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Und so begab es sich, dass ich wieder einmal meine Mittagspause nutzte, um im nahe gelegenen Waldgebiet meine Runden zu drehen. Wie sooft hüpfte ich mit sonnigen Gemüt reh-esk durch Wald und Wiesen, als mich plötzlich lautes Rascheln und Hundegebell aus meinen Gedanken riss. Als Viel-Läufer hatte ich in der Vergangenheit natürlich schon unzählige Hundebegegnungen hinter mich gebracht, und da ich dabei nicht nur negative, sondern auch schlechte Erfahrung machen durfte, wurde ich sogleich etwas langsamer und vorsichtiger. Was sich als genau richtig erwies, denn kurz darauf kam ein größerer Vierbeiner mit lautem Gebell auf mich zugeschossen und blieb bellend und knurrend kurz vor mir stehen.
Nun bin ich kein Hundekenner, weshalb ich Euch nicht mit Rassen-Informationen versorgen kann. Deshalb nur die wichtigsten Fakten: Ausgeprägte Muskeln und jede Menge Zähne. Auf letztere schien das Tier auch ungemein stolz zu sein, denn es wurde nicht müde mir sein Gebiss zu präsentieren.
Nach wenigen Sekunden kam dann auch der Hundehalter um die Ecke gebogen und rief sein Tier sogleich zu sich. Dummerweise war das dem Hund egal, er wich nicht von meiner Front. Dem Hundebesitzer wiederum schien dieser Fakt egal zu sein, denn er blieb in ca. 50 Meter Entfernung stehen und rief seinem besten Freund von dort aus Kommandos zu.
Leider schien der Gehörsinn des Tieres nicht über die Qualität seines Kehlkopfes zu verfügen. So zog sich das Spiel ca. 2 Minuten (die mir wie zwei Stunden vorkamen) hin: Auf der einen Seite meine Wenigkeit, die sich an die ungeschriebenen Läufer-aggressiver-Hund-Gesetze hielt, sich nicht bewegte, den Hund geflissentlich ignorierte und dabei -im wahrsten Sinne des Wortes- krampfhaft versuchte sämtliche Körperausgänge unter Verschluß zu halten. Einen Meter vor mir der Hund, dessen Bell-Knurr-Zähnefletsch-Kondition meine Laufausdauer deutlich in den Schatten stellte. Und in sicherer Entfernung der Hundehalter der ununterbrochen sein "Aus-Komm-Her" -Mantra herunterleierte, aber aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen keinen Schritt auf die Doz-Hund-Kombination zuging. Als ich mich schon darauf einrichtete im Wald zu übernachten, wurde das Spiel dem Hund wohl doch zu langweilig und er trottete langsam zu seinem Herrchen zurück. Natürlich nicht, ohne sich in regelmäßigen Abständen zu mir umzudrehen und mir ein herzlichen "Grrr" zu zu knurren. Der Zweibeiner geruhte sich daraufhin den Vierbeiner an die Leine zu nehmen und ich nahm langsam wieder Trab auf. Kurz bevor ich auf Herrchen-Hund-Höhe war, machte ersterer den Mund auf und ich rechnete damit, die üblichen Entschuldigungs-Phrasen zu vernehmen. Ich hatte mir bereits ein paar schnippische Bemerkungen und Beleidigungen zurecht gelegt, aber was nun kommen sollte sorgte dafür, dass mir all dies im Hals stecken blieb. Denn während der Hundehalterblick plötzlich düster wurde, gab der der untere Gesichtsteil folgendes von sich: "Das kann doch nicht wahr sein! Mein Gott, schämen Sie sich nicht so eine Angst vor einem Hund zu haben? Es ist doch kein Wunder, dass das Tier da aggressiv wird. Sehen sie mal zu, dass sie sich schnellstens therapeutisch behandeln lassen!" Nun bin ich wahrlich nicht oft sprachlos, aber in diesem Moment konnte ich nur fassungslos mit offenem Mund zusehen, wie Hund und Herr weiterzogen. Ich weiß nicht, ob dem Herrchen dabei klar war, dass in diesem Moment die knurrende Anwesenheit seines Vierbeiners der einzige Grund war, weshalb er das Wochenende körperlich unversehrt genießen kann.

4.88889
Gesamtwertung: 4.9 (9 Wertungen)

ein schlichtes

Ar*** möchte ich da nur sagen.

Mein Hund ist jung und verspelt und hat keine Ahnung wie böse sein funktioniert, aber wenn er auf jemanden zurennt, hüpft er meistens vor Freude und wedelt wie verrückt mit dem Schwanz, wodurch wirklich jeder sieht, der macht nix. Egal wenn ich ihn rufe kommt er zu mir und das soll er auch, es ist mein Hund und ich bin dafür verantwortlich was er macht, egal ob jemand berechtigt oder nicht Angst vor dem Hund hat.

