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Im Juli fragte ich mich nach neuen Zielen (der Marathon war ja gelaufen) und fing langsam an die Wettkämpfe für das bereits begonnene zweite Halbjahr zu planen. Dabei lag der Schwerpunkt auf Triathlon. Aber ein Marathon sollte es auch noch werden. So suchte ich dann Tipps bei den Rennsteiggemsen und entschied mich recht flott für den Albmarathon. Mit Schuld an der Auswahl war natürlich das Bilderbuch-Comeback vom maecks genau dort mit den schönen Fotos. Mhm, das sah doch gut aus. Und Vex hatte auch noch Videos davon gedreht, so dass man einen recht guten Eindruck von der Gegend hatte. Angemeldet, fertig.

Trias gemacht und weiter gelaufen, im Urlaub dann mal 200-300hm am Stück gehabt. Einmal den 30er wegen Krankheit geschwänzt, einmal wegen Kurztria am nächsten Tag um 10 km gekürzt - also viel war das nicht. Und da war doch was? Ach ja, das Teil hat nicht nur ein nettes Höhenprofil mit den 3 Kaiserbergen (wobei der vierte Anstieg da auch noch zu sehen ist). Nein, es hat auch Überlänge - 50 km um genau zu sein. Also ein Ultra - mein erster. Okay, okay, Babyultra (ist halt der kürzeste Ultra). Und wie trainiert man sowas? Nicht anders als Marathon erhielt ich zur Antwort. Beruhigend, das hatte ich schon genau einmal hingekriegt - also eine riesige Erfahrung im Gepäck .

Die Zeit ging ins Land - und auf einmal war Oktober und der letzte lange Lauf, dann tapern angesagt. Oh man, die Füße still halten - wie schwer ist das denn? Aber ich hab es ganz brav getan (wenn man mal von den zusätzlichen Rad- und Schwimmtrainings absieht). Und so hieß es dann am 20. Oktober Koffer packen, denn im Anschluß an den Lauf war ich in der Ecke, wo meine Schwester seit einiger Zeit wohnt. Ich hatte sie jetzt 2 Jahre nicht gesehen.

Am Freitag nach der Arbeit und Schule ging es dann los. Zusätzlich zu den Koffern noch die Tasche für den Lauf, die Matten und Schlafsäcke ab ins Auto und los über die volle Autobahn (Ferienanfang und Freitag halt) zu MC, die uns freundlicherweise und unbekannterweise die Übernachtung bei sich statt in der Halle angeboten hatte. Wir schlichen im Stockdunklen durch den Ort, den wir dann gegen 21 Uhr gefunden hatten und wurden noch vom Nachbarn verscheucht, weil zwei Häuser dieselbe Nummer hatten und die Taschenlampe wo war? Im Koffer natürlich.

Endlich zusammentelefoniert - und dann waren wir auch schon da. War das ein netter Empfang! Die Ofenkartoffeln warteten auf uns und der Salat stand auch schon bereit . Also nur schnell die Klamotten in das freigeräumte Zimmer des Sohnes gepackt (riesig nett von ihm - er schlief bei der Schwester im Zimmer und hatte extra für uns aufgeräumt!) und ab zum Spachteln. Dabei wurde viel gelacht und gequatscht. Ich bekam natürlich jede Menge Tipps von der Ultra-Queen. Alles viel gemütlicher, Pause an den Verpflegungsstationen, ... Ruckzuck war es Mitternacht. Ähm, war da morgen nicht was? Doch, 7:30 Uhr Abfahrt geplant. Also marsch in die Schlafsäcke.

Im Gegensatz zu einer Nacht in derselben Woche wo ich schweißgebadet aufgewacht war, weil ich den Start vom Albmarathon verpennt hatte - und anschließend nicht mehr einschlafen konnte - schlief ich wenigstens etwas. Morgens dann Läuferfrühstück: Toast mit Marmelade oder Honig, Banane, Tee. Und ab ins Auto. MC hat ein Navi - oh ja, natürlich. Und ich hatte keine Routenbeschreibung für den Weg ausgedruckt, weil ich für meine Routen ja das sprechende Navi Nikeflocke verwende, das neben mir mit der Beschreibung und dem Autoatlas sitzt und mich durch die Gegend lotst.

