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Noch 3 Tage, dann ist es soweit, mein erster Marathon!

Auf dem Trainingsplan steht nicht mehr viel, heute nur noch 5 x 1000 m im Marathonrenntempo mit Trabpausen dazwischen. Keinesfalls schneller! Es ging um das Zeitgefühl und damit Tempogefühl. Sinn der Aufgabe war es das richtige Tempo zu laufen.
Also bin ich losgelaufen:
1. Lauf 30 sec. zu schnell (dachte ich noch, wie blöd bin ich eigentlich!)
2. Lauf 30 sec. zu schnell,
3. Lauf 25 sec. zu schnell,
4. Lauf 25 sec. zu schnell und
5. Lauf 20 sec zu langsam.
Ich habe mich ziemlich geärgert über mich selbst, dass ich nicht in der Lage war die richtige Zeit auch nur einmal zu treffen.
Erst als ich im ZDF den Bericht "Atemlos - im Wettlauf mit der Zeit" gesehen hatte, habe ich mich wieder etwas beruhigt. Menschen scheinen kein Zeitgefühl zu haben und damit wäre ich also nicht der Einzige!
Oder man muss es mit den Jahren lernen??

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Tempogefühl kann man lernen

im Laufe der Jahre, auch ohne FR 305 kann ich zumeist ziemlich exakt das Tempo angeben. Zum Training kann man auch mal auf eine Bahn gehen, da kann man alle 200 (oder 100) meter überprüfen, ob das Tempo richtig ist.
Aber mach dir da jetzt keinen Kopf mehr drüber. Geh einfach nicht zu schnell an und dann alles Gute für die Kilometer 30 bis 40!
Meine besten Wünsche sind mit dir.

Re: ZDF hat mich etwas beruhigt.

lass dich nur nicht verrückt machen und vertraue voll auf die Erfahrungen, die du im Training gesammelt hast. Du kennst dein Leistungsvermögen und weisst, was du leisten kannst. Die größten Fehler sind, sich am Anfang von schnelleren Läufern mitziehen zu lassen und damit zu schnell zu starten. Das muss man dann am Ende büssen und kann bis zur Aufgabe führen. In der Regel gibt es Zielläufer für die einzelnen Zielzeiten, die sich durch Luftballons zu erkennen geben, sofern der Veranstalter dass anbietet. Diesen sich gemäß der Trainingserfahrung einfach anschliessen. Meist findet man sich aber auch schnell in netter Nachbarschaft erfahrener Läufer, die einen begleiten und an deren Fersen man sich heften kann. Aber höre dabei immer auf deinen Körper. Er sagt dir schon, wenn er an seine Grenzen stösst. Bei meinem ersten Marathon, den ich ohne Pulsuhr absolvierte, lief alles super. Als ich meinen zweiten Lauf mit Uhr gemacht habe, war es fast eine Katastrophe, weil ich mehr auf die Uhr vertraut habe, als auf die Signale meines Körpers. Auch solltest du keine Trinkstation auslassen und immer ein paar Schluck trinken. Aber auch hier in massen. Von Isogetränken oder ähnlichem rate ich ab, wenn du sie nicht schon im Training getestet hast. Die liegen einem schnell quer im Magen. So war es auch bei mir und ich hatte richtige Krämpfe. Heute nutze ich ein Gel, das ich im Training ausgiebig getestet habe. Apfelsaftschorle oder Cola, sofern angeboten, sind durchaus leicht verträglich und gut, um Reservern aufzufüllen.
Und immer dran denken: Bei Schnupfen oder Unwohlsein NICHT starten. Das kann bis zum Herztot führen und sollte nicht verharmlost werden. Auch auf die Signalen des Körpers hören und abbrechen, wenn es nicht mehr geht. Das ist KEINE Schande und beim nächsten Lauf kann man das Training entsprechend anpassen.
Viel Erfolg!

Tja, das ist der Sinn

Tja, das ist der Sinn solcher Spiele, daß man das Tempogefühl lernt. Was auch noch wichtig wäre, ist natürlich den letzten km auf keinen Fall zu langsam zu laufen;)
-Üben-

danke @marathonmicha...

...deine antwort ist von der art, wie man(n) und frau sie sich (vor allem als wettbewerbsanfänger) wünscht
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laufend grüßt happy

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