Als Tipp, den Hund nie direkt ansehen, es sei denn Du strotzt gerade vor Testostoron, das riechen die Hunde und gehen (kein Scherz Du bist dann ein ordentlich Alpha und da kuscht jeder Hund), bei Adrenalin verhält es sich leider anders...

Im Normalfall würde ich aber immer einfach weiter laufen und den Hund nicht beachten. Ja es gibt die Möglichkeit das er dann dennoch angreift aber die Chance ist äusserst gering. Dann würde ich übrigens versuchen so fst wie möglich zuzutreten am besten ins gesicht ode sonst wo hin.

Bei dem Typen übrigens auch.

....

...sprachlos...

Therapeuten-Fang-Masche

Dies ist die neue Therapeuten-Fang-Masche.
Um neue Opfer in die Praxen zu bekommen wird immer häufiger von den besagten zu solchen Methoden gegriffen.

Man engagiert Jemanden mit einer "Riesentöhle" um Angstzustände auszulösen und anschließend macht man........

Naja ist bei Dir ja nochmal gut gegangen.
Schön ist es zu wissen dass solche Hundehalter meistens die Quittung für schlechte Hundeerziehung von ihren eigenen Hunden bekommen.

Ich sage nur Hundeführerschein! Dieser sollte endlich zur Pflicht werden.

Vollidioten dürfen ja schließlich auch nicht einfach im Aldi eine Pistole kaufen.

Gruß und weiterhin viel Gesundheit durchs Laufen

mschlt

Unglaublich dieser

Unglaublich dieser Automatische Rettungschirm, kurz A.R.SCH, von einem Hundebesitzer. Wenn der Hund auf fremde Menschen derart reagiert und nicht auf Kommando folgt, gehört er an die Leine. Egal ob geschlossene Ortschaft oder außerhalb. Basta. Stell Dir vor, Du hättest selber einen Hund dabei gehabt. Einen Zwergpinscher vielleicht. Dann hätte der andere Dich innerhalb von 30 Sekunden um einen Zahnstocher gebeten.

Hätte jetzt im Gegenzug ein Reh den Weg gekreuzt, wäre der Hund garantiert hinterher ins Unterholz gehuscht, und der Besitzer hätter Zeter und Mordio geschrien, wenn der Revierförster diesen wildernden Hund erlegt hätte.

Übrigens hatte ich im Frühjahr die zweifelhafte Ehre, mit zwei streunenden Hunden Bekanntschaft zu machen. Die Stelle kennst Du gut: die Albmarathonroute über den Aasrücken, und dahinter auf den Feldwegen, meinten zwei Riesenköter, Straßenmaut eintreiben zu müssen. Kein Besitzer weit und breit! Und nicht auf einem Privatweg, sondern einem vielbegangenen Wanderweg. Als guter Katholik machte ich mir natürlich keine Sorgen, da mir ja bewusst war, das ich schneller im Paradiese bin, als die beiden Streuner mich verdauen würden. Aber irgendwie hatte ich Glück, und durch stures, langsames weitergehen ohne umdrehen ließen die sich tatsächlich beeindrucken. Was sie allerdings nicht wußten: ihr tiefes, dumpfes, Cujo-ähnliches bellen beeindruckte mich mindestens doppelt so sehr...

Als Hundefan,

Das Verhalten des Hundehalters war unmöglich!! Als Hundefan, die mit ihrem Hund läuft, entschuldige ich mich für den Ar..... Meiner Ansicht nach ist er der einen Therapeuten braucht. Ich ärgere mich auch, wenn ich einem anderen Hundebesitzer begegne, den ich nicht kenne, und der läßt seinen Hund frei auf uns zu laufen, während meiner -ohne Leine- BeiFuß läuft.
Das Problem ist wie immer am anderen Ende der Leine bzw. nicht an der Leine ;)
Man sieht auch daran, was das Landeshundegesetz gebracht hat. Hiernach muß nämlich jeder Hundehalter, dessen Hund größer ist als 39 cm Schulterhöhe oder mehr als 19 kg wiegt (Hierunter fällt fast alles, was nicht unter Trethupe fällt
), einen Sachkundenachweis haben.
Die Leute, die mit ihren Hunden vernünftig umgehen und sich rücksichtsvoll gegenüber ihren Mittmenschen verhalten, brauchen die Regeln nicht. Die anderen halten sich sowieso nicht dran. Ich weiß wovon ich rede, ich arbeite beim Ornungsamt.

hundebegnungen

total lustig geschrieben, obwohl es ja eigentlich nicht so witzig war, aber den sinn für realsatire musst du unbedingt behalten.kurz und gut: dein verhalten war richtig. das skurile verhalten des hundebesitzers gehört in die kategorie- es gibt halt einfach nichts was es nicht gibt-- mein trost/ oder hoffnung ist immer die überzeugung, dass ein hund der wirklich angreift also beissen wird, vorher nicht abbremst und rumkläfft und droht. so einer imponiert mehr, die anderen beissen gleich... toll gel?
kleiner tip: immer eine kleine blechbüchse dabei haben. du glaubst nicht wieviel eindruck so ein laut hingeklatschtes büchslein hat. der hund weiss ja nicht, dass die büchse nichts tut und rechnet auch nicht mit diesem schreck, ich konnte es neulich erst ausprobieren!!
lass dich nicht unterkriegen und lauf weiter!!
lg suchtsprinter

Ja ja die Hundis...

