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Meine Lebensgeschichte „wie ich zum Laufen kam“

Mit 25 Jahren erkrankte ich an eine Krankheit, an die viele sterben. Durch eine gelungene OP wurde ich zwar geheilt, aber mein Kinderwunsch wurde mir dadurch genommen. Ich lebte Jahre lang in einem Schneckenhaus, ohne Ziele. Mein Leben war leer.
Als ich dann durch mehrere weitere Schicksale am Leben zweifelte und diesem ein Ende setzen wollte, half mir eine gute Freundin da raus.
Ich wechselte den Job und fand eine neue Stelle in der Firma, in der ich heute noch bin und mit diesem neuen Job begann ich auch mit dem Laufen und dem Sport.
Ich schnürte mir meine 0-8-15-Laufschuhe um und lief los. Schon 2 km später war ich am Ende und verstand die Welt nicht mehr. Aber ich blieb dran und meldete mich in einem Fitnessstudio an. Dort hatte ich eine gute Trainerin, die mir die Flausen ins Ohr steckte mit einem Marathon. Also trainierte ich darauf hin und dachte sowieso „das schaff ich eh nie“. Ich kam ins Ziel an – weiß Gott wie. Am nächsten Tag – mir tat alles weh, auch das kleine Ohrläppchen ;-) – ging ich im Schneckentempo durch die Stadt und las die Überschrift von der Bild “wie geht es den Läufern heute?“. Darauf hatte ich eine Antwort: körperlich schlecht, jeder einzelner Muskel spürte ich – aber psychisch total happy. Ich schaffte etwas, woran ich nie glaubte und das überwog jeden Schmerz, den ich spürte.

Meine Laufkarriere begann mit diesem einen Marathon, an den ich nie glaubte. Durch diesen einen Marathon bekam ich wieder einen neuen Sinn im Leben, etwas was mir Halt gab, was an mich glauben lies und an was ich selbst glaubte. Von da an begann für mich ein neues Leben, das ich niemals aufgeben werde – für nichts und für niemanden.

5
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Freunde und Laufen

es gibt nichts Besseres, wenn das Leben mit einem Tango tanzt. Danke für deinen Blog und ganz liebe Grüße!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Glaube!

.. nicht an den Marathon musst Du glauben, sondern an Dich, Deine guten Freunde und dann freust Du Dich auch an den kleinen Erfolgen. Du wirst sehen, gut eingebettet in freundliche Zuwendung ist das Leben immer machbar und da kommen gar keine dunklen Gedanken mehr auf! Du bist auf einem guten Weg.

Liebe, solidarische Grüße
Chris,der Hofpoet

vielleicht mal reinsehen: Siebengebirgsrun.de meine Laufseite

Von da an begann für mich ein neues Leben, das ich niemals aufge

Von da an begann für mich ein neues Leben, das ich niemals aufgeben werde – für nichts und für niemanden!!!!!

Das ist verdammt nochmal sehr wahr!!!!
:o)
Danke für Deinen Blog
Heike

mir tat alles weh, auch das kleine Ohrläppchen

Was hast Du denn mit den Ohrläppchen während des Marathons gemacht?
Kamen die Schmerzen von den Flausen im Ohr oder hat Dir Deine Trainerin die Ohren lang gezogen, damit Du weiterläufst;-)

Schöner Beitrag

krowil

Curro ergo sum - laufen wie besteuert in NRW

Denmächst:
29.4.2012 Staffelmarathon Düsseldorf
30.6.2012 Himmelgeister Halbmarathon

Ich gratuliere Dir ganz herzlich

zum neuen Leben und danke Dir für Deinen Blog! Dem 1. Marathon der Dein Leben veränderte, folgten ja noch ganz viele, einer sogar in 3:40h (Hammer!) und dieses Jahr wurden`s gar 3, *toll*! Für wann ist M Nr. 12 geplant?

Lauf weiterhin NUR FÜR DICH, das ist vorbildlich! Ich kann Dich gut verstehen, ICH werde das Laufen auch nicht wieder hergeben;-)
Tame:-)
BORN - denn sie wissen nicht was sie tun!

@Tame, danke Dir für so

@Tame, danke Dir für so viel Kompliment. Mein nächster Marathon Nr.12 ist im Mai angesagt. Ich hadere noch ein wenig, wollte den Trollinger mal laufen, aber zu diesem Zeitpunkt sind so viele, da muss ich mich noch ein wenig entscheiden und dazu lasse ich mir noch etwas Zeit.

Auch den anderen hier: danke für das Lob und die Komplimente.

immer wenn du denkst...

...es geht nicht mehr...ja genau! dann hilft laufen.
ich hatte ähnliche täler zu durchwandern und auch dem tod ins auge geschaut.
ich weiß, wie du dich fühlst...
____________________
laufend gratuliert dem tigerkätzle zum neuen leben: happy

Schluck

Zwei riesengroße Tiefs beschreibst du da. Doch dann zur Erleichterung auch das Überwinden dieser scheinbar aussichtslosen Situation. Ja, laufen kann aus den tiefsten Tiefen der Depression mitheraushelfen, und ich freue mich mit dir, dass du diese Lösung für dich gefunden hast. Danke, dass du uns davon erzählt hast, das kann anderen in ähnlichen Situationen Mut machen!
Ich wünsche dir eine lebenslange Freude am Laufen und ein langes Leben!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Eine Frage

Ich gratuliere zur deinen sehr erfolgreichen und sehr sinnvollen Hobbyläuferkarriere.

