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so hab ich mir das gedacht ...

Was war geschehen?
Wieso will einer, der rumläuft und Spaß daran hat, seine Freizeitbeschäftigung aufgeben?

Ganz einfach, weil ich es zum Kotzen fand.

Die ständigen Laufpausen wegen irgendeinem Zipperlein, das vorbeigeht, aber ich weiß nicht was es war. Die letzte Pause bis letzten Sonntag war 3 Wochen lang. Auf diese Art kann ich nicht mit Freude laufen. Immer Angst, dass was kaputtgeht.

Von Weihnachten hab ich euch ja von geschrieben, Achillessehnenreizung vor - Grippe mit Fieber während - und emotionalem Tief nach - Weihnachten, ging es in den Urlaub, der auch ganz toll war (vielen Dank für die vielen netten Wünsche - waren richtig aufbauend). Gute Erholung und (zumindest zu Beginn) ein paar gute Läufe. Zuvor habe ich im Innernett nach Sylvesterläufen gesucht und sogar einen in St. Peter-Ording gefunden. Tags zuvor ein kleines Probeläufchen. Alles o. k. Also am nächsten Tag zur Anmeldung und um 14:00 startete mein erster Wettbewerb (na ja, offiziell war es ein Spaßlauf) und es hat mir riesigen Spaß gemacht.

In den folgenden Tagen bin ich noch zweimal rumgelaufen. Doch der letzte war eher eine Plage. Tags darauf Schmerzen in Schienenbeinen, Waden, Sprunggelenke, Achillessehne ... zum verrecken. Hatte also keinen Spaß mehr. Nächster Orthopäde sonstwo. Also musste ich selbst ran (Wadenbandagen gekauft, Voltaren geschmiert, Lockerungsübungen usw.). Zum Wochenende hin etwas besser, doch joggen war nicht, nur die Heimfahrt nach Hause ging (200 km meine Frau und 350 km ich, zum Glück gibt es ein Tempomat).

In der darauffolgenden Woche wieder die Schmerzen. Jetzt reicht es und ab zum Orthopäden. Ich dem Doc erzählt was los ist, bla, bla und er nur kurz und knapp im O-Ton: "Ziehn Sie mal Schuhe und Socken aus." Kuckt exakt 25 Sekunden auf meine Käsequanten. "Das kriegen wir wieder hin. Geht ganz schnell. In zwei Wochen sind Sie wieder Beschwerdefrei. Ich verschreib Ihnen Einlagen." Damit hab ich schon gerechnet, setze an "und was ist mit ..." Heraus kam, dass mein Fußgewölbe nicht mehr in Ordnung ist. Deshalb konnten die Muskeln die Belastungen bei Leistungssteigerungen in den kurzen Pausen von Lauf zu Lauf nicht mehr richtig auffangen. Es musste eine längere Pause her und wieder war eine Woche ohne Lauf. Diese Seuche schleppte sich durch den ganzen Herbst.

Hab heute die Dinger abgeholt. Es läuft sich ein bisschen ungewohnt, aber ganz gut. Die Einlagen kommen aber nicht in die Laufschuhe! Die haben schon eine Pronationsunterstützung eingebaut.

Bis zu dieser Diagnose wurden die wildesten Spekulationen angestellt, was alles sein kann. Da wird jeder zum Nobelpreisträger für Sportmedizin und hat alles schon mal selbst gehabt. Die Gruselstorries von wegen Achillessehnenablösung usw. erzähl ich jetzt nicht.

Um diesen Rummel, die Zipperlein, die Laufpausen und die Arztbesuche zu vermeiden habe ich das Laufjahr 2009 zunächst abgehakt. Eigendlich war ein 10er und evtl. ein HM geplant. Aber das klappt alles nicht, da die Vorrausssetzungen nicht gegeben sind. Also wird dieses Jahr folgendes passieren: zunächst mal muss ich von meinem Gewicht runter. 100 Kilo tun den Gelenken und dem anderen Mist im Körper halt bei jedem Schritt weh. Es werden bis zum Zielgewicht keine langen Strecken gelaufen sondern gefahren. Der Drahtesel war schon zweimal im Einsatz. Sollte ich weniger Gewicht haben, werden die Laufstrecken länger und irgendwann mal (im 22. Jahrhundert), gibt es vielleicht einen HM.

Ich versteh es einfach nicht. Da gibt es Leute die sind 42 Jahre, haben das letzte Mal am Schulsport in der 10. Klasse teilgenommen und sitzen seit 26 Jahren jeden Abend bei Bier und Chips (sabber) mit 120+x Kilo auf dem Sofa. Die kriegen auf einmal einen an die Murmel, ziehen sich ihre gammeligen Turnschuhe aus der 10. Klasse an und laufen ein halbes Jahr später irgendso einen tollen Marathon unter 4 Stunden. Haben auch die nächsten 30 Jahre keine Probleme mit der Gesundheit.

