
Neeneenee, keine Sorge. Es handelt sich hierbei nicht um eine tiefenphilosphische Betrachtung verschiedener Gemütszustände beim Laufen, auch wenn teilweise der Eindruck vermittelt wird.
Sondern um einen kleinen Bericht aus einem meiner wiederkehrenden Einfälle eines barbarischen Heidenläufers in den Tiefen des christlich-sozialen Weltraums, sprich: Bayern.
Das ich ein paar angenehme Tage in München verbrachte nebst sehr unangenehmem Fußballbesuch in Ingolstadt lass ich hier lieber mal unerwähnt, unerwähnt lassen möchte ich aber nicht den langen Lauf, der mich am Samstag vormittag zu Orten mit erheiternden Namen führte. Der Süden Münchens wartet mit sehr viel Wald auf. Mitten in einem dieser Wälder, dem Grünwalder Forst, machte ein Dorfname auf sich aufmerksam, dem ich nur schwerlich widerstehen konnte.
So ließ ich mich um kurz vor 10 am letzten Samstag von der S3 auf ihrem Weg nach Holzkirchen in
aus dem Zug werfen. Schneetreiben empfing mich und da dieser Schnee sogar liegen blieb konnte ich mir ein leise geflüstertes "idyllisch" nicht verkneifen.
Es ging erstmal durch den Deisenhofener Forst
in dem ein pittoreskes Gotteshäuschen vor den Blicken von ketzerischen Läufern versteckt lag.
Da ich alleine lief kam Kreuzpullach
nicht in Frage, so daß ich in Richtung Ödenpullach weiter lief. Doch kurz vor diesem Örtchen kreuzte ich das unöde
Gleissental und pullachte dort.
Komische Felsformationen
und eine sich nur als Wall im Wald tarnende Keltenschanze später
traf ich auf das Hauptziel meines Laufes:
ein verschlafenes Gut umgeben von frommen bayrischen Wäldern.
Und ich tat, was ein freudiger Läufer tun muß
und kehrte Laufzorn den Rücken.
Ich passierte eine weitere historische Stätte
hier soll ein wahrhaft ketzerischer Wirt dem Biergott auf wahrhaft infame Weise gelästert haben, in dem er, da ihm das Bier auszugehen drohte, es mit Limonade streckte und somit unbeabsichtigterweise das Radler, im barbarischen Norden auch Alsterwasser genannt, erschuf.
Auf den letzten Kilometern durch den Perlacher Forst konnte ich sogar noch
dem Gott des Hügeltrainings ein Opfer bringen. Der sogenannte "Perlacher Mugl" stellte sich mir in den Weg.
Wie schon des öfteren kam ich auf den letzten Metern an der Säbener Straße vorbei
und konnte mit einem lauthals durch den Zaun geschmetterten "hier trainiert der FCB" auf der anderen Seite für Erheiterung sorgen.
29,7km unbekanntes bajuwarisches Laufterrain hab ich mir erobert und den Laufzorn da gelassen, wo er hingehört und ihn niemand braucht: Im dichten Forst der Lederbehosten.
Gruß, Marco
You'll never lauffreude alone
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Ein Runner's High
in Laufzorn?
Das fragt sich eine MC, die öfters auf dem Nonnen- und Kaffeeweg läuft! :-)
und nun ?
... jetzt sag aber blos nicht, dass es dir nicht gefallen hat, in unserem schönen Bayernland :-)
(Ingolstadt lass ich jetzt mal dahingestellt)
schön zu laufen ist es allemal !!! Servus ! :-)
Schöne Fotos
von klasse Lauf! Danke fürs Zeigen. "Laufzorn" ist ja ein wahres Fundstück - was es alles so gibt, irgendwie erheiternd.
Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!
:-)
Was ist das Weiße da auf den Wiesen und am Wegesrand? :-)
"...ist mir scheißegal wer dein Dad ist, wenn ich hier angel, latscht du hier nicht übers Wasser!"
Ein bisschen zornig steht dir gut
Ich dachte die ganze Zeit beim Lesen, was das wohl für einen Bauchmuskelkater gegeben hätte und was dür ein Survivaltraining es geworden wäre, wenn du nicht alleine (sondern vielleicht sogar als Teil des bornschen Triumvierrads) die Tiefen der bayuwarischen Provinz durchstreift hättest.
