Benutzerbild von acrylwillow

Ich weiß langsam nicht weiter - laufe nun seit sechs Jahren und habe das Gefühl, dass meine Bänder in beiden Sprunggelenken so ausgeleiert sind, dass ich mittlerweile bei jedem Lauf mindestens einmal heftig umknicke, dann ein paar Meter humpele, um dann meist nach kurzer Zeit schmerzfrei weiter zu laufen. Reissen kann da anscheinend nichts mehr, nichts desto Trotz ist das Umknicken sehr schmerzhaft. Hat jemand damit Erfahrungen oder Tipps, wie ich Stabilität in die Sprunggelenke bekomme ? Oder gibt es empfehlenswerte Bandagen, die ich unterstützend tragen kann ?????
Bin für jeden Tipp dankbar !!!

Ich bin kein Mediziner

aber ob Bandagen da wirklich dauerhaft helfen? Wird nicht dadurch auch die Muskulatur weniger beansprucht? Ich selber würde nach der Ursache suchen. Dabei kann dir sicher ein Arzt, ein Physiotherapeut oder auch einfach mal ein "anderer" Laufschuhfachverkäufer helfen.

Letzteres war bei mir der Fall. Bin auch immer nach außen umgeknickt und habe gedacht, es liegt an mir, an meinem falschen Auftreten usw. Es kamen noch mehr Dinge hinzu, die mich nach3 Jahren zu dem Entschluss führten, mal eine Laufbandanalyse machen zu lassen. Uns siehe da, man hat mir jahrelang Schuhe mit Pronationsstütze verkauft. Da ich aber supiniere, wurde mein Fuß zusätzlich nach außen gedrückt und das Umknicken war das geringste Problem, es kamen im Laufe der Zeit noch etliche dazu.
Seit ich in Neutralschuhen laufe, bin ich nie wieder umgeknickt.

Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos
Bin nicht gestört und auch nicht schnell - nur verhaltensoriginell

Fehlende Sensomotorik

Ein schlechtes bzw. falsches Schuhwerk kann in jedem Fall dazu beitragen, schneller umzuknicken.

Aber der Kern der Sache ist, das Deine Muskulatur zu spät auf eine Veränderung innerhalb eines Bewegungsablaufes reagiert, auch bekannt als Sensomotorik.
Neben dem überprüfen des Schuhwerkes, hilft nur sensomotorisches Krafttraining für den unterem extremitäten Bereich zur Fußgelenksstabilität.
Dabei werden die Bänder wieder gestärkt und die Muskulatur wird an diesen neuen Anforderungen angepasst.
Beispiele:
1) Stehen auf ein Balancebord, später mit Ball werfen gegen eine Wand, weitere Steigerung mit Kniebeuge, erst beidbeinig, später einbeinig.
2) Nächste Stufe wäre stehen auf einen Peziball.(echte Herausforderung)
3) Sprungübungen über Hindernisse, mit sehr weichem Untergrund.(Schaumstoffmatratzen)
etc.

Mit sportlichen Grüßen
Udo

Da helfen m.E. nur Training der Fußmuskulatur ...

... sowie sehr flache, neutrale Laufschuhe ohne Fersensprengung. Und bloß keine Einlagen! Regelmäßig 1-2 km barfuß auf Rasen laufen, täglich Wackelbrett und Einbeinstandübungen absolvieren und irgendwann merken, dass Umknicken kein Problem mehr ist.

Ich war lange Zeit ähnlich gefährdet wie du. 1-2 Mal pro Monat knickte ich beim Laufen um. Jetzt passiert es, trotz immens vergrößerten Laufpensums, nur noch einmal im Jahr. Und dann auch wirklich auf sehr schwierigen Untergründen.

Problem ist, dass mit der Häufgkeit des Umknickens auch die Instabilität und die Anfälligkeit für erneutes Umknicken steigt. Hängt mit den neuronalen Schädigungen zusammen, die Auswirkungen auf die Sensomotorik haben.

"Das wichtigste Argument für den Breitensport ist aber, dass die Menschen davon schön müde werden. Wer des Abends müde ist, geht zu Bett und treibt keinen Unfug." (Max Goldt)

Überbeweglich?

Was sagt denn der Orthopäde? Es kann auch eine Überbeweglichkeit sein (wenn du deine Fußgelenke extrem weit 'verdrehen' kannst), das hat ne Kollegin von mir. Seit sie Einlagen hat, hat sie damit keine Probleme mehr.

Hast du bei Runners Point

Hast du bei Runners Point mal eine Laufberatung machen lassen? Hast du einen Stabilitätsschuh mit Einlagen? Das kann umknicken verhindern.

yep

Bei meiner ältesten Tochter war Überweglichkeit der Fußgelenke der Grund, sie kam vom Leistungssschwimmen. Relativ flache und leichte Schuhe, die an der Ferse gut Halt gaben (damals Saucony Tangent) waren die Lösung. Bei mir liegt es an einem Augenfehler (ich kann nicht räumlich sehen) sowie extrem ausgeleierte Bänder (eben weil ich so viel umknicke). Da hift nur Stabitraining.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Danke ...

