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Das neue Jahr ist 22 Tage alt und habe ich mir neue Vorsätze für dieses Jahr genommen?
Definitiv NEIN, denn mit Vorsätzen ist auch der negative Beigeschmack der Aufgabe und Niederlage verbunden. Und zum Aufgeben ist es noch zu früh. Denn ich habe mir Ziele gesetzt wie viele von euch auch.

Nr.1: Gesund bleiben trotz der Laufeinheiten und Wetterbedingungen (das wünsch ich allen Läufern)
Nr.2: Den Wetterkapriolen trotzen und das geplante Wochenpensum abspulen.
Nr.3: Eine "Run till you drop" Woche überstehen
Nr.4: HM und Marathon in diesem Läuferleben laufen (HM laufe ich ja schon im Training regelmäßig aber ohne Wettkampfambitionen, daher wäre es mal spannend in einem großen Läuferfeld zu laufen und Marathon ist ja von der Belastung noch ne Ecke spezieller).
Nr.5: Für 2012: 2000 Jahreskilometer erreichen

Manche mögen sich fragen, welch komischer Titel zu so einem Blogeintrag. Der Grund liegt in Nr.3. Ich bin diese Woche bis zur totalen Erschöpfung gelaufen und habe eine neue Bestmarke erreicht: 90,25km aufgeteilt auf 4 Laufeinheiten. Während sich viele mit "höher, schneller, weiter" in ihrem Läuferleben plagen und beschäftigen habe ich mich erst einmal dem letzteren zugewandt. Warum? Ich liebe Langstreckenläufe und erst recht meine Laufstrecken quer durch Wald, Wiesen und Bauernhöfe.
Angefangen hat diese Schnapsidee bei mir mit der Frage: Wo liegt eigentlich dein Grad der Erschöpfung? Wann ist Schluß ohne Ohnmächtig zu werden und Stunden später im Straßengraben aufzuwachen? Ich denke jeder von uns spürt in sich mal das Verlangen auch mal Grenzerfahrungen auszuloten. Ich hatte vorher im Schnitt 60-65km in der Woche absolviert und dachte: Fit und Gesund bist du zur Zeit (Nr.1), über das Wetter brauchen wir ja mal kein Wort mehr verlieren (Nr.2), warum nicht auch gleich Nr.3 in Angriff nehmen. Gesagt getan.
Mittwoch gings los mit 21,5km in 1:54:00. Fühlte mich trotz Sturmböen, Regen und Temperaturen um 3-5 Grad super für den Start.
Donnerstag war Ruhepause.
Freitag und Samstag wieder 21,5km in 1:52:00. Wetter wurde nicht besser, dafür aber die Zeit was mich in Erstaunen versetzte.
Heute war abschließend der längste Lauf mit 25,7km in 2:28:00.
Ich bewundere die Laufverrücken unter euch die so ein Pensum regelmäßig und dann auch zu Uhrzeiten absolivieren wo 2/3 der Republik noch in der Koje liegt.
Denn neben dem Laufen liebe ich auch das Schlafen, es gibt wahrlich keine bessere Regenerationzeit...;-]
Und wie geht's mir jetzt nach dieser Erfahrungen?
Zur Zeit tanzen meine Synapsen Cha-Cha-Cha und die Muskeln drohen mir mit Boykott und Schmerzen für die nächsten Trainingsläufe, sollte ich nochmals so eine Woche einschieben. Habe aber heute während meines Laufs mit dem Gedanken gespielt: "Naja, bist jetzt wirklich erschöpft aber auch glücklich und überhaupt von 90km auf 100km ist ja auch nicht mehr so weit." Für dieses Wagnis brauch ich jedoch erst einmal zwei neue Schuhe und neue Einlagen. Diese Woche hat mir aufgezeigt, dass mit einem festen Willen mentale und körperliche Grenzen neu definiert werden können.
Für alle die es doch interessiert wie man sich zu so einer Tat motivieren kann ohne das der innere Schweinehund einen überwältigt dem sei mitgeteilt:
Hab meinen Schweinehund eine Woche an der Raststätte A1 Münsterland Ost vor dem Burger King (wie gemein *grins*) angebunden. Wird der mich hassen wenn ich ihn abhole...