Und dann ging alles schief: das Navi schaltete sich wieder aus - low battery. MC kehrte nochmal um, weil sie sich in Stuttgart nicht so gut auskannte und ihr Mann kam noch runter (Frauen und Technik - so seine Worte). Haha, aber Männer und Technik waren nicht besser . Vermutlich liegt es am Zigarettenanzünder, der keinen Strom spendet. MC war schon ins Haus geflitzt, um die Wegbeschreibung auszudrucken und im Handschuhfach gab es eine Reihe von Karten. So mutierte ich dann zum Navi. Unterwegs rief dann Vex auf MCs Handy an, aber bis Nikeflocke das aus deren Tasche gekramt hatte war er schon wieder weg. Dann rief er bei mir an und ich informierte ihn, wo wir waren. Freundlicherweise hatte er unsere Startnummern schon abgeholt (danke nochmal dafür!). Endlich trafen wir dann in Schwäbisch Gmünd ein, fanden einen Parkplatz in der Nähe der Halle, zogen uns um und marschierten Richtung Startnummernausgabe. Dort sollten die Taschen abgegeben werden und das Treffen stattfinden. Ich hatte die zivile Jacke und Hose über die kurzen Laufsachen angezogen und sah ganz zivil aus.

Unterwegs war MC ständig am telefonieren, so dass Nikeflocke ihr schon genervt das Handy in die Hand drückte und es nicht mehr in die Tasche tat bis zur Ankunft.

Dann waren wir da, trafen Vex, ich tauschte Kind gegen Startnummer (Familie Vex hatte Nikeflocke für den Tag "adopiert" ) und frickelte mir die Startnummer ans Band, das Band unter die Jacke, den Chip unter die Hose ans Bein, ... MC meinte sie würde "mal eben" das Demoshirt holen - und weg waren Vex und MC und Kind und alle. Also bin ich dann auch mal rein, hab die Hose und Jacke ausgezogen und in den Rennsteigbeutel getan (alter Angeber - war aber nur vom HM dort) und abgegeben. Wieder raus - huh, schattig hier (so gegen 0 Grad). Keiner da - Mist, ich wollte doch gemütlich mit MC loslaufen. Und nu? Mhm, mal allen nach, die wie Läufer aussehen. Richtig, so kam ich zum Start. Nicht so weit nach vorne, schön nach hinten einsortieren. Hier hatte ich aber den falschen Schlangenfortsatz erwischt - und traf keinen von den mir bekannten JMern . Umgeschaut - es gab verschiedene Buchstaben vor der Nummer für den Weg - Staffel, Rechberg oder Rundkurs. Aha - und schon ging es los. Ja, es ging gemütlich Richtung Startmatte und dann fielen wir so langsam in Trab und es lief los. Handbremse anziehen nicht vergessen - das wird lang heute. Und hügelig. Also nix verpulvern.

Ich trabe also gemütlich mit 5:30 durch die Gegend (wobei die Uhr jetzt in der Auswertung 5:10-5:15 zeigt), genieße die Kühle auf der Haut (echt schattig!) und das superschöne, sonnige Wetter, den Reif auf der Wiese, das rutschige Laub auf der Straße aus dem Ort raus. Dank Vex bebilderter Beschreibung der Strecke weiß ich jederzeit, wo ich bin - echt super. Und was noch kommt - noch besser. Teilweise laufe ich mit Rechbergläuferinnen oder anderen Rundenläufern eine Weile zusammen gemütlich durch den wunderschönen, bunten Herbst. Immer schön zurückhalten - da kommt noch was. Uhr sagt ich hab 11 km in 1 Stunde gelaufen, also voll im Plan. Die Zwischenzeitmessung verkündet 1:03 auf der Urkunde. Egal, ein bisschen Schwund ist immer. Und da waren wir schon am Café vorbei - ohne Einkehr auf ein Stück Torte mit Sahne und ohne Kakao.

Irgendwann fängt es dann an zu steigen - aber das ist nichts Schlimmes. Beherrschbar, wie Schalk immer so schön sagt. Rauf, rum um den Baum, Nummer wird notiert, wieder runter. Dabei sehe ich Vex - den ich an seinem Rock erkenne - der sich gerade raufmüht. Dann abbiegen links und über eine Wiese mit wunderschönem Ausblick auf einem schmalen Weg. Echt herrlich hier zu laufen!

