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Beim Stöbern durch Amazon bin ich auf ein Buch von Barefoot Ken gestoßen „Barefoot Running Step by Step“. Und habe mich gleich geärgert. Die Leser Rezension ist recht vernichtend. Das mag das Buch vielleicht auch treffen. Ich kenne es nicht. Aber in einer Rezension gleich zu erwähnen, dass der barfuß laufende Freund jetzt mit einer Sehnenscheidenentzündung eine Laufpause einlegen muss, finde ich völlig deplatziert.

In Zusammenhang mit den Five Fingers hat mal jemand hier in Jogmap kommentiert, dass man mit diesen Zehenschuhen zum Erfolg verdammt wird. Egal, ob eine Verletzung durch barfuß(nahes) Laufen kommt, oder nicht. Es wird immer der Spruch kommen „Ich habe es ja gleich gesagt.“ So wie implizit in dieser Rezension. Ohne eine differenzierte Betrachtung dessen, was, zu dieser Verletzung geführt hat.

Im letzten Jahr hatte ich ein Barfußexperiment (vom Problemfüßer zum Barfüßer in 500 Tagen) gestartet und nach 6 Monaten abgebrochen. Grund war meine Achillessehne. „Hab’ ich doch gleich gesagt?!?“ Meine Achillessehne hat vorher schon gemuckt. Die Ursachen liegen viel weiter in der Vergangenheit und haben nix mit Barfußtraining zu tun. Das Barfußtraining war nur nicht für die Heilung förderlich… so wie Laufen überhaupt. Deshalb Abbruch.

Meine Erfahrungen habe ich damals regelmäßig gebloggt und es gab viele Gleichgesinnte, die kommentiert haben. Wo sind die alle geblieben? Ist das Thema wieder versandet? Ist es einfach die falsche Jahreszeit? War das Barfußlaufen vielleicht einfach unpraktikabel? Gibt es vielleicht doch noch mehr Verletzungsopfer zu beklagen? Oder sind das alles einfach Genießer, die sich am schuhbefreiten Lauf still erfreuen?

Vielleicht outet sich ja der eine oder andere. Diese pauschale Meinung, alle Barfußläufer sind Spinner und gehen früher oder später an Krücken … oder so ähnlich… kann ich auf jeden Fall nicht so stehen lassen.

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Pauschalurteile

sind natürlich nicht akzeptabel, nicht nur was barfusslaufen betrifft.
Aber wie bei allem "neuen" wird es auch beim barfuss-fivefingers o.Ä.so sein, dass es manche ganz toll finden, andere zu Schuhen zurückfinden(evtl.abgespeckte Modelle).
bzw.es parallel weiterprobieren.
Und dann gibts noch mich, der sich barfuss gar nicht vorstellen kann, ausser Auslaufen auf weichem Rasen.

auch wenn ich stille bin

seit ich mir im Herbst beim Vibram-auf-der-Tartanbahn ne Sehne zwischen Fuss und grosser Zehe gezwackt habe die auch jetzt, Monate spaeter, immer noch nicht ganz wieder heile ist------- das Thema barfusslaufen ist zumindest bei mir noch LANGE nicht durch!!!!
Bin den ganzen Tag auf der Arbeit mit nike free 3.0 unterwegs und hoffe auf ein barfuss comeback im Fruehling!!!

cour-i-euse

Bin begeisterter

Bin begeisterter Barfussläufer mit Vibrams...na ja im Winter ist schlecht...
Längste STrecke waren 30 KM die letzten 30 von einem Marathon.
Les mal meinen Blog da findet sich was dazu...

also ich hab's ruhig angehen lassen und ...

... barfuß und in 5Fingers regelmäßig, aber moderat trainiert. Ergebnis laut neuester Leistungsdiagnostik: Ich laufe deutlich effizienter. Das sollte doch Motivation genug sein, oder?

"Das wichtigste Argument für den Breitensport ist aber, dass die Menschen davon schön müde werden. Wer des Abends müde ist, geht zu Bett und treibt keinen Unfug." (Max Goldt)

Das richtige Maß....

...zu finden, ich denke, DAS ist die Kunst dabei. Gilt fürs barfußlaufen und für alles andere ja auch.
Viele erwarten wohl zu schnell zu viel und ziehen sich dadurch Verletzungen zu. So ganz frei davon bist auch Du nicht. Wenn ich lese, was Du so für Touren machst nachdem grade das letzte Wehwehchen abgeklungen ist, da frage ich mich oft: muss es denn glein so viel sein? Aber letztlich kennst DU Dich am besten, und nur, weil ICH es zuviel finde, muss es ja noch lange nicht zuviel FÜR DICH sein.

