Benutzerbild von marcuskrueger

Ich habe die 16. Woche meiner Marathon-Vorbereitung hinter mir. 4 Wochen liegen noch vor mir.
Die Zahlendaten kommen in 2 Wochen. 6 Wochen als Breakpoint sind sehr passend für Zwischenresumees.

Ich habe mich noch nie so stark in einen Plan reingehangen. Die Umfänge stimmen. Manchmal hatte ich Trainingseinheiten getauscht oder bin sonntags etwas langsamer gelaufen als gedacht. Diese Abweichungen beunruhigen mich nicht. Ich laufe lieber mit Buddies, als jeden Sonntag allein durch die Pampa zu trotten.

Laufapparat ist okay. Bin nicht krank geworden und bis auf die Verletzung im Dezember auch komplett beschwerdefrei.
Auch die Frage, von wann mein Avatar-Foto ist, ist nicht sehr förderlich für meine ungesunde Eitelkeit… Aber schön!

Dies ist das Positive.

Was mich beunruhigt ist ein Grundgefühl. Ich habe Zielunsicherheit. Ist die Zeit zu schaffen. Reicht mir das realistische Ziel oder werde ich nur richtig zufrieden, wenn ich unter 3:15h bleibe. Ich weiß, dass alles langsamer als 3:25 die Mühe der letzten Wochen es nicht wert gewesen wären.

Ich werde in den nächsten Tagen aufpassen müssen, dass ich diese Unsicherheit nicht mit einem Zuviel an Läufen verarbeiten zu wollen.
Der Plan hat recht. Der Plan stimmt.

Am liebsten wäre mir, wenn Dir Wettkampf um 2 Wochen nach vorne geschoben würde. So fühle ich mich wie in der 3. von 5 Runden. Jetzt muss ich mich auch schon bei den Trainingswochen verarschen. Noch 2 Wochen, dann ist das Training eigentlich zu Ende. Die 2 Wochen bis zum Marathon hin sind nur eine Woche + Regeneration.

Außerdem freue ich mich zur Zeit überhaupt nicht, dass ich 2 Runden beim Marathon laufen darf.

Ich werde mich in den nächsten Wochen etwas mit Mentaler Härte beschäftigen. In meinem jetzigen Kopfzustand sehe ich mich nicht mit Vorteilen überschüttet.

Darüber hinaus habe ich auch noch mein Tempogefühl verloren. Irgendwo bei dem Versuch 4:00 min/km zu laufen, ist das passiert. Bin jetzt immer 20 sek zu schnell. Das macht wieder beim Vorhaben 4:00 min/km Spaß, noch beim Vorhaben 5:40 min/km zu laufen. Und ja, ich breche dann ein. Aus einer anvisierten 38:30 (auf 9,7k) wird dann eine 42:04…

marcus

Laufen in Leipzig (z.B. beim Handicap-Lauf am 29. März 10:30 Uhr)

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Am besten wäre es für Dich....

...wenn der Startschuß JETZT erfolgen würde :-)

Ich glaube, es liegt eine gewisse Anspannung vor Dir, die ich als "Vorfreude auf die Erleichterung" bezeichnen möchte.

Der Plan ist gut. Der Plan hat Recht. Jetzt liegt es nur daran, das der Plan sich im Wettkampf beweisen darf, ob er was taugt oder nicht.

Aber Geduld, Brauner, Brrrrr, ruhig. Jetzt musst Du stur das Resttraining durchziehen, wenn Du nicht willst, dass"...die Mühe der letzten Wochen es nicht wert gewesen wären".

Zielunsicherheit, vielleicht noch gepaart mit einer Spur Lampenfieber? Wie dem auch sei, ich glaube, eine Spur Trainingsleere überfällt jedem von uns. Der Trick ist, sich von ihr nicht klein kriegen zu lassen...

Ich wünsche Dir viel Erfolg, Deine mentale Stärke zu erhalten!

Wer ans Ziel getragen wurde; darf nicht glauben; es erreicht zu haben.

Marie von Ebner-Eschenbach

und die Lehre aus der Leere?

Ist weniger mehr?
Ist ein 20-Wochen-Plan doch zu lang?
Fehlt Dir nach Deiner Ultra-Erfahrung für einen popeligen Marathon der "Kick"?
Brauchst Du ein Hobby, das Dich vom Laufen ablenkt (vielleicht Brieftauben züchten oder sowas)?
Fragende Grüße, WWConny (Tempogefühl? Was ist das?)

