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Guten Morgen,

Mitte Februar wurde bei mir ein Ermüdungsbruch im Mittelfuß diagnostiziert. Seit nun ca. 2 Wochen kann ich wieder einigermaßen schmerzfrei gehen (wobei längere Märsche schon noch mit Schmerzen "bestraft" werden).

Am kommenden Wochenende wollte ich vorsichtig wieder anfangen zu trainieren (1. Lauf mit vielleicht 2,5 Km, dann je nach Schmerzlage beim nächsten Lauf auf 3 erhöhen usw.). Seit Mitte November war ich nicht mehr laufen, bin bis dahin aber 3 x wöchentlich je rund 5 Km gelaufen.

Nun habe ich allerdings Befürchtungen, dass der Bruch noch nicht 100%ig verheilt ist... sollte ich lieber warten, bis ich absolut schmerzfrei bin? Hat jemand Erfahrungen mit dem Problem Ermüdungsbruch?

Vielen Dank für Tips und Erfahrungsberichte

GB_Berlin

Kenn mich zwar mit

Kenn mich zwar mit Ermüdungbrüchen nicht aus, aber wenn längere Märsche wehtun solltest du vllt noch ein wenig pausieren und später langsam mit zügigen spaziergängen ins Training einsteigen. Was bringts dir wenn du früh wieder trainierst und dann doch wieder aufhören musst weil der Mittelfuß an derselben stelle nocheinmal gebrochen ist?

Mich würde auch interessieren wie es zum dem Bruch kam.
Du schreibst das du 3x pro woche je 5km gelaufen bist, das sind gerade mal 15 km die Woche, da dürfte doch kein Mittelfuß von brechen.

Gib Deinem Fuß Zeit

Hallo GB_Berlin

Ich habe auf der Seite von Dr. Walser folgende Information gefunden.

"Ermüdungsbruch oder Stressfraktur: Belastungsabhängige Schmerzen mit oft tastbaren Schwellungen können ein Hinweis auf eine sog. Stressfraktur sein. Betroffen sind ausschliesslich die Knochen des Fussskeletts sowie des Ober- und Unterschenkelknochens sowie sehr selten das Becken. Die Diagnose ist in der Regel durch eine ärztliche Untersuchung sowie eine Röntgenaufnahme der schmerzhaften Region zu stellen. Im Zweifelsfall kann in der Frühphase eine Magnetresonanztomografie (MRT) oder eine Szintigrafie (=eine nuklearmedizinische Untersuchung des Skeletts) die Diagnose sichern. Die Therapie erfolgt in aller Regel durch Entlastung der betroffenen Extremität sowie einer Physiotherapie unter entzündungshemmenden Schmerzmitteln. Ferner sind Risikofaktoren aufzudecken. Bei jungen weiblichen Patienten müssen eventuell vorhandene Menstruationsstörungen sowie Essstörungen therapiert werden. Die meisten Stressfrakturen heilen innerhalb von drei bis zwölf Wochen aus (selten: bei Grad 4 nach Fredericson auch mehr als 16 Wochen). Frakturen in speziellen Bereichen, wie an der Schienbeinkante oder im Mittelfuss können problematisch sein und erfordern mitunter eine operative Therapie. Nach der Abheilung ist auf ein entsprechendes Aufbautraining viel Wert zu legen."

Demnach solltest Du auf jeden Fall sehr besonnen die Heilung abwarten. Ärztliche Kontrolle unbedingt erforderlich und auch physiotherapeutische Maßnahme wichtig

Gruß
TipsyTurtle

Ermüdungsbruch

Hallo du Armer,

hatte einen im Unterschenkel. Nach einer Ruhepause, ähnlich wie bei dir, wurde ein CT gemacht, um zu sehen, ob der Bruch ausgeheilt ist. Danach bekam ich sofortige Lauffreigabe, musste allerdings langsam anfangen. Als ich dachte, es geht wieder, war ich zu schnell und hab mir gleich Kniebeschwerden eingefangen.
Würde radiologische Kontrolle empfehlen und dann ganz, ganz langsam anfangen.

