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Weiß gar nicht recht, ob ich den Blog unter Runners high oder eben unter Wettkampfbericht einstellen soll. Wie dem auch sei. Am Wochenende war also wieder mal Marathon angesagt, der vierte in diesem Jahr. Früh morgens zu einer Zeit, die ich an sich nur vom Hörensagen her kenne (6.30 Uhr) also aus den Federn gepellt und mit unseren beiden Mittleren sowie der liebsten Ehefrau von allen sämtliche Regionalbahnen zwischen Cuxhaven und Springe ausprobiert. Am Fuße des Deisters fand nämlich der 33. Springe-Deister-Marathon statt – by the way: auch mein 33.

Da nach Ankunft des Zuges nur noch 35 Minuten bis zum Start waren, erst mal ein Taxi gechartert und zum Sportzentrum Süd in Springe gedüst. Dann noch hektisch die beiden Kinder für den 2,05km-Schnupperlauf angemeldet, Startnummern abgeholt und wenig später stand ich auch schon mit 116 anderen Marathonis an der Startlinie. Traumhaftes Wetter: Purer Sonnenschein, angenehme Temperaturen, wenig Wind, die Vögel zwitscherten, alle in gespannter Vorfreude, nur ich war todmüde und wäre am liebsten ins nächste Cafe. Füße hoch und Kaffee intravenös, bitte!

Der Startschuss riss mich dann unsanft aus solchen Träumen und so setzte sich das Feld dann in Bewegung. Die Strecke ging dann bald in die Walachei, wie versprochen recht flach, den Deister links zu unserer Seite erst auf Asphalt dann auf Feldwegen. Dort recht heftiger Gegenwind. Wende nach links, ein Hügelchen hoch, ein hübsches verlassenes Dörflein passierend, dann entlang der Landstraße, vorbei am Wisentgehege (der Eintritt hierzu war im Startpreis von 10 Euro enthalten), rechts in die Botanik (Wald) wo einige Windungen und Anstiege auf uns warteten, schließlich entlang der Landstraße bergab Richtung Springe und Ziel. Das ganze als 4 Rundenkurs.

Weil ich Marathon als Soloaufgabe ätzend langweilig finde, hatte ich meinen besten Freund, den I-Pod, dabei und fand Anschluss an eine Dreiergruppe. Die waren zwar deutlich schneller als ich, aber ich wollte unbedingt dranbleiben, um innerlich nicht völlig zu vereinsamen. Außerdem habe beim Laufen die absolute Fähigkeit, mich ständig überall zu verlaufen. Macht nicht wirklich Spaß und kostet zudem auch irgendwie Zeit. Also ging´s in munterem 4:25er-Tempo die ersten beiden Runden voran. Da ich mir bei dem Trinken immer etwas Zeit nehmen muss (Laufen und Trinken sind zwei Bewegungsabläufe, die sich bei mir motorisch nicht in einem Vorgang koordinieren lassen) musste ich nach der Halbmarathon-Verpflegung abreißen lassen und Runde 3 allein bewältigen. Trotzdem kam ich noch mit 4:30 für meine Verhältnisse ganz ordentlich voran. Komischerweise hatte ich die drei dann auf der letzten Runde doch noch eingesammelt, obwohl ich dem Tempo ab KM 36 heftig Tribut zahlen musste und nur noch knapp unter 5:00 blieb. Beim letzten Anstieg im Wald meldete sich die Muskulatur und sprach ein eindringliches Veto, andererseits signalisierte mir mein Garmin deutliche Bestzeit und da ich total Garmin- und zahlenfixiert bin, habe ich dann noch mal alles aus mir herausgeholt. Die Halbmarathonis, an denen ich noch vorbei musste, werden mich wahrscheinlich für ein entlaufenes Wisent in der Brunft gehalten haben, aber egal: Ich kam als Sechster ins Ziel, Bestzeit mehr als 5 Minuten verbessert, erstmals unter 3:15 (3: 13:59).

Nun sitze ich hier, stolz wie Oskar und hoffe, dass ich morgen beim Einkauf nicht einer Horde kenianischer Austauschschüler treffe, die sich über die Zeit tot lachen. Ist ja alles relativ. Viel wichtiger: Kinder und die liebste Ehefrau traf ich auch wieder und wir hatten sogar noch etwas Zeit, um etwas im Springer Hallenbad auszuspannen.

objektives Fazit: schöne Veranstaltung, gute Orga, einmaliges Preis-Leistungsverhältnis (10 Euro incl. Schwimmbad), abwechslungsreicher 4-Rundenkurs, Kuchenbuffet als Zielverpflegung, angenehme Startzeit (12.00 Uhr), nette Leute, schönes Wetter, aber man nehme sich was zu Beißen mit auf die Strecke ;-) – da wurde der Veranstalter vom großen Andrang (117 Marathonis, 369 Halbe, 241 10er) offensichtlich etwas überrascht!!

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Gratuliere

Moin, moin Peter,

schön wieder was von Dir zu hören, vor allem, wenn es so positive Neuigkeiten sind. Gratuliere zu der klasse Zeit. Ich denke mal, damit wird sicher auch endlich Deine Laufmüdigkeit verflogen sein und Du startest endlich eine Verfolgungsjagd. Ich hab da schon mal wieder ein wenig vorgelegt... *grins*

Liebe Grüße an die Nordseeküste
Renate

Der Weg ist das Ziel

Glückwunsch

Hallo Peter

Herzlichen Glückwunsch zu diesem fantastischen Lauf und der super guten Zeit!!! Einfach phänomenal. Ich freu mich mit dir - ein neuer Stern am Läuferhorizont! Und dann noch bei Wind...wie sieht das dann wohl aus, wenns kaum weht?!!

Erhol dich gut und genieß deinen Erfolg!

Ich geh mal davon aus, dass deine Kinder auch ins Ziel gekommen sind und stolz sind auf ihre Leistung! Glückwunsch auch ihnen.

lg
Volki

Runners High

Hört sich, trotz des frühen Aufstehens, nach einem perfektem Tag an. Herzlichen Glückwunsch. Super Zeit und auch der normale Kenianer könnte es nicht besser.

Glückwunsch

Aber wie schafft man bis zum 23.03. vier Marathons in diesem Jahr? Wahnsinn!

Geht alles..

Peter ist halt ein Organisationstalent... *lach*

Der Weg ist das Ziel

100 marathons

Hi, naja, vier in vier Monaten finde ich ja doch einigermaßen moderat. Ich saß letztes Jahr im November neben einem, der hatte 2008 bereits mehr als 100 auf der Uhr (oder in den Beinen). Er sprach übrigens nicht mal davon, ich hab´s erst später erfahren. Wie immer: nach oben hin sind alle Grenzen offen!!

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