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Viele Läufer vernachlässigen gerne mal das Krafttraining und das Dehnen. Dieses Training ist bei vielen wie auch bei mir nicht beliebt. Ich versuche zwar einmal in der Woche einen Trainingstag nur mit Krafttraining und Dehnen zu machen, doch oft schaffe ich das, bei mir unbeliebte Training, nicht. Es ist wie ein unüberwindbarer Brocken.

Wie ich mit diesem Problem jetzt umgehe, kannst du auf meinem Blog unter Läufer-blog.de nachlesen.

Sport frei!
Thomas

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Bei allem Respekt...

...was soll das? Etwa Werbung? Wenn´s was zu erzählen gibt, dann bitte hier.

Dehnen bringt nichts:)

Ich nutze mal deinen Beitrag um wieder mal einige Leute zu schockieren und das Dehnen in Frage zu stellen:) Ich weiß, manche werden den Kopf schütteln, aber ich finde gut, wenn jeder mal erfährt, dass zumindest ein großer Teil der modernen Sportwissenschaft das Nutzen vom Dehnen (in Sportarten, die an sich keine besonders große Bewegungsamplitude verlangen) absolut in Frage stellt.

Es ist ein kompliziertes Thema und es gibt viele Arten von Dehnen (gegen ein leichtes, kurzes Dehnen spricht sicher nichts, obwohl es auch nichts bringt). Gegen ein intensives Dehnen spricht einiges (und bringt einem Hobbyläufer übrigens auch gar nichts).

Es gibt noch viele Befürworter des Dehnens (hauptsächlich ältere Autoren und Leute die traditionell immer gedehnt haben). Doch Fakt ist, dass nach 30 Jahren Forschung überhaupt keine einzige Studie wissenschaftlich belegen konnte, dass Dehnen irgendwelche Vorteile für die Muskeln hätte. Und es gibt Studien die belegt haben, dass es den Muskeln nichts bringt, zumindest nichts Gutes (z.B. intensives Dehnen vermindert die Schnellkraft)

Die wissenschaftliche Diskussion bleibt noch offen, aber man kann schon sagen, dass wenn Dehnen irgendein Nutzen bringen könnte, wäre der nur ein minimaler, wobei es wahrscheinlich ist, dass es -außer einem Placeboeffekt- überhaupt nichts bringt.

Läufer die regelmäßig dehnen, verletzen sich genau so. Unter den wenigen Läufern, die nie verletzt sind, gibt es welche, die nie in ihrem Leben gedehnt haben.

Jeder sollte mal probieren, eine Zeit lang zu dehnen und eine Zeit nicht zu dehnen um festzustellen, ob es ihm was bringt.

Es ist aber doch sicher kein wichtiger Teil der Verletzungsprävention eines Hobbyläufers. Erwärmung, Auslaufen, richtige Belastung, richtige Trainingspausen, Krafttraining, Gymnastik, Koordination, Massage, Sauna, ausgewogene Ernährung usw. sind was eine gute Regeneration bzw. Verletzungsprävention ausmachen.

Gut, jetzt können alle schimpfen, die von Autoren oder Trainern gelernt haben, die in den 80-er studiert haben oder solche als Lehrer oder Trainer hatten:)

Deine beschriebene

Deine beschriebene wissenschaftliche Sicht habe ich schon einmal gelesen, ist aber schon etwas länger her. Ich mache es derzeit, weil ich überall (Foren, Autoren und anderen Läufern) davon gehört habe, dass es so wichtig sei.

Aber jetzt wo ich das nochmal von dir lese, bin ich am überlegen, ob ich die Dehneinheiten einfach in Krafttraining, dass nachweislich etwas bringt, umwandle...

Sport frei!
Thomas


Läufer-blog.de

Krafttraining und Dehnen

.... zum laufen ansich will ich mich hier weniger äussern da ich was das angeht mal eher ein Anfänger bin.

Aber: Ich verbringe seit Jahren viel zeit im Fitnesstudio mit einem ausgewogenen Krafttraining und kann nur runterbeten: das je mehr unterschiedliche belastung ein Muskel erfährt (Ausdauer/Gewicht) und darauf folgende Regeneration bekommt desto effektiver funktioniert der Muskel.

Also ganz klares Pro für den Kraftsport der Beine.

