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dachte ich bis gestern. Diese altehrwürdige fränkische Traditionsmarke hat mich als Läufer bisher noch niemals interessiert.

Wohl bis zum Köln-Marathon, wo PUMA als Hauptsponsor multipräsent war und ich registrierte, dass diese Katze nicht nur mit Ballsportarten oder Mode zu tun hat. Anscheinend lässt meine Werbe-Resistenz mit zunehmendem Alter nach. Gestern fielen mir dann beim Bummel durch ein Sportgeschäft Schuhe eben dieser Marke ins Auge: FAAS 300. Vielleicht lag es an der Farbkombi blau-schwarz, die mich als ewig gestrigem Fan des wenig glorreichen 1. FC Saarbrücken emotional nicht unberührt lassen kann. Oder daran, dass die Dinger so zierlich und leicht aussehen – und sich auch genau so anfühlen.
Der gut geschulte Verkäufer mit seiner „IchriecheUmsatz“ Nase wäre gar nicht vonnöten um den Besitzerwechsel voranzutreiben, denn eigentlich waren die Schlappen schon gekauft. Nach dem Reinschlüpfen sowieso. Wie die berühmte zweite Haut! Ähnlich, aber nicht gleich – weil direkter beim Bodenkontakt – wie die Nike Free (die ich übrigens nicht zum Laufen trage) ! Einfach Wohlfühl !
Einige Meter auf dem Laufband konnten die festzementierte Kaufentscheidung auch nicht mehr revidieren. Wobei ich hier keine korrekte und belastbare Aussage treffen kann; erschöpft sich doch meine Erfahrung auf den Laufbändern dieser Welt auf eben solche kurze „Probefahrten“.
Nun muss ich erwähnen, dass ich bis dato immer in super gedämpften und gestützten HiTec-Tretern unterwegs gewesen bin: solche Kaliber wie Asics Kayano, Brooks Glycerin, Saucony Huricane usw.
Der Mensch mag‘s ja eigentlich gemütlich!

Und nun diese puristischen und auf anscheinend alle Segen der Wissenschaft verzichtenden Leichtgewichte? Mit so wenig Technik dran, dass die Marketing-Leute von PUMA wohl wochenlang gebrütet haben um irgendwas wie „BioRide“ und „EverTrack“ neben das Wort „Schuh“ schreiben zu können? Totales Neuland für mich! Wenn das mal mit meinem Fahrgestell kompatibel ist…..

Was soll ich sagen – es ist! Zu Hause angekommen gleich mal eine Proberunde mit den Schuhen gelaufen. Bewusst nur 8 km, man weiß ja nie. Geile 8 km. Das lief einfach, im wahrsten Sinne des Wortes. Und es lief flott. Und irgendwie leicht. Und ganz wichtig: ohne Probleme orthopädischer Natur. Im Gegenteil: die Schuhe zwingen mich mehr mit dem Mittelfuß anstatt der Ferse aufzusetzen. Ferse ist unbequem. Ein Laufstil, den ich kultivieren möchte. Ob das einen Muskelkater gibt? Mal sehen.
Heute Abend sehe ich dann mal wie das auf einer längeren Strecke aussieht.
Fazit:: „Wer sich nicht bewegt, spürt auch seine Fesseln nicht“ . Auch wenn es nur ein Paar neue Schuhe für 70 Euro sind.
Bewegte Grüße von der Obermosel
Roland

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Hast sie ja auch noch

günstig bekommen, die Flieger!

Na dann: auf fröhliche Intervalle und tolle WK-Zeiten!

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