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Gestern war ich bei meinem Hausarzt um die Ergebnisse des MRT’s zu besprechen. Bevor wir die Ergebnisse besprochen haben, habe ich ihm meine ganze Leidensgeschichte erzählt. Hier nochmal die Kurzfassung:

1. Ende Februar wieder angefangen zu joggen.
2. Ende März Probleme mit dem rechten Knie.
April erster Besuch Orthopäde. Diagnose Partellaspitzensyndrom.
Maßnahmen:

- Mit dem Laufen wieder bei „Null“ anfangen, also 15 Minuten täglich und pro Training um 1 Minute steigern.
- Mit Eis kühlen mehrmals täglich oder Wärmesalben verwenden
- Partellabandage tragen
- Radfahren ins Training einbauen
Meine zusätzlichen Maßnahmen:
- Eincremen mit Traumeel
- Einnahme von Ultra Sports Ackeschachtelhalmextrakt
- Einnahme von Vitamin E 400I.E.
4. Knieprobleme sind gleichgeblieben bzw. haben sich minimal verbessert.

5. Zweiter Termin bei anderem Orthopäden Anfang September.

Dieser hat mich zum Radiologen und Rheumatologen verschrieben um einen Rheumaschub oder Schaden am Meniskus auszuschließen.

Ende September MRT durchgeführt
Nun zu den Ergebnissen des MRT´s und seiner Diagnose bzw. Meinung:

Knorpelschaden 1-2 Grades
Ist für mein Alter ganz normal und es ist unwahrscheinlich, dass dies die Ursache des Problems ist.
Entzündung der Quadrizepssehne, hat sicherlich etwas mit den Problemen zu tun.
Möglichweise hat auch meine Hüpfte etwas mit dem Problem zu tun (meine Hüftpfanne umschließt das Gelenk nicht komplett), auch wenn ich mit der Hüfte derzeit keine Probleme habe.
Die Empfehlungen meines Hausarztes:

Weglassen der Partellabandage
Orthopädisches Schuheinlagen für den Alltag und den Sport. „Wenn nach 2 Wochen keine Besserung, dann nicht den Helden spielen und nachfolgende Maßnahme machen“:
Aufhören mit dem Laufen und auf Radfahren, Walken, Schwimmen oder auf Crosstraining umstellen!
Meine Schlüsse hieraus:

Schuheinlagen kaufen und hoffen
Im Endeffekt waren die Schlüsse meines Hausarztes eher eine Ursachenvermutung als eine Diagnose.
Termin mit Rheumatologen und Orthopäden abwarten.
Mit dem Laufen höre ich definitiv nicht auf. Dafür habe ich viel zu lange schon trainiert, als ich das einfach so wegschmeiße. Zumal auch das Laufen mir gesundheitlich merklich gut tut. Ich habe seit Beginn überhaupt keine Probleme mehr mit meiner Hüfte, sodass ich auf die Einnahme von Ibuprofen komplett verzichten konnte (Normalerweise nehme ich Ibuprofen fast ganzjährig durch). Des Weiteren bin ich nicht mehr so müde, habe mehr Energie und viel bessere Laune.

Ich glaube nicht, dass die Lösung des Problems die Aufgabe des Laufsports ist, sondern lediglich die Symptome beseitigen würde.

Jetzt heißt es erstmal bis Freitag abwarten, was der Rheumatologe meint. Ich werde dich auf dem Laufenden halten.

Sport frei!
Thomas
Laeufer-blog.de

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ich würde

auch einmal überlegen einen Krankengymnasten zu Rate zu ziehen. Ausserdem sollte eine Kniefehlstellung, Beinlängendifferenz, Blockade der unteren LWS und/oder des Kreuz/Darmbeingelenkes in die Überlegung mit einbezogen werden. Wie ist der Abrieb der Sohlen und der Absätze (seitengleich).