Weiter, immer weiter. Hin zum ersten Kaiserberg, den ich laufend "meistere". Irgendwann kommen wir auf die "Geherwiese" aus dem Bilderbericht - und hier gehe auch ich, weil vor mir welche gehen und der Weg schmal und rutschig ist. Egal, ist ja ein Ultra, alles ganz gemütlich. Aber sobald ich wieder vorbei komme wird gelaufen. Und Richtung "Ho Chi Minh Pfad", wo es schön trailig, schmal und teilweise recht steil (mit Gehpassagen - Asche auf mein Haupt) ist. Immer wieder wird man von schnaufenden Staffelläuferinnen und -läufern überholt. Ein paar Zuschauer bewegen sich scheinbar um die Strecke herum, um ihre Athleten anzufeueren - man sieht sie mehrmals. Ansonsten recht ruhig, nicht allzu viele Läufer auf einmal unterwegs, keine Riesentrauben wie am Rennsteig - man kann meist sein Tempo laufen. Und schon geht es eine Asphaltstraße hoch und ich erreiche laufend den Rechberg und sehe sogar den . Die Uhr zeigt 2:24 - mhm, das könnte vielleicht unter 5 Stunden klappen - ich denke zum ersten Mal über eine Zielzeit nach.

Hier biegt ein Teil der Sportler ab in Richtung Ziel rechts und ist fertig. Ich gönne mir ein halbes Toast (nächstes Mal lasse ich das lieber - keine gute Idee, da sehr trocken; ich kriege es kaum runter trotz Tee dazu) und nehme eine halbe Banane mit für unterwegs. Die Schale lasse ich schon mal in der Kiste am Ende der Verpflegungszone.

Überhaupt: die Verpflegung wurde immer 200 m vorher angekündigt, es gab genug davon - meist nahm ich Tee, trank ihn im Gehen (ist ja ein gemütlicher Ultra), warf den Becher in den Karton und lief dann wieder weiter.

Weiter den Weg hinab, vorsichtig vorbei an den hinabspazierenden Rechberg-Finishern, vorbei an der Bushaltestelle - ich will ihn ganz, nicht nur die Hälfte. Und außerdem: die meisten hm hab ich doch hier hinter mir! Und soo schlimm war es auch nicht. Okay, manchmal anstrengend schon, aber von Kindergeburtstag war nicht die Rede gewesen.

Bei strahlendem Sonnenschein laufe ich durch die buntgefärbte Laublandschaft. Herrlich! Ich genieße das Wetter - inzwischen ist mir richtig warm geworden und ich fange auch an zu schwitzen. Also werfe ich so gegen km 30 ein Päckchen Salz bei der Verpflegung ein und spüle es mit Tee runter. Geht auch weniger eklig als Tabletten lerne ich später. Aber so geht es auch. Die Banane hab ich vertilgt, ein paar Salzbrezel nehme ich mit für unterwegs - kann ja nicht schaden. Aber auch das ist keine so gute Idee - trocken das Zeugs und nichts zu trinken unterwegs. Tja, man lernt dazu. Aber gut für den Salzhaushalt sind sie bestimmt.

Und jetzt geht es los: meine Zehen tun eigentlich schon länger weh, jetzt kommen noch Unterleibsschmerzen dazu. Mhm, geht auch wieder vorbei - hatte ich beim HM schon viel eher. Zum Glück läuft da ein Fidelitas-Nachtläufer vor mir, zu dem ich aufschließe. Beim Quatschen vergehen die Schmerzen fast wieder - zumindest fokussiert man sich nicht darauf.

Eine Blaskapelle empfängt uns auf dem letzten nennenswerten (teilweise gegangenen) Anstieg. Die Strecke ist schön, teilweise über Waldwege (meist Waldautobahn), teilweise Asphalt (aber überwiegend insgesamt gesehen Asphalt), mal durch Ortschaften hindurch, vorbei am knallroten Feuerwehrhaus, ab und zu ein paar Zuschauer, die die Läufer anfeuern. Richtig nett und familiär. Der Fidelitas-Läufer erzählte er sei im letzten Jahr auf den letzten km noch jede Menge schneller geworden, da sei Asphalt und es gehe ein wenig bergab. Und wir würden jetzt auch mit Einbruch unter 5 Stunden kommen. Ich hab der Uhr keinen Blick gegönnt, nur versucht die blöden Schmerzen wegzukriegen. Und das gelingt mir dann auch - mit dem ersten Haferschleim! Extra für Klada, wie versprochen. Hm, anderen wurde der scheinbar öfter angeboten, ich hörte es nur einmal. Egal, rein das Zeug - schmeckt nach fast nix und schadet sicher nicht. Wurde mit Tee verdünnt.

