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Zeitprobleme? Tolles Wetter? Gier nach einer langen Outdoor Einheit?

Dann versuchen wir es mal mit Aufteilung auf mehrere Stücke an einem Tag.
Morgens Radeln ins Büro: 45 Minuten
Mittagspausenradeinheit: 45 Minuten
Abends vom Büro Heimradeln: 45 Minuten.

Das wären dann auch gut 2 Stunden. Das klingt nach einem Plan, den ich am Freitag gefasst hatte. Leider heißt Planung, den Zufall durch Irrtum zu ersetzen. Also schauen wir mal, was der Realitätscheck bringt.

Einheit 1 : Morgens Radeln ins Büro. Es ist neblig und kalt. Mittags erst soll die Sonne herauskommen. Die Satteltasche ist gefüllt mit den leichten Wechselklamotten. Aber man weiß ja nie, wie das mit den Plänen so ist. Also sicherheitshalber mal richtig Gas geben. Trotzdem ist noch Zeit die gigantische Stimmung im Naturschutzgebiet zu genießen. Die Sonne will schon durchdrücken und taucht die Stoppelfelder in ein goldenes Licht. Der Nebel scheint alle Geräusche zu schlucken, außer dem Hämmern des Spechtes. Einfach nur friedlich.

Zwischenbilanz: Leider nur 37 Minuten ins Büro. Das ist zu kurz. Der Plan bröckelt.

Dann Arbeiten und Umzug vorbereiten. Kisten Packen. Schränke Ausräumen. Mein Gott, was sich über 5 Jahren an Schrott angesammelt hat. Mittagspause fällt aus. Eine Banane muss reichen. Das Wetter wird immer schöner. Es wird warm. Meine innere Schweinehündin Lisa wird unruhig und versucht mich vom Arbeiten abzuhalten. Um 15:45 reicht es ihr und sie schubst mich wild durchs Zimmer. Das Wichtigste ist erledigt. Die Datensicherung vor dem Technikumzug läuft noch sicher eine Stunde. Also rein in die leichte Radklamotte und rauf aufs Rad.

Einheit 2 : Das nächste Naturschutzgebiet ist dran. Die Argen rauf. Es ist gigantisch. Ohne Blätter an den Bäumen habe ich den Fluss ständig im Blick. Jede Biegung. Jede „Stromschnelle“. Es ist sonnig… leider nicht so warm wie erwartet. Der Fluss mit den immer noch vereisten Uferbereichen kühlt ganz schön. Gottseidank habe ich Jacke und Mütze noch eingepackt. Irgendwie muss die fehlende Zeit vom Morgen hereingeholt werden. Und die Datensicherung braucht ja noch. Also Verlängern und Kurbeln. Ich bin einfach nur gut drauf. Und meine innere Schweinehündin Lisa scheint am Vorderrad mitzurennen.

Zwischenbilanz: 65 Minuten später bin ich wieder im Büro. Nicht ganz nach Plan, aber mit einem fetten Grinsen im Gesicht.

Datensicherung abschließen. Die letzten Ausräumarbeiten und dann wieder ab aufs Rad, bevor es dunkel wird.

Einheit 3: Es geht zurück über die Stadt ins Naturschutzgebiet. Schon nach wenigen Kilometern kommt der Einbruch. Unbändiger Hunger überkommt mich. Phantasien von Pasta mit Tomatensoße stören massiv die Konzentration. Die Oberschenkel fangen an zu brennen. Das Kurbeln wird immer schwerer. Meine innere Schweinehündin Lisa verzieht sich in die letzte Ecke und lässt mich mit meinem Elend allein. Ich scheine gar nicht mehr vorwärts zu kommen. Aber der Sonnenuntergang ist wunderschön…

Zwischenbilanz: Nach 43 Minuten rolle ich in den Hof und lasse mich völlig ausgepowert vom Rad fallen.

Fazit: Die Idee war schon richtig gut und darf auf jeden Fall wiederholt werden. Durch die Büropausen zwischen den Einheiten, fällt es leichter, die einzelnen Sport- und Arbeitsabschnitte durchzuhalten. Trotzdem bleiben es fast zweieinhalb Stunden Sport. Und die ausgefallene Mittagspause hat sich bei der Heimfahrt gerächt. Es gibt also noch Optimierungspotenzial.

4
Gesamtwertung: 4 (2 Wertungen)

Klasse Idee

Aber ohne Sprit fährt das tollste Auto nicht. Was ist das gute an Fehlern? Man muss sie nur einmal machen ;-) Beim nächsten Mal denkst du an die Kalorienzufuhr, dann klappt´s auch mit dem Heimweg.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Wenn's denn so wäre;-) Es

Wenn's denn so wäre;-)
Es ist nicht das erste Mal, dass ich das bisserl Radeln völlig unterschätzt habe und richtig eingebrochen bin... Laufend war ich früher einfach kürzere Strecken gewohnt. Da war das nie ein Thema.

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