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Das war wohl nichts oder vielleicht doch…

Heute habe extra für den langersehnten Termin beim Rheumatologen, auf welchen ich fast 2 Monate lang gewartet habe, mein Arbeit um 10:30 Uhr niedergelegt und den weiten Weg in Richtung Heilbronn auf mich genommen um das Ergebnis des MRT´s auch mit dem Rheumatologen zu besprechen.

Ziel des Gespräches bzw. Grund der Überweisung war, einen Ausschluss für einen Rheumaschub zu erhalten.

Nachdem ich eine Stunde für die Hinfahrt und weitere knappe 2 Stunden im Wartezimmer verbracht habe, war das Ziel schneller erreicht als mir lieb war. Ich erzählte kurz meine Vorgeschichte (siehe Teil 1) und nur durch eine einzige Frage war der Schluss des Rheumatologen gefällt: „Ist Ihr Knie geschwollen?“ „Nein“ antwortete ich. „Dann ist es keine Arthritis und folglich auch kein Rheumaschub“ schlussfolgerte der Arzt.

Es folgte noch ein Blick auf meine Knie, kurze Bewegungschecks und ein Ultraschall, was aber am bereits vorher feststehenden Ergebnis nichts mehr änderten. Die Antworten auf die komplizierten Fragen des Lebens können manchmal so einfach sein, denke ich mir.

Auf meine Fragen, bezüglich der Ursache meiner Knieprobleme wollte der Rheumatologe nicht antworten und verwies salopp auf den Orthopäden. So war der Termin bereits nach 5 Minuten schon wieder passée…

Um auf meinen Anfangssatz zurückzukommen, war der Termin wohl eher für die Katz… Gut ist aber, dass ich nun weis, dass ich diesen Arzt ohne Schwellungen nicht mehr besuchen sollte.

Und noch etwas kann ich dem Besuch abgewinnen. Im Rahmen der Verabschiedung bzw. Verweigerung der Anworten zu meinen Fragen, hat mir der Rheumatologe den Bericht des Radiologen in die Hand gedrückt (siehe Bild).

Das interessante kommt am ganz am Schluss: „Erst- bis zweitgradgier Knorpelschaden an der medialen Patellafacette.“ Das war ja bereits aus dem Gespräch mit meinem Hausarzt bekannt (siehe Teil 1).

Jetzt kommt es aber: „Minimale Tendinitis der Quadrizepssehne. Minimaler Erguss.“
Es war mir bisher nicht bekannt, dass es sich jeweils um eine minimale Entzündung der Sehne und um einen minimalen Erguss handelt. Minimal ist ja wohl dahin zu deuten, dass dies eher nicht die Ursache der Probleme sein kann…

Meine Frau hat mir heute gleich einen Termin beim Orthopäden, der laut meiner Frau ein Chirug ist, für den 02.12.2011 ausgemacht.

Fazit:
„Nun stehe ich da, ich arme Thor und bin als schlau als wie zuvor.“ Zumindest fast…
Ich werde den Termin mit dem Chriugen abwarten und dann meine Schlussfolgerung bzw. Konsequenzen auf mein Training ableiten. Dennoch kann ich eines vorweg nehmen. Mit dem Laufen höre ich deshalb nicht auf.

Sport frei!
Thomas
Laeufer-blog.de

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Bange machen gilt nicht

Oh Gott, oh Gott - ein Orthopäde der Chirurg ist. Ich hab' ja keine Ahnung, aber das klingt irgendwie, als wenn er dich schon mit einem Skalpell in der Hand begrüßen wird.
Aber mach' dir keine Sorgen - deine Frau wird sicherlich wissen, was gut für dich ist.

genau das

hab ich auch gedacht
schließlich verdient der sein geld mit op.s , da wird der wohl kaum zum abwarten und tee trinken raten.und irgenwas zum aufschneiden und wieder zunähen findet der garantiert.
obwohl : ich mußte auch schon mal zu einem solchen chirurgen-orthopäden . der hat mich fast ausgelacht und gemeint, da habe er schon schlimmeres gesehen , da macht er rein gar nix. schwein gehabt :)
also toi toi toi
gc

geh mir bloß wech...

...ich kann nur raten: vergiss es und erspar der krankenkasse die kosten!

wenn´s kein rheuma ist oder sonst was gravierendes: eine woche aussetzen, eine woche aquajogging, während der zeit ibu und dann langsam wieder einsteigen.

bei "so nem orthopäden, der auch chirurg ist" war ich auch grad, wg. rücken.
dachte, kann ja mal nicht schaden, nachdem der erste mich einfach nur eingerenkt hat und mir dann ne 3d-knochengestell-messung für 70 euro auf´s auge drücken wollte.
ein jahr hab ich mich mit physio über wasser gehalten. jetzt machte meine brustwirbelsäule wieder beschwerden (immer im oktober/november komischerweise. tut die kälte was dazu?)
also doc-termin letzten montag.
ich beschrieb ihm meine pein. er steht mit verschränkten armen vor mir, hört aber wenigstens zu und meinte dann, solcherlei beschwerden könnten nicht von der wirbelsäule kommen. ob ich viel stress hätte?
nee, jetzt, komm mir nicht damit, junge! nach vielem hin und her hat er sich dazu hinreißen lassen, wenigstens ne röntgenaufnahme von der bws zu machen.
nachdem die bilder sichtbar an der wand hingen, musste er zugeben, dass die im brustwirbelbereich doch schon sehr nach rechts gebogen sei. das KÖNNE natürlich beschwerden verursachen. ach, ja???
ich bin dann mal gegangen...
____________________
laufend wird im näxten leben orthopäde: happy

Meine Güte!