Was für ein Genuß, dafür kannste gern teilzeit-"vermißt" gehen.
Du redest laut, doch du sagst gar nichts!
Wir sind BORN - Laufen verleiht Vollzeitflügel!
Und kein einziges Marterl?!?
Und kein einziges Marterl?!? Ich bin enttäuscht. An speziellen geheimen Orten welche nur auf Läufen mit Expeditonscharakter gefunden werden können, liegt übrigens heute noch weisses Zeug rum.
Nette Story, als wäre Bayuvarien ein fernes Laufentwicklungsland. Ist es glücklicherweise nur teilweise - zumindest nicht mehr oder weniger als andere teils zivilisierte, teils konservative Regionen dieser Welt. Gut, dass die Mia-san-mia-Weltmetropole nur einen zweitklassigen Marathon (und selbst beim halben der SportS-Stadtlauf der Höhepunkt ist) und keinen richtigen Triathlon (so ab OD aufwärts, 400m im Hallenbad und 18 km mit dem Rad kreiseln zählen nicht wirklich - obwohl es eine zwar zähe aber doch nette Veranstaltung ist) zustandebringt, zeugt von erheblichen Nachholbedarf. Aber gerade das macht den Charme aus, da diese vornehme Zurückhaltung bei Laufveranstaltungen, ja geradezu der Gegenpol des sonstigen Münchner Charakters darstellt:-). Ach ja, für lange Läufe wäre noch die Strecke vom Starnberger Lago Bonzonensis, durch endlose Forst Kasten (natürlich auch dort Anschluß an Biergarten, Reichenviertel und Marterl) oder von Wolfratshausen (man könnte auch in Schäftlarn am Kloster beginnen) die Isarrennbahn, über Pullach oder Grünwald (man wagt es kaum zu sagen - wer dort haust, verdient überdurchschnittlich) zurück zum Zoo der Münchner Kindl.
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Ich brauche keine Ziele, ich liebe es zu Laufen!
Das sind ja komische Felsformationen
Nagelfluh!! :-)
Ich wusste gar nicht daß die Kelten Skispringer waren, aber weit können sie bei der kleinen Schanze auch nicht gekommen sein. Komische Ortsnamen entdecke ich bei jedem Blick auf irgendeine Landkarte. Deshalb kucke ich so gerne Atlanten an, ich lese nur die Ortsnamen. Heute: Matting und Regen.
aha...
...da treibsse dich also so rumm, statt mit uns gemütlich zu nullen ;-)
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laufend grüßt an die alster: happy
Zu Hause
ist für Dich da, wo Du in Laufschuhen zu finden bist, was? Schöne Fotos hast Du uns mitgebracht! Wo geht`s als nächstes hin?
Tame:-)
BORN - denn sie wissen nicht was sie tun!
Wo warst du? In Pulladings!
Ach schöööön Schnee. Hättest du mal welchen mitgebracht, dann könnte ich zur Abwechselung über etwas anderem, als über den sch... Regen meckern.
Hallo Marco...
... Du hast schon manchmal ausgefallene Ideen für Deine Laufrunden. Aber schön für uns, so lernen auch wir dank Deiner bebilderten Berichte auch die Ecken (und Orte inklusive komischer Namen) in Deutschland und anderswo kennen, die wir (ich zumindest) sonst wahrscheinlich eher nicht kennengelernt hätten.
Ich kann übrigens, wenn ich denn mag, auf meiner heimischen Laufrunde auch Orte mit teils merkwürdigen Namen einbauen. Kotzen zum Beispiel.... War schon ein paar Mal da, aber so schlimm war es da bisher nicht, dass ich den Ortsnamen wörtlich nehmen musste. ;-)
Also, Gruß nach HH und bis irgendwann mal wieder.
Jens (Havelland)
Lustige Ortsnamen
...ja, da hat Deutschland einiges zu bieten.
Ich war neulich in der Fußhölle, die meine Füße zwar verschonte, mein Auto allerdings einen Reifen kostete :-(
"Holzkirchen"...
...da hättest Du besser mal "sommi69" angemailt, Ihr gehört nämlich der halbe Ort und Sie hätte Dir noch längere interessante Laufstrecken dort gezeigt!
Gruß,
;0) Kaw.