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Heute Morgen war der letzte längere Lauf vor meinem Hochbrückenlauf-Debut in Kiel. Der Lauftreff lud im Rahmen der HH-Marathonvorbereitung zum gemeinsamen Lauf mit Verpflegung. Das Wetter war nicht Fisch noch Fleisch. Im Jogmap-Universum bedeutet dies wohl, weder genug Regen für einen Regenfetischisten, noch waren die Umstände so, dass man sich als völlig BORNiert bezeichnen könnte. Die Ruhr fliest hier auch nicht vorbei. Es war einfach ein typischer, mit etwas Nieselregen und Wind verfeinert, normaler Lauf in Schleswig-Holstein.

Es lief soweit alles wie gewohnt. Nach ausgiebiger Begrüßung ging es dann auch sofort los. Nach den ersten 3 gemeinsamen 6er-Schitt-Kilometern teilte sich das Feld in die üblichen (Geschwindigkeits-) Gruppen auf. Ich natürlich, mit den üblichen Verdächtigen, vorneweg. Eigentlich lief alles im grünen Bereich. Wir liefen zu fünft in einer 5:20-er-Pace (für mich zwar recht flott, aber bisher machbar) Rund um die Heimatstadt, immer der Pfeilen nach, die die Organisatorin in einem knalligen rot auf die Straßen und Wege sprühte. Alle 5km gab es etwas zu trinken und etwas Obst. So ging das bis Kilometer 20. Kurz vorher merkte ich schon, es wird schwerer. „Macht ja nix. Ist ja bald vorbei.“ dachte ich, machte aber mit einem ebenfalls erschöpften Kollegen eine etwas längere Pause und Trank noch einen Schluck Cola zusätzlich.

Mit einem Kollegen aus unserer 5er-Gruppe beschloss ich nun doch etwas gemächlicher zu laufen. Ist ja schließlich kein Wettlauf. Es stellte sich aber als sehr schwieriges Unterfangen heraus. Ich war, Die anderen 3 in Sichtweite, nicht in der Lage langsamer zu laufen. So kam es wie es heute wohl kommen musste. Ab Kilometer 22 ging plötzlich gar nicht mehr. Die Beine brannten, mein Magen war völlig übersäuert (Sch… Cola) und der Puls pochte auf Wettkampfniveau. Mein umsichtiger Begleiter bot mir dann eine Gehpause an. Gehpause! Und dass mir! Ist mir ja noch nicht passiert. Leider muss ich gestehen. Sie war nötig. Aber sowas von!

So trabten wir die letzten 3 Kilometer in einem gefühlten extremen Schneckentempo (tatsächlich aber 6:10er Pace) dem Ziel entgegen. Ich musste noch 2 weitere Gehpausen einlegen und war völlig demotiviert. Als das Ziel dann in absehbarer Entfernung befand, schickte ich meinen Kollegen dann los und trabte weiter. Ich hatte das Gefühl, ich komme und komme nicht voran. Das Hauptfeld war aber noch nicht in Sicht. Gottseidank! Keine Lust auf Sprüche. Nach 2‘Stunden 17 Minuten hatte mein Martyrium ein Ende. Immer noch 5:30er Schnitt, aber mir war‘s zu diesem Zeitpunkt auch egal.

Was lerne ich daraus? Nächste Woche betont ruhiger und bei langen Läufen vielleicht künftig etwas gemächlicher. Ob‘s klappt? Wer weiß?

Haderlomp
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also, ich finde...

..für einen Schnitt von 5:30 auf so einer langen Strecke musst Du Dich jetzt auch nicht grade schämen! Also ehrlich!
Beste Grüße, WWConny

Macht nur stärker !

Ist mir auch schon ein paarmal passiert, es
fällt mir unheimlich schwer die Pace bei den langen
Läufen zu drücken.
Ärgert darum um so mehr wenn nach hinten raus
nichts mehr geht.
Aber am Ende muss man diese Erfahrungen wohl machen
um seine Kraft vernünftig einzuteilen,
und es macht uns nur noch besser für´s
nächste mal.
Also: CHAKA, der Weg ist das Ziel!

Gruß Dedi

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