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Ich bin jetzt 28 Tage dabei und habe die ersten Erfahrungen gesammelt. Aber ich brauche wohl mal ein paar Informationen von erfahrenen Streaker(inne)n.

Ich muss gestehen, dass ich die Belastung mittlerweile deutlich spüre. Meine Beine sind schwerer als sonst, meine Waden fühlen sich verhältnismäßig hart an (und schmerzten auch schon einige Male). Und meine Bauchmuskeln sind offenbar in eine Art Dauermuskelkater-Modus übergegangen.

Meinen Laufumfang habe ich nicht wesentlich verändert. Aber Stretching, Rumpfstabilitätsübungen und Kraftraining mache ich nun seit 4 Wochen regelmäßig.
Mit den Achillessehnenübungen pausiere ich derzeit, das halten meine Wade nicht aus. Aber meiner Achillessehne geht es auch so gut wie seit September nicht mehr.

Und ich bin hochmotiviert. 28 Tage sind ja schon eine kleine Basis, die ich nicht aufgeben möchte. Gestern bin ich sogar freiwillig schon um 6 Uhr losgelaufen, weil ich den Sport donnerstags zu keiner anderen Tageszeit unterbringe. Der Donnerstag war "früher" immer sportfrei.

Aber es ist wohl offensichtlich, dass die Regeneration etwas zu kurz kommt. Da es ja im Streak keine echten Regenerationstage gibt, baue ich halt ab und zu einen 5km-Lauf im ruhigen Tempo ein und mache sonst nichts. Dafür hätte ich mir vor dem Streak nicht einmal die Schuhe gebunden. Kann man so ausreichend regenerieren?
Braucht der Körper einfach noch ein paar Wochen, bis es selbstverständlich wird, dass ich ihn jeden Tag zumindest eine halbe Stunde belaste?

Wenn ich eure Eintragungen lese, frage ich mich, wie ihr das wegsteckt. Zum Teil größere Laufumfänge werden noch mit zig Kilometern Schwimmen kombiniert, massenhaft Pferde werden geritten (die müssten doch eigentlich bald ausgehen), stundenlanges Power-Yoga, Gymnastik, Spinning. Ich muss sagen, dass ich schwer beeindruckt bin.
Wann und wie regeneriert ihr? Esst ihr besonders eiweißreich? Wie geht es euch?

Grüße aus Südbaden.
Uli

Haha,.....

da hast Du es!
Die 28 Tage sind Dir schon was wert und Du möchtest eigentlich nicht aufhören.
Mußt Du auch nicht, aber auf Deinen Körper hören, das macht trotzdem Sinn.

Ich empfinde das Schwimmen als Regeneration vom Laufen, was die Beine betrifft.
Ich nutze sie kaum und wenn ich aus dem Wasser steige, sind sie so schön leicht und locker durch die Wassermassage.
Das Reiten darfst Du bei mir nicht überbewerten, das ist mein Körper seit 27 Jahren täglich gewöhnt und hat auch lange nicht mehr den zeitlichen und physisch belastenden Umfang, den es mal hatte. (ich reite meistens nur noch mein eigenes Pferd)
Das Laufen habe ich zur Zeit leicht hochgefahren, aber größtenteils ohne viel Tempo, um eben die Knochen zu schonen.
Rad fahre ich, bis auf letzten Samstag im Moment gar nicht.

Was ich damit sagen will, ist, dass ich gerade jetzt im Winter bei allen Sportarten, die ich so mache, nie 100% gebe, geschätzt nicht mal 80% und mich dabei auch nicht quäle. (beim Reiten sowieso nicht!)
Gut, meine Ziele sind vielleicht auch etwas anders gelagert, als bei Dir.
Mir geht es ehr um Ausdauerverbesserung jetzt im Winter.

Dass es Deiner Achillessehne besser geht, ist ein gutes Zeichen und dass Deine Waden muckern zeigt, dass die Muskulatur vermutlich sehr verkürzt ist (Ursache für die Achillesprobleme?), weshalb ich glaube ich immer vorsichtig weitermachen würde mit dem Dehnen.
Eine halbe Stunde tägliche Belastung sollte eigentlich überhaupt kein Problem sein, aber eben nicht einseitig, was es aber für Deine Waden zu sein scheint.
Massagen, auch Selbstmassagen wirken da manchmal Wunder.
Du hast jetzt 4 Wochen durchgezogen, da darfst Du ruhig mal für eine Woche etwas runterfahren, aber aufhören würde ich nicht.
Lauf mal nur alle zwei Tage locker ohne Tempo und mach Deine Kraft- und Stabiübungen nur ganz locker mit halber Kraft, aber mach sie weiter und vielleicht, wenns noch locker geht, noch etwas länger. Quäl Dich nicht, sonst machts keinen Spaß!;o)

