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Bis heute war ich eine Blogg-Jungfrau.
Ich hielte nichts davon…bis gestern Abend.
Ja ich hab’s getan!!!
Ich habe heute zum ersten Mal in meinem Leben gebloggt.

Ich habe gestern gegen die Naturkräfte gekämpft!
Alle meine Mitläufer haben abgesagt. Das Wetter sei zu schlecht! Um 16:30 habe ich dann meine „Kuhsee Standard“ Strecke an der Anton Fugger Brücke gestartet. Es musste ein Intervalltempotraining werden. Mein mp3 Player mit Prodigy „Inviders muss die“ sollte mich noch mehr dazu motivieren meine Bestzeit von 53:07 auf der 10.330 Strecke zu schlagen. Die Aufwärmzeit hat der Prodigy mit seinem Beat stark verkürzt. Es war einfach unmöglich zu der Musik locker zu laufen! Ich habe schon bei ersten Kontrollpunkten einen ungewöhnlichen Zeitvorsprung beobachtet.

Der Nieselregen hörte meine Musik auch und dementsprechend eine draufgelegt. Der innere Schweinehund, der jedes Mal dabei ist, hat schon wieder angefangen zu jaulen. An der Kanustrecke kamen die ersten Passanten entgegen. Es waren schon die harten Frischluftliebhaber, die bei jedem Wetter ihre Runden drehen. Die ersten „Wetten-er-schafft-nur-noch-200-Meter-und-fällt-tot-um“-Blicke. Egal. Bis zum nächsten Baum Vollsprint. Vielleicht soll ich meinen nächsten Regenerationsabschnitt bei der Staustuffe länger machen um die Ästhetik wieder in Lot bringen. Nein. Gesicht mit dem verdreckten Ärmel abwischen und weiter geht’s!

Meine lieben Jogger, die mich um den Kuhsee gesehen haben! Ich will niemanden was beweisen, ich will niemanden schlagen in km-Leistung oder bei irgendeinem Volkslauf. Ich weiß was ich tue, ich habe ja meine Pulsuhr. Ich habe mich selbst gejagt. Und mit Erfolg! Wendepunktszeit an der südlichen Kuhseespitze um ganzen 3 Minuten schneller als sonst!!!

Jetzt nur nicht nachgeben. Die „Ich bin voll drauf“ und „Ich kann nicht mehr“ Waage hat angefangen sich auszubalancieren. Komm, verspiele dein Vorsprung nicht! Achim Achilles würde Uschi zu dir sagen (ich will keine echten Uschis beleidigen)!

Jetzt kommt die Hochzoll Süd Strecke, wo die Hundebesitzer einen ewigen Wettbewerb „Wer die längste Leine hat“ austragen. Die armen Kötter sind verpflichtet die Leine ständig im angezogenen Zustand zu halten. Blöderweise immer quer zu dem Laufpfad. If Looks Could Kill! Dann laufe ich mal rum übers matschige Gras. Die Laufklamotten haben sowieso mehr Spritzsternchen als unsere Milchstrasse.

In den letzten Hochzoll Nord Kilometern ist dem Petrus der eklige Regen ausgegangen und er hat ihn durch den starken entgegen kommenden Wind und Graupel ersetzt. Man hatte den ganzen Restweg ein nur Wunsch: beim Laufen mit erstreckten Armen zum Himmel schreien: „Ist das Alles, was du kannst?“ …
Ergebnis: 50:29! Glückshormone im Überfluss!!!
Das Wetter soll so bleiben! Dann habe ich ein neues Ziel unter 50 Minuten zu kommen.

Zum Abschluss zitiere ich den Albert Schweizer „Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“ Ich bin kein Blogger. Vielleicht schreibe ich auch nie wieder. Ich stehe auch nicht auf die Kommentare. Ich wollte nur mein Glück mit Menschen teilen die gestern auch draußen Kilometer, Dreck und Schweiß geschluckt haben. Und an alle Schönwetterläufer: „Ihr wisst nicht was ihr verpasst!“

Dieter, aber nicht Bohlen

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Keine Blogg Jungfrau mehr!

Also mir hat es Spaß gemacht! Tut doch gar nicht weh, so ein bißchen "Bloggen", gell Dieter?
Grüsse vom Keniaer

Meine Peter Patella Seite

Und...

...das Bettlaken bleibt auch sauber... :-D

Wer ans Ziel getragen wurde; darf nicht glauben; es erreicht zu haben.

Marie von Ebner-Eschenbach

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