Benutzerbild von langsamer Lurch

ein schöner Nachtlauf bei fast Vollmond, oder ein Läufchen bei winterlichem Sonnenschein.
Am Samstagabend trieb es mich nach dem Dienst noch raus auf die Piste, es war zwar dunkel, aber der Mond erstahlte mit einer unglaublichen Kraft, und so ließ ich die Lampe zu Hause. Hatte ja auch so genug mitzuschleppen. Bei minus 14°C mußte schon einiges an zusätzlichen Lagen den alten Lurch warm halten, und ich habe das richtige Maß gefunden. Gut eingepackt mit z.T 4 Lagen ging es an der Bundesstrasse rauf nach Norden. Die Radwege waren beschneit, aber gut zu laufen. Nach 3 Kilometern hatte ich die letzte Strassenlaterne hinter mich gebracht und stellte fest, wie schön und gut beleuchtet die Nacht doch war. Der Schnee knischte unter den Schuhe, der Atem stieg als große Schwade auf und in der Gesichtsbehaarung wuchsen plötzlich Eiszapfen. Selbst der Heidepark hatte etwas Geheimnisvolles und Majestätisches bei diesem Mondschein. Nach 10km hatte ich den Stadtrand und somit die "regelhafte Nachtbeleuchtung" wieder erreicht, drehte noch eine kleine Schleife und war nach 14,5km wieder zu Hause. Und hatte so einen klitzkleinen "Runnershigh". Dieses Licht, die Stille und die ganze Atmosphäre war wahrlich beeindruckend.
Heute stand mein Lauf unter dem Motto: einfach geniessen. Strahlender Sonnenschein, leuchtender Schnee, stahlblauer Himmel und angenehme minus 9° C ließen schon vorher einige Hüllen fallen. Die Strecke durch Wald und Flur wieder so gewählt, das ich jederzeit den Heimatkurs einschlagen konnte, aber auch nach Bedarf und Lust noch den einen oder anderen Schlencker einlegen konnte. Und es lief phantastisch, so manchen Weg lief ich gedankenverloren und in die Landschaft starrend vor mich hin, lauschte zum Teil der Musik ganz intensiv und machte Schlencker um Schlencker um dann nach 20,5 km im Heimathafen einzulaufen. Auch den heutigen Lauf empfand ich als ganz toll und entspannend, besonders eben.
Zwei Läufe wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten, hatten beide etwas ganz besonderes und eine Kleinigkeit gemeinsam: beide Male hatte ich eine pace von 5:46 Das zeigt, das ich lange Strecken schon ziemlich gleichmäßig laufen kann, ohne mich zu überfordern.
Bleibt zu hoffen, das ich es für Hamburg "konservieren" kann. 3 Trainingswochen habe ich im Februar ja noch, und dann den "ganzen" April noch.

es grüßt der Lurch

Ach ja: und die sechstausender Marke ist heute auch gefallen.

Erklärung:http://www.jogmap.de/civic4/?q=node/229406

Regenfetischisten = die "normalste" Laufgruppe im Universum

4
Gesamtwertung: 4 (2 Wertungen)

Ist doch egal

Ich konnte mir beim lesen ein Lächeln nicht verkneifen.Ich wäre bei beiden Läufen gerne dabei gewesen.
Gruß Pax

Warum laufen Nasen, während Füße riechen?

Ausdauer wird früher oder später belohnt – meistens aber später.

oooch, lieber lurch ...

... das liest sich aber schön!!!
na, und schnee ist ja eigentlich auch regenfetischistenmaterial, nur in einem anderen aggregatzustand, oder?!
paß gut auf dich auf, ein lurch muß gut warm gehalten werden, damit er noch viele solch schöner läufe machen kann.
lieben gruß - christiane

na klar

das macht der Lurch schon (gut auf mich aufpassen) hab ja noch großes vor

danke und Gruß

Regenfetischisten = die "normalste" Laufgruppe im Universum

Schön ..

Schön beschrieben und so gut Nachvollziehbar.

BORN - sind sie zu stark, bist du zu schwach!

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