...zur Marathonvorbereitung.
Ich lese in verschiedenen Büchern verschieden Aussagen dazu, meist aber auf Energiezufuhr verzichten, damit der Fettstoffwechsel überhaupt in Gang kommt.
Welche Erfahrungen/ Praxis habt ihr damit?
Da ich bisher auch nichts trinke, weil ich es nicht mitschleppen mag und nirgend Depots habe, wüsste ich auch gern wir ihr damit umgeht. Würde eigentlich gern Wasser trinken und hoffe, das ich dann auch nach 20 km noch fit bin und bleibe.

Gruß Tres Hombres

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Lange Läufe

Bis Km 20 komme ich ohne aus, aber wenn es mal auf die 30 zugeht, muss ich etwas mitnehmen. Die Schlepperei mag ich zwar auch nicht, aber wenn ich hintenheraus grandios einbreche und die letzten km heimgehen muss, bringt das auch nichts.

Es gibt ja recht praktische Getränkegurte. Ich habe einen von Skinfit. Da ist noch ein Fach bei, in welche ein Handy und sogar noch eine Windjacke reinpassen. Ein weiteres Fach bietet noch Platz für Tempotaschentücher, falls man plötzlich von einem dringenden Bedürfnis nach einer Buschpause überwältigt werden sollte.

Doch zurück zum Getränk. Bewährt hat sich Tee mit Maltodextrin. Das rettet einem gut über die Zeit, auch hintenheraus.

Eine andere Möglichkeit ist, deine Runden so zu gestalten, dass du an Brunnen mit Trinkwasser, einem Friedhof oder einer Tanke vorbeikommst. Statt Getränkegurt müsstest du dann also nur einen kleinen Geldschein mitschleppen!
:-)

Energiezufuhr

servus tres hombres
Also bis ca 20 km ist komplett ohne auch für mich kein Problem. Wenn`s drüber geht brauch ich auch was zu Trinken. Am besten bewährt hat sich bei mir der Marathongürtel mit 4 Fläschchen. Eines füll ich bei wärmeren Wetter mit 2/3 Wasser, einen halben Teelöffel Salz, 1/3 O-Saft(zwecks Geschmack). Hab`s auch schon mit Depots probiert, dann lief ich allerdings 10 km-Runden . Is nich so mein Ding. Im letzten Jahr hab ich einen Trinkrucksack geschenkt bekommen,den allerdins erst einmal benutzt. Zur Energiezufuhr würde ich dir bei den Langen schon raten, allein um zu sehen was du am besten verträgst(Gel,Energieriegel,Obst).Ich gehe davon aus, daß es dein erster Marathon ist, darum kannst du dir nicht sicher sein, ob du ohne auskommst. Ich persönlich komme mit den Gels am besten klar. Bei meinen Longjogs nehm ich mir ein Gel, beim Marathon zwei mit. Mit der Fettverbrenung das ist schon richtig. Allerdings muß dein Körper sich erst darauf einstellen. Die Chance, daß du einen Hungerast bekommst,ist bei über 30 km ziemlich groß. Hab`s 2010 am eigenen Leib erfahren. Macht eigentlich keinen Spaß.

Wünsch dir eine gute Vorbereitung und einen tollen Lauf

Gruß Fjerler

Thema Depot

Du kannst, um nichts mitschleppen zu müssen (derzeit braucht man ja noch nicht soviel Flüssigkeit, im Sommer sieht das anders aus, da würde ich ab 15km was nehmen) deinen Weg zur Arbeit o.ä. nutzen oder mit dem Fahrrad unterwegs vorher an ein / zwei Punkten Flaschen hinstellen - das hab ich auch schon gemacht. Ideal wwegg du auf dem Hin- und Rückweg daran vorbeikommst. Zettel dran mit der Bitte es dort zu lassen (muss ja nicht mitten auf'm Weg stehen..). Ich mag nämlich auch nicht mehrere kleine Runden rennen, die leeren Flaschen (ggf. pfandfreie PETs nehmen) sammelst du dann später nartürlich als verantwortungsvoller Bürger wieder ein :-)Und Gels nehm ich ab 25km meistens auch - aber heute haben ja fast alle Trikots oder Hosen ein Täschchen dafür.

bis 30 km

nix essen, es sei denn es geht länger als Marathon, dann schon frühzeitig essen. Ich bin heute 45 km gelaufen und hab ab km 20 Wasser aus dem Trinkrucksack getrunken, ab km 35 Malzbier verdünnt mit Wasser.
In der Regel kann ich bei moderaten Temperaturen auch bis km 30 ohne Getränke laufen, falls ich doch was benötige nehme ich meinen Trinkrucksack mit.
Musste ausprobieren, auch ist nicht jeder Tag gleich.