Du bist an dem Punkt, wo Dein Körper reagiert und sich anpasst, das ist schon ok, solange es keine Überlastungsverletzungen gibt. Muskelkater zählt nicht und ist bald verschwunden.;o)

Essen? Nö, ich esse relativ normal, zwinge mich aber dazu, jeden Tag mind. zwei Sorten Obst zu essen....möglichst immer einen Apfel und eine Banane und zur Zeit nachmittags bei der Arbeit noch einen frisch gepressten Orangen/Zitronensaft.
Ansonsten immer zwischendurch mal Schoki, aber ich glaube, die ist ehr für die Nerven!;o)

Lass Dich nicht unterkriegen, aber horche weiter so in Dich hinein und behalte die Regeneration immer im Auge, auch, wenns schwer fällt.:o)
Ich muss mich auch zu lauffreien Tagen zwingen.;o)

Lieben Gruß Carla

Stundenlanges Power Yoga... *kicher*

Deine Erfahrungen habe ich auch gemacht. Besonders, weil ich vor Jahren mal einen Laufstreak probiert habe. Aber das war nix für mich. Die harten Waden kann ich bestätigen. Sei da bitte vorsichtig, wenn Du eh schon mal Probleme mit der Achillessehne hattest. Da gibt es eine enge Korrelation. Wenn die Waden hart sind, dann vorsichtig dehnen (denk an die Tipps meines Docs zur Treppenübung) und die Laufeinheiten etwas runter fahren.

EDIT: Ich kann für harte Waden auch noch Bürstenmassage empfehlen. Mit der Massagebürste vom Fuss in kreisenden Bewegungen das ganze Bein hoch. Danach Pferdesalbe einmassieren. Das wirkt bei mir total entspannend auf nörgelnde Waden. Der Muskelkater geht davon natürlich nicht gleich weg, aber es unterstützt bei der Regeneration.

Und was glaubst Du, warum mein Streak so abwechslungsreich ist? Weil ich jeden Tag laufen oder Radeln gar nicht aushalten würde. Ich mache derzeit nur 3-4 Ausdauereinheiten die Woche. Der Rest verteilt sich auf andere Happen. Wenn die Bauchmuskeln wehtun ist der Rücken dran. Wenn der weh tut die Schultern. Dann sind die Füßlein regeneriert und es geht wieder mit einer Einheit für die Beine weiter. Und dann wieder alles von vorne.. So kann jede Körperpartie mal pausieren und regenerieren.

Na ja, und stundenlanges Power Yoga ist ein super Ausgleich zum anderen Sport und dient neben Dehnung, Kraft, Balance und Koordination auch zur Regeneration. Macht zwar bei meinen momentanen Steigerungen auch Muskelkater, aber der wird auch gerade wieder besser.

Was ich auch eingeführt habe ist 1-2 mal Sauna die Woche. Das wirkt wahre Wunder für die Regeneration.

Und ein Opfer musste ich für den Streak schon bringen. Das 100-Liegestützen Programm ist unmöglich, wenn andere Krafteinheiten zusätzlich absolviert werden. Da muss ich wirklich warten, bis der Körper ausreichend an die Menge der Einheiten adaptiert ist. Krafteinheiten habe ich nämlich früher überhaupt keine gemacht (ausser Yoga) und das merke ich gerade sehr. Also erst Gesamtaufbau und in 1-2 Monaten fange ich mit dem Liegestützen Programm systematisch noch mal an.

Ansonsten schliesse ich mich Carla Santana zu 100% an. Nicht aufgeben. Lieber die Intensität etwas herunterfahren und den Spaß an der Sache behalten. Und es heisst hier ja Sport Streak, nicht Lauf Streak...

