Heute war bei mir ein Lauf von 13km angesagt (3/1.5/3km im geplanten 10km tempo mit dazwischen 1.5km langsam und 1.5km einlaufen, 1km auslaufen)
Ich wählte eine Strecke aus die gut von zu Hause aus machbar ist. Zuerst 500m durchs Quartier, danach einem Fluss entlang. Nach den ersten 500m führt der weg an meinem ehemaligen Arbeitsort vorbei und somit überschneidet sich die Strecke auch mit der Strecke auf der ich meine ersten Laufversuche gemacht habe.
Das waren noch Zeiten :-) Vor 2.5 Jahren entschieden ein Arbeitskollege und ich, dass wir nun anfangen zu laufen. Schuld war unser Boss, der auf einen Marathon trainierte und uns immer wieder darauf hinwies wie gut so ein Lauf in der Mittagspause tut.
Wir waren beide völlig untrainiert. Ich machte zwar ab und zu Krafttraining, aber ausdauermässig war bei mir gar nix los. Und beim Kollegen sah es nicht besser aus.
Wir nahmen also unsere Turnschuhe und Trainingsklamotten mit ins Büro und entschieden in einer Mittagspause laufen zu gehen.
Natürlich wollte ich vor meinem Kollegen nicht zugeben dass mir schon nach 400m die Puste ausging. Also rannte ich weiter bis es wirklich nicht mehr ging. Dann gingen wir ein paar Minuten bevor wir wieder (natürlich viel zu schnell) losliefen bis wir beide einen roten Kopf hatten und nicht mehr konnten.
Erst als unser Boss einmal mit uns mitkam um uns ein paar Tipps zu geben realisierten wir, dass wir viiiiiel langsamer laufen müssen. Und nach ein paar Wochen schafften wir es bis zur ersten Brücke und zurück... Das sind ganze 3 Kilometer...
Heute lief ich auch an dieser Brücke vorbei und dachte zurück an unseren ersten Laufversuche. Zum Glück hatten wir damals unsere Boss der uns half die ersten Hürden zu nehmen, uns motivierte immer wieder ein bisschen weiter zu rennen... Meist war die Steigerung wieder eine Brücke weiter.
Ich bin sehr dankbar das mein Arbeitskollege + unser Boss es geschafft haben mich zu Laufen zu motivieren. Vor 2.5 Jahren hätte ich mir nie vorstellen könnten dass ich 3 Mal pro Woche freiwillig meine Turnschuhe anziehe und 1 Stunde laufe... Noch weniger hätte ich mir denken können dass ich jemals in meinem Leben einen Halbmarathon absolviere. Oder dass ich manchmal einfach eine Runde rennen gehe um abzuschalten vom Stress im Büro...

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Genau so geht es mir auch!

Abschalten, den Kopf frei kriegen, die Wut rauslassen oder auch die Freude - für all das taugt das Laufen! Und dafür bin ich auch von Herzen dankbar.

Ich komme auch immer wieder

an meiner Anfangspiste vorbei... ein Ründchen von vielleicht also maximal einem km... Anfangs hab ich 7, bald 8 min für gebraucht und heute...? Kann man die Strecke nicht mehr laufen, weil ein Teilstück davon zugewachsen ist.

Laufen tut gut, auch im Kopf und es macht Mut, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.

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