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Nachdem ich im letzten Jahr in Frankfurt mit 3:15:XX in die Festhalle eingelaufen bin, hatte ich mir anfangs des Jahres zum Ziel gesetzt, meine Bestzeit einfach nur zu verbessern. Auf meinen Laufzielzettel hab' ich dann einfach mal 3:09:XX geschrieben. Das erschien mir aufgrund meiner damaligen Bestzeiten (10k: 39:00; HM 1:28:00) realistisch, zumal ich in der ersten Jahreshälfte auch eher hügelig unterwegs war (ein paar Bergläufe hier im Schwarzwald, Aletsch-HM und Zermatt-M) und somit erst im August so richtig auf "flach" trainiert habe.

Der Hinweis vom Schlossbergrunner ("Schnell laufen lernt man nur durch schnell laufen") hat mir dann den Kick gegeben, meine Intervallvermeidungshaltung aufzugeben und tatsächlich einmal die Woche Intervalle runterzuprügeln. Dann sind auch die Bestzeiten in der Vorbereitung gepurzelt: 10k auf 38:05, HM auf 1:26 in Strasbourg, dann 1:23:34 (Bottwartal) zwei Wochen vor Frankfurt.

Dann kam das überlegen: Den 2:59-Trainingsplan von Steffny hab ich ja befolgt und etwas angepasst (ich hatte ja mehr als 10 Wochen Zeit). Aber reichen die Vorleistungen tatsächlich für die magische Drei-Stunden-Grenze??

Die Frage hier gebloggt... Ergebnis: Das ist alles sehr knapp. Kurzum, der Zweifel, ob ich mich da nicht übernehme (über 15 Minuten Verbesserung) blieb.

Ich entschloss mich, mutig zu sein: Angehen auf "4:10min/km + die Zeit, die ich an den Verpflegungsständen verliere", das durchziehen bis km 30 und dann kämpfen. Ab km15 mitgebrachte Gels reinziehen, weil die ewigen Bananen... da mümmelt man ja einen Kilometer drauf rum (Warum gibt es auch nicht nach den Bananen an den Verpflegungsständen nochmal Wasser zum Nachspülen?).

Der Renntag: Wetter? Gut, bedeckt, kein Wind, nicht zu warm. Der Start: unglaubliches Gedränge am Start in meinem Startblock, Geschubse auf den ersten vier Kilometern (und ein 2:59-Pacemaker, der aus meiner Sicht fast in 4:05 losgerannt ist). Aber gut, mitgelaufen, laufen lassen - ich fühlte mich gut.

Die Pace stimmte so etwa: 4:08 auf die ersten 5, auf die zweiten 5, auf die dritten 5, auf die vierten 5, 4:09 auf die fünften 5, und dann irgendwo nach der Mainbrücke gings dann schwerer, 4:14 - immer noch unter dem 2:59-Sollschnitt von 4:15; dann kam die Mainzer Landstraße bei km30 und das Kämpfen ging los. Mit 4:19 min/km hielt sich der "Verlust" in Grenzen. Zurück in der Stadt war's dann echt hart - jetzt nur nicht zu viel verlieren, meine Freundin ist an der Strecke mitgerannt zwischen km 35 und 36, der Schnittzwischen 35 und 40... 4:36 (au weja, das wird nochmal eng), also nochmal alles gegeben, krampfiges Zucken in den Waden, egal, angezogen, umgeblickt, die 2:59-Pacer gesehen. Mist. Nochmal ne 4:22 auf den letzten Kilometern und kurz nach dem Pacer, aber mit 2:58:32 glücklich aber ziemlich kaputt ins Ziel.

Die Garmindaten:
Strecke: 43,93km (aha???!!!, sind das nur die Hochhäuser, oder bin ich Schlangenlinien gelaufen?), Garmin-Pace: 4:04, durchschnittliche HF 176.

Jetzt pflege ich meinen fetten Muskelkater und gehe diese Woche nur spazieren und vielleicht schwimmen. Und erst danach gibts dann ne Woche Chill-joggen.

Aber es hat sich ja gelohnt: Ich bin jetzt auch im unter 3-Stunden-Club (hätte ich anfangs des Jahres nie gedacht).

4.5
Gesamtwertung: 4.5 (2 Wertungen)

Super!

Nochmals herzlichsten Glückwünsche zu Deiner sub3!
Genußvolles Regenerieren!

Klasseeeeeee!

Noch son schneller Flitzer bei Jogmap!
Gratuliere Dir ganz herzlich zum Durchbrechen der Sub3-Schallmauer!
Wer trainiert, wird belohnt!
Schönes Regenerieren noch.

Lieben Gruß Carla-Santana

Klasse

Alles gewagt und alles gewonnen.

Krass!

Das ist echt beeindruckend. dietzruns Kommentar möchte ich noch ergänzen um: Das passiert nicht häufig. Herzlichen Glückwunsch.

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Es empfiehlt sich, immer einen Pinguin im Haus zu haben, dem man die Schuld geben kann.

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