Irgendwo verliere ich den Fidelitas-Läufer - ich schaue mich noch ein paarmal um, aber er winkt ab. Bei km 40 denke ich so: "Tja, beim Marathon wäre der Drops gelutscht." Und dann: "Ab jetzt nur noch einstellig". Man wird genügsam. Bei der Marathonmarke schaue ich entsetzt auf die Uhr (wobei die schon immer viel eher piepst als die km-Schilder; irgendwo hab ich da vermutlich eine unnötige Schleife oder was gelaufen): die 4 steht vorne - ich hab für den Marathon über 4 Stunden gebraucht! Skandal, Schande über mich. Wobei meine Uhr jetzt in der Auswertung den Beginn von km 43 nach 3:58 zeigt.

Aber jetzt keine 8 km mehr - und die Strecke wird wie von maecks geschrieben langweiliger. Eine alte Bahntrasse führt geradeaus durch Grüngürtel leicht bergab. Also Gas! Da geht noch was. Bei km 45 steht noch eine Staffelläuferin und wartet, als ich vorbeilaufe. Auf einmal höre ich wieder das bekannte Staffelschnaufen und sie läuft an mir vorbei. Komisch, schnaufen die Ultras weniger? Ich empfinde die Staffelläufer immer als viel gehetzter - die schnaufen wie die Dampfloks. Mhm, sie ist aber nicht viel schneller - und es sind keine 5 km mehr! Da geht noch was, fazer. Lös mal die Handbremse! Ach ja, los das Ding und ab die Post Richtung Ziel. Irgendwie werde ich schneller und hole sie ein, ich überhole (haha, ich lauf 50 km und die nur 5 und ich überhole!). Die Uhr zeigt den schnellsten km hier in 4:16 - huch. Keiner mehr über 5. Und dann höre ich sie nicht mehr hinter mir und schließe zu anderen Läufern vor mir auf (wenig Frauen unterwegs oder hab ich sie nicht gesehen?). Ja, noch 2 km - die Verpflegung schenk ich mir, noch 1 km, bitte lieber Gott lass Ende sein. Meine Zehen! Und ich merk den Muskelkater hinter mir. Der holt mich gleich ein! Noch 500 m, Kopfsteinpflaster, Pfeile in die falsche Richtung - nein, einfach geradeaus. Vorbei an den Trommlern, den anfeuernden Zuschauern durch die Innenstadtstraße - hier tobt der Bär!

Und dann der Urschrei: "Gib Gummi, Mama" - ich seh den Zielbogen schon vor mir. Nikeflocke steht am Rand und winkt und ruft. Ich laufe durch - 4:40:22 sind rum - und stoppe dann die Uhr: 4:39:53 - eine Stunde länger als Marathon hab ich gebraucht.

Kaum bin ich über die Ziellinie gehe ich nur noch - keinen Schritt mehr laufen; geht gar nicht. Ich trinke Tee und Bier, dann gehe ich mir die Klamotten holen und ziehe was Langes drüber. Schließlich will ich ja auf MC und Vex warten. In der Sonne ist es erträglich , im Schatten schnattere ich ein wenig rum. Ich eiere ein wenig zu der Zuschauerstrecke und dann kommt endlich der Schottenrock: "Vex", rufe ich. Ob er es mitbekommen hat? Keine Ahnung. Er stiefelt Richtung Ziel und seine Familie empfängt ihn. Übrigens laufe nicht nur ich so "unrund".

