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Jetzt ist es doch tatsächlich passiert. Lange habe ich mich darum gerissen, viel nachgedacht und mir letzten Endes doch eingestehen müssen, dass genau das eingetreten ist, wovor mich so viele Mitsportler gewarnt haben. Eine sportbedingte Verletzung.

Wahrhaftig habe ich mich durch andauerneden und stetig wechselnden Kraftsport, im Zeitrahmen von 3 Jahren, 3x die Woche, die rechte Schulter zur Überlastung veranlasst. Diesen Schmerz zu ignorieren und anschließend trotzdem zwei Wochen weiter zu trainieren, als sein keinerlei Schmerz zu spüren, war ein stümperhafter Fehler, welcher nicht mehr korrigiert werden kann. Lange habe ich gebraucht, diese Verletzung mir selber einzugestehen und den Kraftsport vorerst aufzuschieben.

Wenn der Schmerz bei den einfachsten Bewegungen und Belastungen arg hervorsticht, dann ist es Zeit den Allgemeinmediziner seines Vertrauens aufzusuchen. Das Resultat waren einige entzündungshemmende Medikamente und Krankengymnastik. Bleibt nur noch die Hoffnung, dass so eine Durststrecke überstanden werden kann. Der Heilungsprozess ist auf zwei Wochen angesetzt. Da ich bislang aber immernoch deutliche Schmerzen bei jeder Bewegung habe, sehe ich den Zeitraum als äußerst unrealistisch.

Ich gehöre zu den Menschen, welche ohne sportliche Betätigung nicht auskommen können. Daher habe ich mich entschlossen den Laufsport wieder aufzunehmen. Wenn auch zunächst vorsichtig und bedingt, da ich meine rechte Schulter in keinster Weise gefährden möchte. Da Schwimmen aktuell ebenfalls ausfällt, bleibt mir nur der Laufsport. Gezwungener Maßen muss ich zunächst das Laufen wieder aufnehmen und melde mich zurück an der Lauferfront. Zweimal die Woche sollte für den Anfang reichen, dann habe ich noch ausreichend Zeit für Bauchtraining und Grundübungen.

Bitter ist die Verletzung, aber sie trug mich zurück zum Laufen - I be back

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Wenn dein Krafttraining dazu

Wenn dein Krafttraining dazu geführt hat, das du eine Entzündung in der Schulter hast, ist der Heilungsprozess nicht in zwei Wochen abgeschlossen. In zwei Wochen ist ggf. die Entzündung raus. Du solltest dir aber ein paar Gedanken über die Ursache machen. Wenn du beim Krafttraining zum Beispiel eifrig Bankdrücken trainierst und vieleicht genauso intensiv Seitheben, aber die Gegenspieler vernachlässigst, (das machen viele Kraftsportler gerne so), dann wärest du ein Kandidat für eine Entzündung des Schleimbeutels (Bursitis subacromialis). Es würde sich in dem Fall lohnen sich über zwei Dinge Gedanken zu machen:

1.) Training der Rotatoren:
Bankdrücken bewirkt eine Innenrotation der Oberarme im Schultergelenk. Meist wird aber die Außenrotation nicht genauso intensiv trainiert! Auch Werfer im Ballsport und 'Krauler' im Schwimmsport können Beschwerden in der Schulter bekommen, wenn sie die Außenrotation vernachlässigen. Denn das Schultergelenk ist besonders empfindlich für muskuläre Dysbalancen, da das Schultergelenk nicht durch Knochen in der Führung bleibt, sondern durch die weichen Bestandteile (Muskeln, Bänder). Die für die Führung verantwortlichen Muskeln heißen Rotatoren. Wie du sie trainieren kannst, sollte dir dann ein Trainer erklären können. Das wird sonst hier zu ausführlich.

2.) Grundsätzlich solltest du zu jeder Bewegung die du beim Krafttraining trainierst, genauso intensiv die Gegenbewegung trainieren. Ansonsten bekommst du muskuläre Dysbalancen ... und Probleme in Aussehen, Haltung und ggf Schmerzen.
Um im Beispiel zu bleiben: Bankdrücken (transversale Adduktion) trainiert die Brustmuskulatur (Pectoralis), die vorderen Deltas und den Trizeps. Trainierte Muskeln verkürzen sich. Wenn du jetzt nicht die entsprechenden Muskeln im Rücken trainierst, zieht es daher die Schultern nach vorne. Sieht nicht nur blöd aus, sondern kann dann auch Beschwerden machen. Eine mögliche Gegenbewegung wäre zum Beispiel Butterfly revers oder rudern auf Transversalebene (transversale Abduktion), womit du den mittleren Trapezius und die hinteren Deltas trainieren würdest.

Wenn du jetzt wieder das laufen anfängst, wirst du eher als beim Krafttraining in den katabolen Zustand kommen (Ausdauereinheiten, Cortisol). Achte daher auf schnell verfügbare Aminosäuren und ein rasches Auffüllen der geleerten Kohlehydratspeicher.

Ob es tatsächlich dazu

Ob es tatsächlich dazu geführt hat, kann nicht genau gesagt werden. Es gab noch diverse andere körperliche Belastungen, welchen starken Einfluss gehabt haben. Entsprechend gehe ich von einer zu starken Gesamtbelastung aus, welche zu der Verletzung geführt hat. Allerdings gebe ich dem Kraftsport die Hauptmitschuld.

Grundsätzlich versuche ich ausgewogen und ausgeglichen zu trainieren. Entsprechend habe ich auch einen Split-Trainingsplan in dem jede Muskelpartie bedient wird. Grundsätzlich steckt da die gleiche Intensität hinter.

Du wirst mit deinen Vermutungen wohl Recht haben. Ich werde mir deine Ratschläge auf jeden Fall zu Herzen nehmen und intensiv darüber nachdenken. Mein Training soll meine Leistung steigern und mich gesund halten. Das Gegenteil wollte ich nicht bezwecken. Muskuläre Dysbalancen sind, bis auf die Beinmuskulatur, bei mir nicht bekannt. Jetzt kann natürlich die Schultermuskulatur dazu kommen.

Vor einer anhaltenden katabolen Phase habe ich auch starke Bedenken. Aminosäueren stehen schon bereit und warten auf den Einsatz. Ich möchte versuchen noch einmal die Woche zusätzlich die Beinmuskulatur im Fitnessstudio zu reizen, wenn mir das überhaupt möglich ist. Sinn müsste das auf jeden Fall machen.

Vielen Dank für deine Ratschläge und Einwende. Das hat mir auf jeden Fall einen Schritt weiter geholfen!

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