Benutzerbild von Wüstenwolf

wir sind gestern abend aus der Sahara zurückgekommen.
Ich schreibe heute nur eine kurze Version über das Rennen, einen längere Geschichte folgt dann morgen.
Die 100kmdelsahara waren diesmal viel, viel schwerer als im letzten Jahr. Der Veranstalter hatte die Strecke geändert und zwar so, dass in jeder Etappe Dünen zu bewältigen waren. In den letzten 10 Ausgaben des Rennens gab es Dünen nur in der zweiten Hälfte der Schlussetappe. Leider hatte er nicht mit dem Wetter gerechnet. Bis einen Tag vor dem Start hat dort wohl ein heftiger Sandsturm getobt. Als Folge waren die Trails und Pisten, die normalerweise gut zu laufen sind, mit Sand überzogen. Ähnlich Schneeverwehungen bei uns. Wir sind also zu mehr als 80 Prozenz im feinen Saharasand gelaufen und hatten in jeder Etappe Dünen. Meine Herren, das ging ganz schön ab...
Gleich zu Beginn des Rennens mussten wir über 7 Km Dünen. Nach ein, zwei Kilometern machte sich meine Erkältung leider wieder bemerkbar. Der Rotz lief nur so und ich hatte Beine wie Blei. Die zweite Etappenhälfte war sandig, aber flach und ich kam ganz gut in den Tritt. Gegen Ende der Etappe fehlte aber die Kraft. Platz 11 war aber ganz okay.
Als Zweites kam der Marathon. Ich bin verhalten angegangen und hab die Italiener stürmen lassen. Lag lange weiter auf Platz 11. Gute Entscheidung, lockerer loszulaufen und die Kräfte einzuteilen, denn ab Kilometer 24 kamen mir ganz viele wieder entgegen, so dass ich siebter beim marathon wurde und mich insgesmat auf Platz 7 vorarbeiten konnte. So ein Marathon ist halt doch lang und wenn er über Sand geht, tut er auch richtig weh (wenn ich das hier mal altklug einwerfen darf ;-).
Am dritten Tag ging es größten Teils über zugewehte Piste. Nach vorne hatte ich 15 Minuten, nach hinten fünf Minuten Abstand. Aus meiner Sicht keine Platzverbesserung möglich, aber nach hinten hieß es aufpassen. Wichtig war mir, dass mein Hintermann, keine Zeit gutmachen konnte. Der ließ mich fieserweise das Tempo machen und zog dann doch in den 2km Dünen vor Schluss der Etappe vorbei und gewann 14 Sekunden. Der Italiener vor mir hatte sich aber etwas übernommen, verletzte sich und verlor fünf Minuten auf mich. Am Ende der Etappe also weiter Platz 7.
Zielvorgabe für den letzten Tag: Platz halten...
Die Strecke war offiziell 23 km lang, davon 18 km über Piste und fünf durch Dünen zur Oase Ksar Ghilane, dem Zielpunkt. Diesmal war die Piste nicht zugeweht, dafür gab es Gegenwind, wie ihn nur die Wüste kennt... Nach 80 Kilometern in den Knochen zeiht einem das fast die Schuhe aus. Glückliche Fügung am Ende der Etappe war ich überraschenderweise in der Gesamtwertung auf dem 6. Platz und nicht wie in der Mitte der Etappe befürchtet auf dem achten. Glück gehört dazu und ein Rennen in der Wüste besteht nicht nur aus Laufen. Mehr dazu gibts morgen in einem etwas ausführlicherem Rennbericht.
Aus deutscher Sicht liefen die 100kmdelsahara wirklich gut. Drei Läufer unter den ersten sechs und Platz 2 in der Mannschaftswertung waren wirklich gute Ausbeute.
So, mehr gibts morgen und ich kümmer mich jetzt erstmal um meine Blasen...

