Benutzerbild von fnord

Der Paul-Moor-Benefiz-Marathon 2009 zu Bersenbrück. Es sollte mein erster Marathon sein. Angemeldet hatte ich mich bereits im September 2008, nachdem ich am Norderney-Halbmarathon teilgenommen hatte. Eine Nacht vorher schlecht geschlafen, wie es sich gehört, beim Abholen der Startunterlagen gesehen, dass nur 65 LäuferInnen zum Marathon angemeldet waren.

Na prima, ich konnte mich als Novize also nicht verstecken, sondern würde irgendwo als Schlusslicht hinterdrein taumeln. Selbst Schuld: Ich hatte mich bewusst für einen Debütlauf entschieden, der abseits der großen Events stattfinden sollte. Die Aufregung war aber schnell verflogen, erfahrene Marathonis nahmen mir das Herzklopfen, bestärkten mich in dem Vorhaben, nicht zu schnell loszulaufen - das kann man tatsächlich nicht häufig genug sagen. Nach der Starthupe wurden wir auch sogleich ausgebremst, es ging um die Ecke und mit einigen Ausnahmen erst einmal 9km bergauf. Dabei ein lockeres Pläuschchen mit Männern und Frauen, die alle schon diverse Marathons und Ultras gelaufen waren (99, 343, 500 - ja, das ist die Anzahl der Läufe, die die einzelnen teilweise schon absolviert hatten und nicht die Startnummer).

Als es nach den anfänglichen Steigungen dann bergab ging und flacher wurde, war ich warm und hatte mein "Wohlfühltempo" gefunden. In dem ging es immer weiter, km 10, 11 - die Kilometer schmolzen dahin - km 17, km 28 - ich aß einen Kohlehydratriegel, 49 Cent bei Budni, aus Angst vor dem Hammermann. Der kam nicht, wäre wohl auch nicht gekommen, bei dem moderaten Tempo (6min/km). Zwischendurch jede Verpflegungsstelle mitgenommen, Wasser, heißen Zitronentee, Bananen, Apfelstücke. Bei km 42 dann eine Stimme: "Noch 200 Meter. Dann hast du es geschafft." Ich lächelte dem Passanten zu und auch den Kindern, die ein paar Meter weiter auf zwei Drumsets herumdroschen. Tja, und zwischendurch? Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, aber es funktionierte einfach. Nicht zu schnell laufen. Die Beine tun irgendwann weh, aber das ist egal und nicht schlimm. Es war schön, sich die Zeit zu nehmen, am Mittellandkanal eine halbe Stunde neben einem Schiff herzulaufen. Die Tabelle mit den Zwischenzeiten habe ich noch um mein Handgelenk gewickelt, aber nach 9km Anfangssteigung konnte ich die getrost vergessen. Zum Glück. Denn ich glaube, eine Zeit knapp unter 4 Stunden hätte mich in arge Bedrängnis gebracht - auch für zukünftige Läufe...

Ach so: Keine Buckminster-Fullerene, und die Seele hat den Körper noch nicht berührt. Aber das kommt bestimmt mal. (Wer Günter Herburger gelesen hat, mag dies verstehen.)

4:14

korrekt-laufen.de

0

Feuertaufe erfolgreich bestanden

Meinen herzlichsten Glückwunsch zu deiner tollen Marathon-Premiere.

...und das wird sicher nicht dein letzter gewesen sein.

Michael der laufende Beamte

@miwo Danke schön! Ja, ich

@miwo
Danke schön! Ja, ich suche schon nach dem nächsten ... ;-)))
Grüße fnord

Schön!!!

Super Debüt, und bei profilierter Strecke eine Top Zeit dazu! Aber das Wichtigste: du hast den Lauf genießen können, und da sind alle Zeiten, Ranglisten oder sonstwas sowas von egal. Toll!!!!

Gruppenduell BORN vs. Ruhr
Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos!

Genau!

Auch dir herzlichen Dank! Ich denke auch, dass - auch wenn es mittlerweile ein Volkssport ist - eine solche Distanz mit einer gewissen Ernsthaftigkeit angegangen werden muss. Eben mal möglichst unter 4h anzukommen (v.a. beim Debüt) ist da wohl fehl am Platz...
Viele schöne Läufe noch!

Glückwunsch! :-)

Thx :-)))!

Thx :-)))!

Ja super!

So werd ich das auch machen - klingt gut! Ok, bei mir wird ne 5 vorne stehen - aber das ist dann auch Wurscht.

Eben ...

... passt ja auch zu Deinem Motto. Keine Panik - du schaffst das schon!
Liebe Grüße.

uuups -da guckt ja...

..wirklich mal jemand in mein Profil! Wie gut, dass da keine Fotos drinstehen - hihi.

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links