Dank nicht soo weit.
;-)

Bist Du wahnsinnig?

Mit Vex laufen? Freiwillig? FREIWILLIG???
Alleine dafür wirst Du unendlich in der Hölle schmoren.
Selbst schuld...
Gruß, Marco
You'll never kamikaze alone

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