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Ich wollte nicht hingucken, ach was, ich wollte natürlich gar nicht erst draufsteigen auf dieses Ding, denn mir schwante ohnehin nix Gutes. Aber irgendwie war der Sog zu stark. Ich musste einfach drauf nach zwei Wochen Totalpause und vorherigem Minimalprogramm. Alles wegen Fuß, ihr kennt die Geschichte. Also Augen auf und drauf!

Und da kam er dann, der Schocker: 80,1 kg. In sechs Wochen von 74 auf 80! Das muss mir erst mal einer nachmachen (will aber ganz bestimmt keiner ;-)). Ist das zu fassen? Trotz reichlich Radkilometern und Krafttraining war dieses Gewichts-Upgrade nicht abschaltbar gewesen. Und ich bin keine 1,95 m groß, nicht mal 1,90 m. Keine Frage, mit 1,83 m sind 80 kg schon reichlich Gepäck für einen Läufer.

Immerhin, die 85 kg beim Bankdrücken gingen wieder locker bei sechs Wiederholungen hoch. Auch das andere Kraftgedöns lief prima. Wenn die Kollegen in der Muckibude sagen "Hey, du bist ja wieder ganz gut drauf", muss man sich als Läufer echt Sorgen machen. Aber ich dachte, wenn's mit dem Laufen wegen fuckfuckfuckfuß nix mehr wird, kann ich ja notfalls wieder mehr Eisen biegen.

Das alles ist jetzt eine Woche her. Letzten Samstag wagte ich dann einen ersten Barfußlauf auf Rasen mit Hin- und Rückweg zum Sportplatz. Ferse zog leicht, war aber kein Vergleich zum Martyrium der Vorpausenzeit. Der Restschmerz wurde aber schon nach wenigen hundert Metern durch 3 Grad Bodentemperatur tiefgekühlt.

Am Montag dann Lauftreff. Mit etwas Einlaufen 11 km. Natürlich gehe ich's defensiv an. Bloß kein Rückfall. Am Hülsberg, einem 1 Kilometer langen Anstieg mit knapp 80 Höhenmetern Differenz, waren die Fußschmerzen völlig weg. Also gut, dann mal ein bissken Demmboo. Bis zum nächsten Flachstück keine Probleme, dann wieder leichtes Ziehen, aber nicht mehr.

Die anderen Jungs legen jetzt einen Gang zu, aber ich kann mich gerade noch bremsen. Möglichst gut durchkommen heißt die Devise. Kacheln kann ich hoffentlich wieder ab Januar. Am Ende steht eine 5:37er Pace auf 10 km. Das ist viel schneller als ich zu hoffen gewagt hatte. Mittwoch ging's eine Stunde aufs Rad, Donnerstag schwimmen und noch mal Lauftreff, dieses Mal aber kontrollierter 6er Schnitt. Passte.

Freitag wieder Barfußlauf. Es schüttet wie aus Eimern und der Wind bläst nicht mehr jugendfrei. Ich könnte zuhause bleiben, klar, bin ja noch rekonvaleszent. Die Ausrede wäre glaubhaft. Vor jedem, nur nicht vor mir. Und ich WILL raus. Also die schönen neuen Regenklamotten an und ab zum Sportplatz. Schuhe unters Tribünendach gestellt und über die Aschenbahn auf den Rasen gehüpft.

Garmin ist abgedrückt, aber ich nehme mir vor, nur nach Gefühl zu laufen. Der Rasen ist tief, matschig und mit kleinen Seenplatten ausstaffiert. Es geht locker. Scheiß auf Wind und Regen. Wie wohl die Barfußtraktion in den Kurven ist? Kaum drüber nachgedacht, rutsche ich weg, kann mich aber im letzten Moment noch abfangen. Traktion wird immer völlig überwertet. Jetzt macht's richtig Laune. Immer volles Mett durch die Pfützen, bloß keine auslassen. Und ich drehe noch eine Runde mehr als sonst. Am Ende 2,4 km barfuß in 12:37 Minuten, also eine 5:23 Pace, ohne dass ich auch nur ansatzweise das Gefühl hatte, nicht locker zu laufen.

Heute sollten es dann 15 km werden. Mit Schuhen. Vorher ging's aber noch mal auf die Waage. Ohne Schuhe. Ohne alles, wie immer. Aber so genau will das wahrscheinlich niemand hier wissen. Vielleicht ist ja schon was passiert in der Woche? Es wird sicher keiner glauben, aber da standen noch vor dem Lauf nur noch 76,1 kg auf dem Tacho. So ganz langsam kehrt der Optimismus zurück, dass schon bald wieder längere Läufe jenseits der 20 funktionieren. Die 15 klappten heute jedenfalls schon ganz gut. Waren zu dritt im lockeren 6er Schnitt unterwegs und am Ende hatten wir uns noch gar nicht alle Neuigkeiten erzählt, da war der Lauf auch schon geschafft.

Jetzt nicht übermütig werden, das ist nun die schwierigste Übung.

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das hört sich

super an.
Nun mit Umsicht langsam erhöhen. Aber nur die Laufkilometer und nicht das Gewicht.
Dann wirds nen gutes 2012 werden!

(ps. du Leichtgewicht ;) ich wiege immerhin 82g mehr als du - und das auf jeden cm deiner Länge)

28.01. Rodgau (50km)

Regenklamotten aber barfuß

eine sehr gewagte Kombination, ich würde es andersherum bevorzugen ;-))

Vergiss das Gewicht, das geht von alleine wieder runter!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Zwei, drei Läufchen....

.....und gleich 4 Kilos weniger, wunderbar! Ich sollte auch gleich nochmal los, bei uns gibt`s nämlich heute Ente....;-)
Oder wie meine Mutter immer sagt, "das war bestimmt alles Wasser";-) Ich sag`s ja, schmeiß die Waage aus dem Fenster, die macht Dich unnütze kirre!!!
SUPER, DASS DU WIEDER IN DEN LAUFSCHUHEN STECKST!!!

Tame:-)
BORN - denn sie wissen nicht was sie tun!

Jawoll, ...

... immer schön sachte!
Wir waren heute auch nur in knapp unter 6er Pace unterwegs. Schön langsam und nicht übermütig werden
;-)

Nicht, dass ich das nachmachen MÖCHTE....

...aber ungewollt hab ich das nach meiner Verletzung leider toppen können. In 11 lauffreien Wochen 15 kg zugenommen (von 71 auf 86 kg) und das als Frau mit 1,75 m. Nach nunmehr weiteren 11 Wochen Training sind jetzt erst einmal 5 kg wieder runter (aber die Wihnachtsgans steht noch bevor). Zunehmen geht hat schneller als Abnehmen. Und das Extragewicht merkt man schon deutlich beim Laufen. Ich wünsche Dir und mir, dass wir bald unser Wunschgewicht wieder haben, dann klappt es sicher auch mit einer guten Laufsaison 2012!

Liebe Grüße und schöne Weihnachten
Renate

"Not Because It Is Easy, But Because It Is Hard" John F. Kennedy

31.12. Silvesterlauf Krefeld-Forstwald

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