Noch einmal vielen, vielen Dank für die Unterstützung von euch allen bei der Vorbereitung und auch für die Mails in die Wüste. Das hat super motiviert!!!!!!

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100kmdelsahara

lieber wüstenwolf
du hast meinen äussersten respekt. herzlichen glückwunsch.
vg ibjuedes (der mit dem berg tanzt)

wer mit mir die halserspitzrunde (jogmapstreckenname: P2WolfBlauHALSERKreuzP2) 22.3km, 1300hm oder die brünnsteinrunde (jogmapstreckenname: Lügsteinsee-01) 25,3km, 1500hm laufen will, soll sich bitte melden.

Gratulation

Hallo Wüstenwolf,

herzlichen Glückwunsch, dass Du den Lauf nicht nur durchgestanden hast, was wohl der größte Teil aller Läufer hier nicht schaffen würde, mich eingeschlossen, sondern auch noch zu der großartigen Platzierung. Ich selbst hab ja Ultraerfahrung vor 20 Jahren gehabt, aber das, was Du da geleistet hast, übersteigt selbst mein Vorstellungsvermögen.

Liebe Grüße und schon Dich jetzt ein wenig
Renate

Dünenlaufen

finde ich schon heftig, wenn ich auf meiner Lieblingsurlaubsinsel Ameland durch den tiefen Sand vom "Binnenland" über die Dünen an die Wasserlinie (bei Ebbe lässt sich dort super auf dem harten Boden Laufen) muss. Dass sind dann ca. 500m durch tiefen und feinen Sand. Danach kann ich die Schuhe erst einmal ausbürsten und die Beine auslockern.
Aber die Vorstellung zig Kilometer im tiefen Sand zu laufen...möchte ich gar nicht drüber nachdenken.

Meinen Respekt vor dieser ausserordentlichen Leistung.
Grüsse vom (Exil)- Kenianer

Meine Peter Patella Seite

welcome back

und hut ab vor deiner leistung !!
so ein paar dünen mehr oder weniger , ach gott, was soll´s ....;))
hast dir deinen namen jetzt wirklich verdient

gute erholung und gruß an die blasen
christine

Hammer!

Klasse Leistung! Respekt!

Lu

Gruppenduell Bornies vs. Ruhries

Boah.

Super! Ganz großes Kino. Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!!!

cc

Gruppenduell BORN vs. Ruhr
Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos!

Laufen in der Wüste

Ich fand den Artikel interessant geschrieben und finde es großartig wenn jemand zu solch Sportlichen Herausforderungen Mut hat. Weiter so.
Freue mich schon auf den ausführlichen Bericht :0)

"Der richtige Sport fängt erst da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein."

Herzlichen Glückwunsch!!

Wüstenwolf, das ist eine absolute Super-Leistung! Ich habe keine Ahnung von der Wüste, außer dem, was man in der Schule lernt und später durch Berichte erfährt. Aber, das muß doch neben den Strapazen durch Sand und Düne auch unglaublich heiß sein? Ich bin sehr auf Deinen Bericht gespannt und ziehe mit großer Achtung meine Laufkappe vor Dir. Gute Regeneration und weiterhin viel Spaß beim Laufen

mit sportlich-fröhlichem Gruß
Triatman57

Respekt und Gratulation...


... zu dieser, Deinen Leistung!!!
Ich wünsche Dir gute Erholung und eine schmerzfreie Genesung der blasengebeutelten Füße. Freue mich schon auf Deinen ausführlichen Bericht.
Gruß
Jens

RESPEKT!!

Hallo Wüstenwolf!
Reihe mich ein in diejenigen, die darauf harren, Deinen ausführlichen Bericht zu lesen.
Auch wenn ich mir eigentlich nicht wirklich vorstellen kann, 100 km in einer Woche durch Sand zu hetzen, werde ich den Lauf im Hinterkopf behalten.
Grandiose Leistung.
Gruß; Marco
You´ll never dün alone

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