Benutzerbild von michael_aus_bayern

Letzten Samstag am 10. März 2012 war es endlich soweit,
der anstrengenste Lauf für mich in 2012 stand bevor, nein, kein
HM oder M, das kenne ich ja nun schon alles, es sollte der Braveheart Battle 2012
werden, ein Cross- Hinderniss-Lauf ähnlich des Tough Guy Runs in England, nur eben
weiter und härter. Insgesamt 24 km durch Wasser, unwegsames Gelänge, viele künstliche
Hindernisse zum Klettern und Hangeln und dann immer wieder bergauf und bergab,
insgesamt haben die Veranstalter 45 Hindernisse aufgebaut, damit ist der Braveheart
inziwschen die anspruchvollste Veranstaltung dieser Art in Europa.

Wer mal schauen will oder Lust hat 2013 in einem Jogmapteam mitzulaufen,
der kann sich hier schon mal anmelden: http://www.braveheartbattle.de/

Ansonsten werde ich jetzt hier mal in ein paar Bildern versuchen darzustellen,
wie es gewesen ist, also fangen wir mal an:

Bild 1:
Aufstellung aller 3 Teilnehmer im Contishirt, für die Contizeitung,
da wir ja schließlich mit Adidas-Schuhen gelaufen sind, die eine
super Conti Gummisohle besitzen, die uns bis ins Ziel getragen hat, wer weiß
wie es ohne diese Sohlen gelaufen wäre :-)

Bild 2
Ich, jetzt ohne die Contishirts, den zum Laufen oder besser späteren Schwimmen,
sind die Baumwollhemden nichts:

Bild 3:
Robert, der Laufpartner, mit dem ich von Anfang bis Ende zusammen gelaufen bin
der 3te Läufer ist immer deutlich schneller als wir und ist vorgelaufen.

Bild 4:
Das erste Wasserhindernis, hier sollte man sich drüberhangeln, was Robert
auch geschafft hat, ich habe es erst gar nicht probiert, da mir die Stangen
zu dick waren, zu nass und zu kalt, da wäre ich, wie 80% der Läufer ehe gleich reingefallen, also gleich rein in kalte Wasser (2°C) und tief durchatmen.

Bild 5:
Familie von mir und Freundin und Tochter von Robert aus sicht eines krabbelnden
Braveheart Teilnehmers:

Bild 6:
Robert im Matsch

Bild 7:
Ich im Matsch

Bild 8:
Ich auf dem 6 Meter hohen Strohballen-Hinternis

Bild 9:
Robert auf dem 6 Meter hohen Strohballen-Hinternis

Bild 10:
Die nächste Lauferdurchquerung, insgesamt sind wir bestimmt 10 Mal durch
dieses Flüsschen gegangen, was teils recht tief war, 2 km vor Schluß bin
ich in der Laufer umgeknickt, habe einen Krampf in beiden Waden bekommen und
lag dann da bis zum Hals im 2°C kalten Wasser, hat echt Spaß gemacht, zum Glück
hat mir jemand aufgeholfen

Bild 11:
Der Schuhputzer, hier wurde nach ca 2 km das erste Mal die geschätzen 2 kg
Schlamm pro Schuh abgewaschen, die zu 50 % der Strecke immer mitgeschleppt werden
mussten, ist ein irres Laufgefühl, nasse Füße mit Schlammballen dran. Und das
schöne, diese Goretex Schuhe halten das Wasser ja schön drinnen und lassen es nicht
mehr raus

Bild 12:
Saubere waren dann 50 Meter später auch wieder passé,
die nächste Schlammrunde

Bild 13:
Eine von insgesamt 4 hintereinander folgenden Schlammgruben, ca 2 Meter tief
und feinster nasser Lehm, so dass man alleine keine Chance hatte da wieder
rauszukommen.

Bild 14:
Er ist anschließend noch ganz hingefallen :-)

Bild 15:
Mehr Schlamm und alle im Startpreis inklusive

Bild 16:
Robert nach ca 4 km

Bild 17:
Ich am warten, insgesamt hat man ca 1,5 Stunden auf dem ganzen Lauf mit warten verbracht, nächstes Mal (was ein schrecklicher Gedanke) also weiter vorne starten.

