Hallo allerseits!
Ich stehe gerade vor dem Problem, dass ich seit einigen Wochen Probleme mit einem Knie habe und es sich wohl um ITBS, also das Läuferknie handelt.
Ich habe zwei Paar Schuhe (Asics GT 2160 und Asics Gel Trabuco 13). Egal welche Schuhe ich nehme, die Schmerzen fangen nach 5-8km an. Am besten kam ich bisher mit meinen Asics 2160 zurecht, aber auch da hat sich jetzt das ITBS nach 7km gezeigt :-(

Ich habe die Schuhe nach einer Laufanalyse in einem Sportgeschäft gekauft, wo eine Pronation festgestellt wurde. Im Internet habe ich hingegen gelesen, dass bei Menschen mit Überpronation die Innenseite der Schuhsohle übermäßig abgelaufen sei... Bei meinen normalen Straßenschuhen ist jedoch nur die Außenseite im Fersenbereich abgelaufen. Bei meinen Laufschuhen kann ich garkeine übermäßige Abnutzung feststellen.

Ich bin gerade ziemlich ratlos. Wie gut bzw. fachmännisch sind diese Laufanalysen in Sportgeschäften oder sind das mehr Marketing-Strategien?
Wie seid ihr an eure guten Laufschuhe gekommen? Vielleicht hat jemand sogar einen guten Tipp für die Region Mainz/Wiesbaden?!
Ich bin für jede Hilfe dankbar!
Loop

Laufanalyse

Zu Dir speziell kann ich nichts sagen, bin aber allgemein der Auffassung, daß die Laufschuhindustrie Schuhe produziert, die oft nichts nützen, manchmal sogar schaden.
Guck doch mal unter dem Stichwort "natural running". Ich laufe seit ca. 9 Monaten immer mehr mit ungedämpften Laufschuhen ohne Fersensprengung und laufe damit locker 30-35km ohne Probleme. Allerdings nicht ausschließlich auf Asphalt, dafür habe ich leichte Trainingsschuhe mit minimaler Dämpfung.
Nachdem ich ein Jahr lang wegen Achillessehnenproblemen mit dem Laufen aussetzen mußte, ist das zumindest für mich der richtige und logische Weg.
Informiere Dich und entscheide selbst.
Mein Favorit ist der NEW Ballance Minimus Trail.

Gute Besserung

Stegei

Laufschuhe

Hi, ich wohne in Wiesbaden und kenne so was leider auch, ich hatte vor einem halben Jahr hatte ich wieder massive probleme mit dem linken Knie.
Nach einem MRT wurde mir bestätigt das Flüssigkeit drin wäre, auf meine Frage ob ich den Marthon in Frankfurt laufen kann wollte keiner mir eine Antwort geben, klar wegen der Veranwortung.
Also habe ich vier Wochen vor dem Lauf neue Acsis Gel gekauft und die bei der Vorbereitung getrage, wo jeder mir sagte Oh je.. das kann Probleme geben, hat es nicht... ich hatte Sie beim Marathon an und es klappte:-)) Nach dem Lauf war ich in der Friedrichstr. bei und hatte eine Laufanalyse und bekamm Einlagen dafür, auch hier war der Tenor, Achtung erst 10 Min dann 20 Min mit den Einlagen laufen, ich habe es wieder anders gemacht bin gleich 40 Min gelaufen und habe seit dem keine Probleme mehr. Ich habe jetzt nach und nach neue Laufschuhe von Ascis gekauft, immer die selbe Größe und ein Neutralschuh, so dass die Einlagen reinpassen, klappt prima. Die Laufanalyse hat 50 € gekostet und die Zuzahlung 35€ für die Einlagen, aber es hat sich absoult gelohnt, dafür hätte ich auch mehr bezahlt.Hier die Adresse Corpus Consult Thimo Langner Wiesbaden

