Ich habe es tatsächlich geschafft mit recht wenig Formverlust ins Jahr 2012 zukommen. Bin im Dezember immerhin 75km gelaufen, was zwar weit unter meinem Jahresdurschnitt von 110km lag, mich aber voll und ganz zufrieden stellt, zumal auch für mich lange Läufe von über 23km enthalten waren.

Zur Motivation stand ein 12km-Dreikönigslauf auf dem Programm, den ich in sub54 laufen wollte, also mit 4:30min/km. Es wurden 51:08min, das Ziel also übertroffen!

Im Jahr 2011 waren meine Höhepunkte 10km knapp unter 39min und einen HM in 1h27min zu laufen, womit ich mir auf diesen Strecken für 2012 erstmal keine neuen Ziele gesetzt habe, da ich "die 40" und "die 90" geknackt habe.

Es geht also dieses Jahr an den Marathon und der Aufbau (in meinem Fall die Fähigkeit entsprechend lange Strecken zu laufen) beginnt diese Woche. Die 20km am Sonntag waren kein Problem und ich spüre heute auch nicht mehr viel, sodass ich optimistisch auf 1x23 und 3x25 an den nächsten 4 Sonntagen blicke. Dann frag ich meinen Körper mal weiter, was er von 28km hält und wenn alles gut klappt, gibts im Frühjahr noch ein paar 30-32er, sodass Mitte Mai der Ganze in nicht zu hohem Tempo angegangen wird...was das angeht bin ich mir auch noch sehr unschlüssig. Sicher, beim ersten sollte man sich keine schwindeligen Ziele setzen, aber mit einer HM-Zeit von 1h27min im Vorjahr und vermutlich einer dann aktuellen von solide unter 1h40min kann ich mir nicht vorstellen auf "ankommen" zu laufen (sub4 ist das schon selbstverständlich und eigentlich liebäugle ich mit 3h30min...).

Aber bis dahin gilt es noch viele km abzureissen und ich bin nicht so ganz sicher, was meine Beine von derartigen Distanzen halten, also ein Schritt nach dem anderen!

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Wenn Du die langen Läufe durchziehst...

und da keine Probleme auftreten, dann solltest Du bei guten Bedingungen schon 3:15 schaffen können, 3:30 schaffst Du mit deinen Unterdistanz-Zeiten bei einer seriösen Vorbereitung auf alle Fälle.

Viel Erfolg dafür schon mal vorab.

Mach Dir beim ersten Marathon

nicht zu viel Stress. Ich bin meinen ersten auch locker angegangen - und total happy angekommen unter meiner dafür gerechneten Traumzeit. Dabei habe ich aber auch auf die mögliche, von Rechnern vorgeschlagenen, Marathonzeit 20 Minuten draufgerechnet. Sicher hätte ich das auf 10-15 Minuten schneller angehen können, aber ob ich dann so gut angekommen wäre?

Mit der 1:40 kannst Du doch dann mal locker hochrechnen. Ich denk auch, dass Du auf Dauer mehr bringen kannst, würde es Dir aber nicht für den ersten M empfehlen, wenn Du Spaß haben möchtest! Mach Dir 3 Ziele: 1) gesund und gut ankommen, 2) irgendeine Zeit (locker sub 4) und 3) eine Traumzeit. Geh auf irgendwas zwischen 2 und 3 los und schau wie es läuft.

Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg!

das klingt garnicht so

das klingt garnicht so übel. das erste ziel liegt bei mir darin, die trainingsläufe gut zu überstehen, damit ich mit dem gefühl an den start gehe, dass die distanz ansich kein großes problem mehr darstellen wird, ob sich dann daraus dein punkt 1 ergibt liegt nicht mehr in meiner hand, weil immer irgendwas passieren kann, auch wenn man gut vorbereitet ist.
2. 3h45min
3. 3h30min

ich würde, sollte alles wie geplant laufen, im herbst sowieso noch einen zweiten marathon laufen wollen, wo ich dann entsprechend der ersten zeit trainieren kann und vlt auch eine zeit erreiche, die meinen bisherigen unterdistanzleistungen entspricht.

danke für die meinungen/tipps

HM-Testlauf geplant?

Ich würde in Erwägung ziehen, vier Wochen vor dem Marathon einen Halbmarathon anzupeilen als Formtest.