Nikeflocke sieht MC zuerst - für 5:30 hatte sie sich angekündigt und nach ihr kann man fast die Uhr stellen! Wir jubeln sie ins Ziel. Sie ist sichtlich geschafft. Dann tigern wir Richtung Halle (den Shuttlebus haben wir nicht gefunden), hüpfen unter die nicht wirklich warme Dusche (höchstens 2 von 5 Sternen), ich mache die fetten Blutblasen an den Zehen auf und schmiere MC's Creme drauf. Schon besser, aber irgendwas tut immer noch weh: der mittlere Zeh hat sich verfärbt (ist inzwischen bei lila oder schwarz angekommen). Nun ja, ein wenig Schwund ist immer. Und dann würde ich gern die Massage nehmen, aber a) finden wir sie nicht unmittelbar und b) sind wir ja mit den anderen zum Nachlaufessen verabredet. Also wieder zurück in den Ort tigern, im Prediger warten, Liste schauen - noch kein Ergebnis von uns draußen. MC geht wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nach (telefonieren) und dann endlich, endlich, treffe ich auch die anderen: ete69 mit erbse, Schalk mit renbueh, Vex und Chamm66, die Ironsocke. Das ist ein lustiges Häufchen. Quatschend latschen wir zum Italiener (Chamm verabschiedet sich direkt), wo wir zwei Tische zusammen schieben und gemütlich spachteln. Wobei: es reicht nur für eine kleine Pizza, mehr krieg ich momentan nicht rein. Aber: ich sitze zwischen zwei Jogmap-Legenden: Schalk und MC! WOW! Und alles sind ganz normale Leute - der TAR-Finisher und die Ultra-Queen, jeder auf seine Weise ganz bekloppt normal. Und Vex, der Vielbelesene, der unsere Bildung erweitert. Und ete69, der total happy ist. Und die beiden Frauen, die auch selber laufen, aber heute nur supporten wollten. Und NikeFlocke, die vom Powershopping mit Familie Vex erzählt. Klasse! Das ist das Beste überhaupt. Wir quatschen, lachen, scherzen, essen und haben Spaß. Richtig toll. Irgendwann müssen wir dann aber doch wieder los, weil wir ja noch eine Weile fahren müssen. Der Rest hat sich direkt hier im Hotel eingemietet.

So verabschieden wir uns, fahren Richtung MC (nicht ganz ohne Umweg, Asche auf mein Haupt - aber MC meinte da kenne sie sich aus und ich hatte mich zurückgelehnt). Bei MC quatschen wir noch und trinken Tee, dann kriechen wir in die Schlafsäcke.

Am nächsten Morgen will ich mit MC einen kleinen Auslauf wagen, aber sie hat Puls und Atmung, so dass wir das Unternehmen dann drangeben und dafür lieber brunchen . Mhm, lecker. Jetzt kann ich endlich wieder reinhauen. Echt, MC hat jetzt 'ne neue Frisur.

Und dann wird es auch Zeit, die Zelte abzubrechen und Richtung Urlaub weiter zu fahren.

Mannomann, hatte ich Muskeltiger! Oberschenkel und Waden! Au weh! Am Sonntag sind wir dann noch etwas gewandert, aber schön langsam - bergab schlimmer als bergauf; nach dem Sitzen konnte ich kaum wieder loslaufen - wie ein Storch im Salat. Am Montag hat sich Nikeflocke über meine "Geschwindigkeit" beschwert - wobei wir immer noch so schnell wie normale Spaziergänger waren, aber nicht so schnell wie sonst. Nun ja, ich hol mir bei 20 km Wandern noch fette Blasen an beiden Hacken. Also abends wieder aufmachen. Und den Zeh mit Pflaster abdecken - tut schon weniger weh. Am Dienstag hat sie sich schon wieder über meine Geschwindigkeit beschwert (tja, gut gedehnt - auf den Unterschenkeln sitzend gelesen - hahahaaaa!) - wie man es macht ist es verkehrt. Und Donnerstag bin ich wieder gelaufen - bergauf und bergab.

Fazit: Das war ein superschöner, sonniger, total verrückter Herbstlauf. Ein schöner Lauf mit super Verpflegung und Organisation zum schwäbisch günschtigen Preis. Eine schöne Medaille gab es auch noch im Ziel.

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Gelungenes Ultra-Debüt!

Einen super Lauf hast du hingelegt, mit Endspurt(aber wer hat dich getrieben?)! Und deine Zeit ist ja wohl der Hammer, oder?? Wie geht es deinem Tiger, alles wieder schick? Der Abend beim Italiener war wirklich sehr schön. Das muss wiederholt werden!

Gruß vom

Riggoo

Also ich bin BORN & HUMPA

Da bin ich platt!!!