Laufanalysen

im Sportgeschäft sind sicher nicht vergleichbar mit einer intensiven Videoanalyse beim Orthopädiefachgeschäft, der u.a. Winkel- und Druckmessungen barfuß und mit verschiedenen Schuhen machen kann. Ich selbst war gestern erst bei einer Videoanalyse und war schockiert, was da ganz deutlich zu Tage kam und bisher von JEDER "Laufanalyse" im Laufgeschäft übersehen wurde. Ich will mich nicht so weit aus dem Fenster legen und behaupten Laufanalysen in Shops wären nur Marketing aber den meisten fehlen einfach die Möglichkeiten vom Laufband mit Druckmessung angefangen über Auswertesoftware bis zur Ausbildung der Mitarbeiter.
Ich kann grundsätzlich nur jedem mit Fahrwerksproblemen raten, eine solche fundierte Analyse machen zu lassen. Dauert ca. 60min und hat mich bei Rahm im Verhältnis zum Output, der dabei rüber kam, lächerliche 39€ gekostet.
Wer sowas in Wiesbaden macht, weiß ich natürlich nicht aber evtl. kann dein Arzt/Orthopäde dir etwas empfehlen.
Die Einschätzung welcher Schuhtyp für welchen Läufer geeignet ist gehört in Fachhände, vor allem wenn man höhere km - Leistungen läuft. Je nachdem welche Fehlstellung oder -haltung man hat, die schon seit Jahren oder evtl. Jahrzehnten besteht, nützt einem auch eine Umstellung auf "Barfuss Technologie" nichts mehr, im Gegenteil sie kann dann sogar schädlich sein. Was nicht bedeuten soll, dass der Trend zum Barefoot Running schlecht ist.
Also lass nen Fachmann schauen und du hast Gewissheit ob an Schuhen/Einlagen nachgestellt werden muss oder ob von der Seie her alles ok ist und ein anderes Problem besteht.
lg
Rosenbloom

Hallo habe schon Analysen in

Hallo

habe schon Analysen in einem Laufladen (eigentlich ein reines Fachgeschäft "Laufen/Triathlon) gemacht und an der Sportuniklinik Tübingen.
Und ich kann nur eines sagen, es geht nichts über den Profi soll heißen der Doc war super und seither habe ich perfekte Einlagen.
In solchen Geschäften arbeiten halt keine Profis in diesem Bereich, sondern Verkäufer die sich ihr Wissen an Wochenendseminare angeeignet haben.

Wenn an meiner Gasleitung was defekt ist, lasse ich auch den Profi (Installateur) kommen und nicht den Schreiner und wenn meine antiker Holzschrank eine Reperatur braucht kommt der Schreiner.
Jeder hat sein Fachgebiet

Gruß Topseng

meine

Erfahrung mit ITBS -und einem langen Weg der Diagnosestellung- ist, dass nur dehnen wirklich dauerhaft hilft. Zusätzlich habe ich 3 Monate lang "Ackerschachtelhalm" der Fa. Ultrasports genommen. Ist preislich o.k. und einen Versuch wert. Mir hat es geholfen, ein bisschen musst Du sicherlich dran glauben ;-) Und Einlagen habe ich mir anfertigen lassen. Diese 3er Kombination hat mir geholfen.

Klar sollten es auch die richtigen Schuhe sein, aber ich laufe in den selben Schuhen wie vorher (5 versch. Hersteller) und erst, seit dem ich auch während dem laufen alle paar km meine Dehnübungen mache, konnte ich meine Laufumfänge langsam wieder steigern.
Falls Du mehr darüber lesen möchtest, kannst Du in meinen Blogs stöbern.
Alles Gute, KS

bin der selben Auffassung

wie @stegei, ich laufe die letzten 4 Jahre ohne nenneswerte Probleme mit verschiedenen Schuhen vom Ultra abwärts alle streckenlängen.
Allerdings investiere ich auch Zeit in Barfußlauf und Krafttraining.
Bei einer Laufananlyse, ganz egal wer die auch erstellt, wird nur eine Momentaufnahme gemacht, fast immer wird nicht berücksichtigt daß sich der Laufstil mit zunehmender Dauer und Ermüdung verändert. Und da seh ich die Schwachstellen.
Die Schuhindustrie bietet natürlich für jeden Läufertyp den passenden Schuh an, der Typ im Laden möchte diese an den Kunden verkaufen. Bei den Einlagen läufts ähnlich.
Jeder Barfußläufer proniert in den Schritt rein, das ist eine ganz natürliche Bewegung.

Der Tag geht zu Ende: Überdenke noch einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat. Ein paar davon behalte, die anderen wirf weg! Calvin O. John

Vielen Dank!!!

... für all eure Antworten!!!
Ich werde eine Laufanalyse bei einem Profi machen lassen und es ist auch m.E. völlig ok, dass soetwas eben Geld kostet. Letztlich spart man sich so ja eine Menge Schuhe, die man sonst aufgrund schlechter Beratung gekauft hätte.

@runandbike1
Du hast geschrieben: "Jeder Barfußläufer proniert in den Schritt rein, das ist eine ganz natürliche Bewegung."
--> Genau wegen der Pronation beim Barfußlauf auf dem Laufband habe ich die Pronationsstütze empfohlen bekommen. Das heißt also, dass da schon ein Fehler lag?