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Er wird nicht mehr da sein,

wenn Du vorbeikommst! Wer so viel läuft, dem kehrt der Schweinehund den Rücken;-) 90 km sind schon `ne Hausnummer, Respekt! Aber vergess das Regenerieren nicht und steigere nicht zu schnell, sonst zerplatzt Dein Punkt Nr.1 wie eine Seifenblase!
Dein Blog motiviert mich, morgen trotz Regen und Sturm den 25er in Angriff zu nehmen. Hier schüttet es seit 2 Tagen wirklich ununterbrochen)-:

Weiterhin viel Erfolg
wünscht Dir Tame:-)
BORN - denn sie wissen nicht was sie tun!

Da muss sich jemand ein neues Herrchen suchen....

denn eine Vermisstenanzeige gebe ich bestimmt nicht mehr auf. Habe mir jetzt erst mal 2 Tage Ruhe verschrieben bis auf Streching und Dehnen der Bänder und Gelenke (ITBS als auch Hamstring). Wegen verkürzter Muskulatur bin ich so geschmeidig wie ein Stück Treibholz.
Mittwoch gibt es einen 15-20km Lauf und gönne mir eine anschliessende Massage für die Beine, falls ich noch einen Termin bekomme.

nemo? den check ich ned...

mich irritieren deine zeitangaben. du läufst 21,5km in 1:54:00 bzw. 1:52:00 und dann 25,8km in 2:28:00 - das sind gerade mal 4km mehr und über ne halbe stunde länger. ist das beabsichtigt? ich kenn mich ja nicht aus, so lange strecken pack ich noch nicht. aber es kommt mir halt seltsam vor. oder warst du so ausgepowert dass es nicht schneller ging? bitte mal um aufklärung für einen unwissenden ;)

Aufklärung...

Wenn man innerhalb von 5 Tagen vier Läufe absolviert und davon sind alle HM Distanz oder länger am Stück, so wollte ich beim letzten Lauf keine Verletzung riskieren. Das Jahr ist noch lang und dies war auch erst einmal eine einmalige Grenzerfahrung. Über den Sinn und Unsinn lässt sich natürlich vortrefflich streiten, doch ich brauchte es mal um aus meinem Lauftrott rauszukommen.
Der letzte Lauf, die 25,7km waren heute für mich nach insgesamt 64,5km (3 x 21,5km) teils Regenerationlauf teils Pace, daher auch eine KM Durchschnitt von 5:44 als zu den vorhergehenden Läufen (5:18 bzw. 5:12). Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, es einmal selbst auszuprobieren. Jedoch nur mit einer ausreichenden Grundlagenausdauer und Lauferfahrung. Sonst kann es ganz schnell zu einer Verletzung führen.

firma dankt!

ok hab mir das so ähnlich gedacht, macht natürlich auch sinn. werd demnächst vl. nochmal antesten ob ich die 10km durchhalte. ansonsten bin ich grad recht zufrieden mit meinen 8,5 :)

mal die grenzen...

...antesten, find ich gut! kann nix schaden, wenn man dann die grenzen aber auch respektiert. hast du gut gemacht.
wenn du aber ernsthaft mal nen halben oder ganzen wettkampfmäßig laufen möchtest, solltest du jedoch strukturierter rangehen. will meinen: so ne art trainingsplan aufstellen.
angesichts der zeiten, die du bei deinen läufen diese woche hingelegt hast, dürfen da deine zielzeiten ruhig ambitioniert sein!
____________________
laufend wünscht viel erfolg: happy

Noch einer aus 48159! :)

"Schade", dass Du so schnell und weit läufst... Sonst würde ich mal nach einem gemeinsamen Läufchen fragen. ;) Naja, vielleicht sieht man sich ja mal (oder hat sich schon gesehen ;)).

LG

Fragen kostet nix...;-]

@ Happy:

da geb ich dir vollkommen recht. Einen strukturierten Trainingsplan mit seinen Zielen muss sich ein jeder Läufer erstellen sonst verlieren Trainingsläufe und Motivation ihren Reiz. Die vergangene Woche drehte sich bei mir nur um die Distanz und die kann ich persönlich besser einschätzen als das Tempo, soll heißen ich habe noch nicht den Anreiz gehabt schneller die Trainingsläufe zu absolvieren als es zur Zeit der Fall ist, weil ich a) mich über Intervallläufe und Tempoläufe gar nicht schlau gemacht habe und b) ich immer die Befürchtung habe, mir bei höherem Tempo eine Verletzung anzulachen (ist also eher eine Kopfsache). Was mich persönlich reizen würde ist eher mal der Punkt "höher + weiter", will sagen so einen knackigen Höhenmeterlauf a la Hermannslauf, aber dass ist mal ne andere Kategorie als meine Trainingsläufe.