Der Tag geht zu Ende: Überdenke noch einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat. Ein paar davon behalte, die anderen wirf weg! Calvin O. John

Hör dir mal

den Podcast Folge 15 von laufradio.de an. Den hat uns Kollege realfila über seinen Blog zur Verfügung gestellt:
http://www.jogmap.de/civic4/?q=node/241197

Da wird Dr. Andre Albrecht interviewt. Und seine Ausführungen decken sich wirklich absolut mit meinen Erfahrungen.

Ich hab aber immer n Gel mit dabei. Auch wenn ich es nicht brauche. Ist ne gute mentale Stütze und bevor man crashed, lieber n Gel.

ausprobieren

musst du selbst. Ich brauche ab zwei Stunden etwas zu trinken. Vertrage kein reines Wasser, daher strecke ich das mit ein wenig Iso (Ultra Buffer) oder Fruchtsaft. im Training nehme ich keine Gels oder Riegel sondern esse vorher. Für einen Marathon stecke ich mir zwei Gels ein, brauche erfahrungsgemäß nur einen. Bin schon öfter in die Unterzuckerung gelaufen, das macht keinen Spaß.

Edit: Am Weg deponieren ging bei mir 2,5 Jahre lang gut - dann war die im Baum (abseits des Weges und uneinsehbar) deponierte Trinkflasche sowie der Rucksack verschwunden. Seither laufe ich lieber mit Rucksack und nehm das Zeug mit. Hat den Vorteil - der Rückweg fällt leichter ;-)

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

ohne geht gar nicht

Ich bin im Marathon-Trainig die langen Läufe nie alleine gelaufen. Wir sind da immer eine Gruppe und bei den langen Läufen wurden dann 1 oder 2 Rastplätze gesucht wo dann jemand mit Verpflegung gewartet hatte. Oder jemand ist mit dem Fahrrad mitgekommen. Wir hatten immer selbstgemachten Kuchen dabei,Bananen, Salzstangen oder die guten TUC Kekse. Manche habe auch Gummibären oder Datteln dabei. Da wir im Winter trainiert hatten gab es auch immer heißen Zitronentee. Und nach dem anstengenden Training ein alkoholfreies Weizenbier.
Auch hatte ich immer einen Getränkegürtel dabei. Ich kann mit 4 kleinen Flaschen (120ml) viel besser laufen als mit den größeren Flaschen. Die wippen immer auf und ab. Bis 2 Stunden-Läufe habe ich mom. nur eine kleine Flasche dabei. Am besten komme ich mit verdünnten Traubensaft klar. Nur Wasser schmeckt langweilig. Ist vielleicht auch ne Kopfsache. Auch kommt jeweils eine kleine Prise Salz mit rein. Energie- und Magnesiumriegel von Saitenbacher passen in die kleine Tasche rein.
Also Salzstangen oder TucKekse sind ein absolutes MUSS ab km 28. Sonst gibt es Krämpfe im Magen und mein Kreislauf meckert. Nicht jedesmal, muss ich aber nicht wieder haben.
Sinnvoll ist es auch mal zu lesen was bei dem jeweiligen Marathon an Verpflegung angeboten wird und das bereits im Training mal ausprobieren. Es sei denn, du hast da deine eigene Verpflegung bei. Im Wettkampf verzichte ich aber auf allen unnützen Ballast. Wobei....in Island gab es nur eiskaltes reines Wasser zum trinken. Auch nicht toll. Dafür aber Bananen und Marsriegel. In Barcelona, gab es Wasser, Iso, Cola, Bananen, Salznüsse und ich glaube auch Kuchen. In Wien gab es Wasser, Schorle, Iso, Cola, aber nur Bananen.

Viel Erfolg beim Testen.

Wir waren auf Island.

Vielen Dank Euch allen für

Vielen Dank Euch allen für die vielen, ausführlichen und sehr nützlichen Tips - ich werde sie jetzt mal umsetzen und sehen was passiert.

Guten Lauf und liebe Grüße Tres Hombres

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