Barfußnah

Im Juni letzten Jahres (im Urlaub), konnte verletzungsbedingt nicht, oder nur ganz wenig laufen, hab ich das Buch "born to run" gelesen. Fasziniert, natürlich die Stellen über die Tarahumara und deren Lauftechnik und Umfänge. Daraufhin hab ich mich mehr über Barfußlaufen informiert, unter anderem "Natural Running" von Dr.M.Marquard gelesen. Habe dann sehr behutsam angefangen und nach und nach die Fersensprengung bis zu -New Balance Minimus und Fivefingers- verringert. Natürlich gab es schmerzliche Anpassungsprobleme, aber die sind nun glücklicherweise ausgestanden, da die Umstellung sehr behutsam vonstatten ging. Habe auch meine älteren Laufschuhe auf 0 mm Fersensprengung tunen lassen. Aber jetzt bin ich froh meinen Laufstil umgestellt zu haben, denn dadurch laufe ich ermüdungsärmer und schmerzfrei.

Gruß Jan

"Der wahre Grund für Rennen, liegt weniger im Bestreben, die anderen zu besiegen, sondern darin, die anderen zu begleiten."

aus "born to run"

Hab mir im SommerFive

Hab mir im SommerFive Fingers gekauft. Bin dann kurze Strecken,bis 6km eimal die Woche gelaufen. Kamm super zurecht. Ohne Beschwerden. Anfang September hab ich mir dann den Glove von Merell gekauft. Habe den Glove auch zum laufen getragen. Mit den Five- Fingers liefs sich, irgendwie runder. Habe den Glove jetzt hauptsächlich als Alltagschuh an und bin begeistert. Mein Problem ist gerade eher das, wenn ich Zeit zum Joggen habe, dann auch gleich weiter als 6km lauf. Spätestens im Frühjahr möchte ich auf jeden Fall wieder mehr Barfusslaufen.
Habe auf jeden Fall fest gestellt das ich in meinen alten Einlagen,seit den Five-Fingers, gar nicht mehr laufen kann und sie auch nicht mehr brauche. Insgesamt rolle ich mehr über den Vorfuss ab. Mit den Einlagen und höher Sprennung habe ich oft das Gefühl, wie wenn ich in Highheels rennen würde.
Überigens wenn ich im Geschäft niese und auch mal ne laufende Nase habe heißt es auch immer gleich: Bist selber schuld warum rennst auch bei Schmuddelwetter. :-((
Dass, die halbe Belegschaft, die keinen Sport macht, schon seit Tagen krank zu Hause ist, wird nicht gesehen :-((
Es kommt immer auf die Perspektive an, und geurteilt ist ist immer schnell. :-((

Helden gesucht!!!

keine Verletzung

ich laufe immer mal wieder gerne in den Fivefingers, allerdings nur im Wald, auf Asphalt tu ich mir Spreizfüßler das nicht an. Längste Strecke bislang; knapp 11 km;-) Verletzungen hatte ich (noch) keine, meine Waden merke ich dann schon am Tag danach, aber das ist ja erwünscht.
ich hasse Ideologien jeder Art: ich laufe gerne MAL damit, aber ebenso gerne in meinen Schuhen. Meiner Ansicht nach tut mir die Abwechslung gut.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Barfußlaufen jetzt Alltag

jr Über Alltägliches wird nicht mehr so viel berichtet,es geht halt seinen normal Gang.Ich selbst laufe zweigleisig,die schnelleren und längeren Läufe mit leichtgestützten Wettkampf/Lightschuhen und flexiblen leichten Sporteinlagen,bei 6 Trainingstagen erfolgen dann 2 regenerative/extensive Dauerläufe bis 16km mit Barfußschuhen(Nike Free 3 für Strecken mit überwiegend Asphalt,Saucony Hattori für überwiegend Parkwege).Etwas irritiert hat mich die Ansicht von Dr. Marquardt,dass nicht gedämpfte Barfußschuhe (nur der Nike Free 3/Run ist gedämpft)nur für weiche Böden geeignet wären,in meiner Gegend gibt es leider nur Asphalt und befestigte Waldwege,weiche Böden finde ich immer nur isoliert auf einigen 100m.Trotzdem werden wenig gedämpfte Barfußschuhe dank guter Eigendämpfung weiter eingesetzt, nur eben halt so wenig wie möglich auf Asphalt,die befestigten Wald/Parkwege sind Dank guter Bewässerung jetzt halbwegs weich.Die extremen Barfußschuhe,Five Fingers und Leguano ruhen derzeit,da sie bei mir nur für kurze Strecken und langsame Läufe in Frage kommen,ab März gibt es wahrscheinlich wieder kurze Frühstücksläufe von 6-8km,dann werden auch diese wieder eingesetzt.

Fein, alle noch da..

Freut mich, dass ihr noch dabei seid, jeder so wie er es mag. Und dass die pauschalen Vorurteile so einfach nicht stimmen.

Ich hoffe, dass ich irgendwann auch wieder dabei sein werde. Vielleicht im Frühjahr? Warten wir es ab. Erste zarte Versuche in Fivefinges auf dem Laufband waren schon gar nicht übel...

Also weiter viel Spaß mit baren Füßen oder euren minimal Schuhen.

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