Dann hast Du einen großen Teil der Grundlagen und der langen Läufe hinter dir und kannst mit der dann erzielten Zeit schon etwas realistischer hochrechnen...

Und nochmal: 3h30 halte ich für die "sichere Ankunft"-Variante. In deinem "jugendlichen" Alter und mit deinen Verbesserungen 2011 (ich nehme an, 2011 war dein erstes "ernsthaftes" Laufjahr), musst Du auch nicht übervorsichtig agieren.

Die einzige Unsicherheit ist die Distanz, aber wenn Du die Trainingsläufe durchziehst und bis Anfang Mai 5/6-Mal über die 30 Km kommst (natürlich in gemütlichem Tempo), ohne danach 3 Tage "erschossen" zu sein, dann wirst Du auch den Marathon bei vernünftiger Renneinteilung gut durchlaufen.

meine Prognose:

(1) "sicher" 3:30
(2) "müsste gehen" 3:20
(3) "als Debütant riskant" 3:10

Bei heißem Wetter (25 Grad, bei Sonnenschein bereits ab 20 Grad) minimum 5 Minuten auf die angepeilte Laufzeit draufpacken und entsprechend vorsichtiger angehen.

Ich würde Mitte April einen HM-Test auf vermessener Strecke einplanen, bei einer Zeit von 1:30:xx würde ich auf Variante 1 bleiben, bei 1:27:xx (Bestätigung der Bestzeit) würde ich Variante 2 wählen, bei 1:25 und besser kannst Du auch als Debütant beherzt zu Variante 3 greifen.

Als ich meinen ersten Marathon mit Vorbereitung (2. gesamt, der erste war ein "ich laufe mal einfach so nen Marathon", aber das ist ne andere Story)gelaufen bin, da hatte ich eine 10 Km Bestzeit von 41:43 und bin sehr mutig auf 3h15 angegangen (also Variante "riskant" bzw. eigentlich "mehr als riskant"). Es wurden letztlich 3:16:57 und ich habe am Schluß etwas gelitten. Aber ich war zufrieden, denn ich habe schon auch auf die Zeit geschielt.

3h20 angehen und dann steigern wäre sicher besser gewesen, aber 3h30 oder langsamer wäre eindeutig zu vorsichtig gewesen. Genußlauf schön und gut, aber wenn ne Uhr im Spiel ist, dann kann ich die nicht gänzlich ausblenden

Insofern: Sauber im Training arbeiten, nichts übertreiben, dann wird das...

Danke für diesen

Danke für diesen ausführlichen Kommentar, Moritz!

Dann gehe ich mal etwas genauer auf meine Trainingsplanung ein, die schon halbwegs detailliert ist, da ich 10 Wochen vor dem geplanten Marathon 2 Wochen auf Dienst und Urlaubsreise in Asien sein werde und ein wenig schauen musste, wo ich denn welche Distanzen überhaupt "können muss", da ich dort vlt mal zum Laufen komme, aber sicher keine großen Fortschritte machen werde, was die Form angeht.

Also ich würde meinen ersten 30er 8 Wochen vor dem Marathon laufen und dies dann zweimal wiederholen. 5 Wochen vorher 32, 4 und 3 Wochen vorher auch. 2 Wochen vorher steht ein 10km-Lauf an, den ich dringend mitlaufen möchte und am Wochenende vor dem Marathon würde ich dann sowas wie 20km in Renntempo oder ähnliches machen, da schau ich nochmal in die verschiedenen Trainingspläne, wie die diese Phasen handhaben.

Sicher wäre es möglich (auch sinnvoll?) einen der 32er durch einen Testhalbmarathon (ob nun für mich im Training oder bei einem Volkslauf (da böte sich 5 Wochen vor dem Marathon einer in der Gegend an)) zu ersetzen. Ich habe daran auch schon gedacht bzw es in einigen Trainingsplänen gelesen.

Wäre dankbar, wenn du mir da einen weiteren Tipp bzgl der Planung geben könntest (ich versuch bis zur Asienreise die 28km-Strecke 3 Mal gelaufen zu sein und hoffe dann eben in ersten Woche meine intensiven Vorbereitung mit 30km anfangen zu können).

Und ich...

...wunder mich schon, warum ich beim Jahres-km-Check jetzt schon so weit hinten lieg, obwohl ich mir den Arsch ab renne :o) Hau rein, Großer!!!

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