Musste direkt ein paar Tage nachdenken

über deine Zeilen. Und zwar über den gesundheitlichen Sinn eines Sportstreaks. Ist es noch sinnvoll, einen Streak durchzuziehen, wenn es einem damit gesundheitlich/ körperlich schlechter geht? Zeigt der Körper damit nicht eigentlich eindeutig an, dass er doch auch mal einen Ruhetag zur Regeneration braucht? Besteht so nicht die Gefahr eines Übertrainings und eines Ausbleibens der Superkompensation?
Ich für mich werde wohl doch auch hin und wieder bewusst einen Ruhetag einlegen. Mein Körper und mein Trainingszustand werden es mir hoffentlich danken. (Damit ich dir in Hamburg auf Schritt und Tritt folgen kann ;-))

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

wegstecken

Ich für meinen Teil laufe ja sehr gerne früh morgens vor dem Aufstehen. Das hört sich immer nach "mentaler Härte" an, trifft bei mir aber gar nicht zu, jedenfalls nicht mehr. Alles fing damit vor 10 Jahren an, als die Kinder noch relativ klein waren und ich jede Menge mit ihnen zu tun hatte. Hausaufgabenüberwachung, zum Sport bzw. Musikunterricht gondeln und natürlich auch die Kidies zu Freunden bringen, denn A fährt hier so gut wie nie ein Bus und B sind die Klassen aus verschiedenen Orten gewürfelt, so dass die Freunde z.T. 10 - 20 km weit weg wohnen. Der Vormittag ging mit Haushalt, Essenkochen und dem ganzen Kram drauf, was eine 7köpfige Familie so mit sich bringt. Abends und an den Wochenenden kellnerte ich aushilfsweise in einem Restaurant, also wann dann noch laufen??? Es blieb quasi nur die Zeit "vor dem Aufstehen". Wenn fast das ganze Leben Lang der Wecker um halb 6 klingelt, fällt es anfangs natürlich ungeheuer schwer, um halb 5 aufzustehen. Aber ich brauchte immer noch bissl Zeit für eine Tasse Kaffee usw., um 5 trabte (und trabe ich heute noch oft) los. Die ersten Wochen war ich nach einer halben Stunde zurück, lief ca. 3 km doch nach und nach dehnte ich meine morgendlichen Läufe zu einer Stunde aus, brachte auf dem Rückweg frische Brötchen für die Family mit, was natürlich alle super schön fanden(finden). Mittlerweile sind die Kinder größer, zum Teil aus dem Haus, ich kellnere nicht mehr, gehe jetzt einer geregelten Arbeit nach und habe dadurch viel mehr Zeit für mich und für den Sport. Trotzdem ist es immer noch das Schönste aller Lauferlebnisse, wenn ich früh morgens eine Stunde unterwegs war. Seit 10 Jahren laufe ich, seit 10 Jahren klingelt mein Wecker um halb 5 und selbst wenn er nicht gestellt ist, wache ich auf und bin putz munter;-)) Die Füße "wollen" in die Laufschuhe und ich an die frische Luft und es kostet wirklich an den meisten Tagen Null Überwindung. Klar gibt es auch mal andere Tage, da wird dann später gelaufen und genau dann hab ich auch das Problem mit dem WANN!?!? Irgendwie ist es immer schwer, seinen Lauf/Sport zu einer Tageszeit unterzubringen, zu der man sonst mit anderen Dingen beschäftigt ist/war. Und genau dann läuft es meist auch unrund und es ist (bei mir jedenfalls) nicht selten nur ein Abhaken der Sporteinheit. Schade.

Das Spinning am Abend findet bei im großen Freundeskreis statt. Da wird auch mal schön gequatscht und anschließend gibts noch mindestens einen Saunagang. Von daher läuft das so nebenher als Spaßeinheit.

In diesem Jahr habe ich es aber noch nicht geschafft, den Streak wirklich durchzuziehen, sondern habe immer mal einen Tag pausiert oder schnell eine Gymnastikeinheit für das gute Gefühl eingelegt oder einfach ein paar sit ups gemacht. Wirklich streaken kann ich nur, wenn kein Mara ansteht, ich also keinen langen Lauf in der Woche unterbringen muss.

Fühle ich mich mal wirklich k.o. und ausgepowert, lustlos und völlig ohne Antrieb, gehe ich mindestens 2 Abende hintereinander um 21 Uhr (ja, fast gleich nach dem Sandmännchen;-)) zu Bett! Das hilft Wunder! Und wenn dann um halb fünf der Wecker klingelt freue ich mich wieder richtig auf den Lauf;-))

Tame:-)

Heute war ich sehr nahe daran, zu kneifen.

Heute war ich sehr nahe daran, den Sport ausfallen zu lassen. Aber es wäre kein bewusster Regenerationstag gewesen, den ich mir vielleicht gegönnt hätte. Es wäre abendliche Trägheit nach einem langen Arbeitstag gewesen.

