Benutzerbild von Carla-Santana

Was muss man denn so grob eigentlich trainieren, wenn ich den Supertrail gesund und ohne großes Zeitziel beenden möchte, zur Not wandernd.
Schön wäre natürlich, im Hellen aus den Trails rauszukommen, aber das ist vermutlich für ein Bambi, wie mich utopisch, oder?!?

Ok, werd mir auf jeden Fall den passenden Scheinwerfer zulegen und diverses noch wichtiges Zubehör.
Klar muss ich Höhenmeter sammeln, soweit das hier im Monsterland überhaupt möglich ist.
Alpine Erfahrung? Hm...etwas Wandern ist lange her und war damals ganz schön anstrengend, aber da lief ich ja auch noch nicht.
Höhenangst? Nö, nie gehabt.
Ultraerfahrung: 50 km auf Zeit im Flachland 2 x , 51 km mit ca. 800 HM 2 x (Null), 1 x Hermann auf Zeit, ansonsten ein paar Crossläufe und den Teutowaldlauf auf Zeit.
Dazu sinds noch 3 Maras, mit Samstag hoffentlich 4.
Der Hermann steht im Plan.
Die Riesenbecker Sixdays auch.

Hab ich mir da zuviel vorgenommen???

Lieben Gruß Carla

Du machst dir Sorgen?

Auweia - was soll ich dann erst sagen? Immerhin warst du in Rodgau schlappe 2h schneller als ich :)

Jetzt hör mal zu - stell dir folgendes vor:

Es ist der 23.06.12 9:00 Uhr. Du stehst mit ca. 300 weiteren Verrückten in Leutasch am Start. Soeben gehts los. Nach ein paar km einlaufen gehts den 1. Berg hinauf... Es ist ein bisschen steiler als du es kennst. Aber das Pferdchen ist gut drauf und nimmt die 1. Hürde mit Leichtigkeit. Oben angekommen geniesst du die Aussicht, denkst kurz an läufer74, der in gebührendem Abstand sich noch hinter dir den Berg hochquält. Du läufts beflügelt von der Aussicht wieder hinab in Tal. Zwischen km 20 und 50 folgst du dem Tal durch hügeliges Gebiet :) Mit Elan und guter Laune gehts nun den 2. Berg hinauf. Oben angekommen gehts dann auch schon im schnellen Galopp wieder hinab nach Grainau. Die letzten Meter durch Grainau - du hörst die Stimmung vom Ziel und schon wirst du vom Sprecher angekündigt. Freudig, überglücklich, in Hochstimmung überquerst du die Zielline und hast es geschafft. Du geniesst den Augenblick. Dein 1. alpiner Lauf ... aber mit Sicherheit nicht der letzte.

Sodele - Respekt haben ist ok, Angst haben - nicht notwendig :D

Muuuuuuaaaaaahhhh:o))))))))

Jetzt hab ich Gänsehaut...:o)
Wenns nur ansatzmäßig so wird, versprech ich Dir einen dicken lila Nachtisch!;o)
Waxl, Deine Frau hat Ahnung, warum läuft sie nicht mit??;o)
Gleitschirm ist genial!
Genau Jan, Höhenmeter sind total relativ....hoch halt!
Wir werden sehn, wie hoch!:o)
Und ja, nen Schuldigen hab ich, den hab ich sofort sichergestellt!
Lass uns genügend Schalkolade mitnehmen, das kann nur gut sein...als Mittel zum Zweck!
Vielleicht verrät er uns dann ja den Trick, wie er das "Wunder vom Zugspitz" wahr gemacht hat. Seinen Bericht hab ich schon drei Mal gelesen und ich glaube, ich lerne den als Mantra auswendig!;o)

Danke für Eure aufbauenden Worte! Der Respekt bleibt, die Angst relativiert sich.:o)

Lieben Gruß Carla

Stimmt!

Was soll da schon passieren? Ist ja nur einen guten HM länger als die bisherige maximale Distanz und 2.000 oder 3.000 Höhenmeter zusätzlich.
Alles unter Kontrolle!?!

cherry65

Jeder, der vor mir läuft, hat es sich verdient

Lieber Cherry65,....

deshalb doch meine neugierige Frage über Trainingsaufbau und ob ich meinen vorlauten Mund zu voll genommen habe.:o(
Ich glaube schon, dass ich dazu in der Lage sein werde.
Die einen sagen so, die anderen so und ich bin ehrlich gesagt jetzt völlig verunsichert.
Immerhin steht in der Ausschreibung, dass damit Marathonis, Triathlethen und auch Wanderer angesprochen sind und natürlich alle, die besser sind und Spaß dran haben wollen.
Das diese Sache erhebliche Risiken und Gefahren mit sich bringt und von den Anforderungen deutlich höher ist, als das bisher geleistete, ist mir auch klar.
Wenn sich im Training vorher zeigt, dass die Knochen sowas nicht mitmachen, werde ich das Ding nicht angehen.
Jan hat so viele Km auf der Uhr und grade mal eben grandios den Brocken gefinished, da mach ich mir eigentlich keine Sorgen drum. Der ist zäh!