Bild 18:
Ein Sattelschlepper voller nasser glitschiger Bäume,
damit waren nach 1 Stunde 30 Minuten die ersten 5 km dann auch geschafft,
hier waren wir und viele andere schon am rumheulen, dass wir die 5 Stunden nie
schaffen werden, den 19 km lagen ja noch vor uns und es fing auch leicht zu regnen an
für die nächesten 30 Minuten, was die Freude nah klar noch stärker werden ließ.

Bild 19:
Die nächsten ca 4 km waren etwas mehr Laufen statt gehen und krabbeln,
wenns auch immer irgendwie nass an den Füßen gewesen ist:

Bild 20:
Diesmal nicht nur im Schlamm und über spitze Stein, zum Glück
hatten sie noch einen Weidedrahtzahn mit Strom angebracht, so dass man immer
kräftig bestromt wurde, wenn der Arsch zu hoch gekommen ist, was Robert 2 Mal
spüren durfte und sein Fluchen darf ich hier nicht wiedergeben, sonst sperrt
mich der Admin gleich, dieses Hinderniss hat sehr viele erfreut und da nicht
alle in den Genuß der Bestromung gekommen sind, wollen sie es nächstes Jahr nch etwas
tiefer machen.

Bild 21:
So ein paar völlig verrauchte Autos und ein paar Flammen waren dann auch nicht mehr
der Schoker, verrauchte Autos kannte ich schon von diversen Mietwagenfirmen und
die Flammen haben zumindest etwas gewärmt

Bild 22:
Der Einganz zum Badesee, in dem man ca 40 Meter richtig schwimmen durfte.
Der Eingang zum Wasser war besonders schön gestaltet, man durfte liegend durch
20 cm tiefen nassen kalten Schlamm auf dem Bauch unter einen sehr flachen Hinderniss
zum Wasser robben, so das erst die Brust leicht gekühlt wurde, dann der Bauch bevor
man sich dann ganz ins Wasser begeben durfte.
In der Mitte des Sees haben die Taucher dann gerade neben mir einen kollabierten
Läufer rausgezogen, ich hoffe es geht im wieder gut, und ich war froh als die
40 Meter zu Ende waren, den die Luft hätte keinen Meter mehr gereicht, und mann
durfte dann ja noch eine ca 3-4 Meter hohe nasse rutschige Uferböschung erklimmen,
die man 20 Meter später wieder runterrutschn durfte (sehr sehr schwerzhaft) um
nochmals 30 Meter zurückzuschwimmen, dann wieder hoch und runter und nochmal
20 Meter schwimmen, danach wollten die Muskeln etc ertsmal gar nichst mehr und jeder
suchte den warmen Kamin:

Bild 23:
Hier gings wieder runter, wie gesagt sehr nass glitschig und schwerzhaft,
jedoch hat der Gullideckel aus Beton der Aufprall ins Wasser etwas gebremst,
dafür hat man eine leichte Rotation bekommen:

Bild 24:
Da man jetzt definitiv keine wirkliche Lust mehr zum Laufen hatte,
durfte man erstmal wieder durch Schlamm kriechen (man war ja gerade mal sauber)
und durch Schlammwasser laufen:

Bild 25:
Ein wunderschönes Blick auf den ca 200 Meter hohen Hügel, den wir noch mehrfach hoch
und runterlaufen durften in den kommenden Stunden, den wir hatten jetzt
endlich die 10 km erreicht, nach 2 h 45 Minuten und waren riesig erleichtert dass
es nur noch 14 km waren :-((

Bild 26:
Wieder warten an einem Hindernis, Robert war sichtlich entspannt und
nicht gereizt:

Bild 27:
Auffahrtrampen hoch und runterlaufen, sieht einfach aus aber waren glatt
ohen Ende und recht steil, da haben sie viele die eiskalten Finger aufgeschnitten,
was sehr zur Freude aller ware, von den Schmerzen hatte man lange was

Bild 28:
Strohballen durchrollen, insgesamt ca 20 Mal, ich hätte hinterher fast gekotzt,
einige andere haben :-)

Bild 29:
Giltschiges Holzhindernis

Bild 30:
Hier oben, ca die Hälfte der Strecke was dann auch ein Aufwärmzelt mit warmen Tee,
was wir uns gespart haben, denn als nächstes durfte man durch die Biohof durch,
da war das Aufwärmen reine Zeitverschwendung:

Bild 31:
Nur ein Bild hier für ca 1 Stunde kampf im Wald, immer wieder 150-200 Meter
hoch, dann runter, über umgefallene Bäume, durch Büsche uns, insgesamt 4 oder 5
Mal, ich konnte nicht mehr mitzählen, das war für mich der allerschlimmste Teil
in diesem Wettkampf, es war so steil, das man nur gehen konnte und die Hände dabei
immer den Boden berühren kommten, runter war noch schlimmer, weil wer ins rutsch oder rollen gekommen ist, konnte kan noch von selbst bremsen und wurde zjm Glück
von irgendwelchen abgeschnittenen Baumstumpfen aufgehalten, wenn auch oft die Rippen
nicht ganz so glücklich darüber waren.