Und unsereins? Geht mit dem Köpfchen an den Sport. Bildet sich. Fängt langsam an usw. Überall lese ich von Verletzten die sich pflegen. Ist es nicht manchmal unfair?

So nun habe ich mich genug ausgekotzt.

Es geht weiter und mit jedem Schritt und jeder Umdrehung des Rades komme ich zwei meiner beiden Kindern näher.

Christiane (mani pejuta) hat schon ganz recht mit ihrer Beobachtung, dass die Kommunikation in der Gruppe so ziemlich lahm ist, irgendwie. Leider fehlt mir oft die Zeit was anständiges zu schreiben. Doch auch dies kann ich ja ändern.

Allen noch einen schönen Abend und gute Nacht

Klaus

Kopf hoch

Hallo Klaus,

vorausgesetzt, dass ich Dich, Deinen Körper und Deine Vergangenheit nicht gut kennen, möchte ih Dir trotzdem ein paar "kluge" Ratschläge geben?!?!?!?!

Ich hatte diese Probleme auch, bin allerdings erst 26 Jahre alt.
Ich hatte letztes Jahr angefangen zu laufen, von 0 auf 42 km. Ich hatte 107 kg und hatte Ende 2007 sehr große Probleme mit meinem Herzen.

Mein Arzt meinte, nicht länger als 5 min/Lauf, ich bin zu fett, dass wäre ungesund.
Fett, JA! Bla, bla ich wollte aber einen Marathon laufen, also Ärmel hoch und Kilos runder laufen, hatte 9 Monate vom Fettsack bis zum Ziel Berlin Marathon.
Ich hatte angangs Schmerzen ohne Ende, in den Gelenken, Wade, einfach alles.

Mein Orthopäde sah mich öfter als Teile meiner Familie.

Ist ja alles auch total egal, was ich Dir gerne auf den Weg geben will:

KÄMPFE!

Von ETU58 erfuhr ich ein wenig über Dich, wegen dem Polarkreislauf, usw. Du bist doch ein ganz großer, ein Kömpfer, kein-einfach-in-den-Sack-hauer.

Weck den Tiger in Dir, Bring Deine mentale Stärke auf die Laufstrecke, anfangs tut es weh und dann, aber dann........

Das soll keine Aufforderung zu Schandtaten sein, wenn Du ernsthaft Krank bist, dann ab zum Arzt.

Kurze Story:

Als ich 12-13 Jahre alt war, sagte mein Arzt, ich solle mit Sport auhören, zu gefährlich, manche Körper sind zu labil für Sport, sonst würde ich im Rollstuhl landen (Bänder kaputt usw.).

Was soll ich sagen? (13 Vereinsfußball, haufen Pokale, eine ganze Vitrine voll nebst einem haufen Medaillien vom laufen in 2008 und das obwohl ich ein Fettsack bin. Qualität kommt nicht von Leichtigkeit, sondern vom Kämpferherz.

Ergo, Ärzte wissen nicht alles, schon gar nicht, was für Kämpfer wir normalos sein können.

Man Klaus, Du bist doch ein großer, los lass die Heide rocken.

Du bist ja alt genug und brauchst einen 26 Jahre alten Knirps aus Randberlin nicht, aber ich glaube an Dich, vergiss das nicht.

P.S.: Was das lahme Gruppenklima angeht:
Das ist schwierig, wir sind hier wegen den Kids und sind vom Karakter alle verscheieden. Die anderen Jogmap-Gruppen,
sind da etwas anders, Interessenorientierter, vielleicht?
Egal, ich schreibe gerne mit dem einen oderandern, aber jeden abend auf´s neue in Grpper herumchatten, dass geht einfach nicht bei jedem. MAn hat ja noch andere Hobbys, Frau, Kind und laufen, so sieht es bei mir aus. Ich habe abends 4 Stunden zwischen Heim kommen und schlafen. Davon fallen alle 2 Tage 2 Stunden für laufen weg. Frau + Kind?? Ja die schauen, warum Papi nicht da ist. Essen, Duschen, Extremcouching????

SEE YOU

LG Dennis

www.Laufpark-Stechlin.de

Stolpern darfst Du, doch wenn Du liegen bleibst, dann bist Du bereits tot.

Nicht haengen lassen!!

