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An sich verlief die Woche "7 vor Hamburg" gar nicht schlecht. Ich hatte mir nach dem Wasa-Lauf eine ruhige Woche vorgenommen, also ohne Tempo und ohne einen richtig langen Lauf. Das habe ich auch umgesetzt: Dienstag (15km), Donnerstag (17km) und heute (15km) bin ich gelaufen, alles mit einer Pace von 6:00 min/km und einem bei 130 wie festgepinnten Puls. Alles gut soweit, Trimming 130 wie damals in den 80ern :).

Was ich allerdings nicht geplant habe, war, den Lauf heute bei besagten 15km abbrechen zu müssen, ich hatte eigentlich fünf weitere Kilometer geplant. Es lief sich auch prima, aber bei Km 13 begann es und war nach weiteren 2 Km nicht mehr zu ignorieren: Mir tut der linke Fuß weh. An der Außenkante, schräg unten vor dem Außenknöchel, beim Auftreten (nur beim Laufen, beim Gehen geht es noch). Da, wo die Peronaeus-Sehne ansetzt, eine dieser typischen Läufer-Schwach-Stellen. Ich denke, einigen hier sagt das bestimmt aus eigener leidvoller Erfahrung etwas. Gleich mal an diejenigen: Was tut man dagegen??? Bisher sitze ich auf dem Sofa, lege den Fuß hoch, wechsele Kälte- und Wärme-Kompressen und werde den Fuß morgen tapen. Heute geht das aus optischen Gründen nicht, mein Tape ist knallrot, und heute abend ist großes festliches Ausgehen bei uns angesagt, d.h. Abendkleid (leider asymmetrisch und auf der linken Seite weder lang genug, um das Tape zu verdecken noch farblich passend...).

So ganz aus dem Nichts kam das Problem heute nicht, nachträglich ist man ja immer schlauer: Ich hatte schon die ganze Woche jeweils am Tag nach den Läufen "müde" Füße vor allem an den Außenkanten, habe das aber zunächst auf ein zu spontanes und zu exzessives Tragen meiner Chucks geschoben, die den ganzen Winter über Pause hatten. Die sind ja nicht gerade als fuß-freundlich verschrien. Gestern, auf dem Crosstrainer (1 Stunde Alternativtraining bei 145 Watt, einmal in der Woche gehe ich dafür, sowie für ein wenig Kraftübungen für Rumpf und Arme und vor allem für 2 schöööne Saunagänge ins Fitness-Studio) tat dann aber nichts weh, weshalb ich den Lauf heute optimistisch angegangen bin. Der Schmerz, der dann unterwegs kam, war aber leider nicht zu ignorieren und auch nicht wegzulaufen.

Jetzt habe ich erstmal bis übermorgen abend keinen Lauf vor und kann die Füße schonen. Das Tanzen heute abend auf dem Höhepunkt der hiesigen Ballsaison werde ich situationsabhängig gestalten, und morgen gibt es Tape und maximal Passivsport. Notfalls ersetze ich den für Montag abend geplanten Lauf noch einmal durch den Crosstrainer, aber wenn es nicht besser wird, werde ich wohl doch nächste Woche zum Arzt gehen müssen. Schade, es lief gerade alles so schön!

Trotzdem optimistische Grüße und allen eine schönes Wochenende
wünscht Britta

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oh ha

ich würd ja sagen lieber schnell einen Termin beim Orthopäden.
Ich hatte die Sehne direkt unterm Fuß entzündet. Beim gehen kein Problem aber beim laufen halt.
Ich hatte damals erst Angst das es ein Fersensporn sei. War es aber zum Glück nicht.
Auf dem Röntgenbild hat mal deutlich die entzündete Sehne gesehen. Dann gab es erstmal Tabletten damit die Entzündung rausgeht und paralel dazu Einlagen für die Schuhe. Laufen konnte ich fast drei Monate nicht. Also Joggen. Seitdem ich Einlagen habe hatte ich dies nicht mehr. Schnell auf Holz klopfen.
Das kann bei dir aber auch etwas anderes sein.

Schöne Grüße und gute Besserung
Antje
Wir waren auf Island.

Die Chucks

können tatsächlich schuld sein! Das Fußgewölbe ermüdet darin sehr schnell. Ich hatte vor 2 Jahren ähnliche Probleme, musste vorübergehend pausieren und anschließend eine Zeitlang in Einlagen laufen. Da ging aber wirklich nichts mehr, kein Laufen, kein Gehen, nicht mal Auftreten und am anderen Morgen war der Fuß mehr Kugel als Fuß. Das ist bei Dir ja ganz anders und Du wirst gleich im Anfangsstadion etwas unternehmen, z.B. den Arzt aufsuchen!!! ;-)

Tame:-)
BORN - denn sie wissen nicht was sie tun!