Würde mich sehr über eine Einschätzung und Trainingstips von Dir als Kenner der Materie freuen, auch, wenn diese vielleicht nicht dem entspricht, was ich mir erhoffe. Ich lebe in der Realität....meistens!;o)

Lieben Gruß Carla

Hey, Buddy!

Wer, wenn nicht Du? Wenn nicht dieses Jahr: wann dann?

Zeit haste genug bis dahin, lass mal langsam angehen. Mir wird ja schwindelig, wenn ich Deine km lese! Ruhig Blut, Pferdchen.

Ach ja: den Einkauf vorher nicht vergessen. Rucksack mit Trinkflasche(n) oder -blase, Stöckchen für's Hündchen zum Werfen, vernünftige Schuhe (braucht Frau halt so!).

Die Vorbereitung hört sich schweißtreibend an. Mach nicht zu viel!

Genieß den Lauf - und schreib drüber! Am besten mit Bildern, die kannste ja beim Wandern machen :grins:

ach deswegen die

ganzen Kilometer.

Pferdchen, hast Du ernsthafte Zweifel ein Problem mit der Strecke zu bekommen?

Okay ich würde an Deiner Stelle sehen was so mit Höhenmetern geht (Treppenhäuser?) Aber Scheinwerfer wirst Du nicht brauchen, die Sonne geht da erst spät unter an dem Tag.

Schönen Lauf haste Dir da ausgesucht, ganz wunderbar und sind ja genug dabei die Dir zeigen wo Du wie lang laufen sollst.

Viel Vergnügen.

Öhm,

Öhm Jan, das war gar nicht auf Dich gemünzt. Ich habe versucht mir selbst Mut zu machen, da mir bewusst ist, dass ich keine so luxuriöse Vorbereitung hinbekomme, wie für den TAR. Die länger-und-höher-als-Daten beziehen sich auf die Differenz zum K78, meinem bisherigen Distanzmaximum.

Cross am Berg laufe ich derzeit auch wöchentlich. Aber wegen dem Braveheart Battle. Wenn der vorbei ist, tut es wieder die MTB-Downhill-Strecke oder hin und wieder ein langer Lauf über die Pfälzer-Wald-Berge. Die alpinen Ausflüge müssen bedeutend spärlicher ausfallen.

cherry65

Jeder, der vor mir läuft, hat es sich verdient

Trainingstipps? Von mir?

Trainingstipps? Von mir?
Das macht mich erst mal verlegen, aber ich versuche es.

Mit Deinen 50er Ultras bist Du distanzmäßig gar nicht so weit von den knapp 69 Kilometern des Supertrails weg. Die Entfernung dürfte nicht zum Problem werden. Nicht zu unterschätzen sind die über 3000 Höhenmeter. 69 und 3000 sind die Eckdaten, des Allgäu Panorama Ultratrails, den ich als letzten Vorbereitungslauf auf den TAR gemacht habe, um der Königsetappe des TAR den Schrecken zu nehmen.

Trotz der Hausnummer ist es zu schaffen und ich denke sogar, dass es ein Genusslauf werden kann.
Wichtig ist, beim Wettkampf nicht wie doll loszurennen, dass Du an Steigungen in einen Gehschritt übergehst, wenn es ökonomischer ist. Etwas Reserven einplanen, für die beiden Höhenlagen, dort wirst Du vermutlich die dünnere Höhenluft zu spüren bekommen.

Im Training empfehle ich Dir, zwei lange Läufe an aufeinanderfolgenden Tagen zu machen, wenn es geht zumindest einer davon mit Höhenmetern. Ich fand im Netz einen von Hal Higdon, den er für die Comrades-Vorbereitung geschrieben hat. Der ist auf englisch und ich musste mir erst die Meilen in Kilometer umrechnen. Damit habe ich vor 2 Jahren auf den Rennsteig trainiert, meine damalige Maximaldistanz. Wenn Du in einen solchen Plan ein paar Steigungen einbaust, dann passt es.