Gute Besserung
lg Ute

Laufen berührt die Sinne, verwöhnt unsere Seele und macht uns stark, das Leben in allen Situationen anzunehmen.

angels@CMOB

Röntgen

Guten Abend, ich würde zunächst ein konventionelles Röntgenbild machen. In der Regel bildet sich ein Kugelkallus aus. D.h., dass der Bruch von neugebildetem Knochen ummauert wird. Hat sich diese Ummauerung komplett gebildet kannst Du wieder anfangen vorsichtig aufzubauen. Ist denn die Ursache für die Ermüdungsfraktur festgestellt worden. Häufig werden die Frakturen durch eine Fussfehlformaus gelöst, so dass Du Dir unbedingt Einlagen verschreiben lassen solltest. Die Einlagen müssen aber lang sein, d.d.h. bis zu den Zehen reichen. Hier solltest Du einen sporterfahrenen orthopädischen Schuhmacher zu Rate ziehen. Ich hatte vor Jahren einen Ermüdungsbruch im Schienbeinkopf und habe nach 6 Wochen das Training wieder aufgenommen.

habe von Medizin keine Ahnung...

.. also möchte ich ohne fachlichen Rat einfach so eine Bemerkung aus meiner eigenen Erfahrung abgeben:
Als ich vor Jahren wieder anfing mit Laufen, kam in der ersten M-Vorbereitung bei ca. 60Wo-km Schmerzen im Fußgewölbe - ein stechender wiederkehrender Schmerz bereits zu Beginn des Laufens. Diagnose eines Chirurgen nach Betrachtung des Röntgenbildes: Ermüdungsbruch - vier Wochen Ruhe und dann wieder langsam angefangen. Die Schmerzen waren wieder da.
Also zum Sportarzt, der dann meinte ich hätte nie eine Fraktur gehabt. Ursache war eine überlastete Muskulatur des Fußgewölbes - Abhilfe Fußgymnastik. Das hat ernsthaft geholfen - war die Ursache.
Keine Ahnung, ob das bei dir auch so ist, wollte nur die Möglichkeit aufzeigen.
Schnapp Dir einen Sportarzt (der bestmöglich selbst Läuft).
Gruß Schalk

laufender Sportarzt

falls jemand sportärztliche Fragen hat kann ich nur anbieten, diese zu beantworten. Ich bin Chirurg - seit gut 2 Jahren in Ruhestand. Habe bis jetzt 59 Marathons und ca 69000 Laufkilometer seit 1986 "abgespult". Laufe mit fast 63 Jahren noch pro Jahr etwa 2400 km

Danke allen Antwortern...

...Einlagen habe ich bereits. Der Auslöser (durchgetretenes Zehgelenk), weshalb ich sie verschrieben bekam vor gut einem Jahr, hatte sich allerdings durch das regelmäßige Laufen prima verflüchtigt (das war auch der Tip des Orthopäden: so viel wie möglich laufen, der Muskelaufbau kann nur Positives bewirken und parallel Fußgymnastik).

Vielleicht war es ein Fehler, die Einlagen dann nicht während meiner winterlichen Laufpause wieder im Alltag zu nutzen.

Nun - inzwischen trage ich sie wieder und dem Fuß geht es täglich besser.

Fußgymnastik mache ich auch ohnehin täglich.

Ich werde heute einen ganz kleinen Lauf wagen und sobald Schmerzen auftreten, aufhören.

Da gute Orthopäden leider selbst in einer Großstadt wie Berlin kaum zu finden sind, muss ich ehrlich sagen, lege ich nicht wirklich den gesteigerten Wert auf deren Meinung (ist leider aus meiner jahrelangen Erfahrung mit Orthopäden gewachsen diese Einstellung). Ich werde meinen Körper vorsichtig erkunden und auf ihn ggf. hören.

Danke Euch für die Ratschläge und Erfahrungsberichte. Mit der Heilungsdauer liege ich ja offenbar bisher einigermaßen in der Statistik.

Beste Grüße
GB_Berlin

Nach dem 1. Lauf

Hallo - hier eine kurze Rückmeldung. Mein 1. vorsichtiger lauf von gut 2 Km hat mir und dem Fuß offenbar gut getan.

Beste Grüße

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