Nicht zwingend

Es kommt drauf an wie stark die Pronation ist. Mir wurden z.B. links ein Einknicken von 13° attestiert, was der Techniker als natürlich und normal bezeichnete. Rechts dagegen sind es 21°, was dann als Überpronation bezeichnet wurde...
lg

ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung

erzählen aber:

Wissenschaftliche Studien, der heutigen Zeit, belegen dass nicht das nach Innenknicken des Fußes (Pronation) eine Belastung darstellt, wie 40 Jahre angenommen, sondern vielmehr die Kraft mit der der Fuß beim Aufsetzen der Ferse in die Pronation gedrückt wird. Gedämpfte, abfedernde Schuhe führen in diesem Zusammenhang zu einer deutlichen Mehrbelastung von Knien, Hüfte und der Wirbelsäule. Auch Verletzungen, welche manchen Sportler dazu zwingt ganz mit dem Laufen aufzuhören, gehören zu den Folgen dieser Mehrbelastung. Mittlerweile raten deshalb immer mehr Experten von gedämpften, abfedernden Laufschuhen ab.

Ich laufe fast nur noch Schuhe die fast keine Fersensprengung mehr aufweisen, einzig nach harten Einheiten oder Etappenläufen und die damit verbundene ermüdung greife ich auf konventionelle Schuhe zurück.

Der Tag geht zu Ende: Überdenke noch einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat. Ein paar davon behalte, die anderen wirf weg! Calvin O. John

Ratlos

kenne ich. Ich habe mit ständigen Vorfußschmerzen zu kämpfen gehabt zu Beginn meines Laufens. Erst ein Orthopädiefachmann konnte helfen: ich bekam Einlagen und gestützte Schuhe (habe einen extremen Spreizfuß und laufe - wie viele Frauen - x-beinig mit Schlenkerschritt). Das ging auch ein paar Jahre gut, bis die gleichen Probleme wieder anfingen. Stärkere Einlagen, noch mehr Stütze. Immer mehr Probleme. Irgendwann Knie, Hüfte usw. das volle Programm. Bis ich peu a peu die Schuhe runterfuhr. Als ich mir leichte Wettkampfschuhe zulegte und die Einlagen nicht reinpassten, bin ich eben ohne gelaufen, erst den HM und dann den Marathon. Und siehe da: keine Probleme! Seither laufe ich ohne Einlagen Neutralschuhe und eigentlich nur noch leichte Schuhe mit wenig Dämpfung.
Aber frag nicht wieviele Schuhe ich durch habe! Manche waren ein glatter Fehlkauf und musste nach nicht mal 200km in die Tonne. Andere lief ich prima, kam aber mit dem Nachfolgemodell nicht zurecht. Und für einen Ultra brauche ich mehr Dämpfung als für einen 10er Lauf.
In Fachgeschäften habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Die meisten Verkäufer sind eben Verkäufer und verkaufen die meistverkauften Schuhe (gerne die von dir genannten). Schau mal nach einem Laden mit LEX-Zeichen, da findest du eher erfahrene Läufer. Und wenn du Probleme hast, ist der Gang zum Orthopäden/Orthopädiefachmann eh unerlässlich. Obwohl die manchmal auch Einlagen verordnen wo keine nötig sind (die wollen auch leben...). Barfußtraining nebenbei ist sicherlich hilfreich, aber bitte langsam und vorsichtig anfangen und steigern!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

@ Strider

Genau das sind auch ein wenig meine Bedenken, denn Orthopädiefachleute wollen auch leben... wie Du schon sagst. Wenn ich Einlagen brauche oder irgendwelche speziellen Schuhe, ok. Dann zahle ich eben und habe dafür auch meine Ruhe. Aber ich möchte, dass ich das Zeug dann auch wirklich BRAUCHE. Genau wie ich möchte, dass mir ein simpler Neutralschuh empfohlen wird, wenn ich einfach nur diesen BRAUCHE. Aber da ist wahrscheinlich auch ein wenig Glück im Spiel. In jeder Branche gibt es solche und solche.

Nicht alle

Orthopädiefachgeschäfte wollen "nur" verkaufen. Sicherlich gibt es wie überall im Leben auch schwarze Schafe aber wenn die geschäfte schlau sind leben die dadurch, dass sie für eine ehrliche und kompetente Beratung stehen.
Und wenn man da sitzt und bei der Besprechung der Ergebnisse mit eigenen Augen sieht wie "schief" man evtl. läuft, glaubt man selbst, dass man da zumindest vorübergehend etwas nachsteuern muss. Und heutzutage gibt es auch Einlagen, die nicht in gipsähnlicher Manier den Fuß stützen bis er völlig hinüber ist, sondern ihn "anregen" sollen wieder selbst die Arbeit aufzunehmen...

@ Rosenbloom

Du hast Recht. Ich habe schon gute wie schlechte Erfahrungen gemacht. Ist wie überall: Probieren kostet, aber anders geht es wohl kaum.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

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