Überhaupt lohnt es sich, Höhenmeter zu machen, auch wenn wir die Höhenluft nicht simulieren können. Hier ein paar Beispiele aus dem Training eines Flachländers: Gelegentlich bin ich auf dem Rheindeich ständig von einer Seite auf die andere traversiert, der hat bei uns vielleicht 4-5 Höhenmeter. Oder ich habe eine 7,5 km Runde übers Feld verdoppelt, weil ich an zwei Böschungen mehrmals hoch und runter gelaufen und über die beiden Autobahnbrücken gependelt bin. Kleinvieh macht auch Mist.
Im Pfälzerwald sind immerhin etwa 1200 HM auf 30 km drin, wenn ich die richtigen Strecke auswähle. Trailige Wege gibt es dort auch und ist bestimmt für die Zugspitze sinnvoll. Die kleinen Wege, die in den Google-Karten nicht drin sind, sind oft in den Karten von openstreetmap eingezeichnet. Also alles ins Training einbauen, mit was Du beim Wettkampf rechnet. Und im Training darf mein einen Hang hochlaufen, den man im Wettkampf aus ökonomischen Gründen gehen würde.

Ich hoffe, dass ich Dir damit weiterhelfen konnte. Wenn noch Fragen offen sind, stelle sie. Ich werde versuchen, eine Antwort zu finden.

cherry65

Jeder, der vor mir läuft, hat es sich verdient

Vielen Dank "Mount Cherry";o)

genau sowas hatte ich mir erhofft.
Am vergangenen Wochenende hab ich mal Samstags 21 km am Hügel mit insgesamt ca. (oder lieber max.) 1300 Hm in 02:20 h absolviert...sogar mit den neuen Cross-/Bergschuhen ohne Probleme.
Sonntags hab ich dann einen 30er gemacht mit zum Schluß 3 km MRT, da ich übermorgen in Kiel beim Mara starten möchte.
Das ganze funktionierte eigentlich ohne Probleme und am Montag spürte ich zwar ein wenig die aufgeblasenen Waden, daber sonst keinen Muka.
Soetwas werde ich zukünftig noch öfters machen und vielleicht noch etwas ausbauen.

Brücken hab ich hier auch einige in der Nähe, die ich fast bei jedem Lauf nutze und das jetzt noch vermehrt repeaten werde.
Trailige schwierige Wege suche ich auch noch, um meine Sprunggelenke zu festigen, mit deren Sehnen ich lange genug Probleme hatte.

Wenn jemand also so eine Verrückte hier im Münsterland 20 Mal den Hügel hoch und runterrennen sieht , könnte ich das im Zugspitztrainingsmodus sein und an das Grinsen und die Kommentare der Spaziergänger hab ich mich auch schon gewöhnt.

Genau die Höhenluft macht mir noch etwas Gedanken und natürlich alle Faktoren vor Ort, die ich nicht beeinflussen kann (Wetter, Tagesform, Geläuf,...)
Nach solchen Trainingsplänen werd ich noch mal etwas googlen, um die Umfänge noch genauer zu erfassen und das Rucksacklaufen muss ich auch noch üben und ggf. das Stöckeln.:o)

Danke Cherry und natürlich auch den Anderen für die Tips und das Mut machen.
Ich hab jetzt was in der Hand, womit ich mich glaub ich passend vorbereiten kann.

Lieben Gruß Carla, die nach wie vor tierisch auf diesen Lauf freut!

Höhentraining

wird hier in der Umgebung in Essen angeboten. Schau mal, ob es so etwas bei Dir in der Ecke auch gibt. Die simulieren die Höhenluft durch Entzug von Sauerstoff (ja nach gewünschter Höhe bis 3000m und damit kommste an der Zugspitze hin!) und Du kannst dort trainieren.

Kostet natürlich auch.

hm,....

allein das Gefühl, mal auf dem Niveau gelaufen zu sein, wäre schon nicht schlecht, um zu wissen, was kommt.
Entzug von Sauerstoff könnte man unter Umständen ja auch selbst simulieren (liebe Kinder, nicht nachmachen!!!)
Jedenfalls hatte ich das Gefühl, als ich bei -12 grad mit dem dicken Gorewindstopperbuff vor Mund und Nase gelaufen bin!;o)
Trotzdem, danke fazer, das liest sich sehr interessant, da ich sowieso über eine Leistungsdiagnostik nachdenke. :o)

Lieben Gruß Carla

Höhenprofil

Im Höhenprofil des Supertrail sind ja nur zwei kurze Ausschläge in die ü2000er-Region. Ich denke da lohnt der Aufwand und die Kosten für die Höhensimulationskammer nicht.
Ich gehe für mich und die Läufer in meiner "Preisklasse" davon aus, dass an diesen beiden Anstiegen größtenteils taktische Gehpassagen angesagt sind. Das schaffe ich ohne Höhensimulationskammer und Sauerstoffflaschen.
Aber ich habe ja keine Ambitionen auf einen Treppchenplatz... ;-)

cherry65

Jeder, der vor mir läuft, hat es sich verdient

Cherry, der waxl und ich....

haben schon eine kurze strategische Regenerations- und Aklimatisierungspause in einem der Basislageralmen auf 1500HM oder so einkalkuliert, natürlich mit lila Pause!;o)
Ne, echt, Treppchenambitionen wirds garantiert nicht geben!!!