@ Svenja88:

Also "schnell und weit" ist relativ gesehen... da gibt es einige Läufer hier in diesem Forum, die haben kenianische Beine und Lungen. Ich würde zu einem gemeinsamen Lauf nicht nein sagen und hab schon mal deine Hausstrecke 6,9km in Augenschein genommen...;-]. Lass uns doch über die private Messagefunktion einen gemeinsamen Lauftag vereinbaren, wenn du Lust und Zeit hast.

knapp daneben

wollte heute die 10km Marke austesten, war relativ gut unterwegs und hatte am ende noch genug Reserve. Natürlich vorher die Strecke nicht genau vermessen, dachte mir wenn ich meine 8,5km Strecke um die kleine Hausrunde erweitere, dürfte es reichen.
Nach dem Lauf dann hier die Strecke eingezeichnet und erstmal etwas enttäuscht gewesen, weil am Ende 500m gefehlt haben um die 10 voll zu machen. Ich hätte die 500m noch locker durchgehalten, aber hat nicht sollen sein.
Dafür wurde ich dann wieder gnädig gestimmt als ich meine Pace gesehen hab, darauf hab ich bei der Auswertung erst gar nicht geschaut *g* - aber ne 6:30 ist für meine Verhältnisse der Hammer. Ist nochmal schneller als ich in den letzten 8,5km Läufen war. Keine Ahnung wie ich das gemacht hab, beim Laufen selber kams mir gar nicht so schnell vor... :D
Wie soll ich denn nun am besten weitermachen? Erstmal die 9,5 versuchen beizubehalten und nächste Woche oder so dann mal auf die 10 gehen? Vl schadets auch nicht, wenn ich den nächsten Lauf etwas kürzer halte, hab schon die Erfahrung gemacht dass ich dann beim übernächsten wieder besser unterwegs bin.
Ansonsten bin ich doch ganz zufrieden, hab gesehen dass es ohne größere Probleme geht, hab mich sogar teilweise selbst wieder zurückgehalten dass mir am Ende nicht doch die Puste ausgeht^^.
Dann lasst mal hören, nicht dass ich hinterher wieder nen Rüffel krieg :p

Knapp daneben ist nicht vorbei...

erst einmal Glückwunsch zu den gelaufenen 9,5km und auch zu deiner Pacezeit.
Ich würde mich nicht allzu doll ärgern über die fehlenden 500 Meter. Wieso? Weil du 1km mehr als sonst (8,5km) gelaufen bist, also ein Grund sich zu freuen. Das sich deine Zeit und Kondition verbessert haben kommt durch die Gewöhnung deines Körpers an die regelmäßige Belastung durch das Laufen.
Ich bin absoluter Hobbyläufer daher kann ich nur aus meiner persönlichen Erfahrung und Betrachtung sprechen und nicht als professioneller Trainer oder gar Läufer. Ich kenne dieses Gefühl: Am Anfang möchte man am liebsten "höher, schneller, weiter" und dies gleich sofort und auch am besten alles zusammen. Doch ich habe mir selbst einige Grundpfeiler gesetzt, damit ich gesund und mit dem nötigen Spaß beim laufen bleibe und zwar dauerhaft.

Zum Thema Gesundheit:
Jeder sollte sich unabhängig vom Alter durchchecken lassen. Nicht unbedingt nur beim Allgemeinmediziner, sondern auch beim Kardiologen (Herzkreislaufsystem) als auch beim Orthopäden wg. möglicher Fehlstellungen der Füße.

Zum Thema Spaß und Motivation:
Hier hat jeder seine eigenen Vorstellungen und Ziele, Sei es ein Wettkampf, eine verlorene Kneipenwette, Gewicht zu reduzieren etc.
Ich habe auch persönliche Motive warum ich laufe und weiterhin laufen möchte.

