Benutzerbild von joe115

Hallo zusammen,

bei einem Rundkurs, da ist meine Erfahrung, dass man die Zeit, die man beim Bergauflaufen verliert, beim Runterlaufen nicht wieder einholt. Normalerweise laufe ich auf ziemlich ebener Strecke, es geht mal 5-10m hoch und wieder runter. Am Wochenende bin ich nun eine Gesamt-Höhendiferenz von ~400m gelaufen, und war etwa 15% langsamer wie auf der flachen Strecke.

Hat Jemand einen Plan, wie sich Höhenunterschiede in der Strecke auf die Zeit / km auswirken?

Gruß Joe

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Wer nichts weiß hält alles für möglich

Greif

Geh mal auf www.greif.de und da klickst du Laufleistung berechnen an, da kann man u.a. auch profilierte Strecken in flache Strecken/Zieten umrechnen (Höhenmeter-Rechner), ist ganz nett, und sher motivierend, wenn man so ein paar Stiche hinter sich hat.

bye
murphy

Wozu?

Warum?

Trägst Du dann die korrigierte Zeit ins Lauftagebuch ein? Trag einfach die HöMe ins Tagebuch ein und freue Dich über die anspruchsvolle Trainingsstrecke, die Du gelaufen bist

marcus

Laufen in Leipzig (z.B. beim Handicap-Lauf am 29. März 10:30 Uhr)

Wozu?

Um nach dem Training im Gebirge realistische Zeiten in der Ebene schätzen zu können.
Biste bissel neidisch, weils in Leipzig keine Berge gibt *grins*?
Grüße aus dem Westerwald! WWConny

Ich brauche für einen

Ich brauche für einen Marathon mit ca. 800 hm ca. 15 Minuten längen, als für einen flachen Marathon.

okay

ist nicht schwer :
In beiden Gleichungen ist S die gelaufene Strecke.

Die Gesamtzeit T vom Lauf mit Steigung und Lauf ohne Steigung ist
T = Ta + Tb

Daraus folgt
Ta = T – Tb
Ta = T – S/c

In die Formel für die Steigung eingesetzt
S = (1/2) g ( T – S/c)²

Die Gleichung nach S auflösen
2 S = g ( T – S/c)²
S 2/g = T² + S² / c² - 2 S T / c
S 2c²/g = c² T² + S² - S 2 T c
- c² T² = + S² - S 2 T c - S 2c²/g
- c² T² = + S² - S ( 2 T c + 2c²/g )
mit quadratische Ergänzung
( T c + c²/g )² - c² T² = ( S – ( T c + c²/g ) )²
T² c² + (c²/g)² + 2Tc³/g - c² T² = ( S – ( T c + c²/g ) )²
(c²/g)² + 2Tc³/g = ( S – ( T c + c²/g ) )²
c² ( c²/g² + 2Tc/g ) = ( S – ( T c + c²/g ) )²
S – ( T c + c²/g ) = +/- c Wurzel( c²/g² + 2Tc/g )
S = T c + c²/g +/- c Wurzel( c²/g² + 2Tc/g )

Die Zahlenwerte eingesetzt liefert: Du bist mit Steigung ganz klar langsamer....

Adieda
Spindoc
Der mit dem Hund läuft!

gar nix flach?

Hast Du nirgends eine flache 10K-Strecke?

Und die Frage war wirklich Ernst gemeint.

Und ja, ein paar mehr Wellen im Gelände fände ich schön. Wie soll ich denn hier für den Hermann trainieren. Treppenläufe auf dem Völkerschlachtdenkmal passen höchstens architektonisch.

marcus

Laufen in Leipzig (z.B. beim Handicap-Lauf am 29. März 10:30 Uhr)

@spindoc

Das nenne ich endlich mal eine eindeutige Antwort! Wissenschaftlich fundiert. Ich werde es in der MIttagspause mal nachprüfen.

Treppen

Hallo Marcus,

sag das nicht, die Treppen bei Oerlinghausen sind beim Hermann auch nicht so ganz ohne. Würde ich an Deiner Stelle wirklich am Völkerschlachtdenkmal trainieren. Übrigens geht's beim Hermann treppab...

Liebe Grüße
Renate

Der Weg ist das Ziel

Bergauf

@spindoc
Hi,
Die Gedanke ist nicht schlecht,
S = 1/2 * g * (T - S/c)^2

Wofür stehen denn "c" und "g", haben Sie aber nicht gesagt. Ich denke Sie meinen mit "g" und "c" die Beschleunigung also "g" die uphill-Beschleunigung und "c" downhill-Beschleunigung. Allerdings nach Ihre Berechnungen ist "c" Konstant, weil Tb = S/c gesetzt wurde. (Downhill-Zeit gleicht downhill-Strecke durch Geschwindigkeit)

Ich verstehe dass die Geschwindigkeit nimmt mit der Zeit während des Uphill-Laufens ab, und zwar mit der negative Beschleunigungswert "g". verstehe allerdings nicht wieso nehmen Sie an dass, die Geschwindigkeit während des downhill-Laufens konstant bleibt!!! ist ja klar das man an Geschwindigkeit gewinnt wenn man downhill läuft.