Und für den Kurzzeitaufenthalt in diesen Extremhöhen ü2000HM gibts doch diese kleinen Minisauerstoffbeißfläschchen für Taucher oder vielleicht gibts da auch Lutschbonbons mit Sauerstoffzusatz gegen diese berüchtigte Höhenkrankheit!
Nix genaues weiß ich nicht!;o))

Eine Leistungsdiagnostik (in welchem Rahmen auch immer) hab ich allerdings schon lange im Kopf.
Mein Hausarzt sagt zwar mit seinem geschulten Blick, ich sei voll fit, aber
dieses vor solchen für mich in meiner "Preisklasse" sehr extremen Anforderungen einmal richtig abchecken zu lassen, ist bestimmt nicht verkehrt und gibt eine relative Sicherheit. Das einzige an der Sache, was mich stört, ist, dass ich Grenzen aufgezeigt bekomme, die ich gar nicht wissen will.:o)
Mal schaun.

Lieben Gruß Carla

Da steht drin....

Habs nur überflogen, aber da steht drin, dass durch so eine Simulation zumindest ansatzweise festgestellt werden kann, in wie weit man schon genetisch bedingt zur Höhenkrankheit und dem Grad der Auswirkungen neigt.
Stell Dir vor, Du musst mich da oben auch noch in den Rucksack packen??? Datt wird ganz schön schwer auf Dauer!;o)))

Lieben Gruß Carla, die bisher in den Höhen, in denen sie war, noch keine besonderen oder auffälligen Auswirkungen diesbezüglich gespürt hat.:o)

Also jetzt machts mal halblang Kinners ...

Der Supertrail sind nich mal 70km mit zwei Bergen drin. Ich denke mal, der zweite wird eh hochgegangen.
Ob es mit dem im Hellen runterkommen was wird, zeigt sich dann. Ne anständige Lampe hat auf jeden Fall was. Andreas hat letztes Jahr auf dem letzten Abstieg mit seiner Funzel ganz schön Zeit verschossen. Ich habs grad noch im Hellen geschafft. Das ging echt super. Vom letzten Verpflegungspunkt ist man in 40min im Ziel. Geht schließlich nur noch runter.
Training? Hmm. Für den langen ein bissl mehr, für den kurzen reicht weniger. Meine Vorbereitung war der Kienberg und drei Wochen vor der Zugspitze noch mal ein Harzwochenende. Da waren dann so Läufe von Wernigerode zum Brocken und zurück drin.
In der Langzeitvorbereitung bin ich also viel am Hügel gekreiselt mit kurzen Auf unf Ab's. Aber das eben häufig. Der Harz war drin, um doch auch noch mal die längeren Bergabpassagen mit Vollgas zu simulieren. Langes Bergablaufen macht auch ganz schön fertig und belastet Muskelgruppen, die sonst "nix zu tun" haben. Klar war das die Geschwindig im Training einiges über der Wettkampfgeschwindigkeit an der Zugspitze.
Hab ihr nicht so ein Schutthügelchen mit 30, 40 oder 50Hm? Das reicht doch.
Die 2000Hm die gehen dann schon. Da mal bloß keine Gedanken drum machen. So schlimm ist das nicht. Da schlaucht der lange Anstieg auf die Höhe bestimmt mehr, als die Höhe an sich. Da ist es eben wichtig die Kräfte richtig einzuteilen.
Was hatte ich an Vorbereitungswettkämpfen? Brockenchallange, dann lange nix, dann der SH-Trail und gut. Mehr war da nicht. Dieses Jahr ist der Rennsteig doch ne schicke Vorbereitung... ;-)
Viele flache lange Läufe. Und wie Cherry schon meinte: Ldl's an aufeinanderfolgenden Tagen. Z.B. Sa35km, So35, Mo30. Das hab ich aber für die lange Strecke gemacht. Für die kurze reicht bestimmt auch 35/30/25. Die 3x40km hab ich erst vor dem TAR gemacht. Logisch, dass man sich an diese Belastungen langsam rantastet. Los geht es mit z.B. 25/20/15 und dann halt kontinuierlich Woche für Woche mehr bis 35/30/25.
Mal bloß nicht so viel nen Kopf machen. Wenn ich mir anschaue, was letztes Jahr da unterwegs war, kommt ihr definitiv nicht janz hinten an. Das geht gar nicht.
;-)

aufmunternde Worte vom Schalk

... wer hätte sowas für möglich gehalten :)

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links