Der Trainingslauf an sich:
Wichtig ist für mich ein gutes Körpergefühl während des laufens zu entwickeln. Klingt jetzt zwar etwas esoterisch ist aber ganz weltlich gemeint: Eine ruhige und gleichmäßige Atmung, eine solide Körperspannung, ein gleichmäßiger Rhythmus der Beine und Arme sowie eine gute Grundbalance während des Laufens.
Mir nützt es nichts schnell über die Piste zu flitzen wenn ich keine ausreichende Koordination und auch Grundlagenausdauer habe. Viele übertreiben zu Anfang ganz deutlich mit dem Tempo und verlieren so den Spaß und den Anreiz weiter zu trainieren. Deshalb ist für mich als erstes eine gut ausgebildete Grundlagenausdauer wichtiger als die Pace. Und diese Kondition baut man nur mit regelmäßigem und kontrolliertem Training auf. Ein positiver Aspekt bei einem kontrollierten Lauf liegt in der Verbeugung und Prävention einer möglichen Verletzung. Diese Schmerzsignale, die der Körper aussendet, ignorieren viele Läufer für gewöhnlich in schnellen Trainingsläufen, weil in den Köpfen dann " es sind ja nur noch ein paar Meter" blinkt und man ja sowieso gerade am Anschlag läuft. Dann gibt es das böse Erwachen nach od. noch während dem Lauf und dann heißt es wochenlang pausieren wg. Überbelastung der Sehnen oder Muskeln.

Zu deinen 10km:
Ich würde es mal ruhig angehen lassen und nicht die Brechstange auspacken. Such dir einen "schönen" Tag für die 10km aus, wo das Wetter (ich weiß im Winter ist dies nicht ganz so einfach) für's laufen angenehmer ist (trocken und windstill).
Auch auf deine eigene Erfahrung und die Körpersignale kannst du vertrauen. Hier bei Jogmap gibt es auch genug Trainingspläne und Tipps für einen 10km Lauf, Halbmarathon und Marathon, auf die sich einen Blick zu werfen lohnt. Wichtig sind genügend Regenerationspausen für den Körper und die Muskulatur um die Belastung zu verarbeiten und auch wenn es manchmal schwer fällt: Geduld mit sich und seinen Leistungen haben.

Neben dem gesundheitlichen Aspekt sollte das Laufen auch Spaß machen und das vergessen viele.

Danke erstmal.

Also ich hatte heute Nacht ja genügend Zeit zum nachdenken. Ärgern tu ich mich nicht, ich weiss ich hätt die 500m schon noch gepackt. Allerdings macht sich der eine Kilometer mehr wohl doch ein wenig bemerkbar in den Beinen. Also vl. gar nicht so verkehrt dass es so kam wie es kam. Morgen (bzw. heute) mach ich erstmal Pause, geh vielleicht ne Runde schwimmen. Dann seh ich wies mir am Donnerstag geht und was ich mir zumuten kann. Du hast das schon ganz gut geschildert, ich muss eher auch aufpassen dass ich nicht übertreibe. Lieber noch ein paar Grundlagenläufe mehr. Ich steh ja noch am Anfang und bin denk ich schon gut vorangekommen bis jetzt, wenn ich so zurückblicke. Hauptsache am Ball bleiben, der Rest wird dann schon kommen.
So und nun ab in die Heia^^.

heut wars dann soweit

hab meine Strecke vorher ausgemessen und 10,8km geschafft in 01:13:02 was dann 6:44 ergibt :) das reicht aber erstmal, mehr muss die nächste Zeit nicht sein, mal schauen dass ich die Strecke auf runde 10km krieg dann passt das noch. Und die 100 für dieses Jahr hab ich auch voll, auch nicht schlecht.
Es war allerdings teilweise bitterkalt, vor allem die ersten 3-4 km, wir hatten zwar schön Sonne bei -4 Grad, aber den Wind hatte ich wohl etwas unterschätzt, der hat aufm freien Feld ganz schön gepfiffen. Da gibts jetzt dann ne heisse Wanne, das muss sein.
Irgendwie hing diese blöde 10 immer in meinem Kopf rum, hat mir keine Ruhe gelassen. Will jetzt versuchen das Level vorerst mal zu halten und mir nicht gleich was neues in den Kopf setzen. Wie singt Willy Astor so schön: "Sportsfreund an der Sportsfront, bleibe auf der Hut. Schneller, höher, weiter tut nicht jedem Körper gut!" ;-)

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