Da Laufen äußerst wichtig für dich ist, würde mich sehr interessieren, wie es bei dir bei eventuellen Verletzungen war, die dich vielleicht zu einer Laufpause mal gezwungen haben, ganz besonders wenn du längere Laufverletzungen bzw. -pausen hattest. Könntest du auf dieses Thema eingehen? Es wäre schön. Danke

Du hast Kraft.....

und meinen tiefsten Respekt!
Aus schlimmen Kriesen lernt und wächst man, wenn man es schafft, sie zu überwinden.

Ich sage mir häufig, wenn andere das können, kann ich das auch, wenn andere das schaffen, schaff ich das auch....wenn es dann wirklich so ist, wächst das Selbstbewußtsein ungemein. Wenn dann mal etwas nicht klappt, ist es einfach Pech und man kann besser damit leben, weil man ganz viele andere Dinge schon geschafft hat, auch den Kampf gegen sich selbst.
Weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken soll, aber wichtig ist, dass Du Dir die gewonnene tiefe innere Energie und den Kampfgeist nicht nehmen läßt, denn es ist DEIN Leben.

Schönes neues besseres Leben!
Halt das Feuer in Gang. :o)

Lieben Gruß Carla-Santana

Laufen ist die beste Medizin!

Weiterhin viele schöne Kilometer!
:-)

Hallo @Laufloser,ich hatte

Hallo @Laufloser,
ich hatte eigentlich nur 1x in den 10 Jahren seit ich diesen Laufsport betreibe wegen einem Unfall länger aussetzen müssen. Ich wurde vor zwei Jahren auf den Weg zum Sport angefahren, zog mir glücklicherweise nur auf der linken Seite Prellungen zu. Dennoch war das linke Knie, die linke Hüfte und das Steißbein so beeinträchtigt, das ich lange nicht viel machen konnte. Das hat richtig genervt, denn ich kann vielleicht eine Woche mal aussetzen, aber danach muss ich wieder raus und Laufen oder irgend einen Sport machen. So trainierte ich auf einem Laufband, auf einem Ergometer im Fitness-Studio und die Verletzung heilte so viel schneller. Ich helfe mir meisten selbst, wenn es um Verletzungen oder Krank sein geht. Ein Infekt hat mich mal außer Gefecht gesetzt und eigentlich bin ich da schon vernünftig und kuriere Erkältungen aus. Aber dieser Infekt damals war nicht richtig da, aber auch nicht weg und so zog ich es Woche für Woche vor mir mit, bis ich mich entschied nun endlich mal raus zu gehen und eine kleine Runde zu laufen. Es war bitter kalt - Winterzeit - und ich forderte es einfach heraus. Ich sagte mir, entweder werde ich dadurch nun richtig krank und kann es auch auskurieren, oder es geht weg. Es hat geklappt. Am nächsten Tag fühlte ich mich besser und schon war ich wieder gesund. Was Schmerzen angehen, kann ich ziemlich viel einstecken und wegstecken. Aber wenn ich tatsächlich mal pausieren muss, macht es mir nichts aus. Ich bin ein anderer Mensch geworden, mit mehr Selbstbewusstsein, mit mehr Stärke. Ein Mensch der das Leben liebt so wie es ist. Natürlich versuche ich so gut es geht nicht zu lange zu pausieren, denn ehrlich gesagt halte ich es nicht wirklich lange aus. Gutes Beispiel: Momentan habe ich seit September durch einen Sturz bei einem Laufwettbewerb Probleme mit der Achillessehne. Mal mehr, mal weniger. Dennoch bin ich nach dem Sturz noch einige andere Wettbewerbe gelaufen - der letzte war in Frankfurt. Danach wollte ich mir mal die Ruhe gönnen, auch weil ich durch die 3 Marathons und die übrigen Wettkämpfe doch sehr ausgelaugt war und wollte den ganzen November aussetzen. Ist mir leider nicht gelungen. Schon 4 Tage nach dem Marathon fand ich mich in meiner Laufkleidung wieder und lief los. Die Sehne macht seitdem noch mehr Probleme, schwillt mal an und dann geht mal gar nichts mehr. So verrückt es auch klingt, dennoch laufe ich immer und immer wieder. Sobald nichts mehr weh tut geh ich los. Und weil mir das mal wieder nicht genug ist, habe ich mich auch noch an einem Nikolauslauf angemeldet, der nächstes Wochenende statt findet. Na ja, in drei Wochen habe ich einen Termin beim Orthopäden, so lange muss die Sehne einfach durchhalten ;-). Ich hoffe, ich konnte Dir bei Deiner Frage etwas helfen mit dieser Antwort. Letztendlich ist es eben so, das ich eine Kämpferin geworden bin. Aufgeben ist das Leichteste, sich den Problemen stellen ist das Schwierigste.

Vielen Dank

Ja, du hast meine Frage sehr gut beantwortet. Vielen Dank.

Freunde

sind wichtig im Leben! Aber das Leben hast Du allein in den Griff gekriegt. Und den Willen hast Du und lässt uns alle daran teilhaben. Danke für Deine nachdenklich stimmenden Zeilen.

Mal wieder ein Beispiel dafür, dass es sich lohnt zu kämpfen und man dadurch nur stärker wird.

Ich wünsche Dir ein langes, laufbespaßtes Leben!

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