Mensch Birgit, was hast Du da abgerissen!!!
Riesig! Und auch noch mit so vielen Höhenmetern....da bin ich echt platt!
So mal eben läufst Du die ganzen erfahrenen JM-Kollegen in Grund und Boden.
Ich weiß gar nicht, was ich dazu noch sagen soll....heftig, heftig, heftig, ultrastark!!!
Ich verbeuge mich vor Deiner Leistung und Deinem Talent.
Da können wir ja noch einiges erwarten von Dir.
Lass Dich mal ganz fest umarmen und drücken, so wie Du mich in Duisburg umarmt hast.
Boah, bin ich beeindruckt!!!
RIESEN GLÜCKWUNSCH!!!

Lieben Gruß Carla

Wow!

Sensationell, ungeheuerlich, der Wahnsinn! Wie kann eine den ersten Ultra nur sooo schnell rennen? Und dann noch so locker drüber schreiben?
Toll, danke fürs Mitnehmen. Wenn ich groß bin, will ich da auch mal hin.

Gute Erholung wünscht
yazi

Super

Ich bin beeindruckt. Sooo lange und sooo schnell.
Glückwunsch zum ersten Ultra.

Ultragut

Bericht und erst recht die Superzeit.
Ganz ganz grosse Klasse.
Bin gespannt auf den Nächsten (Ultra).

Ultra macht Spaß

(Fast) alles richtig gemacht. Erstmal gemütlich und wenn auf den letzten Km noch ne Steigerung drin ist, dann los und dann hast Du vorher genau richtig mit Deinen Kräften gehaushaltet. Sehr wichtig!
Dein Bericht macht noch größere Lust auf den Albmarathon als sowieso schon, auch wenn da meist so Laufluschen wie MC, Vex und Schalk unterwegs sind...;-)!
Herzliche Glückwunsche zum Ultradebut und zur tollen Zeit!
Eine Sache allerdings: bitte gewöhn es Dir ab, Blasen aufzumachen (es sei denn Du kannst das unter sterilen Bedingungen). Neeneenee. Abpolstern und warten bis sie von selbst heilen (das machen Blasen innerhalb von ein paar Tagen selbst). Jede Öffnung einer Blasen erhöht das Infektionsrisiko!
Gruß, Marco
You'll never großalbartig alone


Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos

Das Haar ist eine Sumpfpflanze

es wächst und gedeiht nur auf Wasserköppen und der nächste Friseurtermin ist nächste Woche! Wenn's schmeckt, haut man rein! Genau so muss es sein, bzw. freut mich, dass es so war! Selbst der aus meiner Sicht besch...en gelaufene Albmarathon konnte das Super-WE nicht schmälern! Manchmal ist's halt doch gut, ein Handy zu besitzen und vor allem, dieses auch mal zu benutzen! Dann geht's natürlich zu wie im Taubenschlag! War ja auch toll mit der ganzen zusammentelefonierten Meute!

Du bist ja schon ein wahnsinns Talent! Total beeindruckend! Echt jetzt mal! Was hast du dir Gedanken gemacht! Ob du das schaffst... wie mag das wohl werden.... um am Tag X zu brillieren! Irgendwie erinnerte mich das an meine Schulzeit, wobei auch meine Kinder dieses Phänomen nur zu gut kennen, bei welchem vor allem einige Mädels meinen, sie seien ja sooo schlecht und hätten ihre Arbeiten ganz bestimmt verhauen und heraus kamen bei ihnen in schönster Regelmäßigkeit die besten Ergebnisse! ;-))

Du hast ein

rundum Sorglospaket bestellt und auch bekommen. Navi hin oder her....*hab so gelacht* und freu, dass Männe auch nicht besser kann, *kicher!*
Und dann so toll gelaufen!!! Herzlichen Glückwunsch!!! 4:39 sind 1 h länger als Marathon??? NEID, schnief!!! ;-)
!
Tame:-)
BORN - denn sie wissen nicht was sie tun!

Ach ja, diese 50 km waren

Ach ja, diese 50 km waren sowas von unnötig. Warum kommen wir allen nicht lieber zu Pasta und Anekdoten zusammen ;)

Was mir an Deinem blinkenden Bericht missfällt, ist das Verheimlichen Deines 10. Platzes beim Ultradebüt. Zehntschnellste Frau! Wau! Irrtümlicherweise, weil das Wort "-marathon" fehlgedeutet, bei einem Ultra debütieren und dabei gleich in den Top 10 landen! WAAAAAAHNSINNN!

Komm Du mir noch mal nach Schwäbisch Gmünd ;)

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VEX WÜTEND! ... MUSS ... BEZWINGEN ... IANBANKS!!!

