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Hi an alle,

ich hab den Eindruck meine Laufkarriere ist zuende bevor sie so richtig begonnen hat.

Ich bin vor 10 Jahren Marathonläufer gewesen (Berlin, Duisburg). Warscheinlich weil ich meinte mich mehr auf meine berufliche Karriere zu konzentrieren und auch weil die Trainingumfänge immer mehr Zeit in Anspruch nahmen ist das Laufen irgendwann "eingeschlafen".

Ich bin vor 2 Jahren wieder angefangen. Mir bringt laufen wieder unglaublich viel. Zwar schleppe ich inzwischen 110 Kilo durch die Gegend, aber ich laufe bei Gewitter, Regen, Schnee, Hitze. Alles egal. Der innere Schweinehund hat schon lange verloren und meldet sich erst gar nicht mehr. Im letzten Jahr habe ich hier 1200 Kilometer eintragen dürfen. Von daher war ich guter Hoffnung es wieder bis zum Marathon zu bringen.

Nur treten jetzt mehr und mehr orthopädische Probleme auf. Die leider mit dem Gewicht gar nicht mal was zu tun haben. Links habe ich eine Haglund Fersen. Die Ferse ist verkantet und schrabbt schmerzhaft an der Achillesferse rum. An beiden Füssen Fersensporn. Die noch nicht schmerzen. (Ich befürchte NOCH nicht).

Wie dem auch sei: Zähne zusammenbeissen und durch. Mit Einlagen, Kytta-Salbe und dehnen, dehnen, dehnen habe ich das jetzt einigermassen im Griff.

Rechts stelle ich jetzt fest habe ich einen Hallux valgus. Durch Senkfüsse verschiebt sich die grosse Zehe langsam. Bei meiner Mutter ist das so ausgeprägt, dass die Zehe unter die danebenliegende rutscht. Also auch noch schön vererbt.

Bisher ahnte ich dass da was ist. Laufen war aber mit dem rechten Fuss bei weitem nicht so problematisch wie mit dem linken.

JETZT GEHT DAS AUCH NICHT MEHR. Ich könnte auf der Stelle in die nächste Eiche beissen. Und erst wieder loslassen wenn diese ganze Scheisse weg ist. Da das aber alles auch erblich vorbelastest ist (ich bin der einzige bekloppte in der Familie der läuft) denke ich dass das ein ziemliches rumgefusche wird.

Die Ferse wird die Achilliessehne immer weiter reizen. Der Zeh wird sich immer weiter aus der Form bewegen. Ob ich jetzt radikal abnehme oder nicht wird das nicht wesentlich aufhalten (lt. Orthopäde). Operation der Hallux valgus wird das Problem zeitlich hinauszögern. Aber keine dauerhafte Therapie sein.

Ich will nicht jedes Jahr eine Operation. Ich will nicht eine kaputte Orthopädie mit Laufen noch mehr kaputtmachen.

Na ja. Unabhängig von diesem rumgeheule hier: Vielleicht gibt es hier jemanden der einen erblichen Hallux valgus auch sein eigen nennen kann. Und vielleicht eine Lösung hat die nicht Operation heisst.

Sonst sehe ich wirklich keine Möglichkeit mehr meinen Traum Ironman zu leben.

Ein sehr trauriger
Wolfgang

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Hallux


Hallo, erst mal.
Ich fürchte, daß Du auf lange Sicht um eine Hallux- Op. nicht herumkommen wirst. Auch wenn Du es nicht gerne hörst, Du mußt von diesen 110 kg herunter kommen. Vielleicht walkst Du besser eine Weile, bis Du Gewicht reduziert hast und fängst dann langsam wieder an zu laufen. Ich weiß, es ist schwer vom Laufen auf Walken umzusteigen, abe vermutlich ist das der einzige Weg, damit Du wieder einmal schmerzfrei laufen kannst.
In jedem Fall wünsche ich Dir, daß Du eine Lösung findest und bald schmerzfrei laufen kannst.
VG.

Hallux-OP

Ich schließe mich Rennobst an. Ich hatte auch zwei vererbte Halluxe (ist das die Mehrzahl von Hallux?). Mein Orthopäde legte mir damals (vor etwa 8/9 Jahren) die OP nahe. Er meinte, lieber mal 2-6 Monate Zwangspause, als wegen Arthrose für den Rest meines Lebens gar keinen Sport mehr!

Die OPs schienen mir daher das kleinere Übel zu sein und begab mich also unter's Messer. Nach jeweils 2 Monaten konnte ich wieder mit dem Sport anfangen. Ich habe es nie bereut, denn ich bin seitdem absolut schmerzfrei, habe kurz danach mit dem Laufen angefangen und meine Füße meckern nicht einmal bei Marathons!

Alles Gute

LG

MC

laufend fit und gut drauf!

Das Gruppenduell Ruhr vs. Born

Keine Angst...

..vor der Halux-OP. Such Dir eine Klinik mir einer guten Fußchirurgie. Du hast nichts zu verlieren, außer die Schmerzen.

Der schiefe Großzeh ist eine Folge. Die Ursache ist der Senkfuß. Der schiebt den Mittelfußknochen unterhalb vom Großzeh weg. Die Zehen "wollen" die Laufrichtung des Fußes wieder ausgleichen und werden schief, da sie ja am Zehengrundgelenk fest sind, das vom Mittelfußknochen in die andere Richtung geschoben wird. Folge: Schmerzen.

Die OP stellt die Knochen grade, beseitigt aber nicht den Senkfuß. Deshalb sind meistens auch danach Einlagen erforderlich, die den Senkfuß stützen.

Vorher/Nachher-Bilder gibts hier

Statt des langen Drahtes gibts auch die Variante mit Schrauben. Ich lauf schmerzfrei mit je vieren davon in jedem Fuß.

Alles Gute! WWConny

PS: Ich bitte alle Ärzte hier, mir die laienhafte Erklärung nachzushen, bin nur Patient.

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