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Gestern berichtete ich ja, dass ich nach meinen Problemen mit einem Hexenschuß einen unerwartet guten 5-km-Trainingslauf absolviert hatte, ohne mich sonderlich zu verausgaben. Das ließ auf meinen heutigen Wettkampf in Köln-Porz hoffen.
Doch zunächst bekam ich einen Schreck, als ich nach dem Aufstehen aus dem Fenster sah. Alles war mit weißem Reif bedeckt, die Straßen waren glatt. Die Temperatur war bei 0°C. Und ich hatte noch die Strecke nach Köln mit dem Auto vor mir. Alles ging aber gut, das einzige Problem bei der Fahrt war die tiefstehende Sonne, die mich beim Fahren häufig blendete. Aber was beschwere ich mich, ich war ja froh über den schönen Sonnenschein. Nur war der auch trügerisch. Denn in Köln angekommen, stellte ich fest, dass es saukalt war. Ich schaute auf mein Thermometer, es war inzwischen auf 4°C geklettert. Nanu, ich bin doch in der letzten Zeit schon öfters bei 4°C oder kälter gelaufen. Aber offenbar fühlen sich 4°C im Wald kälter an als in der Stadt.
Schnell meine Startnummer geholt, noch den Starts der Kiddies über 1 km zugeschaut, dann war es auch schon Zeit, mich warmzulaufen. Was würde wohl mein Allerwertester sagen? Aber er blieb ruhig, keine Schmerzen. Dafür aber ein kleiner Schreck, als ich bei einer abrupten Bewegung einen Knacks in der Leiste hörte und auch spürte. Aber nach ein paar Schritten dann Entwarnung, alles im grünen Bereich. Ich joggte nochmal weg vom Start, und kam gerade rechtzeitig 2 Minuten vor dem Startschuß wieder zurück.
Dann zählte Helmut Urbach, das Lauf-Urgestein aus Köln-Porz, das schon in meinem ersten Läuferleben eine Legende war, die Sekunden herunter. Ich kam recht gut weg vom Start, was bei mir nicht unbedingt ein Vorteil ist, denn ich habe immer schon dazu geneigt, zu überpacen. Aber ich konnte mein hohes Anfangstempo ganz gut halten. Puls war 182, optimal für einen Wettkampf. Und da einige Km-Marken fehlten, nur Km 3, 5 und 8 waren markiert, war die Kontrolle des Pulses die einzige Möglichkeit, meine Pace zu kontrollieren.
Dann kam Km 5. Meine Zeit war 26:28, nochmal schneller als die 5 km vom Vortag. Ich hatte Sorge, ob ich das Tempo durchstehen würde. Aber zu meiner Überraschung wurde ich auf der zweiten Runde bei weitem nicht von so vielen überholt, wie es mir bei meinen letzten Wettkämpfen passiert ist. Im Gegenteil, so nach und nach sammelte ich noch einige Läufer und Läuferinnen vor mir ein. Am Ende stand eine 54:09 (inoffiziell). Das bedeutete eine Verbesserung meiner Bestzeit vom Meininger Silvesterlauf um fast 3 Minuten! Und die Pace habe ich auch gut gehalten, wenn man nach der Faustformel geht 10-km-Zeit = 5-km-Zeit + 1 Minute...
Diese für mich gute Zeit kam für mich völlig überraschend in Anbetracht der Probleme während der Woche. Aber da hat sich das harte Training in den ersten beiden Januarwochen auf Schnee bezahlt gemacht.

Ich wünsche allen noch genauso schöne und erfolgreiche Wettkämpfe in diesem Jahr
Renate

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Super gelaufen

Na klar, hartes Training wird belohnt, sieht man doch :-).
Gratulation zur guten Zeit.

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