Mein Hauptproblem waren

Mein Hauptproblem waren früher immer die Darmbeingelenke. Dort hatte ich regelmäßig
Entzündungen...


Läufer-blog.de

.......Zumal auch das Laufen

.......Zumal auch das Laufen mir gesundheitlich merklich gut tut. Ich habe seit Beginn überhaupt keine Probleme mehr mit ...................................... Des Weiteren bin ich nicht mehr so müde, habe mehr Energie und viel bessere Laune.......ja Thomas, das kenne ich auch....und es wäre auch das letzte was ich tun würde...mit dem LAUFEN aufzuhören. Ich hoffe,du kannst weitermachen.
LG Frank

Machst Du regelmäßig Kraft?

Hi,
Habe selbiges zu melden und ich werde nicht mit dem Laufen aufhören.
Schwimmtraining und Rad habe ich schon eingebaut.
Aber auch Kraft ist sehr wichtig und auch die Dehnung!
- 2 X die Woche Kraft (45 Min)
- Nach dem Laufen nach ca. 30min./60min. lockeres statisches Dehnen
(Wenn die Muskulatur wieder entspannt ist)
- Schuhwerk mit mäßiger Pronationsstütze(da ich X-Bein-Stellung habe von Haus aus)

Einlagen, Kühlung, Absolutes Laufverbot..viele Ärzte schon besucht..einer empfahl mir Spritzen Eigenbluttherapie, damit sich Knorpel erneuert. Schweineteuer...Mach ich nicht...wie auch immer....
Versuche das jetzt wie oben beschrieben und erwarte mittel-bis langfristig Erfolge, bzw Schmerzfreiheit beim Laufen. Vor allem beim Long Jog!!
Hoffe Du kommst in Zukunft klar?!

Heike

Es wird alles gut

"Knorpelschaden 1-2 Grades
Ist für mein Alter ganz normal und es ist unwahrscheinlich, dass dies die Ursache des Problems ist."

Das ist für mich die wichtigste Information. Das ist sehr erfreulich (man sollte den Knorpelschaden trotzdem generell verfolgen) und ein Grund, optimistisch zu sein. Ansonsten waren da meiner Neinung nach keine neuen Erkenntnisse.

Alles kommt mir sehr bekannt vor. Meine Geschichte als Hobbyläufer war geprägt von Arztbesuchen und unklaren Informationen... Am Anfang habe ich jedem Arzt blind vertraut. Heute, einige Jahre später und viiiele Ärzte später bin ich mir sicher, dass Ärzte keine Ahnung vom Laufen haben (es sei denn, sie sind selbst erfahrene Läufer). Das meine ich nicht abwertend, überhaupt nicht. Es ist einfach eine Feststellung nach vielen Arztbesuchen und viele Laufverletzungen. Also, wenn der Arzt nicht etwas konkretes und deutliches findet (wie z.B. Bandverletzung, Meniskusverletzung), ist es sehr wahrscheinlich dass er einfach nicht weiß, woher die Beschwerden kommen. Einige geben es zu, andere nicht.

Was ich gelernt habe, ist das Laufen sehr kompliziert ist, und oft sind Ursachen für Schmerzen überhaupt nicht leicht zu finden. Ich hab 3-4 Falschdiagnosen hinter mir. Die allgemeine Tendenz ist, dass jeder Facharzt ganz schnell die Ursache (und auch die Lösung) in seinem Spezialbereich findet (Gott sei dank, gibt es MRTs, sonst wäre ich einmal umsonst wegen eines nichtvorhandenen Leistenbruchs operiert worden...). Ich war bei Ärzten, die Laufbelastungen völlig undifferenziert interpretiert haben und eine sehr falsche Vorstellung vom Laufsport hatten. Wie gesagt, die meisten hatten keine Ahnung vom Laufen. Vor allem hatten die überhaupt keine Ahnung -bis auf 2 Ausnahmen- wie unheimlich wichtig Laufen für das allgemeine Wohlbefinden eines Hobbyläufers ist!