Bild 32:
Strohklappenballen in einer Halle

Nach diesem Hindernis konnte man dann endlich mal 5 km Laufen, wer noch Kraft hatte,
es ging zwar immer hoch und runter doch es ging, wir haben viele überholt, die in
goldenen Aludecken nur noch warm den Ort erreichen wollten, kleine Bäche und wenige
Dornenbüsche hatten ihren Schrecken ganz verloren

Bild 33:
Laufen konnte man bis zu diesem mit Baumstämmen beladenen Sattelschlepper,
den wir ja schon kannten:

Jetzt waren es nur noch 5 km bis ins Ziel, für die wir zu Anfang ganze 1 h 30 min+
gebraucht haben und wir durften aller Hindernisse nochmal durchlaufen, die
4-5 Schlammgruben, die Hängebrücke, das 6 m hohe Strohballenhindernis, diiverse
Flussdurchquerungen, die ganzen Kriechpassagen,
neu war noch der Reifenstapel und das Durchkriechen von LKW-Reifen (sehr schmerzhaft)
nur das Hangelhinderniss über dem Fuß hatten sie uns erspart.

Für die letzen 2 km hatten wir noch 20 Minuten Zeit, um in den 5 Stunden zu bleiben
und hatten noch den Anfangsberg von uns, ca 500 sehr steil hoch, wir sind gegangen,
Laufen ging wegen der Wadenkrämpfe bei mir nicht mehr so gut, 400 Meter vorm
Ziel sind wir dann wieder leicht angetrabt um das letze Hinderniss eine 3 Meter
hohe Holzwand zu bezwingen, dann geschafft, nur noch 100 Meter ins Ziel und Du
bist ein echter Braveheart, hast den härtesten Geländelauf in Europa bestanden
holst Dir Deine Medalie ab und Dein Shirt um dann mit 2500 anderen "Verrückten"
mit lauwarmen Wasser duschen zu gehen, 17 °C warmes Leitungswasser fühlt sich
plötzlich richtig toll warm an.

Wir haben es alle 3 geschafft, Christian in knapp über 3 Stunden (er musste and den
Hindernissen nicht so lange warten, wir haben 4 h 51 Minuten gebraucht aber alles
geschafft.

Organisation, Verpflegung, Parken alles eine Katastrophe.

Sicherheitskräfte, Taucher, Sanitäter alles top und sehr viel vorhanden,
besser hätte man es kaum machen können. Insgesamt sind 100 Läufer ausgeschieden
und 24 ins Krankenhaus gekommen.

Alle Bilder (ca 190) die ich gemacht habe, könnt Ihr euch hier
runterladen:

Bilder downloaden

Oder einfach die Videos 2012 hier anschauen, sind
30 Minuten die Spaß machen und dabei das anmelden für
Braveheart 2013 unter Team Jopmap nicht vergessen:

Braveheart Webseite

Gruß
Michael

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Coole Bilder, aber ein

Coole Bilder, aber ein bisschen blaustichig :-). Habe immer gedacht, das könntest Du auch, aber nachdem ich deine Bilder gesehen habe, denke ich, das sollte ich lieber sein lassen, zu nass, zu kalt, zu dreckig und das über 24 km. Saubere Leistung. Mich wundern die knapp 5 h Stunden nicht. Wahnsinn die Hindernisse. Ne Leute, kein Bock drauf.
Hat man anschliessend ne Lungentzündung :-)?

winterpokal

Ne

Nein, keine Lungenentzündung, alles gut überstanden.

Der blaustich liegt an dem wasserdichten Gehäuse für
die Kamera, ich bin da leider kein Fachmann auf dem Gebiet.

Gruß
Michael


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Team Jogmap weiß-blau

Öhm....

ohne Worte...