Fazer ist ultra, Fazer ist ultra !!!!

Liebe Birgit,

da hast Du nicht nur einen superschönen Lauf ausgesucht (den ich leider bislang nur von Hörensagen und Bildern kenne) sondern wohl auch die netteste Gesellschaft, die man finden kann!

Eine einzige Erfahrung wünsche ich Dir noch: Einmal im Ultraschlappschritt zu laufen (macht deutlich weniger bis gar keinen Muskelkater). Dass Du letztlich Deinen ersten Fuffziger wie Deinen ersten Mara laufen würdest, war mir schon klar ;-) Schalk läuft ja auch 100 km in einem Tempo wie andere 100 m.

Birgit, ich freue mich riesig für Dich. Das hast Du toll gemacht!!!

Nikeflocke ist bestimmt mächtig stolz auf ihre Ultra-Mama!

Herzliche Grüße,
Holger



06.11. Bottrop
-- Winterpause --

Ihr Lieben

@ete69: Alles wieder schick - der Tiger hat am Dienstag danach Reißaus genommen. Und für Wiederholung solcher Treffen bin ich gerne zu haben! War echt das Sahnehäubchen!

@Carla-Santana: Danke für die Umarmung - menno, tut das gut!

@yazi: Schnell? Nee, das war doch gemütliches Tempo. Schnell geht anders

@Fairy: Danke! War aber trotz der Länge recht kurzweilig. Und ich komm ganz gut stundenlang mit mir klar.

@Rellielli: Das Teil heißt doch "Marathon" - den Ultra muss man dann erst mal rauslesen und wissen.

@diezrun: Ich auch - mal sehen, was ich mir nächstes Jahr so vornehme. Da wurden mir gleich mehrere Flöhe beim Nachlaufessen ins Ohr gesetzt.

@Laufastra: Na, ich nehm natürlich immer nur mein eigenes Taschenmesser und die eigene (Sicherheits)Nadel. Aber die heilen echt von allein? Da wär ich nur nicht mehr in die Schuhe gekommen - jetzt war ich ja einmal raus gewesen.

@MagnumClassic: Frisör? Dann ist ja gut. Ja, so ein Handy hat auch Vorteile, ich geb es ja zu - trotzdem hab ich es geschafft das Ladegerät nicht mit in den Urlaub zu nehmen und dann war der Akku irgendwann leer

@Tame: Ja, war wirklich geliefert wie bestellt

@Vexillum: Vielleicht brauchen wir doch vorher den Lauf, sonst darf sich das ja nicht "Nachlauf..." nennen. Ach je, die Platzierung ist doch sowas von unwichtig. Vielleicht sollte man dann noch erwähnen, dass ich 4. der AK wurde? Laufen halt nicht so viele Frauen dort mit. Jedenfalls waren auch noch 100 Männer vor mir

@Holgi68: Das war Schlappschritt - wie gesagt: angezogene Handbremse. Und wie war der Röntgenlauf?

Tolle leistung Mama bin sehr

Tolle Leistung Mama. Bin sehr stolz auf dich. War klar das du so schnell bist hab ich auch so gedacht nach deinem Marathon. 10. Frau davon 4. in ihrer Ak mit einer Zeit von 4h40min und 22sek. Die 22sek haben dich genervt. Im nächsten Jahr wenn du da mit läufst dann bist du in der ak 1 - war ein Scherz. Und eine Zeit von 4h00min00sek wär eine traumzeit für dich. mach weiter soooooooooooo wwwwwiiiiiiiiieeee bissss jetzt. Trainier härter

Lg
Nikeflocke

PS: vielleicht läufst du mal 100 km und paar 50 km Läufe nächstes Jahr. Tolle Zeit beim ersten 50 km Lauf im Leben. wird nicht der letzte sein. Mit deinen neuen Schuhen bist du schneller als dieses Jahr...

Etwas verspätet: Herzlichen Glückwunsch!

Und von wegen "Baby-Ultra". Der Albmarathon hat es in sich. Und dann so eine Zeit, einfach phänomenal! Was soll denn da bei einem flachen 50er vorne stehen? Vermutlich eine 3...

Liebe Grüße
Renate

"Not Because It Is Easy, But Because It Is Hard" John F. Kennedy

12.11. 6h-Lauf Troisdorf

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