Ging mir einmal ganz ähnlich. Musste mich mit einem Sprung ins Gebüsch vor einem beißwütigen Vierbeiner retten. Die Antwort der Hundebesitzerin war: "Das ist nicht meiner, den habe ich nur zum Gassigehen." Na, dann nimmt man natürlich keine Leine mit. Vielleicht wars ja auch nur Wegbellen, Wegknurren, oder was auch immer in Hundefachbüchern steht. Leider hatte ich Selbiges gerade nicht dabei. Und dann steht man da mit seiner Wut! Denn eigentlich wollte man nur entspannt laufen.

Es ist wirklich schade, denn eigentlich sind Hunde ganz drollige Wesen und wenn einen ein Hund ein Stück begleitet, who cares? Aber aus vorgenannten Gründen weiche ich mittlerweile auf Strecken aus, wo breite Wege sind und viele andere Jogger laufen. Und Belehrungen von Hundebesitzern ignoriere ich konsequent, wie schon von den Vorrednern geschrieben: Das Problem ist das andere Ende der Leine mit der großen Plapper. Nach einigen Jahren intensiven Laufens kann ich aber auch sagen: Der Großteil der Hundebesitzer nimmt Rücksicht.

Hä?? Geht's noch???

Leute gibt's! Smilie by GreenSmilies.com

Nun

Nun, ich kann nur von meiner Laufstrecke berichten, an deren Rand eine Polizeihunde-Trainingsstation liegt. Begegnung mit Schäferhunden inbegriffen. Da weiß man, was gute Erziehung ist, und das bezieht sich sowohl auf Hund als auch auf Halter. Da können sich andere eine dicke Scheibe abschneiden. Wie läuft das in der Regel ab:
- Hundeführer sieht Läufer kommen
- Hundeführer ruft Hund zu sich
- Hund wartet brav
- Hundeführer grüßt freundlich
- HUnd darf laufen, wenn Läufer weit genug weg.

Alles andere ist schlechte oder keine Erziehung. Da passt noch die Geschichte vom Hund, der mich auf dem Weg vom Parkplatz zur Arbeit stellte. Kommentar des Besitzers "das ist kein Leinenhund". Naja...
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So ein Idiot!

Wie meine Vorschreiber schon meinten, das war wohl ein absoluter Idiot...

Ich finde das so schrecklich, denn die Hunde können ja nichts dafür! Ich mag Hunde und wenn ich Hunde ausführe laufen die entweder ohne Leine bei Fuß sobald sich ein Läufer nähert oder sie sind an der Leine. Alles andere ist eine Frechheit den Mitmenschen gegenüber.

Ich war mal mit einem lieben Labrador unterwegs, der brav ohne Leine neben mir herschlich, als auf einmal ein großer Mischling auf uns zu rannte. Sein Frauchchen rief nur ganz aufgeregt "Bello, komm sofort her!" oder sowas ähnliches, aber Bello war total schwerhörig. Er hat sich schnurstraks auf meinen Labrador gestürzt, ihn im Nacken gepackt und versucht zu "unterwerfen"... Ich hab diesen Köter angebrüllt und ihm einen ordentlichen Tritt verpasst, und auf einmal trollte der sich, offenbar total überrascht, dass ihm ein Mensch mal Grenzen setzt. Der Hund tat mir einfach nur leid. Seine Besitzerin hätte den Tritt weit eher verdient gehabt...

Ein Hundeführerschein wäre eine gute Lösung, wenn man denn mal ordentlich kontrollieren würde...

Erhol Dich gut von dem Schreck!

so ne Begegnung

hatte ich gestern beim Spazierngehen auch. Die Besitzerin meinte dann noch sowas wie: ich weiss gar nicht was er auf einmal hat. Nachdem ich etwas auf Krawall gebürtstet war, habe ich nur erwidert, das ich ihn das nächste Mal, mit voller Wucht treten werde. Dann weiss er was er hat:)

Act like a horse. Be dumb. Just run.

Tip

Nächtens am besten zwei Knarren mit zum Laufen nehmen: Eine für den Köter und eine fürs Herrchen. Die beiden Tatwaffen dort lassen und weiterlaufen. Sieht dann auch für Profiermittler der CSI Göppingen aus wie ein Duell zwischen Hund und Herrchen. ;-)

Wünsche noch viele entspannende Läufe. Entweder ohne oder mit nettem Hund!

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