Nutzlose Bemerkungen

Hallo Buddy,

da antworte ich doch ganz unläuferisch: Leere ist Form - Form ist Leere. Nimm's als Lauf-Koan für die Motivationslöcher der letzten 2 Wochen.

In deinem Zshg. mache ich gern auf folgendes Buch aufmerksam: W. Schmidbauer: Alles oder nichts. Über die Destruktivität von Idealen. Musst es nicht lesen, der Titel ist schlagend genug ;-)))

Und im übrigen, wenn's dich beruhigt: das einzige Mal in meinem Läuferleben als ich streng nach Plan (von Greif) trainiert habe, bin ich meine Marathon-Bestzeit gelaufen.

Allerbeste und -bekloppteste Grüße
Rai

Klugheit ist der vergebliche Versuch, das wahre bekloppte Leben zu vermeiden

angelrunners@CMOB

Dem...

...kann man nur noch Meister Yoda hinzufügen: "Ein Versuchen es nicht gibt. Machen Du tust es oder lassen, aber Versuchen nicht, junger Jedi".

Möge die Macht mit Dir sein.

Wer ans Ziel getragen wurde; darf nicht glauben; es erreicht zu haben.

Marie von Ebner-Eschenbach

20 Wochen

diszipliniert nach Plan trainieren - Respekt! Ich bin schon bei meinem 12 Wochen Plan zum Schluss genervt, weil mir die freien Läufe fehlen. So nen run wie´s grad passt ist ne feine Sache, besonders, wenn man nicht im Hinterkopf hat, dass der jetzt ja eigentlich zu lang, zu kurz, zu schnell, zu lahm eben zu unplanmäßig war.
Du und ich wissen natürlich, dass hohe Ziele ein planvolles Vorgehen verlangen. Wir wissen, dass der Erfolg ohne vorheriges Tief zu einfach wäre. Nur seine Schwierigkeit macht ihn so wertvoll! Zum Tief gehört sicherlich das Hinterfragen, so wie du es gerade machst. Ist o.K. - solltest du aber nicht übertreiben.
Zum Tempogefühl - für gefühllose Momente gilt: Techik ersetzen Verstand! Lauf mit dem schrillsten ever einstellbaren Pulsunterüberschreitwarnton den dein "Ding" hergibt.
Übrigens häng ich gerade genau so wie du. Wetter doof, Plan nervt, Zweifel kommen auf. Am besten wir lassen uns nen Gruppentermin beim Sportpsycho geben. Nezzwerker kommt bestimmt auch mit!

Gruß

Flitzfritz

Scheint so

als ob Marcus und Rue denselben Plan haetten. Gleichzeitige Durchhaenger.

Ich bewundere Deine und Rues Disziplin und Ausdauer, so einen strengen Plan einzuhalten. Aber beneiden tu ich Euch nicht drum.

Nun hast Du's bis hierher geschafft, nun schaffst Du's auch weiter bis zum Schluss. Sonst kann der Plan doch nicht funktionieren. Oder? Die mentale Staerke wird womoeglich grad dadurch entwickelt.
(Aber ich kann ja auch leicht daher reden...)

Moege der Plan Fruechte tragen!

s:)

Wir sind BORN. Verstand ist zwecklos.
RW TrainingLog

Am Geruch erkannt.

Bei der Blogüberschrift dachte ich: "Bestimmt mk". Recht gehabt.

Den Inhalt des Blogeintrags habe ich geahnt.

Und er ist natürlich teilweise Quatsch. Du hast nicht plötzlich das Tempogefühl verloren, sondern es ist Dir in diesem durchaus heftigen Plan temporär abhanden gekommen. Spätestens im Tapering kommt es wieder. Du weißt genau, wie sich 4' anfühlen und Du kannst am Tag X auch 4'37" von 4'39" unterscheiden.

Und selbst wenn nicht: Ganz langsam loslaufen ist
eh erste Marathonipflicht und gute Kilometermarken sind erste Veranstalterpflicht. ;)

Testest Du noch kommendes Wochenende? Ich denke, ein entsprechendes Ergebnis beim HM könnte Deine Zielunsicherheit verringern - ganz egal, ob er auf 3h26' (dann wird offensiv angelaufen), 3h15' (na bitte...) oder auf 3h08' (dann wird eher defensiv gestartet) hinweist...

Der ist nicht zu lang, der Plan. Der ist genau richtig.

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Wir sind BORN. Verstand ist zwecklos. Sie werden bekloppt.

Der Gruppenwettstreit: RUHR vs. BORN

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