Im letzten Jahr

in Vorbereitung auf meinen ersten Marathon ging es mir ganz genauso: die ungewohnt vielen Laufkilometer bescherten mir eine Sehnenscheidenentzündung der Peroneussehne und eine dreiwöchige Laufpause vor dem Marathon. Aber es nahm alles ein glückliches Ende.
Gut ist es, dass du auf die ersten Anzeichen hörst und dich schonst bzw. auf den Crosstrainer aufweichst. Ansonsten habe ich noch einen Geheimtipp für einen super Therapeuten, der dich sicher ganz schnell wieder fitbekommt. Ich schreibe dir eine PM.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Ihr habt Recht,

ich werde etwas tun (lassen), heute mittag geht es los. Beim Ausgehen am Samstagabend habe ich einen entfernt-bekannten Orthopäden um Rat gefragt, der sehr auf funktionelle Zusammenhänge achtet und diese auch entsprechend im Vordergrund stehend behandelt, zu dem würde ich gehen, aber für heute mittag habe ich großes Glück gehabt und beim Therapeuten meiner ersten Wahl, Sonnenblume2s Tipp, einen kurzfristigen Termin bekommen. Sonnenblume, danke Dir noch einmal für den Rat!

Zum Ist-Stand: Den Tag gestern habe ich auf dem Sofa zugebracht, nachdem beim Tanzen am Samstagabend nun auch noch jemand (männlich) einen sehenswerten Absatzabdruck auf meinem vorgeschädigten Fuß hinterlassen hat, haaarrrgh. Nein, nicht mein Tanzpartner, es gibt einfach rücksichtslose Figuren-Tänzer selbst auf überfüllten Tanzflächen, die auch ihre Nebentänzer treten. Ich habe gestern dann Quarkwickel mit Voltaren-Salbenverbänden abgewechselt und den Fuß gekühlt bzw. die Wadenmuskulatur mit Wärme behandelt. Gehen kann ich vom Sehnen-Ansatzschmerz her, aber Laufen dürfte weiterhin ein Problem sein.

Mal sehen und abwarten, was der Termin heute mittag ergibt und was ich heute abend mache, wie gesagt werde ich notfalls den geplanten lockeren 10km-Lauf noch einmal durch den Crosstrainer ersetzen.

LG Britta

Vorsichtige Zwischenmeldung

3 Tage nach dem Manualtherapeuten-Termin ein erfreuter Zwischenstand: Ich glaube, es wird. Er hat mich vorgestern mittag mittels recht unangenehmen Druck auf einen Sehnenansatzpunkt am linken Fußrand behandelt, und abends war ich (auch auf seinen Vorschlag hin) laufen. 14km in friedlichem Tempo. Dabei ist wohl das Tanz-Tritt-Hämatom vom Fußrücken zielgenau in die behandelte Gegend "abgesackt" und macht mir seit nach dem Lauf die meisten Probleme, die ich nach wie vor mit Hochlegen (von der unbequemen Schreibtischposition bekomme ich wohl als nächstes dann Rücken), Voltaren-Salbe, Pferdebalsam und Kälte/Wärme behandele. Gestern, beim mißtrauisch angetretenen 11,5-km-TDL in 16 Gesamtkilometern hatte ich fast nichts, aber nach dem Lauf tat (wohl) wieder am meisten das Hämatom weh. Der Sehnenansatz nicht, soweit ich das differenzieren kann... man wird ja etwas paranoid hinsichtlich seiner eigenen Symptomwahrnehmung. Jetzt habe ich zwei Tage Laufpause, bzw. morgen nur Alternativtraining und Sauna, und ich bin guter Hoffnung, einen langen Lauf am Samstag durchzustehen. Dann sollte das Hämatom endlich ruhig sein, und ich werde wissen, woran ich bin. Die Behandlung nach dem Faszien-Distorsionsmodell hat mich auf jeden Fall beeindruckt, und sollte eine Rest-Problematik bestehen, gehe ich auf jeden Fall nächste Woche noch einmal hin.

Ich hoffe, im nächsten Blog-Eintrag hier begeistert berichten zu können, daß ich ganz ohne Laufpause und mit Sonnenblume2s Super-Therapeuten-Tipp meine ersten Überlastungsprobleme des Jahres in den Griff bekommen habe...

LG Britta

Das sind sehr, sehr gute Nachrichten, liebe Britta!

Und jetzt her mit dem Namen des Therapeuten, liebes Sonnenblümchen;-)

Tame:-)
BORN - denn sie wissen nicht was sie tun!

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