Die "first Projectile law of motion";

S = 1/2 * g * T^2

Wobei; S : Strecke, g : Beschleunigung, T : Zeit.
d.h. die Überwundene Strecke gleicht halbe Beschleunigung mal Zeit zum Quadrat. So, beim uphill-Laufen g ist negative Wert gemessen in m/s^2.
Die Anfangsgeschwindeigkeit wurde aber nicht berücksichtigt in der oberen Formel. Man fängt nicht am Anfang eines Hügels anzulaufen, sondern man läuft in einem Hügel mit bestimmte Geschwindigkeit ein. Dafür sind weitere Projectile laws da.

Nun gut, man kann darüber streiten ob:

g = -c

d.h. die negative uphill-Beschleunigung "g" und die positive downhill-Beschleunigung "c" im Absolutenwerte gleich sind. Ist aber theoretisch durchaus plausibel. Zur Vereinfachung sind die uphill-Strecke und downhill-strecke gleich lang. Darauf folgt dass man endet nach dem Hügel mit der selben Geschwindigkeit wie vor dem Hügel, Und die Zeiten für uphill- & downhill-Strecken sind gleich. Fazit, im downhill-Laufen gewinnt man in
Wirklichkeit an Geschwindigkeit aber nicht an Zeit die man schon beim uphill-Laufen verloren hat. Um an die Zeit zu gewinnen muss |c| > |g| sein.

Was Sie gezeigt haben in:
S = T * c + (c^2/g) +/- c* Wurzel ( (c^2/g^2) + (2 * T * c)/g )
war eben die Zusammenhang zwischen die Zeit / Beschleunigung und Streckenlänge.

Ich werde sagen man verliert an Geschwindigkeit wenn man vom ebenen Strecke in einer Steigung einlaeuft. Diese Verlust ist jedoch vom Steigungsgrads und Länge der steigende Strecke abhängig. Andere Faktoren wie Ausdauer, Pace ...etc, nicht berücksichtigt. Also man wird langsamer. Aber ja natürlich, das ist so intuitive, das man nicht zu beweisen
braucht. Aber was reden wir hier,"joe115" weiß es selber, er hat doch gesagt das er 15% langsamer als auf der flachen Strecke!

@alpenfex
Sie brauchen das nicht nachzuprüfen, die Berechnungen von "spindoc" finden Sie
(in einem anderen Kontext) hier,

http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20090120080810AAS7txQ

Und weitere Details hier:

http://www.wsu.edu/~jtd/Physics205/Chap4/Chap4.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Quadratische_Gleichung

@joe115
Hi,

Meine Erfahrung hat gezeigt das die Zeit, die man beim Bergauflaufen verliert, beim Runterlaufen nicht wieder einholen kann, nun mal wir nicht verletzt werden wollen bremsen wir uns extra beim Bergrunterlaufen.
Also was machen? man can an die Sache effektiver rangehen, hier finden Sie Tipps, wie;

http://running.about.com/od/trainingessentials/ht/hillrunning.htm

Eine Formel fuer sie Zusammenhang zwischen Steigungsgrad und Zeit- bzw. Geschwindigkeit verlust wird nicht genau meiner, Meinung nach, wiel das alles vom Sportlerlestung stark abhaengig ist.

@murphy22,
Hi
Die Seite die Sie empfohlen haben ist genial, Danke viel mal.

Eine geniale Diskussion...

Danke vielmals an alle die sich beteiligt haben.
Insbesondere der Link auf www.greif.de ist sehr hilfreich.

Gruß Joe

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Wer nix weiß hält alles für möglich!

???????????????

Ich darf gerade mal wieder feststellen, dass meine Mathe-Kenntnisse doch ein wenig eingerostet sind. Also weiterhin die Berge laufen und freuen, wenn die Runde mal nicht so viele Höhenmeter hat.

BORN - sind sie zu stark, bist du zu schwach!

Brauchst Du auch nicht

Du hast ja genug Berge vor der Haustür, daher weißt Du, wie schnell Du da läufst.
Aber an Marcus' Stelle würd ich da schonmal nachrechnen ;-)

@spindoc: Mathematik....

ca. Klassenstufe 8 oder 9? Verdammt lang her! *hüstel*
Bist Du Mathelehrer?
Grüße, WWConny (spezifische Berglaufgeschwindigkeitsfaktorermittlerin im Selbstversuch)

Höhenmeter

Gestern waren es ca. 400Hm auf 14,3km...

BORN - sind sie zu stark, bist du zu schwach!

@Marcus

Wann willste denn zum Hermann?
In meinem Laufrevier gibts genau eine Strecke, die man als flach bezeichnen könnte: in Hennef in der Siegaue. Da lauf ich manchmal direkt nach der Arbeit, aber ich finde es - nun ja - sagen wir mal "wenig ansprechend". Also genau genommen: es ist kotzlangweilig. Mach ich nur, wenn ich mal wieder meinen Flach/Berg-Pace-Faktor kalibrieren will.

Du

Auch wenn es mir manchmal nicht passt: die WWW Community sagt "Du". Egal wo und wann, in welchem Forum etc. es ist immer Du.

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