Lieber Klaus!! Wenn sich auch Deine Fussgewoelbe haengen lassen, dann lass Dich doch von denen nicht komplett herunterziehen!! Wo kommen wir denn da hin wenn die Fuesse dem Kopf die arbeit abnehmen koennen wollten??????? Dann lerne daraus und mach das Beste damit! Du hast die richtigen Ansaetze ja schon laengst gefunden: erst mal ist jetzt Entlastung angesagt. Aus eigener Erfahrung (ja ja, Du hast es sicher laengst geahnt, ich bin selbst so eine die alles schon selbst gehabt hat) weiss ich dass ein paar Kilo mehr oder weniger, und das sind bei mir lediglich 2-3 kg, auf den Laufapperat, insbesondere auf Knie und Fuesse, nen riesen Einfluss haben. Gewicht verlieren auf der einen Seite, etwas mehr ruhige Stabilitaet ins Training bringen auf der anderen Seite. Nicht mehr drei Wochen die Schuhe im Schrank stehen lassen und dann ploetzlich am Samstag vormittag 20 km Rennen!!!! Mensch, wenn DU nicht auf Deinen Koerper aufpasst, wer soll es denn dann tun? Ich bin mir sicher dass, sobald die akute Phase vorbei sein wird Du ohne Probleme wieder langsame 5 km Runden einbauen kannst. LANGSAME!!! Die Fussgewoelbe sinken naemlich nicht von einem Tag auf den anderen. Soviel ich weiss. Sobald sich Deine Muskeln und Sehnen vom letzten Schreck erholt haben wird die Welt wieder rosiger aussehen. Solange Du im naechsten halben Jahr KONSEQUENT die Bremse angezogen haeltst. Wenn ich koennte wuerd ich Dir meine Laufkollegin dafuer ausleihen. Seitdem sie vor drei Wochen Blut gespendet hat bewegen wir uns im besten "Regeneriertempo"...

So, und jetzt ran an den Speck!!!
Genug der Weisheiten. Lasse Taten folgen! viel Spass beim Fahrradfahren

Dr. Cour-i-euse ;-)

Du bist bestimmt auf dem richtigen Weg

Jade 13
Es gibt bestimmt Läufer mit etwas mehr Gewicht die keine Probleme haben und keine Zipperlein, aber nicht alle haben dieses GLück.

Da Dein Körper sich schon mehrfach beschwert hat, musst du doch einfach nur auf ihn hören. Wenn du 10km und HM abgehakt hast für 2009, hast du ja Zeit um langsam neu zu starten.

Fahrrad fahren ist bestimmt nicht verkehrt und ich habe mit Einlagen schon gute Erfahrungen (Fersensporne) gemacht. Ich habe auf weitere Behandlungen -IGEL Leistungen :O)- verzichtet und habe mir Tips aus dem Netz geholt und seit dem ich mich brav stretche haben sich meine Fussdornen nicht mehr gemeldet. Was ich damit sagen will.... ich habe gelernt auf meine Füsse zu hören.

Um weitere Laufzwangspausen zu vermeiden, gehe es doch einfach mal langsam an. Dann fühlst du dich vielleicht unterfordert aber bleibst heil.

Und mit der Zeit geht es bestimmt wieder aufwärts und das Gewicht geht dann runter.

Gruß
Jade

Hallo Klaus,

das erste Dutzend meiner überflüssigen Kilos hab ich auch vom Fahhrad aus abgeschmolzen. Und mit jedem Kilo, das weg war, war auch ein bisschen Seelenballast verschwunden. Es kommen auch wieder bessere Zeiten.
Wenn Du magst, dann melde Dich doch mal, wenn Du in Eitorf bist und Dein Fahrrad dabei hast. Ich kenn da 'ne sehr schöne Runde....von Eitorf rechts der Sieg bis Hennef-Weldergoven, dann rüber nach Lanzenbach und das Hanfbachtal wieder hoch bis Buchholz und dann 15 km bergab (Yeahhhh !) zurück nach Eitorf. Ungefähr 45 km / 2 1/2 bis drei Stunden, wenns noch Spaß machen soll.
Viele Grüße, WWConny

hallo klaus!

oh, du tust mir echt leid. ich kann dich gut verstehen. meine "vorredner" haben aber eigentlich schon alles gesagt.
hör bitte nie mit dem laufen auf, versuch es nur vielleicht etwas anders anzupacken. nur allzu leicht läßt man sich hier bei jogmap durch den tatendrang anderer anstecken. aber ich (du) bin nicht die anderen. ich hab meine ganz eigenen vorraussetzungen und lauf"karriere". darauf müssen wir achten und halt gut auf uns aufpassen.
lass bitte nicht den kopf hängen! hej, du bist der chef der wichtigsten laufgruppe!!!!! wir haben doch ein ziel! und dabei geht es nicht darum soviel wie möglich zu erlaufen und sich selbst damit zu schädigen, sondern, daß wir alle zusammen etwas gutes tun!
sei herzlich gegrüßt - christiane

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