Benutzerbild von T21

Da musste ich doch unbedingt gestern abend um 21:00 Uhr nochmal auf die Piste. War schon ein bisschen dunkel und es regnete. Aber egal, am Sonntag steht ein Wettkrampf an und ich möchte meine Mitläufergemeinde nicht durch mangelndes Durchhaltevermögen enttäuschen.

Als ausgewiesener Stirnlampennichtträger die ersten Meter angegangen und sofort technischer Halt: linke Einlegesohle in diesem dämlichen Laufschuh verrutscht! Ausziehen, auf einem Bein balancieren, Sohle richten, Gleichgewicht verlieren und die unbeschuhte Socke ist nass. Egal, hauptsache ich kann dieses Kleidungsstück mit der Zeit trocken laufen. Schuh wieder an und weiter.

Nach weiteren 500 Metern - unbeleuchtetes Stück - komme ich vom Teer ab und knicke auf dem unbefestigten Randstreifen (Bankette genannt) mit dem linken Fuß um. Kurze Schrecksekunde, nichts tut weh, also weiter - nur die Harten kommen in den Garten und die Weichen in den Teich.

Der Regen löste sich langsam auf ... nur noch Nieseln, d. h. die Wasserkühlung ist defekt und wegen mangelnder Motorleistung und damit verbundener Geschwindigkeitsbeschränkung lief die Luftkühlung auch nur mager. Folge: Heißlauf und Geschwindigkeitsverlust (insbesondere bei den Bergetappen).

Das dunkle Mittelstück meiner Strecke lief sich sehr gut. Stockdunkle Nacht, Bergab, Untergrund Teer, aber keine Ahnung wohin ich trete, AC/DC Highway to hell volle Pulle ... und am Ende des Bergabstücks fehlte die Straße! Dafür haben mir nette Mitmenschen ein 2,50 tiefes Loch hinterlassen (zwei Schritte bis zur Ewigkeit - ich spielte kurz mit diesem Gedanken). Es sah aus wie eine Abkürzung in den Untergrund. Vollbremsung und zurück in den nächsten Feldweg - immer noch dunkel. Da läufst du nichtsahnend vom Berg herrunterkommend an zwei Baggern vorbei, die sich quer auf deinem Laufweg breit machen und schon seit 2 Wochen die Felder mit Löchern verwüsten, weil sie irgendwelches Zeugs aus- oder einbuddeln müssen. Nichts, aber gar nichts hat auf den Straßenklaus hingedeutet. Nur die Absperrung am 10 m zurückliegenden Feldweg in den ich nun einbog. Aber es war ja dunkel.

Der Rest der Wegstrecke war eher unspektakulär. Bellende Hunde, Gassi gehende Hunde, Hundehaufen ... meine Frau hat auch so ein Exemplar, allerdings Stubenrein (solange der Hund nicht kotzt) und Tütengepflegt.

Beim Schlussstück setzte dankendswerterweise wieder erfrischender Regen ein und annimierte mich zur Geschwindigkeitsseigerung.

Ergebnis: 9.631 km, 58:54 min, 6:07 min/km.

Wie sagt man beim Theater so schön: Ist die Generalprobe schie... dann wird die Premiere ein Erfolg. Oder anders ausgedrückt, was kann nach so einem Trainingslauf am Sonntag noch passieren.

Fortsetzung folgt ...

T21, der Nachtläufer vom Polarkreislauf

0

Siehst du das wirklich so?

der Weg ist das Ziel, gib nie auf
angels@CMOB

Moin Klaus,

jetzt mach ein Ding, du sieht unseren Wettkampf am Sonntag als WETTKRAMPF. Nimm´s locker,wer so eine Generalprobe hatte, kann doch nur noch schlimmer bedient werden mit Schneefall, wolkenbruchartigen Regenfällen oder einer bedrohlich anrückenden Schwanengesellschaft am Ort des Geschehens.Und... nicht zu vergessen, was da noch ansteht?!!Hallo neugierig?

Nu, lasst euch überraschen!

Klaus, machst du die Bilder?

Hast deine WK-Vorbereitung schön geschrieben.

Liebste Grüße

deine Ute-Buddy

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links