Aber auf der Radfahrt nach Hause habe ich mich mental eingenordet und bin dann nach ein paar Bissen Baguette ohne mich an den Computer oder sonst wohin zu setzen um Viertel vor neun noch zu einer kleinen, ruhigen Runde aufgebrochen. Und ich war danach sehr zufrieden mit mir.
Es macht einfach zuviel Spaß mit euch zu streaken, um es grundlos zu unterbrechen. Ich freue mich immer, wenn das rote "aktualisiert" aufleuchtet und schaue gleich nach, wie ihr (also Carla-Santana, Sarossi, Sonnenblume und Tame) euren Sporttag verbracht habt.

Ich habe den Eindruck, dass mein Körper ruhige Läufe unter einer Stunde als Regeneration gelten lässt. Solche "Regenerationstage" werde ich künftig häufiger mal einstreuen. Ich fühle mich jedenfalls im Moment sehr fit, auch wenn mir beim Tempo die Spritzigkeit fehlt, aber das war in anderen Wintern auch schon so.

Grüße aus Freiburg
Uli

Genau so hab ich es eben auch empfunden.

Hab mich allerdings mal wieder schon während der Arbeit auf meinen Lauf heute gefreut, bin aber nur locker 5,7 km gelaufen und morgen ist Laufpause, weil Samstag Rodgau ist.
Mußte mich also ehr etwas bremsen.;o) Danach war alles gut.
Die Beinchen fühlen sich jetzt an, als hätten sie heute noch nichts getan und morgen sammeln sie noch etwas Kraft und werden beim Schwimmen vom Wasser massiert.:o)

Warte mal, wenn Du solche kleinen Regenerationsläufchen einbaust und die ersten Sonnenstrahlen rauskommen, kommt die Spritzigkeit und Lauflust von ganz allein!

Lieben Gruß Carla

Wiederentdeckungen und etwas Frust

Habe gerade die neuesten Kommentare gelesen und auch noch mal etwas über den Streak als solches nachgedacht.

Ein wenig frustriert bin ich schon, dass meine Achillessehnen Maläse mich läuferisch ausbremst. Wenn ich mir eure Laufumfänge anschaue, dann bin ich total neidisch. Aber auch mit gesunden Gräten hätte ich kaum mithalten können. So 120 Km im Monat wären das absolute Maximum gewesen.

Ich versuche also ganz bescheiden kleinere Brötchen zu backen und baue meine unteren Gräten langsam... gaaanz langsam... wieder auf. Laufen ist das eine (Walk'n Run) und die Vorbereitung auf die Wandersaison das andere (Nordic Walking). Und es wird auch langsam besser. Der Vorteil am Streaken unter diesen Randbedingungen ist: Man sucht nach Alternativen. Und das hat zu einigen Neuentdeckungen geführt.

Normal hatte ich das Thema Fitness Studio für mich schon gestrichen. Ich hasse Krafttraining an Geräten. Jetzt habe ich dort aber die Sauna entdeckt. Und das ist eine super Belohnung für das Aushalten im Kraftzirkel.

Meine Therabänder haben ein Revival erlebt. Ich habe mir speziell Übungen für Nacken und Schultern zusammengestellt... (ich Schreibtischtäter) auch um die Haltung zu verbessern. Und siehe da... dank Streak beisse ich mich durch... und stelle die Übungen gar nicht mehr in Frage.

Und dann habe ich noch diesen Gymstick (Stock mit Thera Tubes und Fuss-Schlaufen dran... für die, die das nicht kennen) im Büro entdeckt. Vor vielen Jahren gekauft und dann für den Sport zwischendrin im Büro abgestellt... und vergessen. Ich habe ihn jetzt ein paar mal in mein Programm eingebaut. Für die grossen Muskeln und die Koordination ist der noch besser als einfaches Theraband Training. Auf der Suche nach neuen Übungen im Netz bin ich dann auf die Tubes für die Nordic Walking Stöcke gestoßen. Und das ist ja mal eine klasse Kombination. Die verstaubten Nordic Walking Stöcke werden zum Aufbau der "Wandermuskeln" verwendet. Dann einen stimmungsvollen Platz aussuchen (gibt es am See einfach wunderschöne), Tubes an die Stöcke... und die Outdoor Krafteinheit ist angehängt.

Damit hat der Streak schon viel bewegt. Die Frage am Tag heisst wirklich nicht mehr "ob", sondern nur noch "was". Das hat einer von euch mal so geschrieben und das stimmt wirklich.

Aber der Muskelkater ist trotzdem noch nicht weg. Durch die ständigen neuen Experimente gibt es bald keinen Muskel mehr, der nicht in den Streak einbezogen wird.... Mal sehen, wann das besser wird.

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