Benutzerbild von zausel1993

also, jetzt muss mir mal endlich jemand sagen, wie das mit den langen, langsamen Läufen geht. Bei mir gibt es nämlich folgendes Phänomen: Laufe ich bei gleichmässigem Puls von 70%, wird meine pace bei 15-20 km kontinuierlich immer langsamer (ca 30 sec/km). Laufe ich hingegen nach pace (90 sec über HM-Tempo), steigt mein Puls von 128-145 an bei der gleichen Strecke. Ist also gehuppt wie gesprungen. Ist das nur bei mir so, liegts an meiner mangelnden Kondition (was ich bei 200 MonatsKm nicht mehr als Ausrede gelten lasse) oder was? Oder ist das völlig normal (bei nem Marathon steigt der Puls ja angeblich auch an). Und was ist dann die richtige Taktik für die langen Läufe, Puls konstant halten und langsamer werden akzeptieren oder Pulsanstieg akzeptieren und pace konstant halten?

Beeendet bitte meine Unwissenheit!

Konstante Pace

Laufe eine konstante Pace, die Dich in keinster Weise antrengt, wo Du Dich gut unterhalten kannst und willst (falls Du jmd. hast außer Dir selbst...); der Puls wird überbewertet...und steigt natürlicherweise mit der Dauer der Belastung ein wenig an...das gibt sich mit steigender Fitness :-)

cheetah

Dass der Puls ansteigt...

...das ist bei mir genauso, je besser der Trainingsstand umso langsamer steigt der Puls.
Für die langen Läufe kann ich Dir allerdings keinen belastbaren Tipp geben. Ich laufe die eben langsam, und ob der Puls dabei im Lauf des Laufes von 65 auf 71% steigt - hab ich noch nie so detailliert drauf geachtet. Wenns schnaufig wird, gibts eine Gehpause - ganz nach Gefühl.
Ziel der langen Läufe ist ja das Fettstoffwechseltraining, daher würde ich eher pulsorientiert laufen. Das hindert Dich ja nicht dran, die letzten drei km nochmal bissel mehr Gas zu geben.
Beachte: Ist Meinung, kein Wissen.
Grüße, WWConny

Plauderpace.

Zum Teil schließe mich dem Rat von cheetah an. Laufe ein Tempo, bei dem du dich gefühlt noch locker unterhalten könntest.

Allerdings vermute ich, dass die subjektive Plauderpace eher mit einem konstanten Puls korreliert, als mit einem konstanten Tempo.

Es gibt ja bekanntlich beide Philosphien. Manche Trainingspläne geben die Pace vor, andere die %HFmax. Deshalb wird dir wahrscheinlich niemand die absolute Wahrheit nennen können. Demnach geht es dir hier darum, Erfahrungswerte von anderen Läufern zu sammeln.

Mein Weg: ich laufe 95% meier Kilometer (und 100% der langen Läufe) ohne Puls-Kontrolle. Manchmal merke ich aber auch, dass es mich hinten raus mehr anstrengt. Manchmal kann ich dagegen ohne Schwierigkeiten noch ein paar Kilometer mit Endbeschleunigung dranhängen.
Das wichtigste bei den Langen ist - das sehe ich wie Conny - einfach die Gewöhnung von Stoffwechsel und Bewegungsapparat an die Dauerbelastung. Kurz: die Kilometer ! Zu langsam geht hier praktisch nicht. Die Gefahr zu schnell zu laufen und sich zu überlasten besteht viel eher. Der Winter ist für lange langsame Läufe ideal geeignet.
Aus meiner persönlichen Erfahrung gilt schlicht: je mehr Lange du auf dem Buckel hast (bei mir zählen Läufe >25km), desto leichter fallen sie dir - vermutlich ein Zeichen des konstanteren Wohlfühlpulses.

Deshalb: keep on running
Gruß
Uli

@Cheetah

noch quatschen können zählt bei mir nicht als Grenze, bin ein Mädchen, das kann ich auch bei 80-85% noch ganz problemlos ;-) Erst darüber fehlen mir abrupt die Worte!

zausel

>

Wohlfühltempo. Es ist für

Wohlfühltempo. Es ist für mich gar nicht so wichtig in was für einem Tempo ich die langen Laufe. Trainingspläne sollte man immer lesen wie ein Kochbuch. Sie sind das Standradrezept. Aber an manchen Tagen muß man nehmen was man hat. Stimme mit den Beiträgen über mir föllig überein. Ein zu langsamer Lauf gibt es nicht nur ein zu schneller. Die Kilometer zählen. Für mich ist ein langer (>25) perfekt wenn ich den mit Freunden quasselent unterwegs war. Und wier haben uns nach ca 3stunden immer noch was zu sagen :-) Wie hoch dabei der Puls war? Oder wie schnell wir waren? Keine Ahnung. Natürlich kann man solche Läufe nach Pace laufen. Man muß aber dabei immer bedenken, das ein langer Lauf mit vielen Hügel nicht so schnell gelaufenwerden kann, wie ein flacher Lauf.

Helden für Lucas

Das ist so

weil die Ermüdung einsetzt. Mein erster Trainer hat mir damals aufgetragen: Die ersten 10min einlaufen, dann zusehen, dass du auf den Puls 70% kommst und die Pace, die du dann hast, bis zum Schluss halten (dann unabhängig vom Puls).

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

@strider

das hört sich genau nach dem an, was ich mir so zurechtgetüftelt habe! Danke, ich glaube, so passt's...

zausel

>

@strider

...das hätte man besser nicht in Worte fassen können :-)

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