Ich bin jetzt gesünder denn je. Es war aber ein langer Weg auf dem mir die Tipps von erfahrenen Läufern und Physiotherapeuten sehr viel geholfen haben und der Rat von den ganzen Ärzten sehr wenig. Jahr für Jahr habe ich die Laufbelastung angepasst, auf meinen Körper besser gehört, die Laufschuhe besser ausgewählt, mehr Kompensationsgymnastik/Kraftübungen gemacht... Dadurch bin ich Jahr für Jahr ein bisschen gesünder und belastbar geworden.

Da finde ich gut, dass dein Hausarzt dir ungefähr gesagt hat, dass er nur vermuten könnte, warum du Schmerzen hast.

Einlagen für den Sport und für den Alltag? Weswegen? Welche Einlagen? Für den Alltag? Für wie lange? Hmmm... wie alt ist dein Hausarzt? Viele ältere Ärzte verschreiben Einlagen für alles und für immer. Die modernere Medizin versucht orthopädische Mittel nur gezielt und so wenig wie möglich einzusetzen. Im Endeffekt sollte die tranierte Muskulatur Disbalancen kompensieren. Einlagen können zwar helfen, die bringen aber andere Probleme mit sich, wenn man die auf Dauer verwendet. Ich habe jahrelang Laufeinlagen getragen. Die haben mir zwar geholfen aber je weniger ich sie getragen habe, desto gesünder bin ich geworden. Einlagen ja, aber nur aus einem gerechtfertigten Grund und für eine gewisse Zeit, und wenn möglich nicht immer und z.B. nicht auch noch im Alltag... Einlagen als Allheilmittel zu verschreiben, wenn man die Ursache des Problems nicht kennt... da bin ich eher skeptisch.

Ansonsten wäre ich in deinem Fall optimistisch, weil die Untersuchungen schwere Verletzungen ausschließen. Es gibt also keinen Grund längerfristig mit dem Laufen aufzuhören, das ist eine sehr gute Nachricht. Es geht jetzt darum die Tendinitis zu heilen (dafür gibt es unterschiedliche Therapien). Von einer regelmäßigen Einnahme von Ibuprofen würde ich dir abraten. Das kann man schon z.B. eine Woche lang gezielt nehmen, aber auf Dauer bringt das keine Lösung. Der Körper stellt sich darauf ein und verlernt, selbst die verletzungsbekämpfenden Stoffwechselprozesse zu aktivieren. Da würde ich eher eine Zeit lang das Laufpensum reduzieren oder ggf mal eine kurze Laufpause machen als entzündungshemmende Mittel regelmäßig über längere Perioden zu nehmen.

Viel Geduld und viel Glück! Es wird schon alles gut

P.S. Keine Gelenkpfanne umhüllt den Gelenkkopf komplett auch nicht am Hüftgelenk, sonst könnte man das Gelenk nicht bewegen:)

IBU?

also ganzjährig auf IBU zu sein wenn man nicht läuft ...
interpretiert eher in richtung "täglich 1" als "wöchentlich 1" ... scheint mir KEINE lösung

ich drück deshalb die daumen daß sich das ganze so regelt, was finden und therapieren läßt, daß Du laufen kannst, ggf. weniger als beliebt aber mehr als gar nicht, für den ganzheitlichen kerl, also körper UND seele!

The goal of science is to build better mousetraps, the goal of nature is to build better mice!

Gelenkpfanne

es gibt aber sehr wohl eine Hüftdysplasie - unterschiedlicher Ausprägung. Ob sie Chirurg im Ruhestand und laufe seit 25 Jahren mit über 76000 Laufkilometern. Falls jemand fragen hat, kann er sich an mich wenden. Ob ich kompetente Ratschläge geben kann, kann ich nicht versprechen- zumal Ferndiagnosen "gefährlich" sind

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