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Gestern war der 3. Lauf der Winterserie in Köln-Porz, der Halbmarathon. Ich hatte einen ganz guten Wochenbeginn (vielleicht zu gut) mit einem guten Tempolauf und einem Intervalltraining. Eigentlich sollte Mittwoch wegen eines auswärtigen Termins ein Ruhetag sein, aber weil ich doch früher wieder zu Hause war und ein gewisser Herr aus Cuxhaven mal wieder versucht hat, mir davon zu laufen *grins*, hatte ich nachmittags dann doch noch einen 10er gemacht. Ich hatte das schon am gleichen Tag bereut, weil ich starke Seitenstiche bekam (siehe vorigen Blog). Im nachhinein bereue ich diesen zusätzlichen Lauf noch mehr. Ich dachte, der Samstag als Ruhetag würde ausreichen, aber ein Halbmarathon ist eben kein 10-km-Lauf...
Der Wettkampftag begann ausgesprochen schön. 13°C, Sonne, erstmals in diesem Jahr in Kurz gelaufen. Optimale Voraussetzungen. Die Strecke war dieselbe wie bei den vorausgegangenen Läufen, nur dass wir vorab eine 1,1 km lange Schleife in der Gegenrichtung gelaufen sind. Das hat natürlich die Kilometermarken um etwa 100 m versetzt. Die ersten 100 m bin ich dann in knapp 1 Minute gelaufen. Ich wollte meine Marschtabelle trotzdem planmäßig laufen, immer im Hinterkopf, dass ich ja dann schon 1 Minute voraus war. Das hat zunächst auch gut geklappt. Nach der ersten Runde lag ich 20 Sekunden unter dem Plan (+ 1 Minute), Puls 178, was völlig ok war. Trotzdem merkte ich, dass irgendwas nicht stimmte, meine Beine fühlten sich schwer an.
Bald scheuerten dann auch meine Oberschenkel aneinander. Ich bin halt nicht mehr gewohnt, in Kurz zu laufen. Ich werde mir mal kurze Tights zulegen müssen. Mitte der 2. Runde lag ich noch 10 Sekunden unter dem Plan, Puls 173. Aber ich wurde langsamer. Ende der Runde lag ich dann bereits 10 Sekunden über dem Plan. Ok, wenn ich das Tempo halten könnte, würde ich ja immer noch unter 2 Stunden bleiben, ich hatte ja noch die 1 Minute Reserve.
Aber es war klar, ich konnte das Tempo NICHT halten. Am Ende der dritten Runde hatte ich meine Reserve schon eingebüßt, Puls war immer noch 173.
In der letzten Runde, wo ich eigentlich Gas geben wollte, lief dann gar nichts mehr. Der Puls sank weiter auf 168, die Beine wurden schwerer und schwerer. Ich konnte nur noch locker traben. Von Laufen konnte keine Rede mehr sein. Am Ende standen mit 2:09:47 (inoffiziell) 10 Minuten mehr auf der Uhr, als ich vor hatte. Das entsprach gerade mal meinen 18-Km-Trainingszeiten. In einem Wettkampf hätte ich erheblich schneller sein müssen.
Woran es lag, weiß ich nicht. Sicher war meine Vorbereitung nicht optimal. Vielleicht hat auch das Wetter eine Rolle gespielt. Vielleicht war es auch einfach nicht mein Tag...
Trotzdem konnte ich mir am Ende noch einen Pokal abholen, den ersten übrigens in meiner langen Läuferkarriere. Einen ganz lieben Dank an Helmut Urbach und sein Team, für die gute Ausrichtung dieses Laufevents. Eine kleine Kritik hab ich aber trotzdem: es wäre schön, wenn das nächste Mal auch für die letzten des Halbmarathons noch eine Bratwurst da wäre...

Ich hoffe mal, beim nächsten Wettkampf wird wieder alles besser. In diesem Sinne schöne Woche und schöne Läufe
Renate

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Beim nächsten Mal ist alles besser!!!

Liebe Renate, sei nicht zu deprimiert, auch so etwas passiert!
Ich fühlte mich für meinen 15km- Wettkampf am Samstag eigentlich gut gerüstet, und dann fiel es auch mir so sagenhaft schwer...
Kopf hoch, beim nächsten Wettkampf sieht alles wieder anders aus!! Manchmal spielt einem die Tagesform eben einen bösen Streich, und bis zur letzten Minute trainieren macht es nicht unbedingt besser... also gönn Deinem Körper beim nächsten Mal vorher etwas Ruhe, dann klappt es auch mit der PB! :0)
Liebe Grüsse,
Knubbelkäfer

Keep on Running! :0)

Porz

hallo Renate ich Gratuliere dir trotzdem zu deinem lauf
bei mir läuft auch nicht alles nach Plan aber wo ist das schon der fall also weiter fiel Glück und Spaß beim Laufen
Gruß Manfred

HM

Hallo Renate,

ich denke, solche Tage kennt jeder: Es läuft rein gar nichts und man weiß noch nicht einmal warum.

Aber es geht weiter. Lauf abhaken und Kopf hoch.
Deine Ziele wirst Du erreichen.

Stefan

Sorry!!

Oh Menno, tut mir leid, dass Dein Lauf nicht optimal gewesen ist. Aber Du hast ja soviel Lauferfahrung dass Du das einordnen und locker wegstecken kannst. Bei mir war´s beim wöchetnlichen Marathon auch nicht so pralle. Hab die ersten 15 Kilometer wegen Nieselregens (und Brille) nichts gesehen, die nächsten 20 KM bin ich im 7er-Schnitt mit meiner Liebesten getrödelt bis mich auf den letzten 7 der Ehrgeiz packte. Dann in 4:30-4:40/km gehetzt und hab die 3:59:59 trotzdem um 11 Sekunden verpasst. Strecke war auch etwas länglich: 42:77 km statt der versprochenen 42,195. Mist!!
Und blas dem Typen in Cuxhaven mal den Marsch!!
LG Peter

Danke Euch allen...

... für die aufmunternden Worte. Kann ich echt gut gebrauchen. Aber der Lauf ist bereits abgehakt. Düsseldorf Marathon heißt das Ziel.

@Peter: Ok, mach ich mit dem Marsch blasen, versprochen.... *grins*

LG Renate

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