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der "Chirurgopäde" die Lösung sein wird.
Sofern es ohne größere Schmerzen möglich ist, würde ich auf jeden Fall die Laufkraftübungen von Natural Running ausprobieren, bevor du noch länger frustriert von Arzt zu Arzt pilgerst.
Die kosten nix, dauern nur ein paar Minuten und sind wirklich sinnvoll investierte Zeit.

Kommst du bis an die Zehen, wenn du dich mit gestreckten Beinen vorbeugst? Wenn nicht, ruhig auch etwas Zeit in die Dehnung der hinteren Beinmuskulatur investieren.

Weiter gute Besserung!

Keine Vorverurteilung bitte

Früher konnte man eine Facharztausbildung zum Facharzt für Orthopädie und (Unfall-)Chirurgie machen. Das ist ja wohl auch auf alle Fälle eine sinnvolle Kombination. Der Facharzttitel allein sagt allerdings noch lange nichts über die Qualifikation des Kollegen aus.
Ich würde mir auf alle Fälle aber einen Arzt aussuchen, der auch die Zusatzbezeichnung Sportmedizin hat (und idealerweise selbst Läufer ist). Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan.
"Minimal" hört sich auf alle Fälle erstmal gut an, wenn man weiß, dass ein Radiologe auf einem MRT eines Gesunden auch fast immer minimale Veränderungen findet.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

@Poro: Früher nur bis zu

@Poro: Früher nur bis zu den Knie. Als ich mit dem Laufen anfing, habe ich auch gleichzeitig daran gearbeitet. Inzwischen komme ich mit der flachen Hand auf den Boden.

Sport frei!
Thomas

Läufer-blog.de

Oh Mann!

Du bist M 20! Was hängst Du soviel bei den Ärzten rum! Hör mal auf Deinen Körper belaste den nur soweit, wie es Dir gut tut. Das ist billiger, und langfristig sicher auch gesünder. Wenn Dein Knie nicht laufen will, dann geh aquajoggen/radeln/schwimmen/walken...
Wie willst Du denn Deinen Tag verbrigen, wenn Du erstmal M 50 bist? BESSER wird das nämlich nicht mit den Zipperlein. Also: arrangier Dich mit den Randbedingungen, die Dir Dein Körper auferlegt, da hast Du mehr von! Genieße das, was Du machen kannst, anstatt dem hinterherzujammern, was nicht (mehr) geht.
Grüße, WWConny

die conny...

...hat recht!
____________________
laufend findet das: happy

Super!

Ich finde, dieser Arztbesuch hätte nicht besser laufen können! Endgültig jetzt steht's schwarz auf weiß, dass du keine schwere Verletzung hast! Es gibt keinen Grund, das Laufen längerfristig in Frage zu stellen. Ich gratuliere.

Der Knorpelschaden ist jetzt nur noch erst- bis zweitgradig... das klingt völlig normal (und verursacht keine Schmerzen, denn Knorpelverletzungen sind erst schmerzhaft, wenn der Knorpel richtig weg ist).

Du hast sicher nichts Schlimmes. Das kann man schon sagen. Das heißt nicht, dass du trotzdem keine Schmerzen haben kannst. Z.B. Tendinitis kann richtig wehtun obwohl es keine schlimme Verletzung ist. Es kann auch was anderes sein. Ich kenne Leute, die Schmerzen am Knie hatten, die kein Arzt diagnostizieren konnte, das ist nicht so selten.

Ich würde zum Chirurgen gehen und seine Meinung hören. Ganz besonders, wenn er Kniechirurg ist (jeder Chirurg hat sein Spezialgebiet)

Wenn nichts Neues rauskommt, würde ich dir empfehlen, die Tendinitis therapieren zu lassen. Zum jetzigen Standpunkt ist es das Einzige, das gefunden wurde, das diese Schmerzen verursachen könnte.

Der nächste Schritt ist Änderungen in der Tr-Belastung vorzunehmen und auf den Körper hören, bis du herausfindest welche Belastung (und Regenerationszeit) dein Körper besser verträgt. Das ist das Einzige, was aus mir, äußerst verletzungsanfälligem Läufer, einen ziemlich gesunden Läufer gemacht hat. Und nimm keine entzündungshemmenden Mittel regelmäßig, das könnte eine kleinere Verletzung verewigen, weil dein Körper nicht lernt, selbst was dagegen zu unternehmen. Bei Schmerzen lieber die Belastung reduzieren als immer wieder Tabletten zu nehmen.

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