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Nach dem es hier seit Wochen eiskalt ist hat mich am sonntag Abend eine Kollegin darauf hingewiesen, dass die Donau komplett zugefrohren ist. und sie die ersten Schlittschuhfahrer und Eisstockschützen gesehen hat.
Also bin ich heute nach der Arbeit nach Mariaort gefahren und von dort auf der Naab und Donau gelaufen.
Anfangs noch mit einem etwas komischen Gefühl, ob das Eis auch trägt. Dann wurd's aber ein Spitzenerlebniss. Seine üblichen Strecken mal aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen, einer die ich sonst nur im Sommer vom Boot aus kenne.
Nach gut einer halbe Stunde kam dann auch noch die Sonne raus und lies Eis und Raureif glizern. Fast hätte ich eine Sonnenbrille gebraucht bei all dem Glanz.
Das Eis war nahezu perfekt, zumindest für Schlittschuhläufer. (Zwei sind mir auchbegegenet, ansonsten hatte ich die Flüsse für mich alleine)
Allerdings nicht für Laufschuhe. Ein fester schneller Schritt und weg war der Schuh, Eis ist halt doch glatt ;-)
Das schlug sich auch in der Zeit nieder, gut 50 min für 7,5 km.
Trotzdem war es alles in allem ein erster Höhepunkt des neuen Laufjahres.
Und es ging mir nicht so wie dem Büblein im Gedicht:

Gefroren hat es heuer
noch gar kein festes Eis;
das Büblein steht am Weiher
und spricht so zu sich leis:
Ich will es einmal wagen,
das Eis, es muss doch tragen.-
Wer weiß?

Das Büblein stampft und hacket
mit seinem Stiefelein,
das Eis auf einmal knacket,
und Krach! Schon brichts hinein.
Das Büblein platscht und krabbelt
als wie ein Krebs und zappelt
mit Schreien.

O helft, ich muss versinken
in lauter Eis und Schnee!
O helft, ich muss ertrinken
im tiefen, tiefen See!
Wär nicht ein Mann gekommen,
der sich ein Herz genommen,
o weh!

Der packt es bei dem Schopfe
und zieht es dann heraus,
vom Fuß bis zu dem Kopfe
wie eine Wassermaus.
Das Büblein hat getropfet,
der Vater hats geklopfet
zu Haus.

... auch wenn mir meine Frau sowas prophezeit hat und mich, wiedermal, für verrückt erklärte. :-)

Uli

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