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Mal wieder schwierig:
Dieses WE war meine Holde mal wieder schwer bedienstet (oder bedient?) und so war das Unterbringen eines Läufchens schwierig. Gestern am So ergab sich aber die Gelegenheit unseren Sohnemann bei meinen Eltern "unterzustellen" und so konnte ich von den nämlichen aus starten.

Die Strecke:
Das gab mir Gelegenheit meinen Hintern nach langer Zeit mal wieder auf die alte Standard-Tempo-DL-Quäl-Runde zu schwingen.
Das ist eine knapp 11,5km lange Wendepunktstrecke erst gemäßigt bergab durch den Wald dann weitestgehend eben über Rad-/Fußwege an der Dhünn entlang (Teil der HM-Strecke) nach LEV-Wiesdorf und wieder zurück, d.h. zum Abschluss bergan, soweit man da von "Berg" sprechen kann.

Losgeschossen:
Beim Loslaufen knurrte die rechte Achilles-Sehne etwas aber nach ca. 1km war da auch Ruhe. Mangels Garmin oder ähnlichem orientiere ich mich an bekannten Wegpunkten (=Kilometer-Marken) und konnte KM1 nach 4:33 passieren, was derzeit für mich schon "uiuiuiu" ist. KM2 geht dann noch etwas "konsequenter" bergab und so war ich bei der KM2-Marke nach 8:52 angekommen - huch! 4:19 für diesen Kilometer, das konnte so nicht weiter gehen. Das Rausnehmen des Tempos wurde mir von meinen Beinen abgenommen, die machten das ganz von alleine, zumal mir auch Gegendwind ins Antlitz blies.

Motivationsprobleme:
Ich erreichte die Dhünn und dann auch bald die Markierung, von der aus der nächste KM lief. Dessen Ende war nach 4:41 an der "Hinterkante" der Bay-Arena erreicht - das klang doch realistischer, wenn auch schon ein wenig enttäuschend. Nun näherte ich mich dem Wendepunkt und plötzlich war die Power weg - noch vor der Halbzeit. Nun war das früher™ auch nie anders bei solchen Läufen - ich wusste nach der Hälfte eigentlich nie, wie ich in dem Tempo nach Hause kommen sollte - also insofern alles richtig. Nur ergab eine überschlägige Kopfrechnung nach Blick auf die Uhr, dass ich bisher eigentlich bestenfalls knapp unter 5er-Schnitt unterwegs sein konnte - verwirrt! Demotiviert!
So hatte ich dann schon beschlossen, mich noch bis zum Wendepunkt zu schleppen und dann nach Hause zu traben. Dann fiel mir aber ein, dass es doch auf dem Rückweg Rückenwind geben müsse - also versuchen wir's weiter. Kurz nach der Wende (25:58) wurde mir dann mein Rechenfehler klar und das ich bisher ziemlich flott war. Motivation wieder hoch!

Rückweg:
Der eben schon gemessene Km ging wieder mit 4:41 weg, also Tempo haltbar - schaun wir halt wie lange. Vor meinem alten Kotz-Heim-Anstieg graute mir schon, da würde ich sicher einbrechen - na, egal: wenigstens bis dahin…
Ich erreichte dann den Punkt 2km von Ziel entfernt und Zeit immer noch gut, also weiter. Heftigst pustend 1¼km unter Selbstanfeuerung bergan. das ging ganz gut und ich nahm mal an, so knapp über 53:00 daheim zu sein, also noch mal ein Schippchen drauf! Blick auf die Uhr - hey, das klapp ja locker - Endspurt!
Zielpuls: ca. 185-190 (bei HFmax ca. 200, per Handauflegen ermittelt).

Endergebnis:
11,4848km in 52:37,72 (=> 4:34,95min/km) Jucheeh!
So was schickes habe ich ja lange nicht mehr zustande gebracht.
Manöver-Kritik:
1. Hälfte (bergab, Gegenwind): 25:58, 2. Hälfte (vice versa): 26:40 - im Rahmen.
Gesamtzeit entspricht hochgerechnet etwa Halbmarathon in 1:41 (Vm=15,5) - naja.
Persönliche Bestzeit von 1999 auf dieser Strecke von 43:45 (3:49/km) "leicht" verfehlt ;-)
Gut war, dass das Angangstempo des 1. Km sich als eigentlich genau richtig erwies - entsprach ja in etwa dem Gesamtschnitt. Tempogefühl also OK.

