Benutzerbild von rueschenbaum

Hi,
mein Orthopäde hat an beiden Fersen eine Haglund-Exostose mit Fersensporn festgestellt. Ich laufe trotzdem weiterhin 100 Kilometer im Monat. Ist aber nicht immer lustig. Versuche Mittelfusslauf und behandel mit Kytta-Salbe.

Vielleicht kann mir jemand von euch Tips geben:
- Hat jemand das gleiche Schicksal und was tut ihr dagegen ?
- Operation will ich so lange wie möglich hinausschieben. Ist das sinnvoll ?
- Schädigt eine Haglundferse die Achillessehne oder versacht diese (nur) Schmerzen.
- Ich dehne die Achillessehne auf einer Treppenstufe um sie etwas zu "verlängern". Es scheint damit erträglicher zu werden. Aber macht das auf Dauer wirklich Sinn ?

Ein bischen Erfahrungsaustausch würde mich echt freuen. Im Internet findet man auf 100 Seiten 100 Meinungen.

Bin für JEDE Hilfe dankbar.

Gruß
Wolfgang

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haglundferse

1. einfach formuliert:ein Fersensporn entsteht in der Regel durch Übersäuerung mit nachfolgender Verkalkung ( die dann im Röntgenbild sichtbar ist). Oft ausgelöst durch einen erheblichen Senkfuss. Hier ist eine Op in der Regel nicht erfolgversprechend, sondern es solllten entsprechende Einlagen verornet werden. Fersenkissen sind nicht sinnvoll.
2. Entstehung der haglundferse ist ähnlich. Hier solltest Du die Fersen in den Schuhen weich polstern. Dehnen ist sicher sinnvoll. Eine Operation würde ich nicht empfehlen, weil hier ja die Achillessehne ansetzt und bei der Op gefährdet sind. Auch ist die Gefahr, dass sich erneut ein Fersensporn bildet recht gross. Herzliche Grüsse Lothar

Ab ins Forum damit

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Wenn Du im Forum nach "Fersensporn" suchst, findest Du auch noch einiges an zurückliegenden Erfahrungen.

marcus

Laufen in Leipzig (z.B. beim 13. Leipziger Winterlauf am 31. Jan 10 Uhr)

Fersensporn - hab ich auch

und zwar netterweise gleich links und rechts. Ursache war Lauftraining auf hartem Untergrund, vielleicht auch abgelaufenenes Schuhwerk. Die Schmerzen waren manchmal so schlimm, daß ich kaum noch aufstehen konnte. Nach 5m gehen mußte ich mich erstmal wieder hinsetzen. An Lauftraining war überhaupt nicht zu denken, über 2 Jahre lang. An Therapien habe ich so ziemlich alles durch: Voltaren Schmerzgel, Akkupunktur, harte Einlagen, weiche Einlagen, Fersenkissen, Stoßwellentherapie bis hin zu hammerharten Schmerztabletten. Geholfen hat vor allem eines: Zeit. Der Fersensporn an sich ist ja nicht das Problem, sondern die umliegende Entzündung, und die verschwindet mit der Zeit bzw. lindert sich. Zusammen mit weichen Einlagen kann ich jetzt sogar wieder richtig laufen. Akkupunktur war sinnlos. Vom operativen Abtragen des Fersensporns raten die meisten Ärzte ab, weil er sich irgendwann wieder neu bildet und durch die Vernarbung die Entzündung verstärkt werden kann. Zudem soll angeblich sogar eine 5%ige Amputationsgefahr bestehen. Der neueste Hit der Medizinindustrie ist natürlich die Stoßwellentherapie. Hierbei gibt es 2 Methoden zu unterscheiden, die billige Version für ca. 80 Euro (radiale Stoßwelle) und die teure Version für ca. 1500 Euro fokussierte Stoßwelle). Ich hatte die radiale Stoßwelle, geholfen hat´s auch nicht. Die fokussierte Version wollen einem die Ärzte gerne andrehen, schließlich muß der sündteure Apparat ja finanziert werden. Manche schwören auch auf MBT-Schuhe mit denen man so eierig läuft.
Mit einem Fersensporn der Ärger macht würde ich jedenfalls nicht mehr laufen gehen, das macht die Sache nur schlimmer.

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