..für die vielen Antworten ! Übungen zur Förderung der Stabilität werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Meine Laufschuhe habe ich aufgrund einer Laufbandanalyse gekauft- ich proniere stark über.Einlagen muss ich leider tragen aufgrund eines Fersensporns und beginnenden Hallux rigidus- die Einlagen sollen also nicht das Umknicken verhindern. Ich muss noch dazu sagen, dass ich viel auf schwierigen Untergründen laufe und dann umknicke. Aber es wird halt immer mehr und passiert schneller und auch heftiger.
Wo bekomme ich ein Wackelbrett ? Ich werd´s mal googeln :-)
LG und schönen Sonntag noch,
Birgit

Wackelbrett

oder -kreisel. In jedem Sportgeschäft. Gibt es auch immer wieder bei Kaffeeröstern und ähnlichen verdächtigen Shops ;-)

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Wackelbrett

kann man selbst zusammenbauen. Dazu braucht man ein Brett (größer als der eigene Fuß). Je nach gewünschtem Schwierigkeitsgrad eine mehr oder weniger hohe, bzw. schmale Leiste darunterschrauben (diagonal oder gerade).

Alternativ geht auch ein Therapiekreisel (z.B. bei E-Bay) oder eine Wärmeflasche (zu etwa 3/4 gefüllt)!
:-)

Die Überschrift

das war wohl gerade Gedankenübertragung!
:-)

Minaterlien im Ungleichgewicht

können auch dazu führen, dass Umknicken häufiger vorkommt. Ab und an hab ich das auch, dann nehme ich eine Weile die Nr. 1 und danach hab ich wieder etliche Monate Ruhe.

Grüßle
Vasalisa

Da kann ich auch ein Lied von singen...

ich habe nämlich seit der Pubertät hyperflexible Gelenke. Konnte damals lange Zeit im Alltag nur mit speziell stützenden Schuhen gehen, die bis weit über den Knöchel reichten, an Sport gar nicht zu denken.

Um die akuten Probleme einzudämmen könntest du es mit Knöchelbandage beim Laufen versuchen: Sie gibt dir besseren Halt, aber das ist keine Abhilfe für die Dauer und auch mit Bandage kann man noch umknicken. Gibt es in passender Größe im Sanitätsfachgeschäft zu kaufen.
Ansonsten solltest du im unwegsamen Gelände wohl einfach langsamer laufen: dann hat der Körper mehr Zeit, den gespürten Untergrund in adäquate Bewegung umzusetzen. Gerade jetzt im Wald wo Laub liegt, sieht man nicht mehr jede Wurzel/Steine auf die man treten könnte. Notfalls vorerst umsteigen auf gleichmäßigen Untergrund, bis sich deine Fußgelenke stabilisiert haben.

Dauerhaft hilft da nur gezieltes Training:
Therapiekreisel habe ich schon für 15€ gesehen. Allerdings würde ich diese günstigen Exemplare vor dem Kauf besser in Augenschein nehmen, nicht dass es minderes Material ist und nach kurzem Gebrauch auseinander kracht. Exemplare aus Holz sind teurer. Auf jeden Fall lohnt das Üben mit dem Wackelbrett, wie die eigenen Erfahrung zeigt.
Auch die typische Fersenheber-Übung an der Treppenstufe stabilisiert die Fußgelenke. Auch alle Übungen, die man abwechselnd auf einem Bein macht, helfen. Alle Übungen mit Hüpfen sind auch gut. Ich nutze im Studio immer mal das Trampolin. Lass dir doch vom Physiotherapeuten mal Übungen zeigen, die du gut daheim und immer mal wieder zwischendurch machen kannst.

KOR WhiteTara

Da hilft nix.1 Jahr

Da hilft nix.
1 Jahr Laufpause (also extrem reduzieren),Stabitraining, damit die Bänder wieder Luft haben sich verkürzen zu können.
Sonst riskierst du einen Riss! Und der wird richtig teuer!

Stabisocken

Hallo, ich habe gestern im Falke Outlet Socken gesehen, die einen Bandageneffekt haben. Da ich alles neue ausprobieren muß, habe ich sie auch gleich gekauft. Sind sehr angnehm. Hilft bei Dir wohl nicht gegen die Wurzel des Übels, kann aber als flankierende Maßnahme sinvoll sein. Die nennen sich Running RU Stabilizer und kosten im Outlet 11,90€ statt 20€.

Dauer eines Stabilisationstrainings...

... ist bei sportlich aktiven meist ca. 3-6 Monate, 1 Jahr wie oben empfohlen halte ich für übertrieben (haben meine Pat. noch nie gebraucht). Belastung (Umfang und Intensität) reduzieren ist aber unabdingbar wenn - häufiges Umknicken, - Hallux rigidus und - Plantartendinose zusammenkommen- Hier kann nämlich eine unzureichende Kontrolle der Beinstabilität die gemeinsame Ursache sein.

Alles Gute,

granreserva
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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten.
(Johannes Kepler)

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