Nachwirkung:
Muskulär gar keine :-) Aber: Heute morgen zog's doch sehr in der Achilles-Sehne. Der Weg vom Auto zur Firma verlief eher humpelnd - na super!
Also heute abend mal schön kühlen, dann wird das wohl hoffentlich wieder.
Auf dass es weiter aufwärts gehe - vielleicht geht ja dieses Jahr doch noch mal was mit LEV-HM in sub1:30, obwohl ich nicht recht dran glaube.
In jedem Fall muss ich bald mal auf die Bahn, was aber mit jammernder Achilles-Sehne keine Freude werden dürfte…

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

System Administrator Appreciation Day

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LEV-HM in sub1:30

Hallo DonCarracho,

habe mir mal deine "Historie" und die gelaufenen Zeiten angeschaut.
Wo hast du denn Tieffliegen gelernt?

Drücke dir die Daumen für dein Vorhaben "LEV-HM in sub1:30" und das deine Achilles-Sehne kooperiert.

makesIT

@makesIT: Danke.

Danke für die "Genesungs-Glück-Wünsche".

Wo ich Tieffliegen gelernt habe?
Znächst bei der LG Bayer Leverkusen - Bahnläufe mit dauernder Lauftechnik-Kritik sind doch was feines ;-) Aber ich sollte dem damaligen Trainer dankbar sein - es hat zumindest ein bisschen gewirkt.
Und dann nicht zuletzt auf der eben beschriebenen Strecke, die ich mir früher™ mindestens jede 2. Woche einmal "gegeben" habe - ich denke, das war schon nützlich.
Und sonstiges Tempo-bringendes Zeug habe ich damals auch recht häufig gemacht - im Gegensatz zu heute… Plus: Dermaleinst habe ich ca.2500km/Jahr zusammen bekommen bei durchschnittlich 4,5TE/Woche gegen heutzutage knapp über 1000, bei ca. 2TE/Woche im Jahresschnitt… Und besonders effizeint ist das, was ich im Moment so tue auch nicht, mehr so, "wie's grad kommt" und wie ich die Zeit finde - aber das ist schon OK, die Prioritäten verschieben sich halt.

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

Du bist echt flott, aber....

meinste nicht, etwas Schonung täte Deiner Achillessehne ganz gut, bevor es noch schlimmer wird?
Ich hoffe für Dich, dass alles hält.

Lieben Gruß Carla

Keine Sorge

Keine Sorge, wenn die Sehne weiter (signifikant) jammert, gehe ich natürlich nicht auf die Bahn - vom "in den Schmerz rein" laufen halte ich auch nicht so viel, zumindest wenn es um Gelenke, Sehnen und Bänder geht - ansonsten darf's auch mal weh tun ;-)

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

Gutes Gelingen

und gute Besserung für die A-Sehne, wenn es die denn ist. Nicht überlasten - das Tempo ist ja für 2TE/Woche sehr flott! Und dann gleich 20+.

Das mit den Prioritäten ist wohl wahr.

Viel Erfolg!

@fazerBS: A-Sehne

Danke für den Besserungswunsch, es wird wohl die A-Sehne sein - fühlt sich ganz leicht "umschwollen" an und ist auch druckschmerzempfindlich.
Andererseits habe ich in den letzten Jahren damit eigentlich permanent leichte Probleme (meine einzige Achillesferse - wie passend ;-) und habe festgestellt, das die am ehesten jammert, wenn ich längere Zeit wenig (noch weniger) mache. Dass ich allerdings beim Gehen dahin humpele ist nicht normal und dann wohl "Therapie-bedürftig".

Was meinst Du übrigens mit 20+ ? Die Streckenlänge? Ein Missverständnis? Die Wendepunkt-Strecke ist insgesamt, hin+zurück 11,5km lang nicht 2×11,5km.
Wenn ich tatsächlich 23km in dem Tempo im Training hin bekäme, würde ich mir über sub1:30 beim HM keine Sorgen machen - soviel "Wettkampf-Typ" bin ich ;-)

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC!

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