Man weiß gar nicht, ob man entsetzt kucken oder doch lachen soll, wenn man
die Bilder so sieht... :)

Am Besten ist Foto Nummer 5! Lacht da etwa Sandra, wenn Michel im Schlamm angekrochen kommt?

Sind die letzten Dreckkrusten endlich weggewaschen?

Liebe Grüße
Doris


Laufen macht Freu(n)de!

Schöne Story

Am besten Bild 1 mit den Adidas Schuhen.Ich benutze Sie aber dann doch zum laufen.
Das ist mir zu Kalt und zu Nass und Überhaupt nichts für mich.
Trotzdem DANKE für mitnehmen.

TG vs BHB

Zu nächst zum BraveHeartBattle:
Es ist wirklich ein wunderbares Lauferlebnis. Wie ein großer Spielplatz zum Dreckigmachen :). Ich kann den Lauf auch nur empfehlen. Großes Manko finde ich nur sind die Nadelöhrhindernisse, von denen es schon einige gab. Man musste wirklich, wenn man pech hat, 15min anstehen. Das ist eindeutig zu lange, finde ich.

Zum vergleich:
Ich habe dieses Jahr an beiden Wettkämpfen teilgenommen. 24km klingen schon recht hart. Die kalte Lauer mit 3-4 Grad zieht einem schon jegliches Blut aus den Gliedern, wenn man da durchschwimmt ( was man 4 mal machen musste ) und man ist auch kaputt und froh, wenn man die Ziellinie erreicht. Aber kalt war mir nur für die Augenblicke in der Lauer. Danach hat man genug Bewegung um warm zu bleiben oder zu werden. Der Tough Guy ist um ein vielfaches kälter und allein deshalb um einiges härter. Die Kilomter sind weniger das Problem ( irgendwas zwischen 12-15km; niemand weiß genu wie viel ). Der Tough Guy hat alleine 4 Hindernisse, wo man Stromschläge umgehen muss, wohingegen es beim BHB nur eins ist. Lufttemperaturen um die 0 Grad und nicht 8 - 12 Grad wie in Münnerstadt. Beim Brave Heart wird man 10mal insgesamt nass und beim TG 10 mal auf den ersten Kilometer. Teilnehmerzahl TG 4000- 5000 und Finisher gerade mal 2800. Teilnehmerzahl BHB 2370 und Finisher 2240 ( ca. 1900 unter den geforderten 5h ).

Ich denke, wenn man sich die Abbrecherzahl ansieht, wird klar, dass die Mutter der Hindernissläufe immernoch der härteste seiner Art ist. Der BHB kommt schon sehr dicht ran, aber solange nicht an den Hindernissen an sich und an dem Austragungszeitpunkt ( TG im Januar und BHB im März ) was verändert wird, kann er dem TG nicht den Rang ablaufen.

MfG K4sper

Gar nicht so einfach

Gar nicht so einfach euch hier zu motivieren,
ich dachte ein paar schöne Bilder vom Lauf
und Ihr meldet euch alle mit an ;-)

@K4sper, Danke für die schöne Gegenüberstellung,
ja, der Tough Guy ist na klar kälter und mehr Strom
aber das da mehr abbrechen liegt an den "weichen Engländern"
die sind einfach nicht so zäh wie wir.
Das mit den Nadelöhrhindernissen war wirklich nervig, wir
haben nach den Matschgruben vor den Rohren über 30 Minuten
gewartet und an viele Hindernissen bis zu 10 Minuten, aber
ansonsten war der Lauf (jetzt mit 2 Wochen Abstand) wirklich
eine tolle Erfahrung, die mich zumindest an die Grenzen
gebracht hat, weil es gibt für mich nichts schlimmeres als
Steigungen (bin ein Donauufer-Läufer, alles immer eben).

Gruß
Michael


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Team Jogmap weiß-blau

Ja,

es war ein tolles Erlebnis. Am Wochenende habe ich den Bericht darüber auf Marathon4you gelesen. Hätte ich das vor dem Lauf getan, hätte ich vor dem Lauf einen solchen Bericht gelesen, hätte ich sicher gekniffen und das wäre schade gewesen.
Wartezeiten hatte ich übrigens nur wenige und die waren recht kurz.

Danke für die Bilder.

cherry65

Jeder, der vor mir läuft, hat es sich verdient

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