Dehneinheiten gehören für mich ans ende jeder Sportlichen belastung, möglicherweise bekomme ich dadurch beim Joggen kein Vorteil ok, einen Nachteil aber mit Sicherheit auch nicht. Wenn Ihr Krafteinheiten in euer Training mit einbauen wollt kann ich euch nur zum Dehnen raten, da sonst ganz fix, anfangs nur unmerklich, die bewegungsfähigkeit leidet.

soweit so Gruß
Janeq

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Realfila,

du hast recht, überall liest man wie wichtig Dehnen sei, aber die Gründe die angegeben werden, sind wissenschaftlich nicht belegt, eher im Gegenteil, man hat nachgewiesen dass die meisten von diesen vermeintlichen Wirkungen vom Dehnen physiologisch überhaupt nicht stattfinden.

Ich arbeite in vielen Sportarten und habe festgestellt, dass jede Sportart eine eigene Trainingskultur hat. Die Trainingsstruktur im Ausdauerlauf ist halt generell sehr altmodisch, viele trainieren ähnlich wie in den 80-er Jahren.

Dehnen ist ein sehr kompliziertes Thema, weil es keinen Konsens unter den Fachleuten gibt.

Ich glaube, wer persönlich keinen Spaß am Dehnen hat, sollte einfach probieren, es einige Wochen/Monate stark zu reduzieren und schauen ob der Körper negativ reagiert. Dafür ist Krafttraining meiner Meinung nach viel wichtiger und wird von den meisten vernachlässigt.

ich dehn

auch nicht, und bisher hab ich all meine Streckenlängen verletzungsfrei und mit Erfolg absolviert ohne daß ich jemals einen Wettkampf aufgegeben habe.
Ein anderes Thema ist Kraftraining und Rumpfstabi, solche Einheiten halte ich für wichtig. Das geht aber nebenbei, z. b. vor dem Fernseher.

Der Tag geht zu Ende: Überdenke noch einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat. Ein paar davon behalte, die anderen wirf weg! Calvin O. John

wer es hinbekommt

wer es hinbekommt sowohl Beuger und Streckermuskeln gleichmaessig zu fordern braucht sicherlich nicht zu dehnen. Sobald es allerdings eine Unbalance gibt kann, neben Krafttraining (!) das Dehnen durchaus sinnvoll sein. Muskeln verkuerzen sich waehrend sie angespannt werden. Sie koennen sich aber nicht selber wieder in die Ausgangsposition zurueckverlaengeren sondern brauchen dafuer den Gegenspieler. Gerade bei den groesseren Muskelgruppen kann ein (zu) schwacher Gegenspieler und durch Ueberforderung bedingte Verklebungen mit der Muskelfaszie fuer Zug auf die Sehnen sorgen und damit die Beweglichkeit der Gelenke veraendern.
Im uebrigen ist Dehnen nicht gleich Dehnen. Was man manchmal vor WEttkaempfen sieht, da stellen sich die Nackenhaare auf. Und es ist sicher nicht das Allheilmittel fuer verletungsfreies Laufen. Mit der Aussage "Dehnen schadet und ist im besten Falle ueberfluessig" stoesst Du aber jeden der schon mal Probleme mit Achilles- und Plantarsehne oder Tibialis posterior und anterior hatte vor den Kopf denn eine der einfachsten Uebungen um diese Beschwerden zu lindern und vorzubeugen ist exzentrisches Dehnen auf den Treppenstufen. Dies ist eine mit dem Dehnen gekoppelte Kraftuebung, aber der Dehnungsteil ist hier genauso wichtig wie die Anspannung der Muskeln. Womoeglich werden durch das auf und ab auf der Stufe vorhandene Verklebungen zwischen Muskel und Faszie geloest. Weiss ich nicht. Helfen tut es, jedenfalls hat es das bei mir schon mal.

Wer ohne Dehnen auskommt: SUPER! Wenn ich mal Schmerzen im unteren Ruecken habe wirken bestimmte Dehnungshaltungen aus dem Yoga, die die Glutes und den Pirformis dehnen wahre Wunder. Einbildung? Bevor ich diese Uebungen kannte hab ich mit diesen Schmerzen auch schon mal mehrere Wochen herumgehampelt. Dehnen kann Krafttraining niemals ersetzen. Aber in bestimmten Mass kann es ergaenzen.

Warum raekelt man sich wenn man aus dem Bett steigt, was macht man da genau? Was tut man wenn man nachts von einem Wadenkrampf heimgesucht wird?

Dehnen

Zum Dehnen gibt es viele Meinungen und ich glaube ein bisschen recht hat jeder. Auch die, die ihr Wissen aus den 80ern haben.

cour-i-euse
(Amen) ;-))

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