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Nachdem ich vor 14 Tagen hier meine 10-Kilometer-Zeit um satte 3 Minuten verbessert hatte, freute ich mich schon auf den zweiten Lauf der Serie über 15 Kilometer. Da ich schon seit über 18 Jahren nicht mehr einen so langen Wettkampf hatte, wußte ich auch nicht genau, was ich erwarten durfte. Ich hatte mir daher zwei Marschtabellen zurecht gelegt.
Ich hatte mich sehr gefreut, dass ich diesmal eine andere Jogmapperin treffen sollte. Elke (Rellielli) hatte sich ebenfalls für diesen Lauf entschieden. Ich war schon recht frühzeitig da, weil ich wußte, dass die Parkplätze später knapp werden würden. So schaute ich den Kiddies bei ihren Läufen zu. Immer mal wieder schaute ich bei der Anmeldung vorbei, in der Hoffnung, dort auf Elke zu stoßen.
Beim Einlaufen sprach mich Elke dann an. Wir liefen noch ein wenig, bevor wir uns dann zum Start begaben. Elke meinte, sie würde nicht so schnell laufen wie ich und reihte sich zu meiner Überraschung hinten ein. Ich hatte gedacht, dass wir etwa gleich stark wären und hatte mich gefreut, zu zweit zu laufen.
Na gut, der Startschuß fiel und ich lief mal wieder viel zu schnell los. Ein alter Fehler von mir. Kilometer 1 - 4:44... Oh Gott, viel zu schnell. Aber ich wußte, dass sich das Tempo bald einpendeln würde. Puls 173. Eine Überraschung. Ein ganzes Stück unter dem Maximalpuls von 182.
Bei Kilometer 3 war ich immer noch 45 Sekunden unter meiner schnellen Marschtabelle. Ebenso bei Kilometer 5. Umso überraschter war ich, als Elke an mir vorbei zog. Ich lief am Limit, hatte nichts entgegen zu setzen. Puls immer noch 173.
Kilometer 8: Immer noch 20 Sekunden unter der Marschtabelle. Aber ich merkte, dass ich langsamer wurde. Elke war ungefähr 30 Sekunden vor mir, immer noch in Sichtweite. Ich wußte, dass ich die schnelle Marschtabelle nicht einhalten könnte. Puls immer noch 173.
Kilometer 10: Elke war immer noch in Sichtweite, aber langsam vergrößerte sich der Abstand. Ich lag inzwischen im Soll, aber ich wurde langsamer. Die Sonne kam kurz durch, aber das war nur ein kurzes Gastspiel.
Kilometer 13: Elke war inzwischen nicht mehr zu sehen. Aber egal. Ich mußte MEIN Rennen laufen. Die schnelle Marschtabelle war inzwischen nur noch Makulatur. Aber zum Glück hatte ich noch die zweite Marschtabelle, und da lag ich noch unter der berechneten Zeit. Vor mir ging ein Läufer. Im Vorbeigehen munterte ich ihn auf, obwohl ich ja selbst fast auf dem Zahnfleisch lief. Der Läufer nahm seinen Schritt wieder auf, ich überholte ihn. Im Ziel bedankte er sich noch für meinen Zuspruch, der hätte ihm sehr geholfen. Sowas hört man gern.
Im Ziel lag ich dann 12 Sekunden unter der zweiten Marschtabelle. 1:23:48 (inoffiziell). Die 1:22:30, die ich laufen wollte ist Elke gelaufen. Gratulation! Elke empfing mich dann im Ziel mit einem warmen Tee. Danke, das tat gut....
Dass mein Puls im Schnitt nur 173 betrug überraschte mich. Bei vorangegangenen Wettkämpfen lag er im Schnitt bei 178 bis 182.
Wir unterhielten uns noch ein wenig übers Laufen. Vielleicht sieht man sich ja beim Halbmarathon am 1. März wieder. Würde mich freuen. Dann verabschiedeten wir uns. Nach einer kurzen Stärkung setzte ich mich ins Auto und fuhr heim.
Alles in allem fand ich, dass es ein gelungener Wettkampf war. Das gesteckte Ziel war einfach zu hoch. Die gelaufene Zeit war realistisch. Und für die Serie hab ich eine gute Ausgangsposition. Ich freu mich schon auf den Halbmarathon. Was ich dort laufen will? Ich halte mich da besser mit Prognosen zurück, dann werde ich auch nicht enttäuscht....

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Auch Dir gilt...

...meine Hochachtung. Es sieht fast danach aus, als könntest Du an alte Erfolge anknüpfen. Deine Vita liest sich ja, wie die Profiliga. Da kann ich armer Jogger noch lange nicht mithalten. Dass die Frauen schneller und mehr reden, als ich, bin ich von zuhause schon gewohnt, dass sie mehr laufen und auch noch schneller sind, ist gewöhnungsbedürftig, find ich aber trotzden klasse.

glowi, bornierter Regenfetischist

Schöner Lauf

Hallo Elke,

na das hört sich doch so an, als sollten wir vielleicht noch öfters Wettkämpfe zusammen machen. Na ja, den HM in der Porzer Serie hast Du ja schon vage ins Auge gefaßt. Wie wäre es dann am 26. April mit dem Brückenlauf in Düsseldorf (10 km)? Da bin ich schon gemeldet. Bist ja keine Kölnerin, brauchst also kein Visum... *grins*

Was meinen Plan angeht, so hab ich mein erstes Ziel um 78 Sekunden verpaßt. Ist aber egal. Ich bin auch so zufrieden.

Liebe Grüße
Renate

Schnell reden und langsam laufen...

Hallo glowi,

danke für die Blumen. Nun, die alten Erfolge sind Schnee von gestern, oder besser von vorgestern. Da werde ich wohl nie wieder anknüpfen können. Ist aber auch nicht so wichtig. Ich gebe zu, dass ich auch heute noch zeitorientiert laufe, aber ich bin 18 Jahre älter geworden und ich setze meine Bestmarken lieber neu. Sonst würde ich ganz frustriert wieder mit Laufen aufhören.
Dass ich schnell und viel rede, sagt mein Freund auch. Dabei habe ich immer Probleme, bei ihm zu Wort zu kommen. Ja, Männer können das auch! *lach*
Tja, und die vielen Kilometer, die ich dieses Jahr schon gelaufen bin, konnte ich nur laufen, weil ich nicht nur Regenfetischistin bin, sondern zudem auch noch Schneefetischistin. Die Grundlage habe ich bei -9°C und 30 cm Schnee und eisigem Gegenwind im Januar gelegt..

Ich wünsche Dir eine schöne Woche mit hoffentlich regenreichen Läufen
Renate

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